Mouches volantes in der Kunst und Religion der Hochkulturen
Von Floco Tausin
()
Über dieses E-Book
Alle haben sie, fast alle sehen sie, und nur wenige schauen hin: die vereinzelten, transparenten und beweglichen Punkte und Fäden im Blickfeld. In der Augenheilkunde werden sie "Mouches volantes" genannt und als Glaskörpertrübung verstanden.
Doch stimmt diese Erklärung? Der Autor, Floco Tausin, folgt in diesem Buch der seherischen Erfahrung, dass Mouches volantes keine Glaskörpertrübung, sondern eine leuchtende Struktur und ein Ausdruck unseres Bewusstseinszustandes sind. Diese Leuchtstruktur, so die Annahme, wurde zu allen Zeiten und in allen Kulturen von Menschen gesehen, die Techniken der Bewusstseinsveränderung eingesetzt haben.
In dieser Sammlung von früher veröffentlichten und überarbeiteten Texten spürt der Autor der Leuchtstruktur des Bewusstseins in der Kunst und Religion der Hochkulturen nach. Behandelt werden Ägypten, Mesopotamien, die Industal-Kultur, das Alte China, Mesoamerika und Griechenland.
Floco Tausin
My name is Floco Tausin. I'm an author and a graduate of the Faculty of Humanities at the University of Bern, Switzerland. For many years, I have devoted myself to the exploration of consciousness and exceptional states of consciousness through thinking, feeling, and my own experiencing. The acquaintance with Nestor, a seer living in the Emmental region in Switzerland, led me to a holistic study of so-called eye floaters or mouches volantes. Ever since, I'm engaged, in theory and practice, in the research of visual phenomena in connection with altered states of consciousness and the development of consciousness. My experiences and time of learning with the seer Nestor are subject of the spiritual novel "Mouches Volantes - Eye Floaters as Shining Structure of Consciousness" which was published recently. Der Name Floco Tausin ist ein Pseudonym. Der Autor studierte an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern und befasst sich in Theorie und Praxis mit der Erforschung subjektiver visueller Phänomene im Zusammenhang mit veränderten Bewusstseinszuständen und Bewusstseinsentwicklung. Er publizierte mehrere Artikel zu diesem Thema und ist Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden Newsletters "Ganzheitlich Sehen". 2004 veröffentlichte er die mystische Geschichte "Mouches Volantes" über die Lehre des im Schweizer Emmental lebenden Sehers Nestor und die spirituelle Bedeutung der Mouches volantes.
Mehr von Floco Tausin lesen
Neun Lichter - Der Kraftort der Seher Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes – Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes in den vorderasiatischen Religionen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes als Quelle der Inspiration Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes im Buddhismus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNeun Lichter - Die Spitze des Himmels Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes in der Kunst und Religion indigener Kulturen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes im Yoga Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Mouches volantes in der Kunst und Religion der Hochkulturen
Ähnliche E-Books
Die Überlebenden von Atlantis: Wie der Untergang einer Zivilisation die Welt veränderte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMonstermauern, Mumien und Mysterien Band 12 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMACHU PICCHU - DIE STADT DES FRIEDENS: Das Geheimnis um die Stadt in den Wolken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Azteken. Blumige Krieger, blutige Rituale Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGREYS: Weltweites Wirken und Entführungen in Deutschland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon Nanabosh bis Nanamariki: Die Asen-Clans in Amerika und Pazifik Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAstralreise, Seelenvogel, Utiseta und Einweihungen: Die Götter der Germanen - Band 50 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Kosmische Krieg: Interplanetare Kriegsführung, moderne Physik und alte Überlieferungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMalinche - Prinzessin der Azteken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungenstrange!: Vom Reiz des Fremden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Zukunft war Gestern!: Überlegungen zum Woher und Wohin? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Maya: Vergangenheit und Gegenwart einer geheimnisvollen Kultur | Überblicksdarstellung einer 3000-jährigen Geschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngelika Dahlhaus - Künstlerische Werke: Prähistorischer Expressionismus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWasserstress: Noch sind Mexiko-Stadt und der Axolotl nicht verloren Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGrönlandnorden: Über die Verschiebung der Erdkruste - Ein Impakt mit globaler Wirkung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAsiens Unterwelt: Das Jahrtausende alte Erbe unterirdischer Kultstätten, Vom vorderen Orient bis Ostasien Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Erbe der Maya: Legenden von Göttern, Helden und der Endzeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer letzte Krieger der Apachen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGosen: Vom Moses-Berg zur Insel Sulawesi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine letzten 40 Tage: Eine schamanische Visionsreise Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStein: Faszinierender Wegbegleiter des Menschen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDIE ENTSTEHUNG DER WELT VON IFÁ: Die Genesis: So entstand das Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGötter und Göttinnen: in Mythologie, Kunst und Esoterik Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMouches volantes in der Kunst und Religion indigener Kulturen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeschichte der Entdeckung und Eroberung Perus: Die Wahrheit über die Inkas und Konquistadoren von einem Teilnehmer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAssyrien Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Azteken: Mythos und Wirklichkeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Vermächtnis der Atlanter: Historisches Sachbuch Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHimmelswelten und Kosmovisionen - Imaginationen, Modelle, Weltanschauungen.: Sky Worlds and Cosmovisions - Imaginations, Models, Worldviews. Proceedings der Tagung der Gesellschaft für Archäoastronomie in Gilching 2019. Nuncius Hamburgensis - Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften, Band 51. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Kataklysmus der Menschheit, die Völkerwanderungszeit: Welten im Banne der Entladungsstrukturen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Kunst für Sie
Erotische Kunst aus Asien 120 illustrationen Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Lexikon der Symbole und Archetypen für die Traumdeutung Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Homosexualität in der Kunst Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnatomie zeichnen like a Sir: Das einzig wahre Zeichenbuch für Körper und Posen | Dein umfassendes Nachschlagewerk mit zahlreichen Übungen und Vorlagen! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBauhaus Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Kunst sehen und verstehen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJugendstil 120 Illustrationen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Dessous Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGotische Kunst Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Skandal!: Die provokantesten Bücher der Literaturgeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenComputergeschichte(n): Die ersten Jahre des PC Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPaul Klee und Kunstwerke Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuf dem Weg zu einer Neuen Aufklärung: Ein Plädoyer für zukunftsorientierte Geisteswissenschaften Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kultur der Renaissance in Italien Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJules Pascin und Kunstwerke Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Erotische Zeichnungen 120 illustrationen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnglizismen und andere "Fremdwords" deutsch erklärt: Über 1000 aktuelle Begriffe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Lob auf den Hintern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGustav Klimt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKinderlieder: 100 Liedertexte der schönsten Kinderlieder Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Let's sketch! Lernen mit Sketchnotes: Die erfolgreiche Lernmethode für Schule, Studium, Beruf und Weiterbildung – Mit praktischer Symbol-Bibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGotik Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Morpho: Anatomie für Künstler Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPablo Picasso Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSelbstlernkurs: Schreiben wie ein Profi: Von der Pike auf schreiben lernen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAntoni Gaudí Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Gerhard Richter - Maler des Unbegreiflichen: Ein SPIEGEL E-Book Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNetzfeminismus: Digitale Bildkulturen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Leben zeichnen: StricheLinienKonturen – Das graphische Werk Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Mouches volantes in der Kunst und Religion der Hochkulturen
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Mouches volantes in der Kunst und Religion der Hochkulturen - Floco Tausin
1
Das Alte Ägypten
Erstmals erschienen:
Tausin, Floco (2011): „Im Auge des Re. Mouches volantes Strukturen in der Symbolik des antiken Ägyptens". Virtuelles Magazin 2000 58. archiv.vm2000.net (23.9.19)
Karte des Niltals und des Nildeltas mit den ägyptischen Altertümern. Quelle: Link (19.9.19).
Der Norden Afrikas besteht zum grossen Teil aus Wüste. Zwischen der lybischen und der nubischen Wüste jedoch blüht ein aussergewöhnlicher Reichtum an Flora und Fauna. Hier führt der längste Fluss der Welt, der Nil, seine Wassermassen. Jedes Jahr überschwemmte der Nil das umliegende Land mit nährstoffreichem schwarzem Schlamm und ermöglichte bereits den jungsteinzeitlichen Bauern eine reiche Ernte. Wie wichtig der Nil für die hier entstehende Hochkultur war, zeigt der ägyptische Begriff Kemet – das „schwarze Land" –, der das altertümliche Ägypten bezeichnete. In der vordynastischen Zeit (5.-4. Jahrtausend v. Chr.) entstanden erste Stadtkulturen am Nil mit einer hierarchisch gegliederten politischen und priesterlichen Führerschaft. Manche Städte trieben Handel mit Mesopotamien und führten Nutztiere und –pflanzen ein. Um 3000 v. Chr. vereinigte der legendäre König Menes Ober- und Unterägypten zu einem einzigen Reich. Er begründete die erste der insgesamt 31 ägyptischen Herrscherdynastien und damit den Anfang der lange währenden Herrschaft von Königen bzw. Pharaos über Ägypten. Die Pharaonen des Alten Reiches (3.-6. Dynastie, ca. 2700-2200 v. Chr.), des Mittleren Reiches (11. Und 12. Dynastie, ca. 2137-1781 v. Chr.) und des Neuen Reiches (18.-20. Dynastie, ca. 1550-1070 v. Chr.) herrschten über ein geeintes, zentralisiertes Ägypten und ermöglichten architektonische und andere kulturelle Spitzenleistungen, wirtschaftlicher Reichtum und zeitweise militärische Vorherrschaft im Nahen Osten. In den Zeiten zwischen den Reichen erlitt Ägypten aber auch immer wieder wirtschaftliche Katastrophen, militärische Niederlagen, Besatzung durch andere Mächte, innenpolitische Wirren und Reichsteilungen. Ab dem 6. Jh. v. Chr. stand Ägypten zunehmend unter Fremdherrschaft, bis es 31 v. Chr. dem Römischen Reich als Provinz einverleibt wurde.
Mouches volantes Strukturen in den Bildern und Texten des antiken Ägyptens
Die Darstellung der Sonne
Die Sonne galt wegen ihrer lebensspendenden Wärme und dem regelmässigen Lauf bereits im Alten Reich als Manifestation einer Gottheit, nämlich des Sonnengottes Re (oder Ra). Der Kult um die Sonne hat sich in einzelnen Zentren des Reiches gebildet, v.a. in der „Sonnenstadt" Heliopolis. Ab dem 15. Jh. v. Chr. breitete er sich in ganz Ägypten rasch aus. Der Aufstieg der Sonne zu einer Reichsgottheit bewirkte, dass Re mit vielen lokalen und regionalen Gottheiten identifiziert wurde. In Heliopolis galt er etwa als anthropomorpher Schöpfergott Re-Atum, in Themen war er als Amun-Re bekannt. Re wurde zudem als Falke Re-Harachti, als Sonne rollender Skarabäus (Chepri) oder als Sonnenscheibe (Aten/Aton) vorgestellt und angerufen. Die Sonnenscheibe ist ein unverkennbares Zeichen des Re. Der anthropomorphe Re und die Gottheiten, die mit ihm verbunden sind, tragen sie als begleitendes Attribut über dem Kopf.
Der falkenköpfige Sonnengott Re mit Sonnenscheibe. Quelle: Link (18.9.19).
Der Name des Re wird in der ägyptischen Hieroglyphenschrift folgendermassen ausgedrückt:
Das Zweikonsonanten-Zeichen (ausgesprochen „re oder „ra
) steht für die Sonne, aber auch für den Tag, die Stunde oder die Zeit. Auffällig ist, dass die Sonne durch einen konzentrischen Kreis symbolisiert wird. Diese Kern-Umkreis-Struktur wird in der Darstellung des Re meist beibehalten.
Drei Kern-Umkreis-Figuren oder Sonnen auf den Unterbeinen, dem Schoss und dem Hals der Himmelsgöttin Nut. Innenseite eines Sarkophags, 26. Dynastie. Quelle: n/a 1965.
Re als abstraktes Sonnensymbol wird oft in Kombination mit weiteren Elementen und Symbolen gezeigt. Ein Beispiel ist der Skarabäus oder Mistkäfer, der Kugeln aus Kot vor sich her rollt. In der ägyptischen Mythologie rollt der göttliche Skarabäus Chepri die Sonnenscheibe morgens über den Himmel.
Chepri, der geflügelte Skarabäus , rollt die durch zwei Schlangen (Uräen) geschützte Sonnenscheibe vor sich hin. Gleich unter ihm sitzt sich Re mit der Sonnenscheibe in der Sonnenbarke. Quelle: Uehlinger 2000.
Eine andere Symbolik ist die Sonnenbarke, in welcher die Sonne tagsüber über den Himmel fährt, nachts durch die Unterwelt. Die geflügelte Sonnenscheibe wiederum ist Symbol des mit dem Sonnengott verbundenen Falkengottes Horus-Re, der in der Stadt Edfu (Behdet) verehrt wurde. Als Sonnenscheibe blendete und vernichtete Horus nach dem Mythos die Feinde des Re.
Geflügelte Sonnenscheibe. Schutzsymbol und Repräsentant des Himmels. Quelle: Link (18.9.19).
Die Pharaonen der 18. Dynastie abstrahierten die Sonnenscheibe (Aten) von menschenähnlichen Gottheiten und richteten ihr einen eigenen Kult ein. Unter Amenophis IV., der sich Akhenaten oder Echnaton nannte (18. Dynastie, 14. Jh. v. Chr.) war die Sonnenscheibe für eine kurze Zeit die einzig zugelassene Gottheit. Sie wurde als abstrakte Quintessenz der Kräfte aller Götter aufgefasst, als leuchtende Quelle allen Seins, mit welcher der Mensch verschmelzen kann. Die Gottheit durfte nur in Form der abstrakten Scheibe dargestellt werden, oft mit Armen und Händen, die das Symbol der Lebensschleife (Ankh) tragen.
Abstrakte Darstellung der Sonnenscheibe. Die Strahlen enden in Händen, die die Opfergaben entgegennehmen oder den Anhängern das Ankh – also Leben und Gesundheit – spenden. Quelle: Redford
