Jagd ins Glück: Ein Heimatglück-Roman - Band 13
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Über dieses E-Book
Es sind gerade schwierige Zeiten für den jungen Revierförster Hans: Zwei Wilderer machen ihm das Leben schwer und die Dorfgemeinschaft belächelt seine missglückten Versuche, den Übeltätern das Handwerk zu legen. Doch dann begegnet Hans der hübschen Liesel und endlich kann er wieder etwas Glück empfinden. Trotzdem sind die Wilderer noch nicht gestellt – und Hans vermutet immer mehr, dass sie aus den eigenen Reihen kommen. Diese wagemutige Annahme sorgt bei der Dorfgemeinschaft für Aufruhr. Ist die junge Liebe von Hans und Liesel stark genug, um diesen Widrigkeiten zu trotzen?
Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Jagd ins Glück" von Christa Moosleitner. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.
Christa Moosleitner
Christa Moosleitner, geboren 1957, schreibt seit 20 Jahren Romane in den unterschiedlichsten Genres. Sie lebt und arbeitet in Hessen. Bei dotbooks erscheinen ihre folgenden Heimatglück-Romane: „In der Stunde der Gefahr“ / „Ein Sommer in den Bergen“ / „Dunkle Wolken über dem Richterhof“ / „Rückkehr nach Liebenau“ /„Schicksalhafte Entscheidungen“ / „Die Söhne der Familie Stadler“ / „Geh, wohin dein Herz dich führt“/ „Zwei Herzen finden zueinander“ / „Die Tochter des Försters“ / „Nur einem schenkte sie ihr Herz“ / „Der weite Weg ins Glück“ / „Sein schicksalhafter Weg“ / „Stefanies Geheimnis“ / „Jagd ins Glück“ / „Ich schenke dir mein Herz“ / „Das Erbe vom Sandnerhof“. Weitere Heimatglück-Romane folgen.
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Buchvorschau
Jagd ins Glück - Christa Moosleitner
Über dieses Buch:
Es sind gerade schwierige Zeiten für den jungen Revierförster Hans: Zwei Wilderer machen ihm das Leben schwer und die Dorfgemeinschaft belächelt seine missglückten Versuche, den Übeltätern das Handwerk zu legen. Doch dann begegnet Hans der hübschen Liesel und endlich kann er wieder etwas Glück empfinden. Trotzdem sind die Wilderer noch nicht gestellt – und Hans vermutet immer mehr, dass sie aus den eigenen Reihen kommen. Diese wagemutige Annahme sorgt bei der Dorfgemeinschaft für Aufruhr. Ist die junge Liebe von Hans und Liesel stark genug, um diesen Widrigkeiten zu trotzen?
Über die Autorin:
Christa Moosleitner, geboren 1957, schreibt seit 20 Jahren Romane in den unterschiedlichsten Genres. Sie lebt und arbeitet in Hessen. Bei dotbooks erscheinen ihre folgenden Heimatglück-Romane: „In der Stunde der Gefahr / „Ein Sommer in den Bergen
/ „Dunkle Wolken über dem Richterhof / „Rückkehr nach Liebenau
/ „Die Tochter des Försters / „Die Söhne der Familie Stadler
/ „Nur einem schenkte sie ihr Herz / „Geh, wohin dein Herz dich führt
/ „Der weite Weg ins Glück / „Steffis Geheimnis
. Weitere Heimatglück-Romane folgen.
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Neuausgabe August 2014
Copyright © der Originalausgabe 1985 Martin Kelter Verlag (GmbH & Co.), Hamburg
Copyright © der Neuausgabe 2014 dotbooks GmbH, München
Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.
Titelbildgestaltung: init | Kommunikationsdesign, Bad Oeynhausen, unter Verwendung eines Motivs von thinkstockphoto, München
ISBN 978-3-95520-692-5
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Christa Moosleitner
Jagd ins Glück
Ein Heimatglück-Roman
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1
Der Buchner Hans hielt urplötzlich inne, als er drüben im Unterholz ein leises Rascheln hörte. Sofort nahm er sein Gewehr hoch, weil er glaubte, er sei endlich diesen verfluchten Wilderern auf die Schliche gekommen, die schon seit Wochen den Tannenforst unsicher machten.
»Förster, sei net so voreilig!« hörte er dann eine wohlbekannte Stimme. »Oder willst vielleicht auf den alten Michel schießen? Ich hab' nix verbrochen ...«
Sekunden später teilte sich das Gebüsch, und ein kleiner Mann mit einem eisgrauen Vollbart trat aus dem Unterholz hervor. Es war der Kräutermichel, ein alter Kauz, der täglich im Wald umherstreifte, um nach seltenen Pflanzen und Kräutern zu suchen, aus denen er allerlei Wundermittel braute und die er den Leuten im Dorf aufschwatzte.
»Ach, du bist es, Michel«, erwiderte jetzt der junge Revierförster und ließ den Lauf des Gewehrs wieder sinken. »Beinahe hätt' ich geglaubt, daß ...«
»... ich einer von den Halunken bin, die du schon seit Tagen suchst, wie?« vollendete der graubärtige Kräutersammler die Gedanken des Försters. »Tut mir leid, Hans. Ich wünsch' mir genauso wie du, daß diesen Verbrechern bald das Handwerk gelegt wird. So geht das je net weiter.«
»Wem sagst das, Michel?« antwortete der Förster mit einem schweren Seufzer. »Ich bin schon Tag und Nacht unterwegs und halt' überall die Augen offen. Aber manchmal glaub' ich wirklich, daß sich diese Burschen unsichtbar machen können. Da kann ich mich anstrengen, wie ich will – ich erwisch' die Kerle einfach net!«
»Na, das wird schon noch klappen«, versuchte ihn der Kräutermichel zu trösten, weil er sich denken konnte, in welcher Zwangslage sich der Buchner-Hans befand. »Bist doch ein tüchtiger Förster, der seine Aufgabe sehr ernst nimmt. Egal, wie die anderen im Dorf darüber denken, Hans – ich bin sicher, daß du den Wilderern eines Tages schon das Handwerk legen wirst.«
»Ich wünscht' mir, du wärst net der einzige, der so denkt, Michel«, meinte Hans und erinnerte sich an den gestrigen Abend im Wirtshaus, wo er zufällig mitbekommen hatte, wie einige von den Dorfbewohnern über ihn redeten.
»Den Leuten kann man's einfach net recht machen, egal, wie sehr man sich auch anstrengt. Sag, hast du heut morgen vielleicht etwas gesehen, das mir weiterhelfen kann? Michel, ich weiß doch, daß du schon bei Sonnenaufgang in den Wald gehst. Überleg doch mal, ob dir was Ungewöhnliches aufgefallen ist.«
Der alte Kräutersammler strich sich für einige Sekunden gedankenverloren durch den grauen Bart, bevor er zu einer Antwort ansetzte. »Ich wüßt' net, was ich dir sagen könnt', Hans«, meinte er dann. »Heut morgen war alles so wie sonst auch. Wenn außer mir noch jemand im Unterholz gewesen wär', dann hätt ich das bestimmt mitbekommen. Schließlich geh' ich schon seit Jahren in den Wald und suche meine Kräuter. Was glaubst, was ich grad eben gefunden hab'? Endlich einmal das Tanniswurz, nach dem ich schon wochenlang gesucht hab' ...«
O Gott, seufzte Hans im stillen, weil er wußte, daß der Michel stundenlang über seine Kräuter und deren Heilwirkung reden konnte, wenn er erst einen willigen Zuhörer gefunden hatte. Auch wenn der junge Förster den alten Kauz ansonsten recht gut leiden konnte, stand ihm heute nicht der Sinn nach langen Vorträgen. Für ihn gab es im Augenblick wirklich Wichtigeres zu tun.
»Michel, sei mir net böse!« fiel Hans dem alten Kauz deshalb freundlich ins Wort. »Aber ich muß mich weiter auf die Pirsch machen! Weißt ja, daß ich im Augenblick alle Hände voll zu tun hab', um die Wilderer endlich dingfest zu machen.«
»Freilich, Hans«, erwiderte der Kräutersammler. »Ich bin dir doch net bös', wenn du keine Zeit hast – obwohl ich gern mit dir ein Schwätzchen gehalten hätt', Aber wenn nun mal die Pflicht ruft, dann darfst net länger warten. Ich ...«
Der Alte kam nicht mehr dazu, den Satz zu beenden, denn plötzlich zerriß gar nicht weit entfernt ein Schuß die friedliche Stille des Morgens. Hans blieb stehen wie vom Blitz getroffen, als könne er nicht glauben, was er da eben gehört hatte. Doch dann begriff er, was geschehen war.
»Kruzifix!« stieß er aufgeregt hervor und nahm sein Gewehr an sich. »Das ist doch da drüben!«
Er achtete nicht mehr auf den Michel, sondern stürzte auf die Kiefernschonung zu, aus der der Schuß gekommen war.
»Förster, sei vorsichtig!« rief ihm der Michael noch hinterher.
Aber dann begriff er schnell, daß ihn der junge Revierförster gar nicht mehr hören konnte, weil er schon viel zu weit entfernt war. Der alte Kräutersammler wurde nun auch von einer ziemlichen Neugier gepackt, weil er natürlich wissen wollte, was drüben in der Schonung vor sich ging. Deshalb folgte er dem Förster, obwohl er wußte, daß das nicht ganz ungefährlich war.
2
»Halunkenbande!« stieß Hans keuchend hervor, als er auf der anderen Seite der Kiefernschonung den reglosen Hirsch liegen sah, Die Wilderer hatten ganze Arbeit geleistet – dieses prächtige Tier während der Schonzeit abzuschießen!
Hans achtete nicht auf den Weg zu seinen Füßen, sondern sprintete weiter, beseelt von dem Wunsch, die Wilderer endlich zu erwischen und dessen Treiben ein Ende zu bereiten. Seine Eile wurde von Erfolg gekrönt, denn drüben zwischen den Kiefern konnte er undeutlich zwei schemenhafte Gestalten ausmachen, die wohl gerade im Begriff gewesen waren, auf die Lichtung zu gehen und ihr erlegtes Wild triumphierend zu begutachten,
»Stehenbleiben, ihr Halunken!« schrie Hans mit lauter Stimme und riß sein Gewehr hoch. »Ergebt euch, sonst
