Leichenfund am Concordiasee: 2. Salzland-Krimi
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Der 2. Fall der Hobbydetektivinnen Mona, Anne und Lisa aus dem Salzlandkreis.
Im Salzlandkreis wurden einige Bankfilialen ausgeraubt. Zeitgleich taucht in der Region Falschgeld auf und es finden mehrere Hauseinbrüche statt. Kommissar Ben Schön übernimmt die Ermittlungen. Der Fund einer Leiche am Concordiasee lässt den Kommissar und die Polizei auf Hochtouren ermitteln.
Mona, Anne und Lisa werden von einer Bekannten, bei der ebenfalls eingebrochen wurde, um Hilfe gebeten. Die drei wissbegierigen Damen beginnen mit ihren Ermittlungen und schon bald kommen sie den Tätern auf die Spur.
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Leichenfund am Concordiasee - Marion Romana Glettner
Leichenfund am Concordiasee
Titel Seite
2. Salzlandkrimi
Titel
Prolog
Leichenfund am Concordiasee
Titelseite
Leichenfund am Concordiasee
von
M.R. White
2. Salzlandkrimi
Ein herzliches Dankeschön an die Polizeischule Aschersleben sowie der Polizeidirektion Süd und Steffen Claus für die Unterstützung. Weiterhin möchte ich mich bei Bridget Nash, Thea Theil und Cornelia Roth für die Hilfestellung bedanken.
Die Personen und Handlungen dieses Buches sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Titel
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung der Autorin untersagt.
Alle Rechte vorbehalten © September 2021
Impressum:
Texte:© Copyright by Marion Romana Glettner
Umschlag:© Copyright by Wine van Velzen
Prolog
Ein älterer Mann mit Weste saß in den frühen Morgenstunden am Ufer des Condordiasees und angelte. Es war windstill und langsam hellte sich der Himmel auf. Der See war ruhig und das Wetter ideal, damit Fische anbissen. Ein Kescher und Eimer lagen im Gras. Der Mann starrte auf den Schwimmer und wartete darauf, dass ein Fisch anbiss. Plötzlich hörte er laute und streitende Männerstimmen. Danach folgten Knallgeräusche und Geschrei. Er wollte gerade nachsehen, was los war, als sein Schwimmer unter Wasser gezogen wurde. Ein Fisch hatte angebissen. Schnell zog er die Angel ein, aber der Fisch war im See verschwunden. Zur gleichen Zeit hörte der Angelsportler eine Autotür zuknallen, den Motor starten und Lichtkegel entfernten sich in Richtung Straße nach Aschersleben. Erbost darüber, dass sein Fang misslungen war, stand er auf und ging in die Richtung, woher der Streit kam. Auf einem Rasenstück am Uferbereich bemerkte der Angler zahlreiche Abdrücke auf der Erde. Plötzlich sah er einen Schuh. Im Gebüsch lag ein Mann. Schlief er? Er erschrak, als er die unnatürliche Lage des Körpers sah und vermutete, dass es eine Leiche war. Schlagartig erblasste er und fast wäre er vor lauter Angst getürmt. Der Petrijünger sah sich um und lauschte. War noch jemand hier, der ihm gefährlich werden konnte? Nichts war zu hören. Sein Herzschlag beruhigte sich etwas. Der Angler nahm mit seiner zittrigen Hand sein Handy aus der Westentasche und rief die Polizei an. Nach einer gefühlten Ewigkeit traf Kommissar Ben Schön von der Mordkommission mit seinen Leuten am Tatort ein und übernahm die Ermittlungen.
Leichenfund am Concordiasee
1. Kapitel
Kurz vor Mitternacht streiften zwei vermummte Gestalten durch ein Villenviertel in Staßfurt. Die Männer hielten sich zwischen Bäumen oder hinter Hecken versteckt. Es war sehr dunkel, da es sich um eine Nacht handelte, wo der Mond hinter den Wolken verschwunden war. Ein Tor quietschte, als die Unholde daran rüttelten. Heftig zogen sie daran, aber es blieb verschlossen und so schoben sie sich durch eine Lücke in der Buchsbaumhecke auf das Grundstück. Leise in gebückter Haltung schlichen sie über die Rasenfläche bis zum Haus. Nirgendwo fanden sie Einlass in das ausgespähte Anwesen. Alle Fenster waren fest verschlossen, keine Maus kam hier herein. Nicht einmal eine Katze schlich über das Grundstück. Es herrschte Totenstille, kein Schrei eines Käuzchens oder den eines anderen Tieres konnten sie wahrnehmen. Die Gangster umrundeten das Gebäude und wollten die Hintertür aufbrechen. Der Bewegungsmelder reagierte prompt und löste Alarm aus. Licht überflutetet das Grundstück, eine Sirene ging in hohen Tönen los. Erschrocken über die Helligkeit und die laute Sirene rannten sie über das Grundstück und retteten sich mit einem Sprung über die Hecke. Sie rannten die Straße entlang, bis sie beim abgestellten Wagen waren. Blitzschnell sprangen sie hinein und rasten davon.
An einem schönen sonnigen Märztag entdeckte meine Freundin Anne im Schaukasten neben dem Eingang zur Freizeitanlage am Löderburger See eine Einladung, für das jährliche Campertreffen. Solche Treffen gab es in jedem Jahr, einschließlich zahlreicher Veranstaltungen für Sonnenanbeter und Schwimmer.
„Interessante Neuigkeiten wird es geben", dachte sie.
Einige der anwesenden Dauercamper unterhielten sich lautstark. Es mutete wie im Entenstall an, so laut war das Geschnatter aus den Parzellen. Dem Stimmengewirr nicht folgend, bekam Anne nur Wortfetzen mit, sie war in Eile.
„Möglicherweise erfahre ich heute Abend während des Treffens mehr", überlegte meine Freundin.
Annes Borderdcolliehündin hütete das Grundstück am See und meine Freundin ging in ihrem blauen Jogginganzug gut gelaunt in Richtung Veranstaltungszelt. Bevor sie das Zelt erreichte, wurde sie von einigen Campern angesprochen. Es hatte sich natürlich herumgesprochen, dass Anne, Lisa und ich, als Hobbydetektivinnen im letzten Sommer bei der Lösung eines Kriminalfalles, der sich in unserer Gegend abspielte mitgeholfen hatten, die Täter zu überführen. Anne wurde von einer dicken Camperin vom Platz zur Seite genommen und angesprochen. Die Moppelige war total aufgeregt und ihr Gesicht puterrot. Die Hobbydetektivin Anne achtete nicht auf die Schwelle vor dem Zelt und wäre beinahe gestolpert. Gerade noch rechtzeitig bekam die Stolpernde einen Stofffetzen vom Eingang des Festzeltes zu fassen, um so den Sturz zu verhindern. Das fehlte ihr gerade noch, dass sie sich verletzte. Anne strich ihre Hose sauber und warf ihren blonden Pferdeschwanz in den Nacken.
„Was ist denn los?", wollte Anne aufgeregt wissen.
„Stell dir einmal vor. Bei einem flüchtigen Bekannten in der Nachbarschaft sprang vor einigen Tagen die Alarmanlage am Haus an. Die Sirene hörte man noch drei Straßen weiter. Wenn du ein wenig Zeit hättest, würde ich es dir gern erzählen. Ich hörte auch von einigen Einbrüchen. In unserem Viertel tauchten dann Männer in Uniform auf, die an den Haustüren klingelten und fragten, ob man was gesehen oder beobachtet hätte. Sie erklärten, dass die Leute größere Mengen Bargeld sowie Schmuck nicht im Haus haben sollten und boten an, es an sich zu nehmen. Natürlich gegen ein Formular, auf dem gelistet wurde, was die Bewohner den Beamten in Obhut gaben. Später, wenn die Einbrecher gefangen worden waren, könnten sie ihr Hab und Gut auf dem Polizeirevier wieder abholen. Leider waren das keine echten Polizisten, denn sie haben sich nie wieder gemeldet", erzählte Karin, eine Camperin vom See. Zu erwähnen wäre noch, dass diese Polizisten nur bei den älteren Menschen klingelten und dass sie anscheinend sehr dringlich auf sie eingeredet hätten. Anne stutzte.
W as sind das nur für arglose, dumme Menschen. Man sollte, man, bevor man Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände jemandem an der Haustür anvertraut, selbst wenn sie sich als Polizisten ausgeben, auf der Dienststelle anrufen und sich erkundigen, ob diese Personen auf dem Revier bekannt sind.
Insgeheim dachte sich Karin, dass Anne bessere Beziehungen zur Polizei habe und etwas mehr von den Ermittlungen erfahren würde. Annes Neugier war schnell geweckt. War das eventuell ein neuer Fall für unser Trio?
Die Sonne kitzelte mich an meinem freien Tag wach. In meiner Nase begann es zu kribbeln und meine Haut erwärmte sich. Genüsslich streckte ich mich im Bett aus, stand auf und lief in meinem blauen Schlafanzug und barfuß in die Küche, um mein Frühstück zuzubereiten. Während mein Ei kochte, der Kaffee durchlief und das Körnerbrötchen bräunte, schaute ich nach, ob die Sonntagszeitung bereits auf meinem Abtreter lag. Meine überaus neugierige Nachbarin brachte sie oft nach dem Gassigehen mit in die erste Etage und warf die News auf meinen Abtreter. Rasch entriegelte ich meine Wohnungstür, hob eilig die Lektüre auf, denn ich hoffte unentdeckt zu bleiben. Plötzlich öffnete sich die Tür gegenüber.
„Hallo Mona, musst du heute nicht in den Radiosender?", überraschte mich meine dicke Nachbarin.
Ihr bissiger Terrier stürmte zähnefletschend auf mich zu. Das Tier ging auf alles los was Beine hatte. Ich mag Hunde, aber dieser war nicht erzogen und hörte auch nicht. Sein Frauchen war die Neugier in Person und mischte sich überall ein. Aus diesem Grund war ich nur freundlich und kurz angebunden.
„Nein,heute nicht", war meine Antwort und ich schloss die Tür.
Ich vernahm noch, wie meine Nachbarin ihren Rüden anbrüllte.
„Schnäuzelchen komm her! Die Tante mag uns nicht!"
Meine Nachbarin schmiss die Tür mit einer Wucht zu, wobei die Pfosten vibrierten. Hatte sie wieder hinter der Tür gesessen und spioniert? Nach diesem Auftritt war ich froh wieder meine Ruhe zu haben und begab mich in die Küche. Der Kaffee war durchgelaufen und das Brötchen duftete herrlich. Erst mal in Ruhe frühstücken und dabei die Zeitung lesen, danach könnte der Tag beginnen. Bei meiner zweiten Tasse Kaffee fiel mein Blick auf einen Bericht. Beinahe hätte ich mich vor Aufregung an dem heißen Gebräu verschluckt. Wie gebannt hefteten sich meine Augen an den Artikel:
„BANKRAUB IM SALZLANDKREIS!"
Schon wieder? Das konnte doch nicht wahr sein. Das war mittlerweile der zweite Überfall in unserer Region. Nun war es an der Zeit, dass die drei Detektivinnen Mona, Anne und Lisa wieder in Aktion traten und den zweiten Fall lösten. Natürlich wieder in Zusammenarbeit mit Kommissar Ben Schön, mit dem wir seit einigen Jahren befreundet waren. Umgehend nahm ich den Telefonhörer zur Hand und wählte zuerst die Telefonnummer von Anne. Denselben Anruf erhielt Lisa von mir, auch sie war neugierig, doch ich ließ die Katze noch nicht aus dem Sack.
„Wir treffen uns morgen nach dem Mittagessen wie immer am Löderburger See, oder habt ihr keine Zeit?", sprudelte ich aufgeregt los.
„Um was geht es denn?", erkundigte sich Anne neugierig.
„Es ist wichtig und ich erzähle es Dir und Lisa morgen. Nach dem Mittagessen fahre ich zum See", legte ich fest.
Lisa und Anne platzten beinahe vor Neugier, als wir uns wie verabredet auf dem Campingplatz trafen. In unserem ersten Fall konnten wir bereits Kommissar Schön bei der Aufklärung eines Mordfalles helfen. Damals wurde im Lausehügel bei Güsten eine unbekannte männliche Leiche gefunden. Während Kommissar Ben Schön mit dem LKA Magdeburg zusammen arbeitete, ermittelten wir Undercover in einem Schönheitssalon und in der Erotikszene. Nebenbei deckten wir eine Einbruchsserie auf und fanden die Drahtzieherin des Mordes. Wir sollten uns aus weiteren Ermittlungen heraus halten, weil Anne in Gefahr geriet, aber hier war wohl wieder unsere Initiative gefragt.
Gleich nach dem Mittagessen zog ich mir meine Jeans und ein Shirt an. Vorsichtshalber packte ich meinen weichen Lieblingspullover in die Tasche. Oft war es frisch am See und mir war schnell kalt. Dieser Situation wollte ich entgehen, bibbernd auf fremde Sachen angewiesen zu sein. Zumal mir Annes Sachen um die Schultern viel zu weit waren. Mit einem Stoffbeutel in der Hand, in dem ich Knabbergebäck und Mineralwasser dabei hatte, ging ich frohgelaunt die Treppe hinunter und um den Block, wo mein Auto parkte. Ich setzte mich in meinen Toyota, startete und machte mich auf den Weg zum Treffpunkt. Die Sonne schien und die Luft war angenehm warm auf meiner Haut. Kurz hinter Winningen kurbelte ich mein Autofenster runter, um die herrliche frische Luft zu genießen. Riesige gelbe Rapsfelder flogen an mir vorbei, die Laubbäume zeigten die ersten Knospen und säumten die Straße. Herrlich! Der Himmel war blau, außer ein paar winzigen weißen Federwölkchen. Ich musste mich auf den Verkehr konzentrieren, da einige Fahrer hinter mir zu dicht auffuhren. Ich ließ mich nicht beirren und fuhr vorschriftsmäßig weiter. Ab der Kreuzung zum Flugplatz Cochstedt führte mich die Straße nach Schneidlingen steil bergab. An dieser Stelle hatte es schon etliche Unfälle gegeben. Ich traute meinen Augen nicht, als mich einige Fahrzeuge an diesen Stellen rasant überholten. Beinahe hätte es einen Zusammenstoß zwischen zwei entgegengesetzten Wagen gegeben. Automatisch trat ich auf die Bremse, wobei das hinter mir fahrende Fahrzeug mir bedrohlich nahe auffuhr. In der Senke kam die Tankstelle in Schneidlingen in Sicht. Dahinter auf einem eingezäunten Grundstück grasten Pferde, welch friedlicher Anblick. Ein hübscher Apfelschimmel erregte mein Aufsehen. Ich fuhr weiter in Richtung Staßfurt. Bis zum See war es nicht mehr weit. Ein braunes Hinweisschild deutete mir den Weg. Fast hätte ich es übersehen.
Nach wenigen Minuten und einigen engen Kurven stellte ich meinen Toyota auf dem Parkplatz neben dem Campingplatz ab und sah, dass die Autos von Anne und Lisa bereits dort parkten. Gleich neben der Parkfläche befand sich ein hoher Zaun, welcher das Freizeitgelände umgab. Einige Meter am Zaun entlang befand sich ein großes Eisentor, wodurch die Camper fahren durften. Dort stellte ich mich hin und stieß einen lauten Pfiff aus. Annes Borderdcolliehündin Blacky machte sich bemerkbar und kündigte mich an. Schwanzwedelnd kam sie an das Tor gerannt und sprang vor laute Freude im Kreis. Anne kam mit einem Schlüsselbund in der Hand lächelnd hinterher gelaufen, schloss das Tor auf und wie immer war die Begrüßung herzlich. Kaum wurde das Tor geöffnet, sprang die Hündin an mir hoch und freute sich auf ein Leckerli, welches ich gewohnheitsmäßig in meiner Hosentasche verstaut hatte. An den Garagen und Wohnwagen vorbei folgte ich Anne und Blacky auf einem breiten Kiesweg zu ihrem Grundstück mit Wohnwagen. Schon als ich vor ihrem Gartenzaun stand, nahm ich die vielen üppig blühenden Blumen in den Töpfen wahr. Es sah wunderschön und bunt aus. Als gelernte Gärtnerin besaß meine Freundin Anne einen grünen Daumen. Rings um die Anlage grünte und blühte alles. Entlang des Zaunes hatte sie Schilf als Sichtschutz angepflanzt, was gut war gegen neugierige Nachbarn. Am Grundstücksrand standen große Blumentöpfe mit vielen Pflanzen wie Geranien, Hornveilchen und Petunien. Als wir am Vorzelt ankamen, sah ich Lisa bereits auf der brauen Bank sitzen und ihren mitgebrachten Salat putzte. Verschmitzt sah sie mich an, denn sie wusste, was ich von Salat hielt. Auf dem Tisch in der Nähe des Ufers standen bereits zwei Gläser mit einer Flasche Saft und Mineralwasser. Anne bemerkte meinen fragenden Blick, begab sich umgehend in das Vorzelt und kam anschließend mit einem weiteren Glas für mich zurück. Blacky bekam von ihrem Frauchen einen Knochen. Die Hündin verzog sich in eine Kuhle hinter einem Baum und das Knacken des Knochens war nicht zu überhören.
„Komm und setz dich zu uns", wurde ich aufgefordert.
„Ich ziehe mich kurz im Wohnwagen um. Ist das ok für euch?"
Mit meiner Tasche ging ich in Annes Vorzelt, packte den Inhalt auf den Tisch auf der linken Seite und zog mich um. Über meinen neuen blauen Bikini zog ich vorsichtshalber das T-Shirt. Anschließend ging ich zurück zu meinen Freundinnen. Gemütlich saßen wir in unserer Freizeitkleidung am Tisch und hielten Smalltalk. Eine plötzlich auftretende Windbö ließ Lisa frösteln, eilig legte sie sich ihren mitgebrachten weiten Pullover um die Schulter. Am Horizont stieg bereits die Sonne höher und die Luft würde sich schon bald erwärmen.
„Nun spann uns nicht auf die Folter", begann Anne und sah mich fragend an.
Blacky kam zu mir gelaufen, lag zu meinen Füßen und sah mich an, so als ob sie mir zuhören wollte. Ich erzählte von dem Bericht aus der Zeitung und von den Einbrüchen. Gespannt stützten meine Freundinnen ihre Arme auf dem Tisch ab und hörten interessiert zu. Ich nahm einen Schluck Wasser aus dem Glas und die Hündin zeigte die Zunge, als wollte sie mir sagen, dass sie auch Durst hatte. Kurz entschlossen stand ich auf, holte Schlabberwasser aus der kleinen Küche und goss es meiner vierbeinigen schwarzweißen Freundin in eine Schüssel. Sofort schleckte sie alles leer. Also doch.
„Setzt dich wieder zu uns", meinte Lisa und die Freundinnen
