Über dieses E-Book
In Nostria müssen unterdessen Königin Yolande und der Waldritter Eilert Rheideryan ihre eigenen Schlachten schlagen, die das Königreich bis an den Rand eines Bürgerkriegs führen. Und während sich Wendelmir in Andergast für einen begnadeten Puppenspieler hält, weben im Verborgenen die Druiden ihre Ränke, die wahren Mehrer der Macht.
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Buchvorschau
DSA - Carolina Möbis
Autorin
Carolina Möbis wurde 1979 im heutigen Wirtschaftsministerium geboren. Einen Großteil ihres Jugendlebens verbrachte sie nahe eines Ortes, der für lange Zeit für eine Atomraketenbasis gehalten wurde. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich mit DSA, Shadowrun, Legend of the Five Rings und anderen subversiven Rollenspielen. Trotz allem schaffte sie es, ihr Studium erfolgreich abzuschließen. Der nächste Fehler ihres Lebens vertrieb sie in den Westen, wo sie als Besitzerin eines Gartens, einer Flasche Rotwein und eines schwarzen Hundes ein Leben als Schmuckeremit führt. Da diese alte Branche heutzutage nicht besonders gut entlohnt wird, machte sie ihr Hobby zum Beruf und schreibt begeistert Science-Fiction und Fantasy.
Für Das Schwarze Auge übernahm sie die Redaktion der Novellenreihe Hundstage, zu der sie auch zwei Bände beisteuerte. Seit Februar 2015 betreut sie den Aventurischen Boten.
Mit Dank an
Krister Berends, Dorothea Bergermann, Eevie Demirtel
und
Michael Masberg
für seine grandiosen Berichte
zur Bombastenfehde,
auf die dieser Roman zum Teil Bezug nimmt.
Carolina Möbis
Mehrer
der Macht
Ein Roman in der Welt von
Das Schwarze Auge©
Originalausgabe
Impressum
Ulisses Spiele
Band US25701
Titelbild: Tristan Denecke
Bild Rückseite: Jennifer S. Lange
Aventurien-Karte: Daniel Jödemann
Andergast-Karte: Ben Maier
Lektorat: Michael Fehrenschild
Korrektorat: Kristina Pflugmacher
Umschlaggestaltung und Illustrationen: Nadine Schäkel
Layout und Satz: Michael Mingers
Copyright © 2015 by Ulisses Spiele GmbH, Waldems. DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN und DERE, MYRANOR, RIESLAND, THARUN und UTHURIA sind eingetragene Marken der Significant GbR. Alle Rechte von Ulisses Spiele GmbH vorbehalten.
Titel und Inhalte dieses Werkes sind urheberrechtlich geschützt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, die Bearbeitung, Verarbeitung, Verbreitung und Vervielfältigung des Werkes in jedweder Form, insbesondere die Vervielfältigung auf photomechanischem, elektronischem oder ähnlichem Weg, sind nur mit schriftlicher Genehmigung der Ulisses Spiele GmbH, Waldems, gestattet.
Printed in the EU.
Print-ISBN 978-3-95752-225-2
Ebook-ISBN 978-3-95752-226-9
Kapitel 1
24. Phex 1035 BF
Helmbrecht
Radeborst, der Wirt, beobachtete seine unliebsamen Gäste misstrauisch. Für gewöhnlich herrschte um die Mittagszeit träge Ruhe im Dorfkrug des Steinborner Weilers. Nur ausnahmsweise sorgten schon um diese frühe Stunde zwei Holzköpfe für ein fragwürdiges Spektakel.
»Ach Kleiner, du hältst dein Schwert wie einen Bratspieß. Kein Wunder, es hat ja auch mächtig Ähnlichkeit damit.«
Der fahrende Söldner, der sich Helmbrecht nannte, machte sich über Jock, den halbstarken Bengel des Schmieds, lustig. Und drei Krüge Bier hatten seine Zunge so weit gelockert, dass er sich einen Spaß daraus machte, den Burschen zur Weißglut zu treiben. Das rotblonde, strubbelige Haar, die Sommersprossen auf Wangen und Armen, energische Wangenknochen und breite Schultern verwiesen auf thorwalsches Blut. Solche Kerle gab es zuhauf in Andergast. Ein Kurzschwert und ein Kriegshammer steckten in seinem Gürtel, zwei Messer im Stiefel.
Wirt Radeborst kannte die Sorte Mischling ohne ehrbare Familie. Halunken ohne Anstand und Ehre, die durchs Land zogen und vergeblich darauf hofften, als Soldklinge in eines Ritters Dienst zu kommen.
Dieser Helmbrecht wollte sich wohl bei den vornehmen Herrschaften beliebt machen, die hinter ihrem Tisch wie auf einer Ehrentribüne saßen. Das waren echte Edelleute. Prinz Wendelmir Zornbold aus dem Andergaster Königshaus nebst ritterlichem Gefolge. Es war eine große Ehre, dass sie geruhten, ihr Mittagsmahl in Radeborsts Dorfkrug einzunehmen. Und ein Unglück, dass diese zwei Streithähne auf die gleiche Idee gekommen waren.
Der Wirt scheuchte Mari, seine Schankmaid, einen Eimer Wasser aus der Regentraufe zu holen. Ein wohlgezielter kalter Guss bewahrte das Gasthaus regelmäßig vor der vernichtenden Wirkung des Starkbiers.
Mari huschte zur Küchentür hinaus. Sie warf Jock dem Schmiedesohn einen besorgten Blick zu. Seit dem letzten Tanz auf dem Heuschober verbrachte der junge Narr jede freie Minute in ihrer Nähe. Doch in diesem Augenblick hatte er nur Augen für den fremden Söldner. Er baute sich vor dem Lumpenhund auf, der sein Gesellenstück, ein drei Tage altes Kurzschwert, beleidigt hatte. Seit seiner Gesellenprobe trug der Junge es mit sich herum, stolz wie ein Ritter. »Sag das nochmal, du Sohn einer Ziege!«
»Was, dass deine Waffe so viel wert ist wie ein Andrataler in einer Hafenkneipe in Salza?« Der Söldner erhob sich mit der hinterlistigen Trägheit eines Mannes, der Ärger erwartete und zu sich einlud, wenn ihm langweilig war. Seine Hand ruhte wie zufällig auf dem Griff des Kriegshammers. Er grinste von einem Ohr bis zum anderen. »Sei froh, dass du Schmied lernst. Dann musst du mit dieser brüchigen Pflugschar, die du Schwert nennst, nicht auch noch kämpfen. Nur üben solltest du schon noch ein wenig, bevor du das Geschäft übernimmst. Oder vielleicht beschlägst du lieber Pferdehufe.«
Radeborst setzte ein grimmiges Gesicht auf und zog seinen Knüppel hinter dem Tresen hervor. Bei einem Krawallmacher mit Piratenblut mochte ein Wasserschwall nicht ausreichen.
Der Söldner bemerkte die Bewegung und wusste sie zu deuten. Er nickte dem Wirt unmerklich zu. Augenscheinlich war er klug genug, um zu begreifen, dass man sich in Anwesenheit ehrbarer Wirtsleute und so hoher Herrschaften halbwegs anständig benehmen musste.
Seine Hand glitt von der Waffe fort, er entspannte sich. »Ach lass gut sein, Kleiner. Ich hab’s nicht so gemeint.« Gutmütig klopfte er Jock auf die Schulter. Das war zuviel. Der Junge hatte den Jähzorn seines Vaters geerbt. Und leider auch seine Sturheit. Er übersah, dass der Söldner im Begriff war, sich wieder zu setzen und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Er packte den Wamskragen des Söldlings.
»Winde dich jetzt nicht heraus du Feigling!«, schnauzte der Junge mit der eindrucksvollen tiefen Stimme, über die er seit einem Mondlauf verfügte. »Du willst wohl kneifen, du Sohn einer thorwalschen Laus.«
Die friedfertige Stimmung des Söldners kippte. Er betrachtete die schwielige junge Hand an seinem Kragen wie ein lästiges Insekt.
»Du kleiner Hosenscheißer fängst an, mir auf die Nerven zu gehen. Verzieh dich und spiel mit Knaben in deinem Alter.« Mit einer schnellen Bewegung griff Helmbrecht nach Jocks Hand und verdrehte sie so, dass der Junge loslassen musste, wollte er sich nicht die Finger brechen. Der Söldner stieß den Jungen von sich.
»Du ...« Jock fehlten die Worte. Und als er sie fand, waren es die Falschen. »Deine Mutter ist eine Hure!«
Das linke Augenlid des Söldners zuckte. »Und deine Mutter ist eine Nostrierin.«
In diesem Augenblick kehrte Mari mit dem Eimer zurück. Radeborst zog ihn ihr aus den Händen. Doch ein kurzer Wink vom Tisch des Prinzen hielt ihn zurück.
»Welch eine Beleidigung.« Prinz Wendelmir führte seinen Weinbecher an die Lippen. Dabei musterte er aus schmalen Augen den Sohn des Schmieds. Sein Blick verweilte jedoch nicht länger als einen Herzschlag, dann prostete er seinen Kameraden zu. »Das verdient eine Lektion, findet ihr nicht? Wenn ich dieser Kerl wäre ...«
Der Prinz musste seinen Satz nicht vollenden. Mit einem Gebrüll wie ein Auerochse zog Jock seine Klinge und hieb auf den Söldner ein.
Die Sonne stand noch immer hoch im Mittag, doch war der Tag nicht mehr derselbe. Mit ausdruckslosem Gesicht starrte Helmbrecht auf den zusammengekrümmten Körper des Jungen herab. Unter dem letzten und unglücklichsten aller Hiebe war der Junge über den umgestürzten Stuhl gestolpert und hatte mit seinem Genick die Tischkante begrüßt. Er rührte sich nicht mehr, und Helmbrecht kannte den Anblick gut genug, um zu wissen, dass er sich nie wieder rühren würde.
Die Stille im Schankraum verkündete es bereits lauter als jede Totenglocke. Warum hatte dieser Tölpel ihn auch mit einer scharfen Klinge angreifen müssen? Das halbe Kind.
Der Wirt war versteinert. Ebenso die Magd. Sie standen in einer Pfütze aus Wasser. Zwischen ihnen lag ein vergessener hölzerner Eimer. Aber es war nur eine Frage der Zeit, bis die beiden und auch alle anderen Gäste zu neuem Leben erwachten. Und dann sah es nicht gut aus für einen einzelnen Söldner, der gerade ein Mitglied der Dorfjugend zu Boron befördert hatte.
Helmbrecht ging, bevor sich der Pöbel formierte.
»He, du!« Der Ruf erreichte ihn an der Tür. Helmbrecht wandte sich um. Die hohen Herrschaften betrachteten ihn mit herablassendem Wohlwollen, wie man einem Tanzbären zusah, der brav ein paar Kunststücke aufgeführt hatte.
»Er hat uns unterhalten. Dies sei für seine Dienste.« Auf einen Wink Prinz Wendelmirs warf einer der Adeligen einen kleinen Beutel in Helmbrechts Richtung. Der Söldner fischte ihn aus der Luft. Den Beutel begleitete der unverkennbare Klang von Silbermünzen.
Helmbrecht verneigte sich kurz. Dann verließ er die Wirtschaft und das Dorf, so schnell er konnte. Er war bereits auf der Straße, als das Geschrei anhob.
»Du Rindvieh«, schalt er sich selbst, »Irgendwann bringt dich deine große Klappe noch um.«
10. Peraine 1035 BF
Wendelmir
Der Morgen des Prinzen begann abrupt mit einer knarrenden Tür und Gernots weinerlichem Singsang. Das übliche Gemisch aus Lobhudeleien und unterwürfigem Betteln, dass »seine Königliche Hoheit doch bitte aufstehen möge, da der ehrwürdige Wolorion ...«
Wendelmir hörte nicht zu. Rumelias Hände, die zärtlich über seinen Bauch und seine Schenkel strichen, hatten viel mehr zu bieten als der nervtötende Kammerdiener. »Wolorion kann mich.«
Er zog Rumelia an sich und vergaß auch nicht, Melissa zu küssen. Sie massierte ganz vorzüglich. In Andergast verstanden die Huren vom Wilden Eber ihr Handwerk am besten. Selbst ihr albernstes Kichern gab einem Mann das Gefühl, ein wilder Auerochse zu sein.
Gernot verstummte plötzlich. Warum, kümmerte Wendelmir erst, als eine zweite Stimme das monotone Jammern des Leibdieners ersetzte. Ein Klang wie Samt und Seide. Verführerisch, befehlsgewohnt, kokett und ganz Weib. Allerdings war der Tonfall nicht im Geringsten lieblich. »Keine Sorge. Seine Königliche Hoheit wird aufstehen.«
Ohne weitere Vorwarnung wurde die Daunendecke zurückgezogen. Wendelmir grunzte unwillig.
»Und sie da. Das Hurenpack. Sie können jetzt gehen. Ein Lakai wird sie für ihre Dienste angemessen entlohnen.«
Die Mädchen zögerten, aber Wendelmir brachte nicht die Kraft auf, sie festzuhalten. Also beugten sich seine kleinen Gespielinnen der höheren Gewalt und verflüchtigten sich wie ein feuchter Traum.
»War das nötig?« Wendelmir setzte sich auf und warf seiner ungebetenen Anstandsdame einen ungnädigen Blick zu. »Warum bist du darauf aus, mir den Morgen zu verderben?«
Sie stemmte die weißen Hände in die schlanken Hüften. Das grüne Kleid, das er ihr im letzten Sommer geschenkt hatte, stand ihr noch immer gut. Er bedauerte nur, dass es so bieder war. Vielleicht war es ratsam, noch einmal den Schneider kommen zu lassen, damit er für etwas Aufreizenderes Maß nehmen konnte. Aber das geziemte sich nicht bei Hofe. Zumindest nicht in Andergast.
Die Morgensonne zauberte einen silbernen Schimmer auf ihr weizenblondes Haar und verlieh ihrer hellen Haut jene vornehme Blässe, für die die Schabracken des Hofs Berge von Puder benutzten. Seine schöne Geliebte hingegen erfreute sich aller Gaben der Jugend. Sie ließ ihr hüftlanges Haar wie einen Schleier aus Goldgespinst über den Rücken fallen. Die verführerische Hexe wusste nur zu genau, was ihm gefiel. War doch jede noch so kleine Geste, vom lieblichen Schmollmund bis zu den halb streng, halb kokett hochgezogenen Brauen, geneigt, ihn willenlos und gefügig zu halten.
In Augenblicken wie diesen, erschien sie vor seinem bierseeligen Blick wie ein glitzerndes Juwel zwischen Kieselsteinen. Er ließ ihre sanft schaukelnden Hüften und die Rundungen ihres Busens nicht aus den Augen, während sie ihm mit einer Waschschüssel zu Leibe rückte. Gernot hatte sich diskret zurückgezogen.
Die sanfte Liebkosung des Schwamms und zarte Küsse in Wendelmirs Nacken täuschten jedoch nicht über Silvanas schlechte Laune hinweg. Wie immer, wenn sie ihn mit den Dirnen vom Eber erwischte, schwieg sie sich aus oder nörgelte. Diesmal war sein Haar ihr nicht recht. Auf einmal war es wieder zu lang. Ob er denn in ganz Andergast auf seinen Reisen keinen ordentlichen Barbier finden könne? Und überhaupt waren ihr seine Reisen zu ausgedehnt, und ob es ihn gänzlich kalt lasse, dass sie sich der Nachstellungen des jüngsten Sprosses der von Eschfurt-Lilienbachs erwehren müsse?
»Wenn du nicht eingreifst, wird er noch bei Vater um meine Hand anhalten.« Auf dem Höhepunkt ihrer Tirade angekommen, schleuderte sie den nassen Schwamm in seinen Schoß.
Wendelmir schnaubte. Mit einer schnellen Bewegung entsorgte er Schwamm nebst Waschschüssel auf die Dielen und angelte sich ein Leinentuch, das Gernot vorsorglich auf seinem Nachttisch zurückgelassen hatte. »Worauf willst du hinaus?«
Sie brachte ihm frische Wäsche und ein Obergewand. Dramatische Seufzer und theatralische Augenaufschläge begleiteten das Knöpfen seines Wamses. »Ich werde nicht jünger.« Mit geübter Routine richtete sie seinen Spitzenkragen. »Mein Vater wird langsam ungeduldig. Natürlich ahnt er das mit uns. Aber solange du nicht offiziell um meine Hand anhältst, wird er dem Arrangement nicht trauen. Seine Laune wird schlechter und er ist ungnädig, seit Base Traviagund geheiratet hat. Sie ist erst siebzehn, und ihr Vater hat sich pausenlos darüber beschwert, wie spät er sie an den Mann gebracht hat.
»Du hast zwanzig Lenze gesehen. Na und?«
»Aber wenn du so weitermachst, werde ich eine alte Jungfer.«
Unvermittelt schlang sie ihre Arme um seinen Hals und schmiegte sich an ihn. Der süße Duft von Ingerimmsglöckchen stieg ihm in die Nase. »Was spricht denn dagegen, dass du mir einen Antrag machst?« Ihre Lippen hauchten ihm süße Küsse aufs Schlüsselbein. »Dein Vater wäre einverstanden. Meiner wäre am Ziel seiner Träume. Und du müsstest nicht mehr vor der schrecklichen Wieselinde flüchten.«
»Und du wärst endlich eine ehrbare Matrone.«
»Matrone? Das verbitte ich mir. Aber ehrbar. Dagegen hätte ich nichts. Falls wir doch einmal Tsas Segen empfangen, dann ...«
Er schob sie von sich. »Wie kommst du jetzt darauf? Eben planst du noch unsere Hochzeit. Nun schon die ersten Blagen.«
Er trat vor den polierten Silberspiegel über seiner Ankleide und überprüfte selbst noch einmal den Sitz des elenden liebfeldischen Spitzenhemdes und des Brokatwamses, das jeden Mann wie einen liebeskranken Fasanenhäher erscheinen ließ. »Wir sind noch jung.« Eine tiefe Furche erschien auf der Stirn seines Spiegelbilds. »Ich habe dir doch gesagt, dass wir nichts überstürzen. Wenn wir erst einmal den Traviabund eingegangen sind und der erste Braten in deinem Ofen schmort, der dir deine Zähne nimmt und stattdessen Hüftspeck zurücklässt, dann werden wir noch genug Zeit haben, einander das Leben zu verderben. Warum habt ihr Weiber es nur so verflucht eilig damit?«
Sie stolzierte hinter seinem Rücken auf und ab wie ein aufgeregtes Perlhuhn und gackerte ebenso laut. »Aber wenn du mich doch liebst! Hast du etwa eine andere?«
Nun ging diese Leier wieder los. Er zählte stumm bis zwanzig.
»Oder kannst du nicht von den Huren lassen?« Sie keckerte wie ein wütendes Eichhörnchen. »Ist es das? Die Zwölfe wissen, dass es mir egal wäre, solange du mir keine Krankheiten ins Bett und keine Bastarde ins Haus schleppst. Von mir aus kannst du auch wie gehabt mit deinen Freunden saufend umherziehen und Andrafaller Bräute umgarnen.«
»Kann ich nicht.« Er fuhr herum. »Vater wird dann darauf drängen, dass ich seine Nachfolge antrete. Dann geht es mir wie meinem Schwager, dem armen Tropf. Gefesselt an ein Stück Dreck mit Gemüse drauf, eingesperrt in einem mittelmäßigen Kerker, der sich Burg nennt. Während dieser liebfeldische Kuckuck das Schloss mit seinen Blagen überschwemmt und seine Brut mein Erbrecht stiehlt. Wenigstens hatten seine Bälger bisher den Anstand früh genug zu verrecken! Und überhaupt, wer bin ich denn, dass ich mir das anhören muss?«
Wendelmir suhlte sich in seinem Zorn. Genussvoll ließ er seine Stimme anschwellen. Mit ein paar Schritten war er bei ihr und hatte sie am Oberarm gepackt. Sie schrak zurück. Ihre Augen schimmerten feucht und die Lippen zitterten. An diesem verdorbenen Morgen bereitete ihm ihr Schrecken Vergnügen. Ja, in seinem schönen, schmalen Gesicht, das die Weiber so anzog, verbarg sich auch eine hässliche Fratze. Es gab Nächte, in denen er es genoss, das Biest zum Spielen hinauszulassen. Oder an einem Tag, der wie saurer Wein schmeckte.
Silvana wurde blass. »Schrei doch nicht so.«
»Was wagst du es, mir Befehle zu erteilen?«
Sein Blick fiel auf die garethische Vase, die sie ihm vor wenigen Tagen zum Saatfest geschenkt hatte. Im nächsten Augenblick zerschellte der gebrannte Ton zu ihren Füßen.
Sie zuckte zusammen und duckte sich unwillkürlich. Doch er hob die Hand nicht gegen sie, denn es würde ihr auch so eine Lehre sein.
Er ließ sie los. »Daran ist nur dieser fremdländische Geck schuld! Setzt euch Weibern diese Flausen in den Kopf. Base Irinia redet daher, als ob Hesinde, diese Horasiergöttin, unser aller Rettung wäre. Das Miststück von Teshkal maßt sich nun ebenfalls noch an, im Rat der Recken mitzumischen und du glaubst, du entscheidest, wann geheiratet wird.«
Der Damm brach. Silvana schluchzte. Die vom Weinen geschwollene Nase und rote Wangen ruinierten ihren edlen Teint.
Zufrieden trat er zurück. »Wag es ja nicht wieder zu vergessen, wo du stehst. Ich räume dir ohnehin bereits viel zu viele Freiheiten ein.« Ohne seine Geliebte noch eines Blickes zu würdigen, verließ er die Kammer.
Draußen zwang er sich, ein paar Mal tief durchzuatmen. Dieses Weibstück. Anstrengend, anmaßend und arrogant. Und dennoch wusste er ebenso wie Silvana, dass sie in dieser Nacht wieder bei ihm liegen würde. Und er würde nicht auf sie verzichten können, selbst wenn er sich felsenfest vornahm, sie diesmal leiden zu lassen. Er würde schwach werden. Wie immer.
Der königliche Empfang zog sich in die Länge, bis die Langweile an einem klebte wie Fennschlamm an den Stiefeln.
Wendelmir hielt sich mit einem Krug Wein über Wasser. Immerhin war es tröstlich zu sehen, dass seine Kameraden noch schlimmer litten als er. Osgar war sechs Schattierungen blasser als am Abend zuvor. Gwinnling hatte Augenringe so groß und dunkel wie der Thuransee. Eichward war bereits zum dritten Mal weggenickt und nur ein paar kameradschaftliche Ellenbogen in seine Rippen hatten ihn vor einer peinlichen Szene bewahrt. Er konnte nach drei Flaschen Wein beeindruckend laut schnarchen.
Die Truppe hatte im Eber noch bis in den Morgen weitergefeiert. Nun zahlten die Zecher einen Preis, der sich mit Gold nicht aus der Welt schaffen ließ.
König Efferdan hatte bereits mehrfach die Stirn gerunzelt, und der halbe Hof ächtete die jungen Wilden mit gerümpften Nasen und tadelnden Blicken. Der anderen Hälfte war die allgemeine Empörung so egal wie Wendelmir.
Er hatte sich vorerst mit seinem Platz hinter dem Thron abgefunden und genehmigte sich hin und wieder einen unauffälligen Schluck Rotwein. Das war ja alles nüchtern nicht auszuhalten. Während ein paar Gesandte der albernischen Krone ihre wortreiche und beeindruckend belanglose Aufwartung machten, hing er seinen eigenen düsteren Gedanken nach. Silvana legte in den letzten Wochen in Sachen Heirat eine verdächtige Hartnäckigkeit an den Tag.
Dann trugen zwei Viehbarone von hinter dem Wald einen langweiligen und nicht minder langwierigen Streitfall vor. Der Krug ging bereits zur Neige, der Vormittag jedoch zog sich. Selbst seine Majestät, der liebfeldische Thronräuber, sah aus, als wünschte er sich, woanders zu sein. Wäre er doch nur im Lieblichen Feld geblieben. Aber seit König Wendolyns Ermordung durch den eigenen Sohn war die königliche Erblinie nun einmal den Bach heruntergegangen. Als Wendolyns älteste Tochter Varena damals einen horasischen Baronssohn geheiratet hatte, hatte niemand ahnen können, dass ihr Vater und ihre Brüder innerhalb weniger Jahre sterben und sie und vor allem ihren Ehegatten als Erben des Throns zurücklassen würden.
Wie Efferdan schon dasaß, den Rücken trotz stundenlangem Sitzen gerade, den Bart stets manierlich gestutzt, die klaren grünen Augen aufmerksam auf den noch so langweiligsten Bittsteller gerichtet. Die Gewänder scheinbar bescheiden, aber doch auf subtile Art protzig. Die Goldborte am Kragen war viel zu fein gewebt, um aus Andergast zu stammen. Das war doch pure Provokation! Und Efferdan ein nervtötender Streber durch und durch.
Wenn Vater doch damals nur genug Mut aufgebracht hätte, als Wendolyns Bruder seinen eigenen Erbanspruch durchzusetzen. Nominell war Varena zwar die nächste in der Reihe gewesen, aber sie war eine Frau und damit undenkbar auf dem Angergaster Thron. Und ihr Mann war eben kein echter Zornbold. Ansonsten wären die Audienzstunden garantiert wesentlich kürzer ausgefallen, weil ein Zornbold sich eben auf das Wesentliche beschränkte.
Sonnenstrahlen, die durch die engen Fenster in den Thronsaal fielen, krochen gemächlich über die Eichenbohlen.
Als endlich eine Silberglocke hell und fröhlich die mittägliche Pause zur Praiosstunde ankündigte, huschte ein verhaltener, aber mehrstimmiger Seufzer durch den Saal. Mit würdevoller Eile strebte der Hofstaat nach draußen. Ein Großteil tat es der königlichen Familie gleich und flüchtete in die eigenen Gemächer, um dort ein Mittagsmahl einzunehmen.
Doch ein paar Leute schlenderten gemächlich an der Ahnengalerie vorbei in den Innenhof, um dort die wärmende Sonne zu genießen. Wieder andere zogen sich mehr oder weniger diskret in die Vorzimmer zurück, um dort bei Wein und Bier Tratsch und große Politik auszutauschen.
Früher waren die königlichen Versammlungen kürzer. Vieles ließ sich bei Wildbret und Bier zum Abend in froher und vertrauter Runde besser aushandeln als bei dieser drögen Verschwendung von Lebenszeit. Aber seit der Liebfelder das Ruder an sich gerissen hatte, erhielt auch der niedere Adel Zugang zum Hof. Neuerdings sah man Gestalten, die bei den früheren Herrschergenerationen höchstens für Gelächter gesorgt hätten. Die von Gossendrecks und Hintertorfs scharwenzelten um den königlichen Stuhl wie Fliegen um einen Haufen Dung. Sie verdrängten Stück für Stück die stolzen Geschlechter, die seit jeher dem König im Rat der Recken und mit Schwert und Schild zur Seite gestanden hatten. Der Pöbel hielt Hof in Andergast. Gefolgt von einem Haufen irritierender Ausländer. Die großen Familien hingegen zogen sich mehr und mehr zurück. Vielleicht um abzuwarten und auf besseres Wetter zu hoffen.
Aber ein Wetterwechsel war nicht in Sicht. Die königliche Qualle erfreute sich bester Gesundheit. Kein einziges Wölkchen trübte den blauen Himmel der liebfeldischen Regentschaft. Nicht einmal die Nostriaken schienen noch den Mumm für einen anständigen Krieg zu besitzen, seit sich auf ihrem Thron eine Magierin das Hinterteil breit hockte. Wenn Efferdan erst einen Erben hatte, war sein Geschlecht kaum noch auszutilgen.
Missmutig starrten die Ahnen aus der Finsternis ihrer von Fackelrauch verdunkelten Gemälde auf Wendelmir herab. Manchmal glaubte er Verachtung in den Augen der stolzen Zornbolds zu lesen, ein anderes Mal Mitleid für die Generation der Beraubten und der Zukurzgekommenen.
Ein einziger Trost blieb den trauernden Hinterbliebenen der alten Tradition. Das gemeinsame Leid vereinte alle, die das Pech hatten, nicht rechtzeitig eine gelegene Ausrede für etwaige Abwesenheit gefunden zu haben.
Obwohl es seinen üblichen Gewohnheiten widersprach, entschied Wendelmir, die Pause im Innenhof zu verbringen. Die Sonne verlieh den Frühlingstagen eine besondere Süße. Ein wenig frischer Wind konnte seinem noch halb verkaterten Schädel nicht schaden.
Er bereute die Entscheidung jedoch, kaum dass er auf die Freitreppe trat. Denn im Hof hatte sich ein Schwarm Harpyien niedergelassen: die unverheirateten Jungfern. Wendelmirs Gefahrensinn schlug an. Doch die Schrecklichste und Hässlichste hatte ihn bereits erspäht.
Wieselinde von Otternpfot, Osgars Schwester, wuchtete ihre allzu üppigen Rundungen auf ihn zu. »Eure Hoheit, wie schön, dass Ihr Euch zu uns gesellt.« Sie gab etwas von sich, das vermutlich ein kokettes Kichern sein sollte.
Dumpfer Kopfschmerz breitete sich zwischen seinen Schläfen aus. Sein erster Impuls war, sich auf der Stelle umzudrehen und das Weite zu suchen, dann ließ sich später immer noch behaupten, er habe die Begrüßung nicht gehört.
Doch in diesem Augenblick spuckte das Hauptportal den allseits beliebten Turniermarschall Wolorion von Kolburg nebst den albernischen Gesandten aus.
Wolorion, das kalte Reptil, erkannte mit einem Blick den Zusammenhang zwischen Wendelmirs gehetztem Blick und dem begehrlichen Hüsteln der Schreckgestalt. Was für ein Zufall, dass Wolorion justament stehen blieb, um nicht erkennbaren Staub von seinem Wams zu zupfen. Er blockierte die Tür lange genug, um jede halbwegs unauffällige Fluchtmöglichkeit zu ruinieren. Diese Ratte! Von allen niederadeligen Emporkömmlingen hasste Wendelmir diesen von Kolburg am innigsten. Der Kerl hatte stets einen wissenden Blick.
Unter den wachsamen Augen der Weiblichkeit und der Gesandten rang sich Wendelmir ein Lächeln ab. »Fräulein von Otternpfot.«
Sie reckte ihm ihre Hand hin. Er ignorierte die Geste so gut er konnte, doch schließlich zwang ihn ein Hüsteln Wolorions, die Wurstfinger zu ergreifen und seine Lippen in die Nähe ihres Handrückens zu bringen. Rosenduft stieg ihm in die Nase. Zu süß. Zu üppig. So etwas trugen doch nur alte Matronen. Aber davon war Wieselinde von Otternpfot leider nicht sehr weit entfernt.
Ihre Augen glitzerten triumphal. Sie reckte ihr Doppelkinn, wohl um ihr neues Goldkollier zur Geltung zu bringen. Die Arbeit war zu fein und zu verspielt, um aus einer Andergaster Schmiede zu stammen. »Manche der südlichen Sitten sind doch recht reizvoll, findet Ihr nicht?« Sie gurrte wie eine sterbende Taube. »Gewagt. Aber charmant, nicht wahr?«
Die albernischen Gesandten grinsten. Bloß Wolorion behielt seine verkniffene Miene bei.
Wendelmir blieb eine Antwort schuldig. »Habt ihr Euren Bruder gesehen?«, wagte er ein Ablenkungsmanöver. »Ich muss etwas mit ihm besprechen. Es ist von äußerster Dringlichkeit. Wenn Ihr mir in dieser Angelegenheit behilflich ...«
In diesem Augenblick erspähte Wendelmir seinen Bastardbruder Bogumil. Er schlenderte von den Stallungen herüber. Wendelmir gab ihm einen unauffälligen Wink. Glücklicherweise verfügte Brüderchen über gute Augen. Bogumil nickte unmerklich und beschleunigte seine Schritte.
»Euer Königliche Hoheit?«, unterbrach er die kümmerlichen Reste einer höflichen Konversation mit einer impertinent nachlässigen Verbeugung. »Euer Vater wünscht, das Mittagsmahl mit Euch einzunehmen. Im Jagdsaal sind die Speisen bereits aufgetragen.«
Wendelmir nickte wohlwollend. Eine gute Ausrede. Seiner Verfolgerin warf er lediglich einen kurzen, ausdruckslosen Blick zu. »Entschuldigt mich bitte.« Für die Diplomaten und Wolorion blieb sogar ein kurzes, falsches Lächeln übrig. »Die Herren.«
Die Männer deuteten eine Verbeugung an. Wendelmir folgte seinem Bruder, dabei ließ er es sich nicht nehmen, ein fröhliches Liedchen zu pfeifen.
»Eine gute Ausrede«, lobte er, sobald sie außer Hörweite waren.
»Ihr werdet Euch wünschen, es wäre eine, mein werter ...« Bogumil geriet ins Stocken und überspielte die Lücke mit einem allzu offensichtlichen Räuspern. »Prinz«, beendete er schließlich seinen Satz.
Weil dieser Bastard ihn immerhin vor dem Burggespenst bewahrt hatte, ließ ihm Wendelmir die seltsame Anrede und auch den Beinahe-Versprecher durchgehen. Der arme Kerl legte viel zu viel Gewicht auf ihre Blutsverwandtschaft. Er begriff nicht, dass ein Wendelmir von Zornbold nie der Bruder eines Mägdebalgs sein würde. Doch in seiner offensichtlichen Hoffnung, die Anerkennung der Zornbolds zu finden, war Bogumil immerhin ein nützliches Werkzeug. Ein wenig zu frech mit der Zunge, aber ein loyaler Diener. Man ernährte ihn, räumte ihm ein paar Privilegien ein und hatte ihn das Waffenhandwerk gelehrt. Wenn Vater gnädig war, dann winkte nach einem Offizierspatent vielleicht sogar eine gute Heirat in eine niedere Adelsfamilie. Aber das war das Ende der Karriereleiter für einen armen Hund, der das Pech hatte, nobles und gemeines Blut zugleich in seinen Adern herumzutragen.
Auch Wendelmir bediente sich des Bastards bei Bedarf. Bogumil besaß aufgrund seiner gewöhnlichen Natur ein paar Kontakte in die Niederungen Andergasts, die ein ums andere Mal durchaus gelegen kamen.
Am Ende dieser Betrachtungen angekommen, drängte sich der andere, eigentlich bemerkenswertere Teil des Gesprächs in Wendelmirs Überlegungen. »Was soll das heißen, ich wünschte?«
»Vater verlangt tatsächlich nach Euch. Und ich nehme an, er wird ungehalten über Eure Abwesenheit sein.«
»Du hast dich mit der Suche nach mir ja nicht gerade beeilt.«
»Vergebt mir, dass ich Euch nicht früher fand.« Bogumils Reue war so ehrlich wie ein Fasarer Würfelspiel. »Ich hatte den Eindruck, ich erwischte Euch gerade noch rechtzeitig.«
»Und deswegen darfst du jetzt auch verschwinden, oder ich setze mich dafür ein, dass Vater dich mit der grauenvollen Wieselinde verheiratet. Ich finde schon allein zum Essen.«
»Ich zweifle nicht daran, dass das Fräulein von Otternpfot viel zu gut für einen wie mich ist.« Bogumil verneigte sich grinsend. »Sie hat ihre Ziele eindeutig höher gesteckt. Aber wie Ihr wünscht, Königliche Hoheit. Ich werde die Damen ein wenig unterhalten.«
»Es heißt Euer Königliche Hoheit«, rief Wendelmir ihm nach. Dann verfiel er in einen langsamen Trott. Der Weg zum Mittagstisch mochte sich ruhig ein wenig ziehen. Er verspürte kein gesteigertes Bedürfnis nach einem Gespräch. Wahrscheinlich hagelte es ohnehin wieder nur Beschwerden.«
Wenzeslaus von Zornbold glich selbst im edlen pelzbesetztem Tabbert mehr einer krummen Kiefer, denn
