Fish Tales & Coyote Stories: Amüsantes und Kurioses für USA-Reisende
Von Gudrun Tossing
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Über dieses E-Book
So kann man ebenso erwarten: Flüsse, die seltsam enden. Ranger, welche Dinge verlangen, die einen stutzen lassen. Strände, die Touristen säubern. Müll, der sich als Schatzsammlung entpuppt. Ach ja: Herrlichstes Seemannsgarn vom Feinsten gibt es außerdem. Und Wüsten, die sich locker über 50° Celsius erhitzen. Natürlich auch eine bisweilen überaufmerksame Polizei.
Es ist der kleine Clash der Kulturen, der immer wieder nachdenklich macht oder zum Schmunzeln anregt. Wir erfahren von den verzwickten Dingen, denen man bei Reisen in und durch die USA begegnen kann. In freundschaftlicher Zuneigung für Land und Leute – und doch höchst ironisch aufgeschrieben. Ein Lesegenuss.
Gudrun Tossing ist eine Deutsche, die man zugleich auch als Teilzeitamerikanerin bezeichnen könnte. Sie hat fast die gesamten USA immer wieder und immer wieder bereist. Dennoch: Sie lebt seit der Geburt in Solingen. Lange Jahre war sie als Managerin in der Pharmaindustrie tätig. Heute noch wirkt sie vielfältig. Zugleich ist sie immer unterwegs. Gerne in den USA.
Gudrun Tossing
Dr. Gudrun Tossing ist gebürtige Solingerin und noch immer in ihrer Heimatstadt wohnhaft. In ihrem früheren Berufsleben publizierte sie zahlreiche naturwissenschaftliche und medizinische Artikel in internationalen Fachjournalen. Seit 2012 veröffentlicht sie belletristisch in Deutsch oder in amerikanischem Englisch. Unter ihrem Echtnamen schreibt sie Lyrik und Kurzgeschichten. Ihr Markenzeichen ist die Buchserie der sogenannten Tossing Tales, satirische Reisegeschichten aus Nordamerika. Romane verfasst sie unter den offenen Pseudonymen Alissa Carpentier und Jeff Sailor. Tossing ist, neben ihrer Zugehörigkeit in verschiedenen medizinisch-naturwissenschaftlichen Fachverbänden und dem deutsch-amerikanischen Freundeskreis DAFN ., Mitglied des Schriftstellerverbands sowie der Wuppertaler Gruppe Autoren im Tal.
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Fish Tales & Coyote Stories - Gudrun Tossing
INFO | TITEL
Gudrun Tossing
FISH TALES & COYOTE STORIES
Amüsantes und Kurioses für USA-Reisende
K|U|U|U|K Verlag mit 3 U
INHALT
Bücher über die USA suchen sich oft die Weite, die Größe, die Vielfalt und das Unendliche der Landschaften aus. All das ist wunderschön.
Aber in diesem so amüsanten und liebenswerten Buch der kleinen Geschichten und Begebenheiten geht es um noch mehr: um alle die Ereignisse, die sich für den USA-Reisenden inmitten der Schönheiten des Landes und der Vielfalt der Menschen abspielen können.
So kann man ebenso erwarten: Flüsse, die seltsam enden. Ranger, welche Dinge verlangen, die einen stutzen lassen. Strände, die Touristen säubern. Müll, der sich als Schatzsammlung entpuppt. Ach ja: Herrlichstes Seemannsgarn vom Feinsten gibt es außerdem. Und Wüsten, die sich locker über 50° Celsius erhitzen. Natürlich auch eine bisweilen überaufmerksame Polizei.
Es ist der kleine Clash der Kulturen, der immer wieder nachdenklich macht oder zum Schmunzeln anregt. Wir erfahren von den verzwickten Dingen, denen man bei Reisen in und durch die USA begegnen kann. In freundschaftlicher Zuneigung für Land und Leute – und doch höchst ironisch aufgeschrieben. Ein Lesegenuss.
DIE AUTORIN
Gudrun Tossing ist eine Deutsche, die man zugleich auch als Teilzeitamerikanerin bezeichnen könnte. Sie hat fast die gesamten USA immer wieder und immer wieder bereist. Dennoch: Sie lebt seit der Geburt in Solingen. Lange Jahre war sie als Managerin in der Pharmaindustrie tätig. Heute noch wirkt sie vielfältig. Zugleich ist sie immer unterwegs. Gerne in den USA.
IMPRESSUM
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek erfasst diesen Buchtitel in der Deutschen Nationalbibliografie. Die bibliografischen Daten können im Internet unter http://dnb.dnb.de abgerufen werden.
Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk, Fernsehen und Medien – auch einzelner Teile. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere neuartige Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
HINWEIS: Deutsch ist überaus vielschichtig und komplex. Der Verlag versucht, nach bestem Wissen und Gewissen alle Bücher zu lektorieren und zu korrigieren. Oft gibt es allerdings mehrere erlaubte Schreibweisen parallel. Da will entschieden werden. Zudem ergeben sich immer wieder Zweifelsfälle, wozu es oft auch keine eindeutigen Antworten gibt. Schlussendlich haben auch die Autorinnen und Autoren ureigene Sprachpräferenzen, die sich dann bis in die Kommasetzung, Wortwahl und manche Schreibung wiederfinden lassen können. Bitte behalten Sie das beim Lesen in Erinnerung.
Cover: Das verwendete Acrylbild „Fischgrätenmond" stammt von © Gudrun Tossing; Coverentwurf © Klaus Jans, Lektorat: KUUUK.
ISBN 978-3-939832-53-9
Erste Auflage E-BOOK November 2012
KUUUK Verlag und Medien Klaus Jans
Königswinter bei Bonn
K|U|U|U|K – Der Verlag mit 3 U
www.kuuuk.com
Alle Rechte [Copyright] © KUUUK Verlag – info@kuuuk.com und © Gudrun Tossing – gudrun.tossing@t-online.de
WIDMUNG
Für Dick
und seine Verwandten
jenseits des
Großen Teiches
Zitat
„Und so manche Nacht
verging mir wie im Fluge,
wenn ich den Irrlichtern
meiner Gedanken folgte."
John Steinbeck
Aus „Logbuch des Lebens"
INHALTSVERZEICHNIS
Einführung
Vorspann: Der blaue Kojote
1. Fensterfischen
2. Arizona Highways
3. Doc’s Western Laboratory
4. Das Recht am Rio Pecos
5. Lebertran
6. Die Rückkehr der Bären
7. Forellenlachs und Lachsforelle
8. Der Rio Grande will nicht mehr
9. High Noon in der High Sierra
10. Meeresmüll und Schnappschildkröten
11. Viele Helden und ein Wal
12. Lucky Luke
13. Sonoma Valley Blues
14. Randale in der Oyster Bar
15. Die Venus und das Tal des Todes
16. Schöner Wohnen in der Wüste
17. Strandgut
18. Das Porzellanvermächtnis
Nachspann: Im Grätenmond
Hinweis der Autorin
Glossar alkoholischer Getränke: GaG
Register der geografischen Namen
Einführung
Die USA haben für mich die Besonderheit, dass sie mir ständig im Kopf herumspuken, wenn ich ihnen gerade den Rücken gekehrt habe – und zwar so lange, bis ich spätestens nach einem halben Jahr wieder hinfahre. Meinem Mann geht es da glücklicherweise ganz ähnlich.
So sehen wir Städte wie San Francisco, Portland und Seattle deutlich häufiger als unsere Nachbarorte Wuppertal, Remscheid oder Essen. Was einen dann etwas nachdenklich stimmt, wenn man gelegentlich in Wuppertal vorbeikommt – aber nur dann. Und das ist ja nicht so oft.
Wie viele andere Reisende schreibe ich gerne auf, was wir unterwegs erleben und wem wir so begegnen, bis schließlich Dutzende von Kladden mit Aufzeichnungen zusammenkommen.
Irgendwann sagt man sich, dass man mit Fug und Recht ein Buch darüber verfassen kann.
Dass dabei alles zur Satire gerät, ist sicher ganz überwiegend meine Schuld, mag aber auch irgendwie mit den einheimischen US-Bürgern zusammenhängen.
Im Westen sind sie häufig Auswanderer in der zweiten oder dritten Generation, wie zum Beispiel unsere Verwandten aus Oregon.
Wenn sie weiterhin europäischen Sitten und Gebräuchen verhaftet bleiben, übertreiben sie diese gerne. Tante Emily pflegte zum Beispiel zu Weihnachten rund achtzig deutsche Marzipanstollen zu backen. Andererseits hatten sie auch schon genügend Zeit und Gelegenheit, sich spezifische Eigenarten von echten Amerikanern abzuschauen, also Leuten aus dem Osten, die bereits in der vierten oder fünften Generation im Lande sind.
Bisweilen tun sich dann hinter oberflächlicher Ähnlichkeit wahre Abgründe der Andersartigkeit auf. Plötzlich steht man vor grundsätzlichen Fragen, zum Beispiel: „Warum beginnt für die kaukasischen Einwohner Oregons ihre Kulturgeschichte mit Lewis und Clark?, oder: „Warum ist bei Onkel Theos Gartenpartys zur Cocktailstunde der zweite Drink grundsätzlich verwässert?
Fragen, die sich nicht so ohne Weiteres beantworten lassen …
Für mich ist es die pragmatischste Lösung, den jeweiligen „Kulturschock" in satirischen Kurzgeschichten zu verarbeiten.
Dann kann ich mich bei nächster Gelegenheit wieder unbefangen und völlig vorurteilsfrei auf neue Bekanntschaften mit Land und Leuten einlassen.
Ab und an komme ich darüber ins Grübeln, wie ich als eingefleischte Deutsche auf meine amerikanischen Freunde und Verwandte wirke.
Hier und jetzt ist eine gute Gelegenheit zu erklären, dass ich es keinem von euch niemals verüble, wenn ihr witzige Anekdoten über mich schreibt. Also, nur zu!
Dick und ich reisen innerhalb der USA zumeist mit einem der im Lande gebräuchlichen Personenwagen, die wir uns zu diesem Zweck für ein paar Wochen anmieten. Daher all die Chevrolets, Oldsmobiles und Cadillacs, die in den Geschichten am Rande erwähnt sind.
Ab und zu – insbesondere bei längeren Küstenstrecken – gönnt man sich einen weißen Cougar. Das sieht flotter aus, aber man muss den zweiten Koffer dann immer auf dem Rücksitz abstellen, was die elegante Ausstrahlung des sportlichen Wagens nicht unbeträchtlich mindert.
Wir übernachten in all den kleinen, netten Motels, die dort meist unbeachtet und vergessen am Straßenrand liegen und deren Betreiber zäh ausharren, beim Warten auf den nächsten Kunden. Beharrlichkeit ist löblich und wird von uns belohnt.
Außerdem reißen gediegenere Etablissements zu große Löcher in die Reisekasse.
Die Hauptschauplätze der amüsanten Erzählungen, die in diesem Band zusammengefasst sind, liegen in Oregon, Kalifornien, Arizona und Texas. Doch auch in den anderen Staaten der USA kennen wir uns gut aus. Werden wir gefragt, wo wir dort schon überall gewesen sind, antworten wir: „Lassen Sie uns lieber sagen, wo wir noch nicht waren: in Detroit, Tulsa und San Louis."
Das soll natürlich nichts über das Potential einer Stadt wie Tulsa, Oklahoma, aussagen, im Brennpunkt einer satirischen Kurzgeschichte zu stehen.
Doch insbesondere dem Westen der USA gilt die große Vorliebe der Verfasserin und ihrer Protagonisten. Humorvoll schildern die Geschichten, warum es sich immer wieder lohnt, dorthin zu fahren, aber auch warum es für einen bekennenden Europäer gute Gründe gibt, nicht ständig dort zu wohnen.
Für Satiren ist der Wahrheitsgehalt der Anekdoten in der Regel erstaunlich hoch. Historische Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben. Naturkundliche Fakten sollten zu über 90 % zutreffen – man ist ja schließlich vom Fach.
Örtliche Gegebenheiten und geographische Lage sind nicht akribisch recherchiert, sondern real erlebt und manchmal – trotz Dutzender von Kladden – aus der Erinnerung nacherzählt.
Die kann mir auch bisweilen einen Streich spielen. So liegt trotz hartnäckiger Behauptung der Autorin Steamboat Canyon nicht in Arizona, sondern in Neumexiko …
Als Verfasserin satirischer Geschichten kann man sich mitnichten bei seinen Akteuren bedanken, denn diese Mitwirkung ist in der Regel unfreiwilliger Natur.
Allerdings sollte man sich bei denen entschuldigen, die eine Herausgabe nicht verhindern konnten – und das möchte ich hiermit tun.
Dem expliziten Wunsch meines Gatten auf Anonymisierung seiner Person gebe ich statt, indem ich ihn in den Geschichten „Dick oder „Dicky
nenne, obwohl er doch in Wahrheit „Norbert" heißt.
Auch mit weiteren Anonymisierungen und Pseudonymisierungen hatte ich bis zur Drucklegung alle Hände voll zu tun. Es ist schwerer, als man meint, sich andere Namen für Leute auszudenken, die keinesfalls erkannt werden wollen, und es ist außerdem mehr als ungewiss, ob eine reine Namensänderung da weiterhilft.
Gewidmet ist mein kleines Buch neben Dicky – alias Norbert Tossing – unseren amerikanischen Verwandten Emily, Theo, Jim und George.
Unser Onkel Theo verstarb vor einigen Jahren und seine Frau Emily im letzten Jahr, beide recht hoch betagt. Vetter Jim ist wenig erwähnt und deshalb sauer auf mich. Kopf hoch, Jim! Im nächsten Band wird alles besser! Unser Cousin George hat bereits – ein gutes Stück vor uns – das Rentenalter erreicht. Herzlichen Glückwunsch, Georgie, und nichts für ungut, ich habe damit ja nichts über dein Alter ausgesagt. Es ist allerdings allgemein bekannt, dass ihr Amis erst recht spät in Rente geht.
Wenn George das liest, besteht er vielleicht auch noch auf Anonymisierung und Pseudonymisierung. Theo hätte das aber keinesfalls getan.
Theos Freund, den Bischof von Oregon, bitte ich hiermit sowieso und in aller Form um Vergebung.
Vorspann: Der blaue Kojote
Ich blicke in den Nachthimmel hinauf. Konzentriert schaue ich auf die milchig gelbe Scheibe des Vollmonds. Und da beginnt der Spuk schon wieder: zuerst ganz zaghaft und vage, diese Schatten und Maserungen, die langsam Formen und Gestalt annehmen.
Zunächst noch verschwommen sehe ich im Mondbild eine dunkle, waagrechte Linie, dann feine Verästelungen, die nach unten und oben von ihr ausgehen. Eine rundliche Verdickung zur Linken, eine Vergabelung ganz hinten rechts.
Ich schaue angestrengt. Ich versuche meine Augen wie die Linsen eines Fernglases zu fokussieren.
Jetzt wird die vage Silhouette immer deutlicher.
Endlich sehe ich den Umriss klar und fest: schwarz vor dem Malvengelb der Mondscheibe, gestochen scharf.
„Es ist wieder da", schreie ich auf und stoße Dick, der still neben mir sitzt und Sterne zählt, energisch in die Rippen.
Er wendet sich nun auch dem Vollmond zu und schaut schweigend zu ihm empor.
„Ja, siehst du es denn nicht?", drängele ich ungeduldig.
„Da ist nichts, nur Maserungen von Mondgebirgen", erwidert er ruhig.
Ich kann es nicht fassen. Das Bild im Mond ist wie gemeißelt. Es muss doch einfach jedem in die Augen springen.
Er schaut – und sieht nichts.
„Du immer mit deinem Fischgrätenmond", sagt er schließlich, wendet sich kopfschüttelnd ab und zählt wieder Sterne.
Ich starre weiterhin gebannt ins Mondbild.
Plötzlich – ein hoher, anschwellender Ton, der mir durch Mark und Bein fährt.
Er geht in ein heiseres Geheul über, das sich in die Nacht verliert, an seinem Echo bricht und dann von neuem fanfarenartig einsetzt.
„Jetzt ruft auch noch der Kojote", rüttele ich voller Aufregung an Dicks Ärmel.
„Du redest Unsinn. Hier gibt es keine Kojoten. Das ist nur Ben, die Töle vom Nachbarn", antwortet der.
„So bellt doch kein Hund, beharre ich. „Der Kojote heult den Grätenmond an!
Dick hat jetzt die Nase voll. „Bevor du dir gleich auch noch den Erlkönig einbildest, gehe ich rein", schnaubt er wütend.
Er steht auf, geht zum Haus, öffnet die Tür und zieht sie geräuschvoll hinter sich zu. Er macht Licht, und einen Moment lang sehe ich in unser hell erleuchtetes Zimmer hinein, bevor Dick schwungvoll die Vorhänge zuzieht.
Jetzt wird er sich mit seinen Zeitungen und Journalen in den Sessel fallen lassen und sich ein weiteres Glas Rotwein ausschütten.
Ich sitze aber noch lange draußen auf unserer Gartenbank, blicke in den Grätenmond und lausche den Geschichten des blauen Kojoten.
1. Fensterfischen
Wenn wir bei unserem Onkel Theo in Portland waren und ihm ankündigten, für ein paar Tage hinauf nach Seattle zu fahren, holte er stets sehr beflissen sein Angelzeug aus dem Schuppen, schleppte es zur Garage und verstaute es in unserem Kofferraum.
„Ihr müsst im Edgewater absteigen, riet er uns, „da kann man aus dem Fenster fischen.
Die Direktion des The Edgewater Hotel in Seattle wehrte sich in jenen Tagen in der Tat beharrlich, aber vergebens gegen die Unsitte ihrer Gäste, aus dem Fenster zu angeln.
Wenn man in die Lobby trat und ein Zimmer zur Seeseite im zweiten Stock wünschte, sagte die Concierge direkt mit entschiedener Miene: „Das Angeln vom Fenster aus ist nicht gestattet."
Wir stiegen dann auch immer in einer der höheren Etagen ab. Die Zimmer „2nd Floor Seaside" waren auf Monate ausgebucht.
Im ersten Stockwerk lagen die Konferenzräume. Es ist ja auch schöner, in Gesellschaft zu angeln.
Nur ergab sich dabei das Problem, dass man kein Badezimmer zum Ausnehmen und Putzen der Fische hatte.
Wir waren dort wohl die einzigen Hotelgäste, denen der Sinn nicht nach Angeln stand.
Wenn wir dann Seattle wieder verließen, wollten wir unseren Onkel nicht enttäuschen und ihm wenigstens einen schönen Fisch mitnehmen.
Also gingen wir in die hintere Nische von Pike’s Fishmarket, die mit dem flotten Schriftzug „Komm heim als Champion!" ausgewiesen war.
„Was fängt man denn so, wenn man im Edgewater vom Fenster aus angelt?", fragten wir vorsichtig.
„Alles, was Sie hier sehen, war die Antwort. „Was glauben Sie denn, woher wir unseren Fisch beziehen?
Tja, das waren noch die guten, alten Zeiten, damals als man im Edgewater aus dem Fenster fischen konnte.
Heute ist der Laden piekfein. Die Bäder sind renoviert und stinken nicht mehr nach Fisch.
Ein Zimmer können wir uns dort schon lange nicht mehr leisten und steigen in einem der kleinen Touristenmotels in der Nähe der Space Needle, dem Wahrzeichen der Stadt, ab.
Abends gehen wir dann zur Bucht hinab, hinunter zum Edgewater und hinein in dessen Barlounge, wo man im Parterre mit Blick auf den Sund sitzt.
Ein kleiner, schlecht eingeschenkter Chardonnay kostet hier mittlerweile das Dreifache.
Doch die Aussicht ist schöner als damals – man schaut nicht mehr durch so viele Angelschnüre hindurch.
Was ist wahr?
Es ist eine wahre Geschichte, doch das Fischfangverbot aus den Fenstern des Edgewater hat in der Folge nicht zu einer Verknappung des Sortiments in Pike’s Fishmarket geführt.
2. Arizona Highways
Es gibt einen einzigen Menschen auf der Welt, den ich um seinen Beruf beneide. Er nennt sich selbst „The Poor Old Editor" und ist Chefherausgeber der Monatszeitschrift Arizona Highways.
Mit dem amerikanischen Kultmagazin wurden Dick und ich bekannt, als Theo, unser Onkel aus Portland, uns in den 80er Jahren ein Jahresabonnement zu Weihnachten schenkte.
Als wir die erste Ausgabe in Händen hielten, vermeinten wir, in ihren Hochglanzfotos unsere Urlaubsbilder endlich in der Qualität zu erblicken, die wir mit eifrigem Bemühen zwar ständig anstrebten, aber wegen fotografischen Unvermögens nie erreichten.
Auch die Artikel des Magazins waren durch Übereinstimmungen und Synergien mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen ganz nach unserem Geschmack.
Wir wurden langjährige Abonnenten und beschränkten unser Interesse nicht nur auf die aktuellen Ausgaben, sondern kauften auf USA-Reisen auch gerne antiquarisch Jahrgangsbände dieser Zeitschrift auf.
Das alles führte uns zu einer gewissen Expertise auf dem Gebiet.
„Was glaubst du, über welche Städte in der nächsten Ausgabe von Arizona Highways berichtet wird?", war eine beliebte Standardfrage von Dick an mich.
Ich antwortete mit „Flagstaff, Prescott und Jerome oder auch mit „Kingman, Tuba City und Sedona
und lag in 90 % der Fälle richtig.
Saisonal bedingte Hauptthemen konnte ich ebenfalls mit hoher Treffsicherheit voraussagen, wie zum Beispiel Bildreportagen zum „Schneefall im Grand Canyon für die Dezemberausgabe oder „Wüstenblüte am Apache Trail
im Märzheft.
Man lernte bei eingehender Lektüre aber auch die Feinheiten zu schätzen: Leserbriefe und Anfragen wurden, so dämlich sie auch sein mochten, mit Güte und Humor vom „Poor Old Editor" beantwortet, der mit einer ihm eigenen Hintersinnigkeit auf subtile Art Banalität in Komik umzusetzen vermochte.
Circa zwei Jahrzehnte beschränkte ich mich darauf, das Journal mit Begeisterung zu studieren und den Herausgeber um seinen Job zu beneiden.
Als sich aber abzeichnete,
