Über dieses E-Book
Herr Koreni, ein kluger und geschätzter Ringelwurm, hat nicht nur die größten, mit Borsten besetzten Stummelfüße, sondern er ist auch der Bürgermeister in der Stadt der Würmer. Seit einiger Zeit macht er sich große Sorgen, denn nichts ist wie es war. Was ist denn nur in Wurmstädt los und wer hilft dem Bürgermeister?
Frauke Rüffel
Die Autorin, Jahrgang 63, lehrte seit ihren erfolgreichen pädagogischen Studienabschlüssen in der Fachrichtung Germanistik- und Literaturwissenschaft sowie im Fremdsprachenbereich aktiv an verschiedenen Bildungseinrichtungen. In den letzten Jahren unterrichtete sie in Kursen für Deutschlernende auf verschiedenen Niveaustufen des GER und bereitete die Teilnehmer auf ihre Sprachprüfung vor.
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Rezensionen für Der goldene Humuskrümel
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Buchvorschau
Der goldene Humuskrümel - Frauke Rüffel
Inhaltsverzeichnis
Im Februar
Am Nächsten Tag
Im April
Im Mai
Der Letzte Maitag
Im Juni
Im Juli
Im August
IM FEBRUAR
„Ist das wurmig!" Harmo, der kleine Köderwurm strahlte vor Glück. Er war gerade dabei, sein Kostüm anzuziehen, das er sich für den Karneval in diesem Jahr ausgesucht hatte.
Auf den Straßen und Plätzen in Wurmstädt herrschte bereits ein fröhliches und ausgelassenes Treiben. Der Lärm war bis in die schlammige Sandröhre zu hören, in der Harmo mit seiner Mutter wohnte.
„Bist du endlich fertig?", rief eine Stimme.
Harmo band sich schnell ein grünes Halstuch um und kroch durch einen langen Gang, von dessen Decke das Wasser tropfte, in die Küche.
„Hier bin ich!"
Er drehte sich im Kreis, zog seinen Piratensäbel vom Gürtel und fuchtelte damit vor seiner Mutter herum.
„Bitte lass mich leben, du gefährlicher Seeräuber!", jammerte die Köderwurmfrau.
Harmo war zufrieden und steckte seine Waffe weg. Nun lachten beide, wobei der massige Körper seiner Mutter wie ein Wackelpudding auf und nieder hüpfte.
„Dein Kostüm ist aber auch klasse, Mami!"
Harmos Mutter trug einen Rock aus Büroklammern und einen Papphut, der wie ein Stempel aussah. Unter dem Hut quollen lange Farnenwedel hervor, die jene Haarpracht ersetzen sollte, von der die Köderwurmfrau seit ihrer Kindheit träumte. Eigentlich trugen die meisten Würmer nur Borsten oder Schuppen, selten sah man richtige Kleidung auf ihrem Körper. Doch beim Karneval im Februar trugen alle Würmer in Wurmstädt bunte und lustige Kostüme. Gerade deshalb war der Karneval bei den Wurmstädtern sehr beliebt, denn jeder Wurm konnte in eine andere Haut schlüpfen und für kurze Zeit dem Alltag entfliehen.
Das Leben in Wurmstädt hatte einerseits Ähnlichkeit mit dem Leben der Menschen in unseren Städten, andererseits war es einzigartig, weil dort alles wohnte, was sich Wurm nannte oder mit einem Wurm verwandt war. Dazu gehörten Strudelwürmer, Bandwürmer, Schuppenwürmer , Regenwürmer, Mistwürmer, Schlammröhrenwürmer, Saugwürmer, Meeresringelwürmer, Glühwürmer und Köderwürmer wie Harmo und seine Mutter, aber auch wurmartige Geschöpfe mit Namen wie Seemaus, Vielfraßegel oder Schneckenegel. Es war 100 Jahre her, als eine Gruppe Schlammröhrenwürmer Land eroberte und am Grunde schlammiger und abwasserbelasteter Bäche die ersten Wohnröhren baute. Nun durchzogen Wohnröhren die ganze Stadt und boten den Würmern ein gemütliches Zuhause. Die Bäche waren sauber und abwasserfrei. Die erwachsenen Würmer gingen zur Arbeit und die Wurmkinder besuchten den Kindergarten oder waren bereits in der Schule und lernten zusammen mit Harmo alles, was man als Wurm wissen musste. Ihre Freizeit verbrachten die Wurmfamilien mit Wettkämpfen im Graben oder Tanzen. Das Wettgraben machte nicht nur großen Spaß, sondern diente zugleich der Verbesserung des Bodens in Wurmstädt. Die Würmer belüfteten durch das fleißige Buddeln im Erdreich den Boden, bauten damit schädliche Schwermetalle ab und erzeugten wertvollen Humus, eine sehr fruchtbare Erde. So verwunderte es nicht, dass auf den Wurmstädtern Böden alles wuchs, was in der Pflanzenwelt einen Namen hatte. Obwohl die Köcherwürmer aufgrund ihrer großen Schaufelborsten, die sie zur Arbeit benutzten, seit vielen Jahren alle Grabwettkämpfe gewannen, störte das niemanden, denn schließlich hatte die Gemeinschaft einen großen Nutzen davon. Zur Zeit des Karnevals konnte
