Über dieses E-Book
Doch auch die Einbrecher ruhen nicht. Und plötzlich sieht es so aus, als ob Haderlumps Herrchen ohne Gegenwehr durch eine Kugel sterben müsste – und das gehört nun wirklich nicht zu seinem Plan. Sprachlos, bewegungslos und hoffnungslos sitzt er da und sieht dem Tod ins Auge.
A.A. Reichelt wurde bei den Planet Awards als Autor des Jahres 2016 ausgezeichnet.
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Buchvorschau
Haderlump - A. A. Reichelt
Kapitel I
Die Schöpfung.
So sollte es heißen. Sein Projekt für die nächsten Jahre.
Eigentlich toll.
Jahrelang hatte er jeden Morgen und jeden Abend im Auto verbracht. War an den schönsten Orten, die Niederbayern zu bieten hatte, mit einhundert Kilometern pro Stunde vorbeigebraust. Und hatte dabei irgendwann den Blick für die Natur verloren.
Manche Menschen hatten diese spezielle Wahrnehmungsfähigkeit ja nie gehabt. Er schon.
Deshalb tat ihm dieser Verlust leid.
Interessanterweise bedurfte es eines Urlaubs auf Sylt, um den großen Vorteil der Natur gegenüber der Zivilisation wahrzunehmen. Denn nirgends war die Natur präsenter als auf Sylt. Zwei Wochen auf der Insel. Mit Kind und Kegel.
Sein Plan war es, gut zu essen. Sandburgen zu bauen. Und abzuschalten.
Aus der rückwärtigen Perspektive betrachtet, fühlte es sich an, als hätte der Schöpfer eingreifen wollen. Er hörte dessen Stimme hinter sich sagen: „Mein Freund, dies ist der Weg. Schau dir an, was ich gemacht habe. Genieße es. Komm zu dir." Zuerst war es die Begegnung mit der See. Sollte es je einen Menschen gegeben haben, der sich im Angesicht des Meeres nicht klein und unbedeutend vorkam, so war dieser wohl verloren.
Diese Empfindung, selbst völlig unwichtig zu sein, diesen Kontext des Universums wahrzunehmen, ja, dieses Gefühl, die Größe Gottes erahnen zu können, hatte er viel zu lange nicht mehr verspürt.
Er war so fokussiert auf seine kleinen Problemchen in der Arbeit. Seine Projekte.
Seine Wünsche.
Dann traf es ihn wie ein Blitz.
Wie unbedeutend sie doch alle waren!
Damit wurde eine Grundlage gelegt.
Für Ausflüge zu den Seehundbänken. Wattwanderungen. Wattwürmer und Austern. Seeluft. Schweinswale und Möwen. Für die Majestät der Schöpfung. Für einen Vorsatz, der sein Leben veränderte.
Zurück zur Natur. Zum Schöpfer.
Zu dem, was wirklich zählte.
Er verfolgte diesen Weg konsequent.
Zunächst wechselte er die Anstellung.
Aus Pfarrkirchen – Füssing wurde Pfarrkirchen – Pfarrkirchen. Aus einer halben Stunde Autofahrt wurden dreihundertzwanzig Meter zu Fuß. Durch die Natur. Vorbei an der niederbayerischen Variante der Schöpfung. Spatzen und Blindschleichen. Hundehaufen und Jauchefässer. Der unglaubliche Gestank „frischer" Landluft, den man tagelang nicht loswird …
Vielleicht wäre positives Denken ein weiteres notwendiges Projekt für die Zukunft.
Als Nächstes änderte er die Wohnsituation seiner Familie.
Wie sehr freute er sich, als sie das wundervolle Hanghaus am Rande Pfarrkirchens fanden.
Hier war es fast unmöglich, ein „Nicht-Hanghaus" zu finden.
War es doch so etwas wie das Nepal des Rottals. Radfahren war ein echter Aufwand hier. Keine hundert Meter konnten zurückgelegt werden, ohne bergauf zu fahren. „Auffi aufn Berg", wie man sagt.
Doch dies machte auch den besonderen Charme der Kreisstadt aus.
Sich des Abends von Simbach kommend dem Ort zu nähern, bot einen Anblick, der schöner nicht sein konnte. All die Lichter an den Hängen und Bergen. Als Widerlager zu den Sternen des Nachthimmels.
Es hatte durchaus etwas ähnlich Majestätisches wie das Meer. Heimat eben. Mit dem jetzigen Haus war er nun frei von Nachbarn in zwei der vier Himmelsrichtungen. Nur ein Feld, dahinter Wald. Das Feld. Eine Problematik, die er nicht bedacht hatte. Auch in Niederbayern waren die meisten Bauern im Nebenerwerb tätig. Was bedeutete, dass sie ihre Äcker mit einer übelriechenden Jauche düngen mussten, wenn sie dafür Zeit hatten. Am Wochenende. An Feiertagen. Seltsamerweise immer dann, wenn er mit seiner Familie auf der Terrasse essen wollte. Ein Geschick, dessen Zufälligkeit immer mehr an Glaubwürdigkeit verlor.
Trotzdem: Früher war es das eklatante PiepPiepPiep seines Weckers gewesen, das ihn morgens aus dem Tiefschlaf geholt und desillusioniert in die Tagesvorbereitungen geschickt hatte.
Doch jetzt war es ein ganzes Piep-Konzert, erzeugt durch Vogelkehlen unterschiedlicher Couleur, die in einen Gesang mündeten, der schöner nicht sein konnte.
Zaunkönig, Singdrossel und Dompfaff. Blaumeise, Buchfink und Pirol. Und wie sie alle hießen, diese Meister ihres Faches. Künstler auf allerhöchstem Niveau.
Doch längst nicht alle Vogelarten vermochten solch angenehme Klänge zu erzeugen. Es gab da zum Beispiel Krähenvögel. Dohlen, um genau zu sein. Die Heavy-Metal-Bands des Vogelgesangs. Bei Singvögeln wusste man sofort, warum Gott sie morgens besonders laut pfeifen ließ: Weil es die Seele pflegte. Krähen hingegen konnten dazu nicht geschaffen worden sein. Für ihre Existenz musste es einen anderen Grund geben. Sonst hätte Gott ja gleich Elefanten alle Kontinente besiedeln lassen können, damit sie bei Tagesanbruch Menschen wach trompeteten.
Letztlich würde sich dieses kreationistische Mysterium nicht vollends klären lassen.
Heute jedenfalls waren es nicht Vögel, die die letzte Traumphase der Nacht beendeten. Es waren nicht einmal Geräusche irgendeiner Art. Nein, an diesem Tag waren es optische Sensationen.
Die Einfahrt der Nachbarn lag exakt vor seinem Schlafzimmerfenster. Wieder einmal hatte er im Nachgang des Fernsehsofa-Schlafes vergessen, die Jalousien zu schließen. Als er deshalb von Lichtblitzen geweckt wurde, die jede Diskothek in den buchstäblichen Schatten gestellt hätten, wusste er zunächst nicht, was eigentlich los war. Nach ungefähr einer Minute wurde ihm klar, wo er tatsächlich war. Im Schlafzimmer. Er hatte gerade vom Camping geträumt, weshalb es etwas gedauert hatte, bis er zu dieser Erkenntnis gelangte. Seine Frau schlief noch. Kissen über dem Gesicht. Die Glückliche.
So weit, so gut. Aber warum blinkten die Wand und das Kopfteil blau? Ein Traum? Nein, dafür brummte der Schädel zu sehr. Langsam driftete er wieder in den Schlaf.
Rumms!
Irgendjemand hatte direkt neben seinem Bett, nein, eher in seinem Bett eine Lieferwagentür zugeworfen.
Jetzt war er endgültig wach.
Sein Wecker zeigte 1:07 Uhr morgens an. Mitten in der Nacht.
Als er sich erhob und aus dem Fenster blickte, wurde ihm die Tragweite der Wahrnehmungen bewusst. In der Einfahrt der Nachbarn standen drei Polizeifahrzeuge.
Wobei sich ihm nicht erschließen wollte, warum sie in sicherer Parkposition ihr Blaulicht eingeschaltet hatten. Beamte!
Als er seine volle Sehfähigkeit erlangt hatte, bemerkte er sämtliche Anwohner der Siedlung vor seinem Fenster. Langsam wanderten seine Augen von links nach rechts. Dort angekommen hätte ihn beinahe der Schlag getroffen. Einen halben Meter vor dem Schlafzimmerfenster stand der nervige Nachbar von Hausnummer 5 c und schaute ihm mitten ins Gesicht.
„Ahh", entfuhr es ihm.
Jetzt wurde auch seine Frau wach.
„Bleib unter der Decke! Der dammische¹ Obermeier schaut bei uns zum Fenster rein!" Erst nach diesem Satz wurden ihm drei schreckliche Fakten bewusst. Erstens: Er stand in der Unterhose da. Zweitens: Der dammische Obermeier hatte dies auch gerade bemerkt. Drittens: Das Fenster war gekippt. Der dammische Obermeier wusste nun um seinen hausinternen Rufnamen. Also waren es im Grunde zwei schreckliche Fakten und eine längst verspätete Klärung der Fronten.
„Pscht, spinnst du, das Fenster ist offen", zischte seine Frau.
Es gab jetzt nur noch den Weg in die Offensive.
„Mir wurscht."
Nun an den ungeliebten Nachbarn gerichtet: „Schau bei wem anderen zum Fenster eini. Geht’s noch, oder was?!"
Nun erst fühlte sich der Nachbar ertappt und drehte sich sofort um.
Ein Lob von seiner Frau erwartend, wandte er sich dieser zu, ein triumphales Lächeln auf den Lippen.
„Hast du einen Vogel? Mach die Jalousien zu!", wurde sein Triumph in ein Gefühl der dunklen Vorahnung auf einen drohenden Diskussionsbedarf verwandelt.
Nachdem er leichte Kleidung übergestreift hatte, war der nächste Schritt der nächtlichen Aktion schnell festgelegt. Er musste herausfinden, warum die Polizei bei dem Ehepaar Grube in der Einfahrt stand. Idealerweise, ohne dabei auf den Obermeier zu treffen. Solch ein nächtliches Kommando war eigentlich ganz und gar nicht sein Geschmack. Selbst den Weg zur Toilette wog er meistens lange ab. Erst wenn kein Ignorieren mehr möglich war, trat er die drei Meter Richtung Blasenentleerung an. Aber ins Freie gehen? Das war eine ganz andere Geschichte. Irrsinn geradezu. Nachts auch noch. Also im Finstern. Ein Glück, dass die Polizei schon da war!
Als er durch die Haustür in den Garten trat, blickte er sich erst einmal sorgfältig um. Er hatte Angst im Dunkeln. Er würde es nie zugeben, aber hinter jedem Schatten, jedem Strauch, ja sogar hinter jeder Mücke wähnte er den drohenden Tod. Ohne den Blick nun von der Scheinzypresse mitten im Garten zu lassen (wer weiß, was sich dahinter verbarg), machte er sich auf den Weg um das Haus herum.
Als er gerade um die Hausecke biegen wollte, packte ihn jemand am Fuß. Panisch versuchte er, sich loszureißen. Er verhedderte sich nun auch mit dem zweiten Bein und stürzte ungebremst auf die Terrasse. Bereit, sich gegen jeden Feind zu verteidigen. Doch es kamen keine weiteren Angriffe. Als er sich aufgerappelt hatte, aktivierte der Bewegungsmelder die Hofbeleuchtung. Wenigstens konnte er sich nun von dem Springseil befreien, mit dem seine Töchter tagsüber den Tretbulldog mit dem dazugehörigen Anhänger verbunden hatten. Er hatte schon zur Vorsicht gemahnt. Dass er selbst aber das Opfer dieses gefährlichen Unterfangens werden würde, hätte er nicht gedacht.
Leicht humpelnd bewegte er sich weiter um das Haus herum Richtung Blaulichtgewitter.
Auf ihn wirkte es wie eine amerikanische Kriminalsendung. Polizeifahrzeuge. Uniformierte. Schaulustige. Und er selbst als hinkender Nachbar, der durch die Nacht stolpert.
Zunächst fühlte er sich dadurch etwas verstört.
Als er aber die Grubes – sie heulend, er tröstend – auf einer Bank vor dem Haus sitzen sah, verschaffte sich ein Gefühl von Mitleid die Oberhand.
Und Neugier.
Aber hauptsächlich Mitleid.
Beinahe hätte er versehentlich den Obermeier gefragt, was denn los sei, aber dieser sollte ihn nach dem buchstäblichen Ereignis nicht auch noch im übertragenen Sinn mit heruntergelassenen Hosen erwischen.
Also wandte er sich an eine beistehende Nachbarin.
„Resi, was ist denn los?"
„Bei den Grubes habens eingebrochen. Wie der Alfons bieseln gehen wollte, hat er zwei dawischt, wies alles durchsucht haben. Gott sei Dank sans gleich davon", erzählte sie übereifrig mit etwas zittriger Stimme.
„Öha!", war die einzige Antwort, die ihm einfiel.
„Hab ich eigentlich die Haustür zugesperrt?", musste er unweigerlich denken.
„Polizei ist ja da. I geh dann wieder. Servus!"
