Kriegsende im Wendland: Befreiung der Einwohner von Quarnstedt
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Karl-Heinz Schwerdtfeger
Karl-Heinz Schwerdtfeger, Jahrgang 1933, verheiratet, zwei erwachsene Töchter. Maschinenbau-Ingenieur im Ruhestand. Nach Lehrzeit und Studium mit 23 Jahren ausgewandert in die Schweiz. Dort beschäftigt als Ingenieur im Aufzugbau. Nach 10 Jahren Schweiz 1965 Rückkehr nach Deutschland. Anfangs eingesetzt im Aufzugbau, später übergewechselt in den Fahrtreppenbau. Mehrere Einsätze als Projektleiter von größeren Bauvorhaben im In - und Ausland. Die herausragende Auszeichnung für eine einjährige Projektleitung erhielt er 1976 mit der Verleihung des Titels "Chevalier" sowie des belgischen Ritterkreuzes durch den damaligen König Baudouin für die termingerechte Fertigung, Lieferung und Installation von 130 Fahrtreppen für die U-Bahn (Metro) in Brüssel / Belgien. Im Jahre 1998, 65jährig, in den Ruhestand gegangen. Seit der Jugendzeit bestand großes Interesse an geschichtlichen Ereignissen. Die Erforschung von Ursachen. Zusammenhänge und deren Auswirkungen. Aber erst als Rentner ergab sich für ihn dann die Möglichkeit, die vielen vorher bereits gesammelten Dokumente und Informationen über das Kriegsende im Wendland ohne Eile aufzuarbeiten.
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Buchvorschau
Kriegsende im Wendland - Karl-Heinz Schwerdtfeger
Gegen das Vergessen
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen.
Golo Mann
Foto vom Deckblatt: 19. April, oberes Waldlager Wolfsberg Einziges Foto-Dokument des einwöchigen Notlagers im Walde
Die Personen von links nach rechts sind:
1. Marie-Luise Schwerdtfeger, 7 Jahre alt
Tochter des Otto Schwerdtfeger
Gutshaus Quarnstedt
2. Monika Grütter, 5 Jahre alt,
Tochter von Frau Margarete Grütter
Gutshaus Quarnstedt
3. Frau Margarete Grütter,
Bombenevakuierte aus Magdeburg,
seit Ende 1943 im Gutshof Quarnstedt
4. Frau Storck, Bäuerin und Flüchtling
Aus Stargard / Pommern
Etwa seit Februar im Gutshaus Quarnstedt,
Ihre abenteuerliche Geschichte:
Sie hatten ihren Treck verloren, weil sie wegen einer Fehlgeburt als Notfall ins Dannenberger Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Treck war ohne sie nach Westen weitergezogen. Ohne Ziel war der Flüchtlings-Treck mit der Dorfgemeinschaft aus Pommern in Richtung Rhein losgefahren. Frau Storck wusste nicht, wohin.
Schlachtermeister Arnold Schramm / Gartow traf die obdachlose Flüchtlingsfrau zufällig auf dem Bahnhof in Dannenberg und bot ihr an, sie ins relativ sichere Gartow mitzunehmen und dort unterzubringen. Von dort könne sie nach dem Verbleib ihres Trecks und ihrer Angehörigen suchen. Auf die Bitte von Arnold Schramm an seinen Freund Otto Schwerdtfeger wurde Frau Storck im Gutshaus Quarnstedt aufgenommen und versorgt.
Ende Mai 1945 verließ sie Gut Quarnstedt und begann die Suche nach ihrem verlorenen Treck.
Karl-Heiz Schwerdtfeger
Gutshof Quarnstedt, März 1939
In Bildmitte die noch heute existierenden zwei Ziehbrunnen und das Gutshaus.
Links die die Nordscheune, rechts Ecke des Pferdestalls (beide Gebäude am 15.04.45 niedergebrannt). Zwischen Gutshaus und Pferdestall im Hintergrund der große Kuhstall.
Foto: Archiv Schwerdtfeger
Gutshof Quarnstedt, Nordseite mit Hauseingang
Zwischen Eingangstreppe und Hausecke, unter dem Bürofenster, fand an mehreren Tagen die Verpflegungsausgabe durch den Sanitäter statt.
Foto: Archiv Schwerdtfeger
Inhaltsverzeichnis
„Befreiung" der Einwohner von Quarnstedt am 22. April 1945
Samstag, 21. April 1945
Sonntag, 22. April 1945
Sonntag, 22. April 1945, nachmittags
Zurück zum Abend des 22. April 1945.
Ein Doku-Foto der US-Army vom 17. April 1945 bei Seehausen.
Letzter Kampfeinsatz der K-Kompanie vor Kriegsende im Brückenkopf Lenzen am 23. April 1945
Letztes Haus links an der Dorfstraße in Pevestorf, Haus Wolgast
„Befreiung" der Einwohner von Quarnstedt am 22. April 1945
Die allgemeine Situation:
Am Sonntag den 22. April, spät nachmittags, wurden Quarnstedter Einwohner (insgesamt etwa 65 Personen, hauptsächlich Frauen und Kinder) auf dem Wolfsberg im provisorischen Waldlager von einem Zug Amerikaner einkassiert.
Ungefähr 75 Quarnstedter befanden sich außerdem noch in der Elbholz-Siedlung, die wurden etwa zwei Stunden später von der gleichen Kompanie vereinnahmt und nach Quarnstedt zurückgejagt.
(Übrigens: Heutzutage kaum vorstellbar, dass sich damals bei Kriegsende ca. 140 Einwohner, Deutsche, Ausländer, Bombenevakuierte und Flüchtlinge in Quarnstedt befanden!)
Die gräfliche Familie von Bernstorff mit allen Verwandten (ca. 20 Personen) hingegen war nach dem großen Brand 15. April 1945 vom Gut Quarnstedt ins Gartower Schloss geflüchtet. (Die werden hier nicht mitgezählt)
Quarnstedt musste wegen bevorstehender Kampfhandlungen deshalb von den Einwohnern geräumt werden, weil es keine Luftschutzkeller oder Bunker gab, in denen die Menschen hätten Schutz suchen können.
Wie die Einnahme des Waldlagers Wolfsberg erfolgte, wurde aus dem persönlichen Erleben detailliert berichtet im Buche „Kriegsende im Wendland. Erlebte Geschichte. Eine zeitgeschichtliche Momentaufnahme" Band I auf den Seiten 204 bis 211. Der Bericht muss deshalb hier nicht wiederholt werden.
Situation auf der Seite der angreifenden amerikanischen Truppen:
Am Samstag,
