Jugend und Kirche: Auf dem Weg zur Bischofssynode. Die Jugendlichen, der Glaube, die Berufungsentscheidung
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Buchvorschau
Jugend und Kirche - Georg Rubel
Inhalt
Vorwort zum Studienband
Georg RUBEL
Eigendynamik des Lebens und Orte der Gegenwart des lebendigen Gottes Ansprache zur Eröffnung des Studientages
Jean EHRET
Erfahrungsbericht über die Vorsynode in Rom
Pierre LACOSTE
Impuls zu Beginn des Studientages
Mgr. Jean-Claude HOLLERICH SJ
Die Jugendlichen sind gefragt! – Der Weg zur Bischofssynode
Sebastian KIEßIG
Berufung als Aufgabe – Theologische Perspektiven im Kontext der Jugendsynode
Marco KÜHNLEIN
Just Tweet it! Kirche, Jugendliche und Social Media: Vom Individualismus zur Kommunikation
Michel REMERY
Just Do it! Christsein im Alltag und in der Schule „Es ist wie ein Hobby…"
Jean-Louis ZEIEN
Mgr. Jean-Claude Hollerich und Pierre Lacoste im Interview
Nachwort zum Studienband
Georg RUBEL
Vorwort zum Studienband
von Georg RUBEL
Am 22. September 2018 fand an der Luxembourg School of Religion & Society (LSRS) in Luxemburg ein Studientag statt mit dem Titel „#Jugend #Glaube #Berufung. Fragen und Erwartungen von Jugendlichen an die Kirche. Dieser Studientag hatte einen konkreten Anlass. Er sollte einstimmen und vorbereiten auf die im Oktober bevorstehende XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung
.
Das Arbeitsdokument für diese Synode, das sog. Instrumentum Laboris, beginnt mit den Worten: „Die Betreuung und Begleitung der Jugendlichen ist keine fakultative Aufgabe der Kirche, sondern ein wesentlicher Bestandteil ihrer Berufung und ihres Auftrags im Lauf der Geschichte."¹ Damit wird gleich am Anfang dieses Dokuments klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei der Jugendpastoral nicht um ein zusätzliches Angebot der Kirche handelt („nice to have", aber nicht unbedingt notwendig), sondern vielmehr um einen Grundvollzug kirchlichen Handelns. Die Jugendlichen und ihr Glaube sind wichtig für das Leben der Kirche. Und die Kirche tut gut daran, die Jugendlichen und ihre Situation in der Welt von heute in den Blick zu nehmen. Deshalb haben sich Nachwuchswissenschaftler der Theologie sowie haupt- und ehrenamtlich in der Jugendpastoral Tätige einen ganzen Tag mit dem Thema Jugendliche und Kirche beschäftigt.
Der hier vorliegende Studienband enthält sämtliche Beiträge des Studientages in der Reihenfolge, wie sie dargeboten wurden: Ansprache zur Eröffnung des Studientages (Jean Ehret), Erfahrungsbericht von der Vorsynode in Rom (Pierre Lacoste), Impuls zur Jugendpastoral (Erzbischof Jean-Claude Hollerich), Vortrag „Die Jugendlichen sind gefragt! – Der Weg zur Bischofssynode (Sebastian Kießig), Vortrag „…damit eure Freude vollkommen wird
! – Theologische Anstöße zur Synode „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung" (Marco Kühnlein). Alle diese Beiträge sind so veröffentlicht, wie sie gehalten wurden. In Einzelfällen wurden lediglich sprachliche Korrekturen vorgenommen, um das gesprochene Wort besser lesbar zu machen.
Neben den genannten Vorträgen bietet der Sammelband eine Zusammenfassung der beiden angebotenen Workshops: „Just tweet it! Kirche, Jugendliche und soziale Medien (Michel Remery) und „Just do it! Christsein in der Schule und im Alltag
(Jean-Louis Zeien). Schließlich findet sich in diesem Büchlein auch ein Interview, das Erzbischof Jean-Claude Hollerich und Pierre Lacoste dem Pressesprecher des Erzbistums Luxemburg, Roger Nilles, im Vorfeld der Jugendsynode gegeben haben.
Mein aufrichtiger Dank gilt allen, die an dem Studientag das Wort ergriffen und ihre Beiträge zur Veröffentlichung in diesem Band zur Verfügung gestellt haben. Den Leserinnen und Lesern wünsche ich eine gute und inspirierende Lektüre!
¹ Instrumentum Laboris zur XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode „Die Jugendlichen, der Glaube, die Berufungsentscheidung" vom 08.05.2018: http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20180508_instrumentum-xvassemblea-giovani_ge.html (aufgerufen am 29.11.2018).
Eigendynamik des Lebens und Orte der
Gegenwart des lebendigen Gottes
Ansprache zur Eröffnung des Studientages
von Jean EHRET
Das Anliegen der Luxembourg School of Religion & Society ist es, das wechselseitige Verhältnis zwischen Religion oder Religionen einerseits und unserer Gesellschaft andererseits zu untersuchen, um es zu verstehen und zu denken. Unsere Forschungsarbeit strebt danach, diese gegenseitige Beziehung zu verstehen. Unsere Lehrveranstaltungen und Bildungsangebote befähigen die, die daran teilnehmen, ihre Religionsgemeinschaft, die Gesellschaft, in der sie leben, und das gegenseitige Verhältnis von Religionsgemeinschaft und Gesellschaft mit zu gestalten. Es geht der Luxembourg School of Religion & Society darum, einen Beitrag zu leisten, damit Menschen in Kirche und Gesellschaft ihre Verantwortung in Sachkenntnis wahrnehmen können.
In unserer Forschung, in der Lehre und in der Bildungsarbeit sind wir, so wie es die Apostolische Konstitution Veritatis Gaudium von Papst Franziskus aus dem Jahr 2017 zusammenfasst, erstens theologisch im Kerygma verortet, zweitens interdisziplinär orientiert, drittens im Dialog mit Andersdenkenden engagiert und viertens mit anderen Institutionen vernetzt². Die heutige Tagung ist durch diese vier Charakteristika gekennzeichnet und schreibt sich in die Grundthematik unseres Hauses ein.
Das Thema dieses Studientags „#Jugend #Glaube #Berufung. Fragen und Erwartungen von Jugendlichen an die Kirche" verbindet Religion und Gesellschaft. Papst Franziskus hat für Oktober 2018 eine Bischofssynode einberufen, in deren Zentrum nicht nur die jungen Menschen, die bereits in der Kirche engagiert sind, stehen, sondern alle, die zu unserer Gesellschaft gehören. Hier treffen z. T. oder weitgehend zwei Welten aufeinander. Einerseits haben die wenigsten Jugendlichen heute einen lebendigen Bezug zur Kirche; andererseits fehlt es kirchlichen Institutionen oft an einem lebendigen Bezug zum konkreten Leben der jungen Menschen. Das Verhältnis ist eventuell noch durch Spannungen, mehr aber noch durch Desinteresse gekennzeichnet. Natürlich wird man einwenden, dass die Kirche, mater et magistra, am Leben der jungen Männer und Frauen von heute interessiert ist: die Frage stellt sich daher eher, ob sie, die Lehrende, auch bereit ist, sich wie eine Mutter, wie leibliche Eltern auf die Lebensgeschichte von jungen Menschen einzulassen und manches von dem, was nicht ihren Vorstellungen entspricht, anders zu entdecken, anders zu sehen. Dann kann sie auch mit ihren Kindern wachsen.
Deshalb wird man sich fragen müssen, wie sie das tun kann. Dieser Vergleich der Kirche, die sich als Mutter versteht, mit den leiblichen Eltern stellt nicht nur methodologische und kommunikationstechnische, sondern zugleich auch offenbarungsund pastoraltheologische Fragen, auf die sich die Kirche in die Dynamik einer Synode einlassen will. Diese Dynamik entsteht bereits vor der Synode; Herr Lacoste und Erzbischof Hollerich werden in sie einführen, damit sie theologisch reflektiert und im Dialog erlebt wird.
Die Dynamik entwickelt sich auch durch die interdisziplinäre Gestaltung. Die Vorträge des Studientages werden von Theologen gehalten, die aus der Perspektive ihrer
