Mandarinentiefesgrün: Prosaische Lyrik
Von Thomas Geduhn
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Über dieses E-Book
Themen und Sprache stehen in einem anspruchsvollen Wechsel zwischen Realität und Fiktion.
"Mandarinentiefesgrün" ist prosaische Lyrik: schärfend, fantasie- und sehnsuchtsvoll sinnlich.
Thomas Geduhn
Thomas Geduhn * 1955 - lebt als Autor und Anthropologe in Köln. Er schreibt u.a. Rezensionen, Hörstücke und Essays und veröffentlichte das bislang einzige ethnologische Jugendsachbuch im deutschsprachigen Bereich. Er ist im Vorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes (VS) in Köln.
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Buchvorschau
Mandarinentiefesgrün - Thomas Geduhn
Ach Eichmann
Der Eichmann sitzt jetzt im Starenkasten
Da wird er nicht geblitzt
Er sieht die Menschen vorüber hasten
Eichmann’s Gemüt ist nicht erhitzt
Nein die Menschen hasten nicht
Sie woll’n nur weg von IHM
Der Eichmann sitzt da zu Gericht
Über all` die Jehudim
Ein Monster sitzt da oben rum
Betrachtet die Menschen durchweg stumm
Es trachtet nach den Jehudim
Für‘s Monster ist’s nicht weiter schlimm
Er ist ja gar kein Monster nicht
Er sitzt ja gar nicht zu Gericht
Er ist ja gar ein Büttel bloß
In seinem Hals da sitzt kein Kloß
Ach Eichi Speichilecker du
Du Phänotyp der deutschen Ruh
Denn hier im Land muss Ruh’ muss sein
Drum richtet er die Vernichtung ein
Der Eichmann ist ein Profiteur
Ja vorher war sein Leben schwer
Wie all die Müller Schulzen Schmitt
Nimmt er jetzt vom Leben mit
Auf blütenweißes Papier stempelt er den Rahmen
Und dahinein schreibt er seinen Namen
Der Technokrat genannt Adolf Eichmann
In Diensten von Deutschland
dem gigantischen Leichnam
So bürgerdeutsch die Macht da lacht
Logistik pur bis die Schwarte kracht
SS-finale Lösung braucht’
Und zwar perfekt damit es raucht
Jetzt hat man ihm das übel genommen
Sie haben ihn nicht verstanden
Da ist ihm jemand beigekommen
Und Eichmann kommt abhanden
Wein nicht um mich Argentina
Ich muss jetzt nach Israelia
Muss in den Starenkasten da ist alles meins
Ich bin das Aktenzeichen 40/61
Ricardo Klement ist enttarnt
Kein Kumpel hat den Kerl gewarnt
Jetzt muss er wieder Adolf Eichmann sein
Unter Jehudim wie fein
Arbeit macht frei
Der Eichmann war dabei
Adolf hat nur auf Befehl gehandelt
Hat mit der Unschuld angebandelt
Adolf heißt er wie sein Idol
Jetzt fühlt sich Adolf nicht ganz wohl
Jerusalem im Wonnemonat Mai
Da ist’s für Adolf bald vorbei
Vom Schreibtisch zum Strang
Da wird einem ganz bang
Eichmann’s Asche schwimmt im Mittelmeer
Und mit ihm das tote Millionenheer
Im Regenhaus
Im Regen gebündelte Pose
An die Mauer rissig gedrängt
Strähnen liegen auf der Stirn
Wasser dringt durch die Hose
Ölflecke wie Regenbogen
Schwitzen auf dem Asphalt
Nassblitzende Lichter kalt
Heiligabend war einmal
Ich bin ein wildes Tier
Das verstoßen ward von seinem Rudel
Gestrichen von den Gehaltslisten
Enteignet, entmietet, mit Himmelsherberge
Die ungeschriene Wut
Bleibt in der Joppentasche stecken
Und rumpelt steingleich in der Brust
Durchtost mich - wie ein Wasserfall in Maoriland
Regen in Tropfen gemessen
Abgezählt unter Laternenlicht
Eins-Zwei, nicht zur Kurzweil, Eins-Zwei; würde
der Boden so fest sonst schwinden unter und in mir
Genommen, geschoben, gedrängt
Bei Nacht und Nebel gehängt
Im Regenhaus hier, so soll es sein
Die Mechanik des Blutes ist mein Sein
Der Regen spritzt sich in den Eingang hinein
Er sucht nach mir, er fordert komm’
Es wird Zeit, eine letzte Entscheidung
Ein allerletzter Meilenstein
Wasser rinnt durch mich hindurch
Im Sprung die Regentropfen verfehlt
Im Sprung das ganze Leben abgezählt
Hab’ keine Furcht – Hab’ keine Furcht
Aperçus
Identität kommt spät
Perspektiven lieben sich eingelegt in
jungfräulichem Olivenöl
Auskommen mit dem
