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Nur ein Sterbenswort: Kriminalroman. Meike Masur ermittelt 1 | Ein Psycho-Krimi der Erfolgsautorin – schockierend real, voll unerwarteter Twists
Nur ein Sterbenswort: Kriminalroman. Meike Masur ermittelt 1 | Ein Psycho-Krimi der Erfolgsautorin – schockierend real, voll unerwarteter Twists
Nur ein Sterbenswort: Kriminalroman. Meike Masur ermittelt 1 | Ein Psycho-Krimi der Erfolgsautorin – schockierend real, voll unerwarteter Twists
eBook401 Seiten5 StundenMeike Masur ermittelt

Nur ein Sterbenswort: Kriminalroman. Meike Masur ermittelt 1 | Ein Psycho-Krimi der Erfolgsautorin – schockierend real, voll unerwarteter Twists

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Über dieses E-Book

Wenn Gewalt unsichtbare Narben hinterlässt …
Ihr erster Fall in Stuttgart bringt die Stralsunder Kommissarin Meike Masur an ihre Grenzen: Die Schauspielstudentin Katie liegt stranguliert in ihrer Wohnung – eine intime Form von Gewalt, doch es gibt keinen Hinweis auf den Täter. Ihre Ermittlungen führen Meike ans Set einer erfolgreichen Serie, in der Katies Rolle hart umkämpft schien. In der ersten Staffel war sie noch durch eine andere Studentin besetzt, die aber zu all dem schweigt. Hat es etwas mit dem Unidozenten zu tun, der angeblich für gefragte Rollen gewisse »Gefälligkeiten« erwartete? Bald verhärtet sich allerdings Meikes Verdacht, dass die Frauen gar nicht wissen, was mit ihnen geschah – und wer anzuklagen ist. Die Kommissarin muss einen Balanceakt wagen, auch mit dem zuständigen Staatsanwalt …
Der fesselnde Auftakt der psychologischen Spannungsreihe um die ostdeutsche Kommissarin Meike Masur. Für Fans von Susanne Mischke und Romy Fölck.
SpracheDeutsch
Herausgeberdotbooks
Erscheinungsdatum1. Aug. 2025
ISBN9783989527959
Nur ein Sterbenswort: Kriminalroman. Meike Masur ermittelt 1 | Ein Psycho-Krimi der Erfolgsautorin – schockierend real, voll unerwarteter Twists
Autor

Britt Reißmann

Britt Reißmann, geboren 1963 in Naumburg/Saale, war Intarsienschneiderin und Sängerin, bevor sie für die Mordkommission Stuttgart zu arbeiten begann. Seitdem veröffentlichte sie zahlreiche Krimis, die u. a. mit dem Delia-Literaturpreis ausgezeichnet wurden. Die Autorin im Internet: www.brittreissmann.de www.instagram.com/reissmannbritt Britt Reißmann veröffentlichte bei dotbooks ihre Krimireihen um KOMMISSARIN VERENA SANDER sowie um KOMMISSARIN THEA ENGEL, den ersten Band dieser Reihe schrieb sie gemeinsam mit Silvija Hinzmann. Auch bei dotbooks erscheinen ihre Reihe um KOMMISSARIN MEIKE MASUR, die auch als Printausgabe und im Hörbuch von Saga Egmont erhältlich ist.

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    Buchvorschau

    Nur ein Sterbenswort - Britt Reißmann

    Über dieses Buch:

    Ihr erster Fall in Stuttgart bringt die Stralsunder Kommissarin Meike Masur an ihre Grenzen: Die Schauspielstudentin Katie liegt stranguliert in ihrer Wohnung – eine intime Form von Gewalt, doch es gibt keinen Hinweis auf den Täter. Ihre Ermittlungen führen Meike ans Set einer erfolgreichen Serie, in der Katies Rolle hart umkämpft schien. In der ersten Staffel war sie noch durch eine andere Studentin besetzt, die aber zu all dem schweigt. Hat es etwas mit dem Unidozenten zu tun, der angeblich für gefragte Rollen gewisse »Gefälligkeiten« erwartete? Bald verhärtet sich allerdings Meikes Verdacht, dass die Frauen gar nicht wissen, was mit ihnen geschah – und wer anzuklagen ist. Die Kommissarin muss einen Balanceakt wagen, auch mit dem zuständigen Staatsanwalt …

    Originalausgabe August 2025

    Copyright © der Originalausgabe 2025 dotbooks GmbH, München

    Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

    Redaktion: Monia Pscherer

    Titelbildgestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung von AdobeStock/nino 21

    eBook-Herstellung: IGP (rb)

    ISBN 978-3-98952-795-9

    ***

    dotbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, einem Unternehmen der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt: www.egmont.com/support-children-and-young-people . Danke, dass Sie mit dem Kauf dieses eBooks dazu beitragen!

    ***

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    Britt Reißmann

    Nur ein Sterbenswort

    Kriminalroman

    dotbooks

    Wenn ein Mensch uns zugleich Mitleid und Ehrfurcht einflößt,

    dann ist seine Macht über uns grenzenlos.

    Marie von Ebner-Eschenbach

    PROLOG

    Katie zitterte am ganzen Leib.

    Fast wünschte sie, sie hätte es nie gesehen. Ihre Gedanken rasten durch die letzten Tage. Hier, vor dem Spiegel, hatte sie das neue Kleid anprobiert und überlegt, ob sie den Ausschnitt enger nähen sollte, damit man das Muttermal auf ihrer linken Brust, das sie schon seit Ewigkeiten hatte entfernen lassen wollen, nicht sah. Prompt kam die Bemerkung über das hübsche Muttermal auf ihrem süßen Busen. ›Schönheitsfleck‹ hatte er es genannt. Und wie er sich nach Mr. Cotton, ihrem Papagei, erkundigte, der zwei Tage lang das Fressen verweigert hatte. Seine Besorgnis freute sie so, dass sie überhaupt nicht darüber nachgedacht hatte, wann und in welchem Zusammenhang sie ihm davon erzählt hatte. Ihr Atem wurde flach und ihr brach der Schweiß aus, als ihr das ganze Ausmaß ihrer Entdeckung bewusst wurde.

    Es klingelte an der Tür. Sie atmete tief durch und strich sich mit zitternden Händen das wirre Haar aus dem Gesicht, dann ging sie öffnen.

    Er sah völlig arglos aus, freundlich wie immer, ein bisschen besorgt vielleicht.

    »Komm rein«, sagte sie knapp und schloss die Tür hinter ihm.

    »Aay, iss mich nicht!«, krächzte der Papagei in seiner Voliere.

    »Was ist denn, Katie? Warum hast du angerufen, brauchst du Hilfe?«

    »In der Tat«, zischte sie, mühsam um Beherrschung ringend. »Am besten die der Polizei. Ich glaube, du tickst nicht mehr ganz richtig!«

    Seine freundlichen Augen blickten plötzlich argwöhnisch. »Aber was ist denn los mit dir? Was soll das?«, fragte er.

    Katie bemühte sich, ruhig zu bleiben. Sie brachte keinen Ton heraus, ihre Kehle war wie zugeschnürt. Sie trat nur zur Seite und gab den Blick auf das Wohnzimmer hinter ihr frei. Es sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ein Beistelltisch war umgefallen, überall lagen Modezeitschriften herum. Das große Ölgemälde eines Papageien war von der Wand gefallen und lag nun auf dem Boden. Katie liebte Papageien und als er dieses Bild zufällig bei einem Trödler gesehen hatte, hatte er es gekauft und ihr zum Geburtstag geschenkt.

    Katie folgte seinem Blick. »Es ist kaputt«, sagte sie tonlos.

    »Das tut mir leid, vielleicht kann man es repa-«

    Sie ließ ihn nicht ausreden, sondern gab ihm eine schallende Ohrfeige.

    »Du weißt, wofür die ist. Wie hat er dich dazu gebracht? War es Geld? Hat er dich erpresst?«

    »Sag mal, hast du den Verstand verloren? Wovon redest du eigentlich?«

    »Davon, dass ich dich anzeigen werde und du dafür hinter Gittern landen wirst. Was du getan hast, ist eine Straftat, das müsstest du eigentlich wissen.«

    Einige Sekunden lang standen sie sich stumm gegenüber.

    »Das wirst du nicht tun«, sagte er schließlich leise und bedrohlich.

    »Oh doch, das werde ich.« Sie versuchte, noch bedrohlicher zu klingen, aber ihr Herz schlug so heftig, dass sie kaum reden konnte.

    Er kam ihr so nahe, dass sie seinen Atem riechen konnte. Er roch nach Döner oder irgendetwas mit viel Zwiebeln.

    »Du bluffst doch nur.« Er kam noch einen Schritt näher.

    »Das hättest du wohl gern.«

    Er hob seine Hände und ihr fiel auf, dass sie in pinkfarbenen Haushaltshandschuhen steckten. Was zum Teufel war hier los?

    Sie versuchte zurückzuweichen, aber hinter ihr war schon die Wand.

    »Niemanden wirst du anzeigen und kein Sterbenswort wirst du sagen«, zischte er und legte ihr die Hände um den Hals. Katies Augen weiteten sich, als sie begriff, was er vorhatte.

    Sie versuchte, sich aus seinem Griff zu winden, trat nach seinen Beinen, um ihn zu Fall zu bringen, erreichte aber nur, dass er sie noch fester hielt. Sie umklammerte seine Finger und wollte sie von ihrer Kehle wegziehen, aber er hatte viel mehr Kraft als sie. Die frische Wunde an ihrem Daumen schmerzte, als er ihre Hände gemeinsam mit seinen gegen ihren Kehlkopf presste. Sie rang nach Luft, röchelte. Ihr wurde schwarz vor Augen und sie hörte das Blut in ihren Ohren rauschen.

    Dann hörte sie nichts mehr.

    Er hielt sie fest, bis sie schlaff und reglos in seinen Armen hing. Langsam ließ er sie zu Boden gleiten und beugte sich über sie. Er legte einen Finger an ihren Hals und hielt einige Sekunden lang inne. Dann richtete er sich auf und ging.

    »Tote erzählen keine Geschichten«, krächzte der Papagei.

    Die Hände in den pinkfarbenen Gummihandschuhen zogen leise die Wohnungstür ins Schloss.

    EINS

    Manchmal war das Nord-Süd-Gefälle einfach zu groß.

    Meike Masur stand stirnrunzelnd in der Schlange beim Imbissstand im Stuttgarter Hauptbahnhof und rätselte, was der Herr vor ihr meinte, als er gerade a Bärle Soidawirschd und a Lkw mid a bissle Senf bestellte. Sie überlegte, ob man sie wohl verstehen würde, wenn sie zwei Brötchen haben wollte, alternativ sagte man im Norden auch noch Rundstück oder Semmel und in Berlin, wo ihre Mutter herkam, Schrippe. Mehr Vokabeln für das, was sie wollte, kannte sie nicht.

    Es stellte sich heraus, dass die Verkäuferin nicht einmal diese vier Bezeichnungen kannte, zumindest zeigte sie sich leicht verunsichert.

    »Moined Se zwoi Weggle?«, fragte sie misstrauisch.

    Meike sah sich suchend um, vielleicht konnte sie mit dem Finger darauf zeigen. Aber in der Auslage sah sie nur viel zu fettige Croissants, Franzbrötchen, Kuchen und Muffins. Die Brötchen mussten irgendwo unterhalb des Ladentisches sein. Sie gab es auf, dankte auf Hochdeutsch und lief hinüber zum Nordsee-Restaurant, um sich ein Fischbrötchen zu holen, aber die war noch geschlossen. Verdammt! Als sie gerade zurück zur Bahn wollte, entdeckte sie den Discount-Bäcker am Aufgang zur Königstraße. Selbstbedienung, hurra! In der Auslage entdeckte sie ein Baguettebrötchen mit Backfisch. Ihr Tag war gerettet.

    In der U7 in Richtung Pragsattel riskierte Meike einen ersten heimlichen Biss direkt aus der Papiertüte, was ihr einen grimmigen Blick eines Fahrgastes einbrachte, der sein Frühstück brav in der Tasche verstaute. Noch ein schneller Biss, dann steckte auch sie ihres beschämt ein. Es schmeckte fast so gut wie zu Hause. Den Rest würde sie im Büro essen, das sie sich mit ihrem Cousin Severin Scholl teilte, der konnte das ab. Er war es auch gewesen, der sie überredet hatte, nach Stuttgart zu kommen und dort bei der Mordkommission anzufangen. Immerhin hatte sie es daheim in Stralsund schon bis zur Hauptkommissarin gebracht. Severin hatte gesagt, dass Stuttgart händeringend Leute suche. Beim letzten gemeinsamen Weihnachten, das sie mit der Familie bei Severins Vater, Meikes Onkel, gefeiert hatten, war er tagelang damit beschäftigt gewesen, Überzeugungsarbeit zu leisten. »Was willst du denn hier in der Provinz?«, hatte er gefragt. »Hier passiert doch nichts. Willst du versauern, bis du pensioniert wirst? Oder vielleicht doch lieber ein paar spannende Mordfälle lösen?«

    Leider hatte es in Meikes Leben tatsächlich an etwas Spannung gefehlt. Nach ihrer Scheidung im letzten Jahr hatte sie allein vor sich hingedümpelt. Ihr Sohn Julian war schon vor zwei Jahren ausgezogen. Sie hatte ihn bekommen, als sie gerade 20 war. Jetzt war er 19 und lebte mit seiner Freundin in einer WG. Seine Mutter war für ihn nicht mehr so wichtig. Für wen war sie überhaupt noch wichtig?

    »Für uns!«, hatte Severin gesagt. »Wir brauchen so dringend Unterstützung. Seit Walter pensioniert wurde, kriechen wir auf dem Zahnfleisch. Thea ist noch im Babyurlaub und arbeitet nur stundenweise. Wenn jemand krank wird, können wir die weiße Fahne hissen.«

    Zunächst hatte Meike lachend abgelehnt. Einen Fischkopp konnte man schließlich nicht einfach ins Schwabenland versetzen, die kulturellen Unterschiede waren zu groß. Aber in den folgenden Tagen erwischte sie sich immer wieder, wie sie diesen Neuanfang in Gedanken durchspielte. An ihrem Job in Stralsund hing Meike nicht sonderlich, auch weil ihr Chef ihr seit der Scheidung zweideutige Avancen machte, was ihr mehr als unangenehm war. Zudem passierte nicht viel in ihrer Kleinstadt, was sie wirklich gefordert hätte. Ihr Berufsalltag beschränkte sich zumeist auf Kneipenschlägereien, Treppenstürze und die Untersuchung unklarer Todesfälle, die sich schlussendlich als natürliche herausstellten. In einer Landeshauptstadt wie Stuttgart wäre die Arbeit für eine Polizistin sicherlich viel interessanter.

    Also war Meike schließlich dem Ruf nach Süden gefolgt. Eigentlich fand sie ihre neue Heimatstadt ganz ansehnlich, einmal abgesehen von der Dauerbaustelle am Hauptbahnhof und vom völlig ruinierten Schlossgarten, der früher sehr schön gewesen sein sollte. Aber das Eingewöhnen gestaltete sich noch schwieriger, als sie es befürchtet hatte. Als Flachländerin fand sie das ständige Auf und Ab in der schwäbischen Landeshauptstadt anstrengend und die Enge im Talkessel bedrückte sie. Weit blicken konnte man eigentlich nur vom Fernsehturm. Am Wochenende hatte sie einen langen Spaziergang am Fuße der Weinberge am Max-Eyth-See gemacht, um ein wenig Wasser zu sehen. Das Meer vermisste sie am meisten.

    Das Wetter war erstaunlich stabil für Anfang April. Bereits seit Tagen schien die Sonne, als wollte sich Stuttgart seiner neuen Einwohnerin von seiner besten Seite präsentieren. Ich werde mich schon noch hier einleben, dachte Meike mit einem sehnsüchtigen Blick auf ihre Fischbrötchentüte. Bin ja erst seit drei Wochen im Dienst. Jeder Frühling ist ein neuer Anfang. Und diese merkwürdige Sprache werde ich schon noch lernen. Ich werde sie wahrscheinlich nie aussprechen können, sie zu verstehen, muss erst mal reichen.

    Sie platzte mitten in die Frühbesprechung, was ihr peinlich war.

    »Tschuldigung, ich habe gefühlt Stunden gebraucht, bis ich es geschafft hatte, ein Frühstück zu kaufen. Bietet eure Weiterbildung eigentlich auch Schwäbisch-Sprachkurse an?«

    »Wir haben eine Kantine im Präsidium«, entgegnete Rudolf Joost, ihr Chef, augenzwinkernd. »Die verstehen dort so ziemlich alle Sprachen.«

    »Da unten braucht man aber noch länger, um ein Frühstück zu kaufen«, sprang Severin für Meike in die Bresche. »Die Schlange reicht morgens um acht bis zur Poststelle und wenn du endlich dran bist, gibt’s nichts Vernünftiges mehr.«

    Als Severin vor Jahren zum Dezernat gekommen war, hatte Joost ihn zu Beginn versehentlich einmal ›Severus‹ genannt. Natürlich hatten sich die Kollegen sofort auf diesen Versprecher gestürzt und seitdem war Severin im Dezernat als ›Snape‹ bekannt. Meike, durch ihren Sohn selbst bekennender Harry-Potter-Fan, hatte sich darüber köstlich amüsiert und wenn sie ihren Cousin ärgern wollte, nannte sie ihn beim Namen des Zaubertranklehrers aus Hogwarts.

    An ihre gemeinsame Kindheit mit Severin hatte sie nur wenige Erinnerungen. Er war bald nach der Wende mit seiner Familie nach Stuttgart gezogen. Seitdem hatten sie sich nur bei gemeinsamen Festen getroffen.

    Aber eine gewisse Familienähnlichkeit war nicht von der Hand zu weisen. Die blonden Naturlocken hatten sie beide, nur dass sie bei Severin kürzer waren. Meike trug sie schulterlang, wenn auch oft zu einem Zopf gebunden. Und sie hatten beide ostseeblaue Augen. Echte Fischköppe eben.

    Ansonsten hatten sie nicht viel gemeinsam. Severins Gesicht war kantig und seine Lippen schmal, während Meike volle Wangen und einen richtigen Kussmund hatte, wie ihre Mutter immer behauptete. Meike schminkte ihn nicht, um in ihrem Job nicht ›aufreizend‹ zu wirken. Ihr Make-up beschränkte sich auf einen dünnen Lidstrich und einen Hauch Wimperntusche, damit sie morgens nicht so verpennt aussah.

    »Was hab ich verpasst?«, fragte Meike und griff dankbar nach der vollen Kaffeetasse, die Severin ihr hinüberschob. Eine Möwe im Matrosenanzug war darauf zu sehen, aus deren Schnabel eine Sprechblase mit dem Wort ›Moin!‹ kam. Ihr Cousin hatte ihr die Tasse zum Einstand geschenkt, gegen das Heimweh, wie er sagte. Eigentlich wurde es jedoch beim Anblick der Tasse nur schlimmer.

    Meike nahm einen Schluck und stellte dann die Tasse auf den Tisch. »Gibt es irgendwas Spannendes?«, fragte sie in die Runde.

    »In der Tat.« Joost drehte seinen Kugelschreiber in den Händen, die sonst gern ein Zigarillo drehten, aber seit einigen Jahren war das Rauchen in Behörden verboten.

    »Roman und Verena waren heute Nacht schon unterwegs. Eine junge Frau, Katarina Swoboda, wurde von ihrem Nachbarn in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Würgemale am Hals deuten auf Gewalteinwirkung hin. Aber noch haben wir nicht viel. Nur die Aussage eines Nachbarn, aber der war so durch den Wind, dass wir irgendwann abbrechen mussten. Den sollten wir noch mal förmlich vernehmen. Er ist heute Vormittag zu Hause. Arbeitet Schicht bei Daimler.«

    »Ist sonst noch was über ihn bekannt? Habt ihr ihn schon in den Datensystemen überprüft?«

    »Nur ein Eintrag. Sie haben ihn mal am Hauptbahnhof geschnappt. Betäubungsmittelgesetz. Er hat Bewährung gekriegt. Keine Gewaltdelikte.«

    Meikes Handflächen kribbelten. Gerade drei Wochen im Dezernat und schon ein Mordfall! Davon hätte sie in ihrem verschlafenen Stralsund nicht einmal zu träumen gewagt.

    »Ich hatte schon ewig keine Mordermittlung mehr«, gestand sie.

    Joost schmunzelte. »Na, dann wird es doch Zeit. Ich hatte mir tatsächlich überlegt, dass du die Leitung der Ermittlungen übernehmen könntest. Ich weiß, das ist ein bisschen wie ein Wurf ins kalte Wasser, aber Roman ist noch mit der Messerstecherei auf dem Wasen beschäftigt und Verena mit dem Totschlag in der Drogenszene. Thea ist nur halbtags da wegen dem Baby. Snape hat noch einige Leichensachen rauszuschreiben, könnte dich aber unterstützen. Na, was sagst du? Feuerprobe angenommen?«

    Meike sagte zunächst nichts. Da war natürlich Freude, sogar große Freude darüber, dass ihr Chef ihr schon zutraute, die Leitung in einem Mordfall zu übernehmen, ihr, dem Landei von der Ostsee. Aber auch Sorge, ob sie dem bereits gewachsen war. Ihr letztes Tötungsdelikt war schon mehr als drei Jahre her, eine gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge im Säufermilieu. Der Täter war binnen weniger Stunden ermittelt und festgenommen worden. Er lag zu Hause im Bett und schlief seinen Rausch aus. Nein, man konnte nicht behaupten, dass Meikes kriminalistischer Spürsinn in den letzten Jahren übermäßig gefordert gewesen wäre.

    »Was ist denn bis jetzt bekannt?«, fragte sie.

    »Das können Roman und Verena erzählen, die waren ja die ganze Nacht in der Wohnung.«

    »Und sind jetzt todmüde und haben Augenringe wie Scheuerlappen«, ergänzte Roman Katz. »Ich hab das Gefühl, über Nacht ergraut zu sein.« Was definitiv nicht stimmte. Sein Haar war dunkel, noch dunkler als das seiner Ermittlungspartnerin Verena, und um ein paar Silberfäden erkennen zu können, musste man ganz nahe an ihn herantreten.

    »Also, der Nachbar heißt Tim Kramer, ist 27 und hat gestern Abend zwischen acht und neun Lärm aus der Wohnung von Frau Swoboda gehört, die nebenan allein lebte. Die beiden wohnten buchstäblich Wand an Wand. Sie hatte wohl Besuch und er hat Streit mitbekommen, ohne genau zu verstehen, was gesprochen wurde. Schließlich sei die Wohnungstür ins Schloss gefallen und er hätte Schritte gehört, die die Treppe herunterpolterten, sagt er. In der Nachbarwohnung war es danach ruhig und er hat sich an den Rechner gesetzt, um ein bisschen zu zocken. Er sagt aber, er konnte sich nicht konzentrieren, weil er ein komisches Gefühl hatte. Normalerweise hört er abends Musik aus der Wohnung seiner Nachbarin oder den Fernseher. Die Wände sind dünn. Irgendwann nach Mitternacht hat er beschlossen, rüberzugehen und nach dem Rechten zu sehen. Er hat einen Zweitschlüssel für ihre Wohnung, den er aber nur benutzt, wenn es mit ihr abgesprochen ist. Zum Blumengießen, wenn sie in Urlaub ist oder so. Da er sich aber Sorgen machte, hat er ihn trotzdem benutzt. Und hat sie tot im Zimmer gefunden. Dann hat er die Polizei gerufen. Wir haben den Tatort gesichert und den Leichnam ins Robert Bosch Krankenhaus gebracht, wo er heute obduziert wird. Die Spurensicherung müsste jetzt noch vor Ort sein.«

    »Wie wurde sie getötet?«

    »Sie hatte Würgemale am Hals und Einblutungen in den Augen.«

    »Also eine Beziehungstat?«

    »Möglich. Aber nicht notwendigerweise. Wir müssen in alle Richtungen offen sein.«

    »Hatte sie denn einen Partner?«

    »Dazu konnte Kramer nichts sagen. Ihm ist nichts bekannt. Aber das kannst du ja selbst in Erfahrung bringen.«

    »Wir brauchen nur noch einen Ermittlungspartner für dich, Meike, jemanden, der mit dir zum Tatort fährt. Wie weit bist du mit den Leichenmeldungen, Snape?«, fragte Joost.

    »Ist schon alles diktiert. Muss nur noch abgetippt werden. Und jemand muss es nachher zur Staatsanwaltschaft bringen oder in die Post legen. Ich bin also frei für neue Schandtaten.« Severin streckte den Daumen in die Höhe.

    »Das kann ich machen«, sagte Thea Engel. »Ich bin ja bis Mittag da, muss die Kleine erst um zwei abholen. Fahr du ruhig mit Meike zum Tatort.«

    Meike sah in Thea eine etwas jüngere Version ihrer selbst, die sie an ihre ersten Jahre bei der Stralsunder Polizei erinnerte. Julian war damals noch klein gewesen und Meike hatte ständig das Gefühl gehabt, sich zweiteilen zu müssen, um sowohl dem Beruf als auch ihrem Sohn gerecht zu werden. Auch Thea war im letzten Jahr Mutter geworden. Mit ihrem ehemaligen Ermittlungspartner und dem Vater ihrer Tochter, Michael Messmer, lebte sie inzwischen zusammen. Er arbeitete jetzt im Dezernat für Sexualdelikte. Thea hatte ihr von dem Dilemma erzählt, in dem sie seit ihrer Mutterschaft steckte: Sie liebte ihre Tochter, aber sie liebte auch ihre Arbeit und hatte ständig ein schlechtes Gewissen, entweder das eine oder das andere zu vernachlässigen.

    »Könnte sie nicht auch mal ein paar Stunden länger bei deiner Mutter bleiben?«, fragte Verena Sander vorsichtig.

    »Hin und wieder denke ich tatsächlich darüber nach«, antwortete Thea. »Aber ich habe mir das Kind nicht gewünscht, um es ständig abzugeben. Ich hab meine Mutter entbehren müssen, bis ich erwachsen war, und nie ein wirklich enges Verhältnis zu ihr entwickeln können. Du weißt doch auch, wie das ist, nur aus der anderen Perspektive.« Sie biss sich auf die Lippen und Verena wurde rot.

    Mütter bei der Polizei müssen sich ständig entscheiden, dachte Meike. Am besten wäre es, in diesem Beruf keine Kinder zu haben. Aber ein Leben ohne Kinder konnte sie sich nicht vorstellen.

    »Wir kriegen das schon hin. Meike und Snape, ihr befragt zuerst mal den Nachbarn, der die Tote gefunden hat, und fahrt dann zur Obduktion ins Robert Bosch Krankenhaus. Die ist um elf, das müsstet ihr schaffen.« Joost schob Meike den Aktenumschlag mit den dürftigen Ermittlungsunterlagen über den Tisch. Sie schlug ihn auf und sah das ausgedruckte Tatortfoto. Das Mädchen lag auf dem Rücken, ihr langes schwarzes Haar breitete sich auf einem weinroten Teppich aus. Ihre Haut war blass. Meike kam Schneewittchen in den Sinn. Auf dem weißen Hals waren deutliche Würgemale zu erkennen. Schöne Frauen leben gefährlich, dachte sie und klappte den Umschlag wieder zu.

    »Thea kann sich im Dezernat um das Tagesgeschäft kümmern und die anderen unterstützen Meike bei den Außenterminen, soweit das möglich ist«, sagte Joost. »Vielleicht haben wir den Täter ja morgen schon in Gewahrsam und können zur Tagesordnung übergehen.«

    »Fantastisch, dann könnte ich nächste Woche guten Gewissens meinen Urlaub antreten«, freute sich Roman Katz.

    »Ach, du lieber Gott, der steht ja auch noch an!« Joost seufzte. »Die Osterferien hätte ich beinahe vergessen. Seit meine Kinder aus der Schule sind, hab ich so was nicht mehr auf dem Schirm.«

    »Deshalb haben wir dir ja den Osterstrauß direkt vor die Nase gestellt.« Thea wies auf den Keramikkrug mit den Kirschblütenzweigen und Weidenkätzchen, der mitten auf dem Besprechungstisch stand. Ausgeblasene Eier waren mit grünem Schleifenband daran befestigt, von Verenas Tochter höchstpersönlich bemalt.

    »Eins zu null für dich«, seufzte Joost. »Also, dann seht zu, dass der Fall bis zu Romans Urlaub gelöst ist, damit ihn am Strand auf Malle nicht das schlechte Gewissen zwickt.«

    »Ich fühl mich gar nicht unter Druck gesetzt«, murmelte Meike. »Nein, ganz und gar nicht.«

    Tim Kramer wohnte in der Hölderlinstraße, in einer ruhigen Wohngegend unweit der Russischen Kirche. Das ockerfarben verputzte Haus war ein Altbau, in dessen Erdgeschoss sich eine Bäckerei befand. Neben dem Eingang zum Ladengeschäft führte eine Tür ins Treppenhaus. Es war eng und verwinkelt, mit durchgetretenen Holzstufen. Im Hochparterre des Hauses befand sich eine Wohnung, auf deren Eingangstür der Name ›Autenrieth‹ stand. Meike klingelte, woraufhin aus der Wohnung Hundegebell zu hören war. Sie warteten eine Weile, aber niemand öffnete.

    »Herrchen und Frauchen sind wohl bei der Arbeit«, rekapitulierte Severin. »Die nehmen wir uns später noch vor. Das arme Hundchen ist allein zu Haus.«

    An der zweiten Wohnung auf dieser Etage war das Klingelschild leer und auch hier hatten sie keinen Erfolg.

    »Ist auch ’ne blöde Tageszeit für Nachbarschaftsbefragungen«, sagte Meike. »Jedenfalls, wenn man nicht gerade Schicht arbeitet wie unser Hauptzeuge.«

    Auf dem obersten Treppenabsatz, wo Tim Kramer wohnte, stand ein Putzschrank, in dem offenbar die Utensilien für die Kehrwoche aufbewahrt wurden. Darauf ließen ein Schild am Türgriff und der Wischmopp, der an der Schrankseite lehnte, schließen. Sonst stand dort nur noch ein Blumenhocker mit einer trockenen Grünpflanze, die nach Wasser lechzte. An der Wohnungstür gegenüber klebte ein Polizeisiegel. Die Kriminaltechnik war offenbar nicht mehr vor Ort.

    Tim Kramer empfing Meike und ihren Cousin mit wirrem, milchkaffeebraunem Haar und ängstlichen Augen hinter einer Brille mit runden Gläsern, die dringend einmal geputzt werden mussten. Er schlurfte barfuß vor ihnen her in sein Wohnzimmer und ließ sich auf das Sofa fallen, in dem er sofort etwa dreißig Zentimeter versank. Nachdem er wieder halbwegs aufrecht saß, wies er mit schmutzigen Fingern auf zwei durchgesessene Sessel auf der gegenüberliegenden Seite des niedrigen Holztisches. Meike setzte sich vorsichtig. Severin blieb stehen.

    »Ich habe überhaupt nicht geschlafen«, sagte Kramer.

    »Kann ich mir vorstellen«, antwortete Meike. »Das muss ein traumatisches Erlebnis gewesen sein. Wie lange wohnen Sie denn schon neben Frau Swoboda und wie ist Ihr Verhältnis?«

    »Ungefähr ein Jahr. Also, ich hab schon hier gewohnt, als sie einzog. Ihre Eltern hatten die Wohnung für sie gemietet, weil sie hier ein Studium angefangen hatte, wissen Sie? Ist nur so ’ne kleine Anderthalbzimmerwohnung wie meine auch. Ich hab ihr ein bisschen beim Einzug geholfen, Möbel hochtragen, Schränke aufbauen und so.«

    »Sie sind also befreundet?«

    »Ich würde es eher ein Nachbarschaftsverhältnis nennen.«

    »Sahen Sie sich regelmäßig?«

    Kramer zögerte. »Was heißt regelmäßig? Ich bin manchmal mit ihr einkaufen gefahren, weil sie kein Auto hat. Damit sie keine schweren Flaschen schleppen muss und so. Und wenn sie unterwegs war, hab ich mich um ihre Pflanzen und den Papagei gekümmert.«

    »Sie hat einen Papagei?« Es war Meikes Kindheitstraum gewesen, einen Papagei zu besitzen, aber ihre Eltern meinten, der sei zu teuer, würde zu viel Platz brauchen und sie außerdem alle überleben.

    »Ja, Mr. Cotton. Sie ist – also, sie stand – total auf Fluch der Karibik«, fügte Kramer hinzu, als er Meikes fragenden Gesichtsausdruck sah.

    »Das ist der stumme Matrose mit der herausgeschnittenen Zunge, der seinen Papagei für sich reden lässt«, erklärte Severin.

    »Ich weiß, wer Mr. Cotton ist«, sagte Meike. »Hab die Filme mindestens fünfmal gesehen. Alle.« Die Erinnerung an Heimkinoabende mit ihrem Sohn Julian stieg vor ihrem inneren Auge auf. Mit Popcorn und Cola auf der Couch, sich ausschüttend vor Lachen. Warum wurden Kinder nur so schnell groß und gingen ihre eigenen Wege?

    »Ja, genau.« Kramer fuhr sich durch die strubbeligen Haare. Falls er die Absicht hatte, sie dabei zu glätten, blieb das erfolglos. »Katie hat dem Vogel sogar Filmzitate beigebracht. Also die Originalzitate, die der Papagei im Film sagt. Echt witzig.«

    »Katie ist Frau Swoboda?«

    »Ja, eigentlich heißt sie Katarina, aber ihre Freunde nennen sie nur ›Katie‹.«

    »Dann war Ihr Verhältnis also doch mehr als nur nachbarschaftlich?«, hakte Meike nach.

    »Wieso?« Fühlte Kramer sich etwa ertappt?

    »Na, wenn alle ihre Freunde sie ›Katie‹ nennen, und Sie nennen sie auch so, liegt es doch nahe, dass Sie beide auch befreundet waren«, mischte sich nun auch Severin ins Gespräch ein.

    »Sagen wir, es war eine nachbarschaftliche Freundschaft. Oder eine freundschaftliche Nachbarschaft. Wie Sie wollen.«

    »Dann können Sie uns ja sicher einiges über Katie erzählen.« Meike versuchte, in dem durchgesessenen Sessel eine einigermaßen bequeme Sitzposition zu finden, sank aber nur noch ein Stück tiefer in das Möbelstück. »Wie war sie denn so als Mensch und was hat sie studiert?«

    Kramer fingerte eine Pall Mall aus der zerknautschten Schachtel,

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