Wie Mainzer beten: Der Mainzer Psalter
Von Matthias Braun
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Über dieses E-Book
Der humorvolle Umgang mit der Bibel bringt die Texte ganz neu zum Erklingen, nimmt ihnen aber nichts von dem, was sie sagen wollen. Sie wollen ermuntern, die christliche Botschaft neu zu Gehör zu bringen.
Das Buch entstand zum 2x111jährigen Jubiläum der Evangelischen Kirche in Mainz.
Matthias Braun
Matthias Braun stammt aus Hessen, ist aber seit er Pfarrer ist in Rheinhessen zu Hause. Seit 20 Jahren ist er aktiver Fastnachter in seiner Heimatstadt. Mit seiner Frau wohnt er in Mainz und genießt den Mix aus Heimatliebe und Weltläufigkeit der Rheinstadt.
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Buchvorschau
Wie Mainzer beten - Matthias Braun
Psalm 1:
Ein hoch dem, der nicht sitzt bei Bösen, sich nicht kann von der Bibel lösen. Wer Gott gibt bei sich selber Raum, steht ganz stabil – so wie ein Baum. Mit tiefen Wurzeln find’t er Nass, das Grün der Blätter wird nicht blass. Wohin er geht zum Pläne hegen, gibt Gott zu diesen seinen Segen. Wer nur tut nach dem Bösen streben, muss mit den Konsequenzen leben. Darum sei er nicht irritiert, wird er von andern isoliert. Wer gut lebt, bleibt gern im Gedächtnis. Wer bös lebt, stirbt ohne Vermächtnis.
Psalm 2:
Wenn einer meint, dass er was gält‘, so sind’s die Herren dieser Welt. Tun so als wär’n sie selber Gott. Doch bringt das Leiden, Tod und Not. Sie lassen nur sich selber gelten. Doch solch Verhalten muss man schelten. Habt Acht, spricht Gott vom Himmel her, ich geb‘ Euch hiermit die Gewähr, dass eines Tages spricht Gericht, mein Sohn, dem Ihr nachfolgtet nicht. Er bittet mich: Lass sie sich winden, ich will für schuldig sie befinden! Denn was den Schwächsten Ihr getan, seh‘ ich mit strengen Augen an! Drum alle, die mit Füßen treten jedes Leben mit Raketen: Lasst ab von Eurem Egowahn und streift das Kleid der Demut an und folgt der Gottesspur der Liebe, dass seine Liebe auf Euch bliebe.
Psalm 3:
Ich bin von Feindeskraft umringt! Gott, Zuversicht nicht in mich dringt! Am allermeisten schmerzt ihr Spott: Du wärest hilflos, Herr, mein Gott. Doch bist Du für mich Kraft und Schild, beim Beten Stärke in mich quillt. Leg angstfrei mich zum Schlafen nieder, und morgens recke ich die Glieder, wenn ich erwacht gerade so eben bemerke: Du hältst mich am Leben. Und hab ich Ängste oder Sorgen, denk ich ans Aufsteh’n jeden Morgen! Denn so wirkt Gott in unsrer Welt, dass er am Leben uns erhält. Und wie die Feinde immer gieren: Sie werden eines Tags verlieren, weil – das ist Gottes Segensmacht – an jedem Tag ein Mensch erwacht. Drum steh ich morgens auf entschieden, als Segenszeichen für den Frieden.
Psalm 4:
Elohim, ich muss stets beten zu Dir, send, und zwar schnellstens, Gerechtigkeit mir!
Schlecht gemacht werde ich, dazu gemobbt, um mich Missachtung und Lügenwort tobt.
Lass seh’n die Bösen, wie sehr Du mich liebst, dass meinen Wegen die Richtung Du gibst.
Sie sollen spotten, doch innerlich nur!
Im Herz alleine hat Spott Konjunktur.
So wird das Böse verstummen und still, weil sich kein Spotten mehr hör’n lassen will.
Und über uns, die Spott bisher erhalten, lass Deine Wärme um kein Grad erkalten!
Du bist mir Haltegurt, du bist mir Glück, ich möchte keineswegs dorthin zurück, wo ich noch nicht Dich gekannt hab genau!
Alles war damals getönt Grau in Grau.
Doch seit den Tagen, seitdem ich Dich traf, ist zuversichtlich-erholsam mein Schlaf.
Psalm 5:
Gott, hör das Seufzen, Stöhnen mein!
Lass meine Stimme hörbar sein!
Schon früh am Morgen bitte ich: Mein Schutz und Schild, erbarme Dich!
Ich tu das, weil ich fest dran glaub: Das Böse wirfst Du in den Staub!
Wer sich stets rühmt, wer Unrecht tut, wer lügt und tötet bis aufs Blut, der wird, und das ist nicht vermessen, am Ende von Gott selbst vergessen.
Ich aber spür Dich Tag für Tag, wenn ich Dir meine Bitten sag.
So bitt dies eine ich nur Dich: dass mein Weg Deinen Wegen glich!
Das bitt ich nur aus einem Grund, dass dadurch wird den Menschen kund: Wer einfach lebt, aus Liebe bloß, (und sei der Feind auch noch so groß – tut Bosheit durch die Lande weh’n) der wird den Angriffen entgeh’n, bis alles Böse in der Welt für immer endlich Ruhe hält.
Und mit der ganzen Schöpfung singt, dass nichts und niemand Liebe zwingt.
Bis diese Zeit ist angebrochen, schenk Hoffnung uns ununterbrochen.
Psalm 6:
Nimm Dir zum Lesen hier viel Muße, dies ist der erste Psalm zur Buße!
Ich schau mich um und hab erblickt, was Du mir hast für Leid geschickt.
Gott, was habe ich verbrochen?
Mir schmerzen Seele, Herz und Knochen!
Wie lange willst Du mich bedrängen, mit Herzbedrückung mich beengen?
Ich bitte Dich: Lass ab vom Zwist mit mir, weil Du die Güte bist!
Was nutzt es Dir, Herr, wenn ich stürbe?
Im Leben ich Dir Ruhm erwürbe!
Denn wenn ich lebe, würd ich wählen von Dir zu singen, zu erzählen!
Doch Schwäche zwingt mich dazu, dass im Bett ich liege. Tränennass ist mir das Kissen, sind die Augen, weil die Feinde aus mich laugen.
Mit letzter Hoffnung schrei ich los: Hier lieg ich, doch es scheint so bloß, als läge ich alleine krank.
Gott ist mir eine sich’re Bank.
Drum ist’s im Glauben legitim: „Ich zweifle, und doch trau ich ihm."
In diesem schweren inner’n Ringen, steht er mir bei und wird erzwingen, dass meine Augen Zukunft seh’n und meine Feinde untergeh’n.
Psalm 7:
Gott, Dir glaub ich, doch leb in Angst.
Drum brauch ich es, dass Du nicht wankst, sondern mir stehst gegen die Schar bei derer, die stets contra war.
Ich weiß, dass ich unschuldig bin!
Doch hab ich davon null Gewinn.
Aber ich steh gegen den Wahn, denn Böses hab ich nicht getan.
Hätt‘ ich geschädigt, die mir gut, fänd‘ einer Schuld, die darauf ruht,
so würd die Strafe ich ertragen, nie meine Unschuld ein mir klagen.
Bring Lästermäuler mir zum Schweigen, lass sie beschämt die Köpfe neigen.
Tu dies weltweit, wo Unschuld leidet, wo Machtgier Unschuld stets vermeidet.
Auf Herz und Nieren prüf den Mensch, tagtäglich setze an Dein Benchmarking zwischen Gut und Böse!
Wer säbelrasselnd macht Getöse, wer waffenstarrend Ängste schürt, der hat sich längst selbst eingeschnürt.
Denn, wer nicht umkehrt mit Vernunft, bei Dir nimmt wieder Unterkunft, den wirst Du in der Grube haben, die er selbst hatte ausgegraben.
Wer ohne Gnade Menschen quält, hat sich sein Urteil selbst gewählt.
Es bleibt dem Bösen nicht sein Glück, die Bosheit fällt auf ihn zurück.
Dass das so ist, dafür dank ich, Dir, Gott, allein und lobe Dich.
Psalm 8:
In aller Welt wirst Du erkannt, hast blau den Himmel ausgespannt, aus jedem Säuglingsmunde schreit laut Deine Schöpfungsherrlichkeit.
Mit jedem Kind, jedem Geschrei, zeigst Du uns, dass es nötig sei, die Welt zu ändern, sodass dann ein jedes Kind aufwachsen kann ganz frei von Hass, Angst, Tod und Not mit Liebe, Selbstvertrau’n und Brot.
Doch frage ich mich manches Mal, wenn mir das Menschsein wird zur Qual, mit Blick gen Himmel, auf zum Mond, was wohl dem Menschen innewohnt, dass Du die Menschheit auf nicht gibst, sondern den Mensch von Herzen liebst?
Erwarte sehnlich Antwort mir.
Dir, Gott, vor allem gleichen wir.
Du hast mit Würde uns verseh’n, damit wir es sehr gut versteh’n, die Schöpfungsumwelt zu bewahr’n vor Missbrauchsnutzung und Gefahr’n.
Töten für Speis‘ mit Augenmaß, nicht bloß aus hungergierig Fraß.
Dir ähneln, das ist unsre Ehr’.
Ihr zu entsprechen, ich begehr’.
Groß ist Gott in allen Landen, wo Menschen diese Würde fanden.
Psalm 9
Es ist nun Zeit, zu sagen Dank, Ihr seht gesund mich, ich war krank.
Gott hat ein Wunder mir vollbracht, hat Böser Kraft machtlos gemacht.
Du hast wieder zurechtgerückt, was sonst das Menschenherz bedrückt.
Neu Friede und Gerechtigkeit sind um uns rum in uns‘rer Zeit.
Wir Zeugen dieses Wunders sind, der Feinde Knie gebeugt ich find.
Noch wunderbarer aber ist, dass Du derselbe heut noch bist.
Scheinst fern von mir in dieser Zeit, doch warst seit Ewigkeit bereit, zu wandeln Unrecht um in Recht.
Seit alters her bist Du gerecht!
Dies gilt, ich tu es allen Kund für unser ganzes Erdenrund.
Du stehst den Schwachen Seit an Seit, was bedrängt war, machst Du weit.
Da Du so bist, vertrau’n wir Dir.
Du wohnst auf Zion, doch auch hier.
Und wenn mir neues Leid auch droht, stehst Du zu mir, mein Herr, mein Gott, dass ich mit jeder Frau und Mann, Dir wiederum verdanken kann, wie fröhlich Deine Hilfe macht, auch in der tiefschwärzesten Nacht.
Wer Netze auslegt, fängt nur sich, in Gruben fällt selbstverständlich, der sie selber gegraben hat, weil Schwachen Gott war Rechtsbeirat.
Deshalb bitt ich Dich ohne Scherz: Leg Dir die Schwachen eng ans Herz.
Halt offen ihnen Zukunftsblick, gib Hoffnungsschimmer keinen Knick.
Stopp die Gewalt, wo’s immer geht, hilf, dass dem Mensch vor Augen steht: Als Menschen sind wir alle gleich, ein jeder braucht Lebensbereich.
Psalm 10
Ich preise Dich und lob Dich gern, doch wieder bist du mir so fern.
Aus Machtgier wächst ein Hampelmann, der Menschen dann zertrampelt dann.
Aus Angst um Leben und um Leib wächst andren Opferroll’nverbleib.
Es schiebt Dich der Aggressor weg, glaubt nur an sich, doch glaubt es keck.
Weil er sagt: „Es gibt keinen Gott!",
setzt Friedenzeit er aufs Schafott.
Hat Konsequenzen ignoriert, weil Hass nur neuen Hass gebiert.
Er denkt sich mit aller Gewalt: „Als Weltbeherrscher werd‘ ich alt."
Ihn selbst sein Herz damit betrügt, weshalb die Welt er nur belügt.
Es kann kein Mensch vertrauen ihm, sein Wort verdeckt sein ‚evil scheme‘.
Sein Herz ist sein eig‘nes Gericht, er glaubt nämlich, Dich, Gott, gibt’s nicht.
Wenn wirkt er derzeit riesengroß, so ist er Unmensch doch nur bloß.
Im Pulverrauchkanonenkrach verstirbt das Opfer, welches schwach und ohne Grund zum Opfer wurd‘; der Todeskampf ist Kriegsgeburt.
Ein Raubtier ist er, lauert still, Tausende tot, wenn er es will.
Er tötet nachts, ist ehrenlos – wär ähnlicher er Dir doch bloß.
Weil Herzensgüte er vergisst, er ohne Ende Menschen frisst.
Zeige Dich Gott, stoppe die Täter!
Mach Dich nicht selber zum Verräter.
Beschütze die, die nah Dir sind: Die Witwen, Waisen, jedes Kind!
Du siehst sie weinen, siehst das Leid, beweise uns in Ewigkeit, dass die genannten Du gewählt, dass jedes Opfer für Dich zählt.
Bald steht der Täter ganz allein; Tränengebet erweicht den Stein!
Wer maßlos ist, bring zur Vernunft, noch heute, doch auch in Zukunft!
Du bist als Herrscher häufig leis’, doch hilfst Du uns auf Deine Weis’: Bewahrst die Hoffnung, Mut und Licht den Schwachen selbst im Angesicht von übelster Unmenschlichkeit, dass wiederum kommt Friedenszeit: Wo Menschen sich an Dich erinnern, und Häuser sich des Friedens zimmern; wo Menschen treffen sich allein, um mehr nicht als nur Mensch zu sein; da ist vergessen die Idee, dass man nur noch sich selber seh‘!
Psalm 11
Mit Gott verglichen bin ich Zwerg, was sagt Ihr mir: „Flieh auf den Berg!"?
Der Feinde Bogen ist gespannt, ich bin als Zielscheibe erkannt!
Wer treu bleibt Gott, der hat auch Angst, weil Du in Zweifelrede wankst.
Was kann man* tun, wenn man so klein?
Jahwe uns helfen kann allein!
HaSchem im Himmel ist und thront und sieht, wer diese Welt bewohnt, prüft Herz und Niere. Gottes Blick sieht gutes und böses Geschick.
Er liebt Gerechte ganz beherzt, der Unrechte wird ausgemerzt.
Wer hörig ist nur der Gewalt, der wird nicht frieren, wird nicht kalt: Denn Feuersturm regnet herab und Gluthitze bringt ihn ins Grab.
Gerechtigkeit Elohim liebt, wer Unrecht tut wird ausgesiebt.
Seinen Willen tun ist Pflicht; wer treu bleibt, schaut ihm ins Gesicht.
Psalm 12
Hilf, HERR, wir sind nur wenig noch in dieser Welt! Bezeugen doch, dass wir Dir treu in Wort und Tat!
Hör unsre Klage, gib uns Rat: „Man hört nur mehr von Trug und Lug und jede Zunge spricht Betrug.
Das Herz ist doppelbödig, schlecht und weiß das Rechte nicht so recht."
Ach, Gott, beende diese Zeit, vernichte alle Eitelkeit, die sich, weil man nach sich nur strebt, dem Mensch tief ins Gemüte gräbt.
Verschließ die Münder, die bereit zu sprechen sind mit Dreistigkeit: „Die Rede uns gebührt allein, wer sollte über uns noch sein?"
So spricht der HERR: „So geht es nicht!
Gewalt vor meinem Angesicht?"
Der Armen seufzend Bittgebet bewirkt, dass unser Gott aufsteht: „Ihr habt den Bogen überdehnt!
Ich helf dem, der sich nach mir sehnt."
Was Gott verspricht, dem kann man trau’n, wie Silberglanz auch an es schau’n.
Denn siebenfach ist Gottes Wort mehr wert als jeder Goldschatzhort.
Halt Du uns sicher, halt uns rein, weil wir wollen nicht ähnlich sein, den Menschen, die Gemeinheit tun, und allenthalben nicht mehr ruh’n, sich selbst zu setzen absolut.
Halt Du uns fest und mach uns gut.
Psalm 13
Mit Gott kann keiner sich messen, aber hast Du mich vergessen?
Wie lang soll’s so weitergehen?,
Ich fühle mich übersehen!
Angst und Furcht hab ich im Herzen, Feinde bereiten mir Schmerzen.
Wie lange soll mir noch grauen?
Willst Du auf mich nicht mal schauen?
Hör, Gott, was ich Dir kundtue: „Leben schenk statt ew’ger Ruhe.
Ich will den Kampf nicht verlieren, will meinem Gegner es schmieren unter die Nase: Ich stehe sicher stabil ohne Wehe!
Sei so gut, gib Hoffnungsschimmer; Du hilfst doch ewig und immer.
Ich weiß, wie früher gesegnet ich Dir schon einmal begegnet!
Du hilfst in so vielen Dingen – glücklich will ich davon singen.
Psalm 14
Fragt mich einer, wie sie sind, sage ich: Menschen sind blind.
Denn allen ist er einerlei, ER, unser Gott, der El Shaddai.
Anstand fehlt, und Ethik auch, Grausamkeit ist in Gebrauch.
Gott fragt sich auch: „Ist hier wer klug?
Hat jeder hier von mir genug?"
Ja, alle Menschen sind in Not, umformulierten das Gebot: „Ich selber mir der Höchste sei, aus allem ich mich selbst befrei!"
Darum sei niemand irritiert, Mitmenschlichkeit hier nicht regiert.
Auch wenn kein Täter es begreift: Selbst wenn er alle Völker schleift, wird Fried’ er finden nicht dabei, weil ohne Gott kein Friede sei.
Es andersrum stattdessen ist: Das Unrecht alle Täter frisst.
Denn wer sich noch auf Jahwe stützt, der wird von Jahwe auch beschützt.
Zu säen Zweifel gar nichts bringt, weil Gottvertrau’n stets neu gelingt.
Wenn Gott für Jakob steht bereit, würd jede Seele froh und weit.
Vom Zion käme er mit Kraft, das Böse würd dahingerafft.
Psalm 15
Wer darf zu Dir, Gott, in Dein Zelt?
Den Berg besteigen, der Dich hält?
Wer ohne Tadel recht und gut Wahrhaftig und von Herzen tut, was Du verlangst durch Dein Gebot im Morgen- und im Abendrot!
Wer lästert nicht, die Lüge lässt, wer sich für seinen Nächsten stresst, den Nachbarn höflich freundlich grüßt, von Bosheitsmenschen weg schnell düst, wer respektiert die Glaubenskraft, Versprechen hält, wenn’s Nachteil schafft, wer zinslos leiht, Bestechung flieht, der ist es, den es zu Dir zieht.
Weil so einer Gott gut gefiel‘, ständ‘ solcher immerzu stabil!
Psalm 16
Hab alle Zeit, Gott, auf mich Acht!
Ich hab nichts anderes gemacht, als immerzu auf Dich zu bauen, sekundenweise Dir zu trauen.
Ich hab gewählt Dich als mein Gott.
Was sonst als Gott dient, ist nur Schrott.
Gläubige freuen mich global, wer Dir nicht traut, ist mir egal.
Du bist das Kostbarste für mich und kümmerst um mein Dasein Dich.
Du schenktest Heimat mir zum Leben, was kann ein Gott Schöneres geben?
Ich dank für alles, was Du schenkst, dass Du meines Herzens Wünsche lenkst.
Ich halte Dich vor mein Gesicht und spreche: Ich vergess‘ Dich nicht.
Ist’s
