Die Körpersprache als Spiegelbild deiner Seele: Werde zum Meister der nonverbalen Kommunikation
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Über dieses E-Book
Mit unserer Körpersprache sprechen wir auf der nonverbalen Ebene zu unserem Gegenüber. Wir untermalen das Gesagte mit einer bestimmten Gestik, Mimik und Haltung und tragen damit maßgeblich dazu bei, wie wir und unsere Botschaften von anderen wahrgenommen werden. Ein Blick sagt eben mehr als tausend Worte!
Daher ergibt es natürlich Sinn, sich mit der eigenen Körpersprache auseinanderzusetzen und sie bewusst einzusetzen. Oft wird dabei versucht, sich möglichst schnell bestimmte gestische und mimische Elemente anzutrainieren und damit auf andere charismatischer und selbstsicherer zu wirken.
Wladislaw Jachtschenko berichtet jedoch aus 15 Jahren Erfahrung als Kommunikationstrainer, dass das viel zu kurz gegriffen ist. In seinem Buch erklärt er, inwiefern die äußere Haltung Ausdruck der inneren Haltung ist und wie du genau hier ansetzen kannst, um deine Körpersprache langfristig zum Positiven zu verändern. Du wirst die zehn Gebote der Körpersprache und damit vom Blickkontakt bis hin zum Einsatz deiner Stimme alle Facetten der Körpersprache kennenlernen.
- Welche Glaubenssätze wirken hier limitierend und wie kannst du sie transformieren?
- Was hat ein persönlicher Wertekompass mit Charisma zu tun?
- Was kannst du anhand der Körpersprache über dein Gegenüber erfahren?
In dem Buch findest du die Antworten auf diese Fragen und erhältst praktische Tipps von Europas Top-Speaker, wie du deine Körpersprache aber auch die Art deiner Kommunikation langfristig positiv verändern kannst. So wirst du deine Botschaften endlich überzeugend rüberbringen können!
Du möchtest deine innere Haltung stärken und damit nach außen strahlen? Los geht's!
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Buchvorschau
Die Körpersprache als Spiegelbild deiner Seele - Wladislaw Jachtchenko
Du spürst bereits, dass zwischen deinem Seelenleben und deiner Körpersprache eine enge Beziehung besteht. Warum sonst würdest du ein Buch mit dem Titel «Die Körpersprache als Spiegel deiner Seele» in den Händen halten? Was dich wahrscheinlich überraschen wird, ist die Tatsache, wie viel deine Einstellungen zu dir und zu der Welt mit deiner Körpersprache zu tun haben. Ich möchte dir deswegen gleich zu Beginn die zehn Gebote für eine charismatische Körpersprache vorstellen und erläutern, welche innere Haltung hinter jedem Gebot steht. Du wirst gleich viel besser verstehen, warum und inwiefern deine äußere Haltung der Ausdruck deiner inneren Haltung ist.
1) Zehn Gebote für eine charismatische Körpersprache – und die inneren Glaubenssätze dahinter
Mittlerweile blicke ich auf über 15 Jahre Erfahrung als Kommunikationstrainer zurück und habe unzählige Teilnehmer und ihre Körpersprache in meinen Seminaren beobachtet. Dabei treten immer wieder dieselben körpersprachlichen Phänomene auf, die ich im Folgenden für dich analysieren möchte. Es ist viel nachhaltiger, an seiner inneren Haltung und seinen Glaubenssätzen zu arbeiten, um die eigene Körpersprache nachhaltig zu verbessern. Doch was sind nun die zehn Gebote der charismatischen Körpersprache? Und welche innere Haltung versteckt sich hinter jedem von ihnen?
Erstes Gebot: Dein Blickkontakt verrät deinen Blick auf die Welt!
«Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.»
– Saint-Exupéry –
Ein ruhiger, offener und vorurteilsfreier Blick ist eine Seltenheit. Gleichzeitig ist ein guter Blickkontakt das Wichtigste an einer charismatischen Körpersprache. Das kannst du schon daran sehen, dass Menschen sich – wenn sie miteinander reden – die meiste Zeit in die Augen schauen (wollen). Die Augen und der Blick eines Menschen sind, wie gesagt, ein offenes Tor in seine Seele. Man kann auch ganz rational argumentieren, dass an den Augen des anderen seine innere Haltung abgelesen werden kann. Was für den anderen gilt, gilt natürlich auch für dich: An deinem Blickkontakt kann der andere deine Haltung zum Gesagten ablesen. Im Folgenden möchte ich dir die häufigsten Fehler beim Blickkontakt aufzeigen und gleichzeitig die dahinterstehenden ungünstigen Glaubenssätze analysieren. Wenn du verstehst, welche innere Haltung hinter einem Blickkontakt steht, wirst du die Fehler eher vermeiden können.
a) Sprecherin springt mit ihrem Blickkontakt hin und her
Wenn ein Mensch nervös ist, springt er mit seinem Blick – beispielsweise in einem Meeting – sekundenschnell von Gesprächspartner zu Gesprächspartner, ohne den Anwesenden das Gefühl zu geben, dass er sie wirklich anschaut. Das Lampenfieber und die Angst vor der Bewertung führen dazu, dass der Sprecher sich nicht traut, mit dem Blick bei jedem Zuhörer ein paar Sekunden zu verbleiben und zu beobachten, wie das Gesagte ankommt. Das Gleiche gilt natürlich auch für Einzelgespräche, bei dem der Blick nur Millisekunden bei dem Gesprächspartner verbleibt, bevor er im Raum umherwandert.
Zunächst gilt: Wer Angst empfindet, kann nicht charismatisch wirken. Die Angst eines Menschen findet eine Verkörperung in seinem Gesicht, seiner Körperhaltung und seinen Bewegungen. Ein charismatischer Mensch hingegen ist selbstbewusst, weswegen es ihm leichtfallen wird, einen ruhigen, offenen und vorurteilsfreien Blick an den Tag zu legen. Wie genau man seinen Selbstwert verinnerlicht, wirst du im Kapitel nach diesem Kapitel erfahren. So viel aber schon einmal vorab: Ein selbstbewusster und charismatischer Mensch möchte ganz genau wissen, wie das, was er sagt, bei seinen Zuhörern ankommt. Sein Glaubenssatz lautet nämlich wie folgt:
«Man kann den Blickkontakt dafür nutzen, um sofort Feedback von den Gesprächspartnern zu erhalten, und möglicherweise einzelne skeptische Blicke der Zuhörer dafür nutzen, um ihnen eine Rückfrage zu stellen oder die eigene Argumentation zu vertiefen.»
Nicht nur ein Gespräch, sondern sogar eine Präsentation ist für einen charismatischen Menschen immer ein Dialog: Die Präsentierende spricht und führt ihre Gedanken verbal aus, während die Zuhörenden nonverbal, also mit ihrer Körpersprache, auf das Gesagte antworten – die eine mit einem überraschten Gesichtsausdruck, der andere mit nickender Zustimmung und ein Dritter mit gelangweiltem Blick aus dem Fenster. Da man bekanntlich nicht nicht kommunizieren kann und jeder von uns konstant mindestens mit seiner Körpersprache kommuniziert, wird ein charismatischer Mensch diese Botschaften der Zuhörer gern aufnehmen, verarbeiten und dementsprechend seine Präsentation daraufhin anpassen. Für ihn ist der konstante Blickkontakt also nicht ein oberflächlicher Ausdruck von Selbstbewusstsein und Kompetenz, den er nach außen transportieren möchte. Für ihn ist der konstante Blickkontakt ein Mittel, um seine Botschaften noch effektiver seinem Publikum zu vermitteln. Deswegen wird der charismatische Mensch nur im Notfall auf seine Notizen schauen, um den Blickkontakt zum Publikum möglichst selten abreißen zu lassen. Diese innere Haltung führt also dazu, dass ein Charismatiker nicht mit seinem Blickkontakt hin- und herspringt.
b) Sprecherin schaut meist auf Notizen oder Slides
Sicherlich hast du bereits hunderte Male das Phänomen beobachtet, dass Menschen bei einer Präsentation häufig oder sogar die meiste Zeit auf ihre eigenen Notizen oder PowerPoint-Slides schauen. Darin spiegelt sich zum einen die Angst vor der Bewertung durch das Publikum wider, zum anderen die mangelnde Vorbereitung sowie die Angst, einen Fehler zu machen. Im Gegensatz dazu wird ein charismatischer und selbstbewusster Mensch seinen Blick die meiste Zeit auf sein Publikum richten und es nicht nötig haben, ständig abzulesen.
Die innere Haltung eines charismatischen Menschen diesbezüglich ist: «Ich kann meine Überzeugungen frei äußern und werde meine Gedanken bereits vor meiner Präsentation oder meinem Redebeitrag ordnen.» Als Coach habe ich nicht selten beobachtet, dass eine Kundin sich erst ein paar Tage vor einer wichtigen Präsentation Gedanken darüber macht, was sie sagen möchte. Die schlechte Vorbereitung sieht man dieser Person sofort an. Statt wenigstens die Einleitung und den Schlussappell frei zu sprechen, klammert sie sich an ihre Notizen oder Slides und verpasst auf diese Weise den so wichtigen Blickkontakt zum Publikum.
Wenn man hingegen die Zeit seiner Zuhörer respektiert, möchte man diese nicht verschwenden und schnell auf den Punkt kommen. Diese innere Haltung führt zu einer besseren Vorbereitung und mehr Selbstsicherheit beim Vortrag. Die bessere Vorbereitung führt auch dazu, dass man seltener auf seine Notizen schauen muss und länger den Blickkontakt zu seinen Gesprächspartnern halten kann. Hingegen führt der ungünstige Glaubenssatz «Wird schon irgendwie klappen mit der Präsentation!» dazu, ständig ablesen zu müssen.
Übrigens: Wenn du dich für deine nächste Präsentation rhetorisch aufrüsten möchtest, findest du 44 wirksame Rhetorik-Tipps hier: 44tipps.argumentorik.com.
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c) Sprecher schaut meist auf das Alphatier
Bestimmt kennst du auch das Phänomen, bei dem der Sprecher die wichtigste Person im Raum am längsten anschaut. Das ist bei internen Meetings meist die Führungskraft oder bei externen Vorträgen ein Ehrengast oder die wichtigste Kundin. Welche innere Haltung spiegelt sich in dieser Körpersprache wider? Es ist offensichtlich: Ein solcher Sprecher denkt hierarchisch und nimmt nicht bewusst war, dass er durch den ständigen Blickkontakt auf das Alphatier die anderen Zuhörer isoliert.
Eine charismatische Sprecherin würde dagegen niemals ihre Zuhörer desintegrieren, sondern allen Anwesenden einen ähnlich großen Anteil ihres Blickkontakts und damit ihrer Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dieses demokratische und respektvolle Verständnis vom Umgang mit den Mitmenschen spiegelt diese innere Haltung wider: «Alle Menschen sind, unabhängig von ihrem Status, gleich zu behandeln.» Vielleicht hast du unbewusst ein hierarchisches Weltbild und würdest in einem Meeting ebenfalls die wichtigste Person im Raum am längsten anschauen. Ist das so?
Selbst wenn dein bisheriger Blickkontakt nicht gleichmäßig auf alle Zuhörer verteilt ist, kannst du beim nächsten Meeting bewusst darauf achten, allen Menschen etwa gleich lang deine Aufmerksamkeit durch einen offenen Blick zu schenken. Schließlich würdest du dir ja auch wünschen, von einem anderen Menschen mit ausreichend Blickkontakt wertgeschätzt zu werden – auch, wenn du nicht das Alphatier bist.
d) Sprecherin schaut meist auf die, die ihr zustimmen
Ebenfalls ungünstig ist es, als Sprecherin nur auf diejenigen Menschen zu schauen, die ihr zustimmen oder sympathisch erscheinen. Zwar steigert man möglicherweise die gegenseitige Sympathie zu jenen Menschen noch mehr, doch werden die Kritiker dadurch erst recht noch kritischer auf das Gesagte reagieren. Die innere ungünstige Einstellung, die hinter einem solchen Verhalten steht, ist die folgende: «Ich bin zustimmungsbedürftig und habe Angst vor Ablehnung, weswegen ich nur diejenigen Menschen anschaue, die mir die Zustimmung geben.»
Ein charismatischer Mensch würde dagegen auch seinen stillen Kritikern ausreichend Blickkontakt zukommen lassen. Erstens, weil er sie dadurch in seinen Vortrag integriert und als Teilnehmende anerkennt. Zweitens, weil er an ihrer Mimik genau beobachten kann, mit welchen Argumenten sie nicht einverstanden sind. Eine charismatische Person ist gemäß ihrer inneren Einstellung immer offen für konstruktive Kritik und weiß, dass sie nicht allwissend ist. Es ist ja durchaus denkbar, dass die Menschen, die sie kritisch beäugen oder bei einem einzelnen Argument mit dem Kopf schütteln, mit ihrer Kritik durchaus recht haben könnten. Daher wird sie der Kritik offen gegenüberstehen und die Zuhörer nach ihrer Präsentation sogar aktiv auffordern, offen Kritik zu äußern. Du siehst also auch hier: Wohin der Blickkontakt beim Gespräch oder bei einer Präsentation wandert, ist Einstellungssache!
e) Die Folgen eines charismatischen Blickkontakts
Wenn wir die tiefe Erkenntnis erlangen, dass jeder Zuhörer den gleichen offenen und vorurteilsfreien Blickkontakt von uns verdient, dann führt es dazu, dass wir niemanden durch mangelnden Blickkontakt ausschließen und sich jeder im Raum gesehen und respektiert fühlt. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck «jemanden keines Blickes würdigen». Wenn wir die innere Haltung annehmen, dass der Hausmeister genauso zu behandeln ist wie der Vorstand eines Unternehmens, dann verändert sich automatisch auch unsere äußere Haltung und unser Blick verteilt sich gleichmäßig auf alle Anwesenden. Wenn jeder angeschaut wird, dann fühlt sich jeder angesprochen. Das ist das einfache Geheimnis, mit dem du dank eines ausgewogenen Blickkontakts charismatisch auf deine Zuhörerinnen wirkst. Er ist der körpersprachliche Ausdruck einer selbstbewussten, integrierenden und wertschätzenden inneren Einstellung. Er ist, mit anderen Worten, der körpersprachliche Ausdruck einer schönen Seele.
Zweites Gebot: Ohne Lächeln kein Charisma!
«Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.»
– Sprichwort –
Im übernächsten Abschnitt dieses Buches werden wir uns den achtstufigen Charisma-Code ganz genau anschauen. Doch bereits hier darf ich verraten, dass charismatische Menschen vor allem zwei Eigenschaften in sich vereinen: Selbstbewusstsein und Sympathie. Zum einen sind also charismatische Menschen sich ihrer selbst, ihrer Stärken und Schwächen und ihres Selbstwerts bewusst. Zum anderen wirken sie nicht arrogant, sondern nahbar und freundlich. Was in der Theorie einfach klingt, funktioniert in der Praxis nur bei den Wenigsten. Schauen wir uns nun die drei häufigsten Fehler zum Thema Lächeln an und analysieren wieder die dahinterstehenden ungünstigen Glaubenssätze.
a) Kein einziges Lächeln
In meinen Kommunikationstrainings verwandeln sich einige Menschen, sobald sie eine kleine Präsentation halten müssen, fast schon in Roboter, die sich nicht erlauben, auch nur ein einziges Mal zu lächeln. Sie versuchen mit aller Kraft, keine Fehler zu machen, und fokussieren sich ausschließlich auf die Sachebene, also ihre Argumente und ihre Redestruktur. Dabei vergessen sie leider die Bedeutsamkeit zumindest eines kleinen Lächelns. Der Drang, möglichst professionell vortragen zu wollen, verdrängt die Sympathie und Menschlichkeit meist komplett. Hinter diesem Drang steht der ungünstige Glaubenssatz: «Damit ich professionell und sachlich wirke, sollte ich ernst und sachlich bleiben und auf gar keinen Fall lächeln.»
Dieser Glaubenssatz, der in allen Branchen und auf allen Hierarchieebenen weitverbreitet ist, führt dazu, dass die entsprechende Person gar nicht charismatisch wirken kann. Würde ein selbstbewusster Mensch auf Lockerheit und vielleicht sogar auf einen passenden Witz verzichten? Niemals! Selbstbewusstsein führt dazu, dass wir uns nicht nur sachlich zu einem Thema äußern, sondern auch unsere persönliche Beziehung
