Luft, die ich atme: Gedanken und Geschichten über das Leben, Freundschaften und Abschied
Von Michael Heiland
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Über dieses E-Book
Es gibt so viele Dinge im Leben, die ich nicht nur einfach so hinnehme, sondern zu denen ich mir meine Gedanken mache.
Ist es etwas Besonderes oder beachtenswert, mache ich mir Notizen.
Hier habe ich einigen meiner Notizen in Form von Geschichten ein Gesicht gegeben.
Michael Heiland
Michael Heiland In mehr als fünfzig Jahren als Schriftsetzer hat er immer mit dem geschriebenen und dem gedruckten Wort zu tun gehabt. Fünfundzwanzig Jahre als freiwilliger Suchtkrankenhelfer haben ihn beeinflußt, Erlebtes, Gehörtes und auch nur halb Gesagtes aufzuschreiben und zu archivieren. Vieles von dem, was sonst im Leben vorkommt, wurde von ihm festgehalten. Jetzt, im Ruhestand, hat er sich daran gesetzt, und aus vielen Notizen kleine Geschichten geschrieben.
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Buchvorschau
Luft, die ich atme - Michael Heiland
Gedanken
und Geschichten
über das Leben,
Freundschaften
und Abschied
Fotos, Bilder und Illustrationen
Umschlag Michael Heiland
Da liege ich Nachts im Bett, kann nicht einschlafen, und die verschiedensten Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Es soll ja Menschen geben, die in solchen Situationen ihr Handy nehmen, die Gedanken eintippen und sich selbst als Mail schicken, damit diese nicht verloren gehen. Das zu tun oder wieder aufzustehen und diese Gedanken schriftlich zu fixieren, dazu bin ich zu müde und auch zu faul.
Mit ein wenig Nachdenken fällt es mir am kommenden Morgen schon wieder ein, ich mache mir eine Notiz und dann schauen wir später weiter.
Aber nicht nur vor dem Schlafen gehen – ich bin ja kein Bettpoet –, nein, im täglichen Leben gibt es so viele Dinge, die ich nicht einfach nur passieren lasse, sondern denen ich meine Gedanken widme. Halte ich es für etwas Besonderes oder für beachtenswert, so mache ich mir meine Notizen.
So ist eine Sammlung entstanden, die ich mir nun vorgenommen habe, um diesen Notizen ein Gesicht zu geben, daraus kleine Geschichten zu schreiben oder mich nur zu erinnern.
Michael Heiland • 2018 / 2019
Inhaltsverzeichnis
Glaube ist universell
N. N.
Warum machst du „Nichts"?
Antworte einem Kind
Die Gedanken gehen zurück
Kindheit
Sie waren ja nicht „katholisch"
Religion in der Kindheit
Charlotte
Eine Urlaubsbekanntschaft
Das Leben
läuft mit uns
Heute ist ein schöner Tag
Pause
Das Glück kommt mit kleinen Schritten
Hoffnung
Glück!?
So etwas erlebt man unterwegs
Spiegelungen
Was sehe ich?
Ein schöner Blick ... und schon nach vorn!
Ein Jahreskreis
Der Tag beginnt
Mein eigener Sonnenaufgang
Luft, die ich atme
Ankommen
Versunken
Sagenhaft – am Meer
Der Heimkehrer
Ich bin wieder da
Er ist mein Bruder
China
Nachtangeln
Hobby. Freundschaft. Wiedersehen.
Ich habe etwas verloren
Nach langer Zeit
Abschied ohne Abschied
Da nich für
Sand in den Haaren, Salz auf der Haut, Wasser auf den Wangen · Leben
Kannst du es beschreiben?
Glück
K/Ein Kreuz im Haus
Glaube
Angst, die man sieht
Grenze
Vor-Weihnachten
Stimmungen
Eine andere Reise
Zu Gast in Israel
Ein mildes Licht
im Advent
Raumpatrouille Engel
Die andere Weihnachtsgeschichte
Am heiligen Abend
Jetzt sind die Kinder im Weg
Abschied und Trauer
Leben und Sterben
Liebe bis in den Tod
N.N.
Elisabeth
Abschied
Glaube ist universell.
Einige von uns beten zu Jesus.
Andere pilgern nach Mekka.
Dritte studieren subatomare Partikel.
Am Ende suchen sie alle
die Wahrheit hinter den Dingen.
Etwas, das größer ist als wir selbst.
Die Wissenschaft verrät mir,
dass es einen Gott geben muss.
Der Verstand sagt mir,
dass ich diesen Gott
niemals begreifen werde.
Das Herz sagt,
dass ich ihn niemals begreifen soll!
Was bleibt, ist der Glaube.
N. N.
Warum machst Du
„Nichts"?
Kinder
Es ist ein schöner sonniger Frühlingstag. Die Sonne steht an einem blauen Himmel mit Schäfchenwolken. Ein leichter Wind streichelt die Haut mit seinem warmen Atem.
Ich sitze auf der kleinen Mauer an der Garage und sehe in den Garten. Gerade kommt ein Buchfink, er sitzt auf einem Ast und begutachtet den kleinen Bach, der sich durch den Garten schlängelt. Da ihn nichts stört, fliegt er in den Bachlauf und badet sein Gefieder. Die Farben seines Federkleides leuchten. Doch so vorsichtig er sich auch genähert hat, so plötzlich fliegt er davon. Vielleicht hat ihn die Amsel erschreckt, die jetzt seinen Platz eingenommen hat.
Ich schaue wieder in den Himmel.
Schritte, kleine Hopser.
Ich drehe mich um und sehe die Enkeltochter unserer Nachbarn auf mich zukommen. Lena ist gut drei Jahre alt, keck und naseweis. „Ein süßer Fratz" sagt ihr Opa - und der muss es wissen.
Jetzt steht sie vor mir und schaut mich an.
Fragend.
„Was machst du?"
Im Moment mache ich ja Nichts, aber soll ich ihr das sagen? Warum nicht, mal sehen, was sich daraus entwickelt.
„Ich mache Nichts."
„Nichts?"
„Nichts!"
„Warum machst du Nichts?"
„Man muß auch einmal Nichts machen."
Fragende Augen.
Sie streckt mir ihre Arme entgegen. „Hebst du mich hoch? Bitte."
„Komm her" antworte ich, hebe sie hoch und setze sie neben mich auf die kleine Mauer. Jetzt sitzen wir nebeneinander, ein älterer Mann und ein kleines Mädchen. Wir sehen uns an und überlegen.
Wer stellt die nächste Frage?
„Was ist eigentlich Nichts?"
Na Bravo, wie erklärt man NICHTS?
„Ja weißt du ..."
Nein, sie weiß es nicht, sie ist ja wissbegierig und fragt. Also reiß dich zusammen, antworte ordentlich und erzähle keine Märchen!
„Meistens tut man irgend etwas. Man isst und trinkt, man schläft, man geht in den Garten oder einkaufen. Und manch mal tut man Nichts, gar Nichts. Verstehst du das?"
Fragende Augen.
„Was ist denn Nichts?"
„Nichts ist, wenn man Nichts tut. Und Nichts tun, kann manchmal schön sein. Dann genießt man das Nichtstun. Man erfreut sich am schönen Wetter, an der Natur und an den Fragen von kleinen Mädchen."
„Meinst du mich? " Pause.
„Freust du dich, dass ich bei dir sitze?"
„Ja, es ist sehr schön, dass du bei mir sitzt. Da können wir uns etwas unterhalten."
„Unterhalten?"
„Ja, miteinander sprechen."
„Jetzt haben wir aber schon viel gesprochen."
Lena rutscht von der Mauer.
„Ich muss jetzt wieder spielen gehen", sagt sie. Im Weggehen dreht sie sich um und sagt:
„Du hast aber nicht gesagt, warum du jetzt Nichts machst!"
•
Jetzt sitze ich wieder allein auf der kleinen Mauer vor der Garage.
Und mache Nichts.
Ich habe Ordnung im Garten gemacht, etwas Unkraut gezupft, ein paar trockene Zweige abgeschnitten. Und jetzt sitze ich hier und mache „Nichts".
Ich horche auf die Geräusche aus meiner Umgebung. Der Bachlauf plätschert, ein Vogel zwitschert, ein Motor brummt, weiter entfernt ertönt ein Lachen.
Dieses Nichts-machen liebe ich!
Denn die Gelegenheiten, sich so in mich selbst zurückziehen, sind selten.
Warum mache ich
„Nichts"?
Nichts
Weil „Nichts-tun" Zeit gibt . . .
. . . Zeit, um an gar nichts zu denken –
. . . Zeit, um die Gedanken schweifen zu lassen –
. . . Zeit, um sich auf andere Dinge zu besinnen –
. . . Zeit, um sich mit Problemen zu befassen –
. . . Zeit, um sich in sich selbst zu versenken.
ZEIT –
WO BIST DU GEBLIEBEN?
LIEBE –
WIE HAST DU DICH VERÄNDERT?
GLAUBE –
HABE ICH DICH JE VERSTANDEN?
ZUVERSICHT –
DU STÄRKE IN MEINEM LEBEN.
KRAFT –
DU WIRST IMMER WENIGER.
Die Gedanken
gehen zurück
Kindheit
Viel passiert da in so einem Leben. Und die Kindheit prägt es besonders.
Als Kind lernen, lernen durch Abschauen, lernen durch Nachmachen – obwohl das Lernen im ganzen Leben niemals aufhört. Dann der Beruf und die Arbeitsstelle – ein neuer Lebensabschnitt, mit viel Stoff zum Lernen. Lernen, um leben zu können.
Und natürlich die Prägung durch die Familie. Erst die Familie aus der man stammt, später die eigene Familie. Und der Freundes- und Bekanntenkreis prägt auch.
Und die Gedanken schweifen weit, sie beginnen zu fliegen – sie gehen auf Wanderschaft. Da kommen Erinnerungen hoch, Situationen und Erlebnisse, die längst vergessen waren.
Die Zeit nach dem Krieg, geprägt von Hunger, Kälte und Verzicht.
Aber auf was mussten wir als Kinder verzichten? Was es nicht gab und was wir nicht kannten, das vermissten wir nicht. Wir spiel-Das „fast Elternhaus am Neustädter Markt 27, im Erdgeschoss die „Neustädter Schenke
. Leider beim Bombenangriff am 22. März 1945 komplett zerstört und nicht wieder aufgebaut. ten und beschäftigten uns mit den einfachsten Dingen. Unsere Phantasie war gefragt. Und wir hatten Phantasie!
Pfeil und Bogen aus selbst geschnittenem Holz und einem Bindfaden. Baumhäuser und Verstecke im nahen Stadtwald.
Eine herrliche Zeit!
Zum Familienleben gehörten regelmäßige Mahlzeiten. Ein großer Teil unserer Lebensmittel kam aus dem
