Kommissar Jörgensen und der Rockerkrieg in Hamburg: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Von Thomas West und Chris Heller
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Kommissar Jörgensen und der Rockerkrieg in Hamburg: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Krimi von Thomas West & Chris Heller
Über dreißig Menschen waren bei einem Brandanschlag auf einen Hamburger Nachtclub gestorben – darunter auch der verdeckt ermittelnde Drogenfahnder Bernd Jungstein. Ein Fall für die Kriminalpolizei. Die Kommissare Uwe Jörgensen, Roy Müller und ihre Kollegen ermitteln in der Rocker-Szene, da Zeugen Mitglieder der Gang >Firedogs< vom Tatort flüchten gesehen haben wollen. Auch scheint sich zwischen den einzelnen Motorradbanden ein Kleinkrieg zu entwickeln, bei dem es Tote gibt. Doch sind die Rocker-Bosse auch die Drahtzieher? Sicher ist, dass bei den verdeckten Einsätzen der Kriminalpolizei die Gangster immer einen Schritt voraus sind – das bedeutet, es muss irgendwo eine undichte Stelle geben ...
Thomas West
Thomas West is the pastor of Nashville First Baptist Church and the founder and former pastor of Redeemer Queen’s Park in London, England. A two-time graduate of Southeastern Seminary in Wake Forest, North Carolina, Thomas’s ministry and research are driven by exploring the intersection of theology, culture, and mission in Western culture.
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Kommissar Jörgensen und der Rockerkrieg in Hamburg - Thomas West
Kommissar Jörgensen und der Rockerkrieg in Hamburg: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Krimi von Thomas West & Chris Heller
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Über dreißig Menschen waren bei einem Brandanschlag auf einen Hamburger Nachtclub gestorben – darunter auch der verdeckt ermittelnde Drogenfahnder Bernd Jungstein. Ein Fall für die Kriminalpolizei. Die Kommissare Uwe Jörgensen, Roy Müller und ihre Kollegen ermitteln in der Rocker-Szene, da Zeugen Mitglieder der Gang >Firedogs< vom Tatort flüchten gesehen haben wollen. Auch scheint sich zwischen den einzelnen Motorradbanden ein Kleinkrieg zu entwickeln, bei dem es Tote gibt. Doch sind die Rocker-Bosse auch die Drahtzieher? Sicher ist, dass bei den verdeckten Einsätzen der Kriminalpolizei die Gangster immer einen Schritt voraus sind – das bedeutet, es muss irgendwo eine undichte Stelle geben ...
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1
Ich lehnte an der Brüstung der Kaimauer und sah zu, wie die Wellen des Hafens gegen die Steine plätscherten. Der salzige Geruch des Wassers mischte sich mit dem muffigen Duft von Fisch und gebratenen Krabben, die aus den umliegenden Buden herüberzogen. Ein typischer Morgen am Hamburger Hafen, aber für mich war er alles andere als gewöhnlich. Unten am Wasser war niemand. Nur ich und mit mir meine Gedanken, die wie der alte Elbtunnel in der Dunkelheit umherirrten.
„Uwe! Du schon wieder hier?, rief Roy und schob sich mit seinem breiten Grinsen in meine Sicht. „Wenn du so weitermachst, kommt der Fisch in dein Büro!
„Ich brauche etwas Ablenkung, entgegnete ich und gestikulierte mit meiner Angel, die seit vorgestern bereits ohne Fang war. „Hast du von Tüten-Otto gehört?
Roy zog eine Augenbraue hoch. „Ja, der Obdachlose? Ich habe gehört, er liegt im Krankenhaus. Was ist passiert?"
„Er wurde zusammengeschlagen. Ich ließ die Angel ruhen und drehte mich zu ihm um, die Sorgenfalten auf meiner Stirn tief eingegraben. „Die Ärzte sagen, dass es übel aussieht. Er hat mir mal von einem Zuhälter erzählt, der ihm immer wieder auf den Senkel gegangen ist.
„Und jetzt?", fragte Roy und lehnte sich auf die Brüstung, seine Augen suchten das Wasser, als könnte es uns die Antworten liefern, die wir suchten.
„Wir sollten uns umhören. Wenn Tüten-Otto noch bei Bewusstsein ist, könnte er uns etwas zur Identität seines Angreifers sagen. Vielleicht bekomme ich auch das Gespräch mit dem Kriminaldirektor Bock hin. Der wird sich sicherlich für den Fall interessieren."
Mit einem frustrierten Seufzer ließ ich meine Angeln zurück ins Wasser plumpsen und wir machten uns auf den Weg zur Polizeiwache. Der Verkehr in der Stadt war wie immer chaotisch und die ständigen Baustellen sorgten dafür, dass wir mindestens eine halbe Stunde mehr brauchten, um zum Revier zu kommen.
Unten im Flur der Kriminalpolizei empfing uns der Geruch nach Kaffee und altem Aktenmaterial. Bock hatte nach unserer Rückkehr vom letzten Einsatz seine Bürofenster weit geöffnet, sodass seine Stimme heiser und in die Gänge hallte. „Jörgensen! Müller! Kommt rein."
Wir gingen in sein Büro, das mit Zeitungsartikeln über ungelöste Kriminalfälle und Karten der Stadt bedeckt war. An der Wand hing ein großes Bild der Speicherstadt, das uns immer daran erinnerte, dass jeder Stein in Hamburg seine Geschichte erzählte.
„Ich habe von Tüten-Ottos Zustand erfahren, sagte Bock und schaute uns an, als würde er uns mit seinen Worten unter Druck setzen wollen. „Wir können uns nicht erlauben, dass die Kriminalität in der Stadt zu einem Eskalationspunkt führt. Manche finden ja, ein Obdachloser zählt nichts. Aber da bin ich anderer Ansicht. Zu den Fakten, was habt ihr bisher herausgefunden?
„Tüten-Otto könnte Informationen über seinen Angreifer haben. Es handelt sich wohl um einen Zuhälter, der hier in der Gegend aktiv ist", berichtete ich und sah, wie Bocks Stirn sich leicht zusammenzog.
„Ich will alle Informationen, die ihr kriegen könnt. Dieser Zuhälter muss vom Netz genommen werden, und zwar schnell. Es ist nicht das erste Mal, dass wir von solchen Vorfällen hören. Holt euch Unterstützung von dem sozialen Dienst, vielleicht können die etwas über Tüten-Ottos Umfeld herausfinden."
Bock hatte recht. Der Schatten, den losgelassene Menschen zwischen Speicherstadt und Hafen auf den alten Straßen Hamburgs werfen, war nicht nur metaphorisch, sondern wird täglich zur Wirklichkeit, die sich in die Leben der Anwohner und Obdachlosen frisst.
„Roy, ruf die Leute an, die dir von den anderen Obdachlosen bekannt sind. Und ich werde zum Krankenhaus fahren, um nach Tüten-Otto zu sehen", entschied ich und erhob mich, bereit, die Herausforderung anzunehmen, die mir bevorstand.
„Sei vorsichtig, Uwe, rief Roy mir nach, während ich das Büro verließ. „Wir wissen noch nicht, wie gefährlich der Typ ist.
„Das weiß ich, murmelte ich vor mich hin. „Aber auch das muss ich herausfinden.
Und mit diesem Gedanken machte ich mich auf den Weg in die dunklen Gassen Hamburgs. Ein Ort, wo die Nächstenliebe schwer erkennbar und das Licht oft nur Flackern war.
*
Das Krankenhaus war ein bekannter Anlaufpunkt für mich. Die sterile Luft roch nach Desinfektionsmittel und der ständige Piepton der Monitore begleitete jeden Schritt zur Station 4, wo Tüten-Otto lag. Ich wollte ihn sehen, wollte sein Leben nicht nur durch die Berichte anderer erfahren. Vielleicht könnte er mir eine Beschreibung geben, die den Verdächtigen schneller ins Gefängnis bringen würde.
Als ich das Zimmer betrat, sah ich ihn auf dem Bett liegen, umgeben von Schläuchen und Maschinen. Sein Gesicht war geschwollen, blutige Pflaster klebten über seinen Augen und ich war mir nicht sicher, ob er mich in diesem Zustand überhaupt erkennen konnte. „Otto?", flüsterte ich und trat näher.
Eine Krankenschwester, die gerade in den Raum trat, warf mir einen besorgten Blick zu. „Er hat viel durchgemacht. Aber er ist stabil. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sie jetzt stellen, bevor wir ihn wieder sedieren müssen."
Ich öffnete den Mund, um nach Informationen zu fragen, als mir das Telefon in der Hosentasche vibrierte. Es war eine Nachricht von Roy. Ich sah schnell auf das Display und las: Habe eine Spur. Du musst hierher kommen. Sofort.
„Danke", sagte ich zur Krankenschwester und wandte mich zum Gehen. Die drückenden Gedanken an Tüten-Otto, der zwischen Leben und Tod schwebte, mussten für den Moment beiseitegeschoben werden. Ich wusste, dass ich selbst nicht allein zur Lösung des Falls beisteuern konnte. Jeder Informationsfetzen zählte.
Wenige Minuten später stand ich wieder auf der Straße, die Kühle der Hamburger Luft umhüllte mich wie ein nasser Schleier. Roy wartete in einem unauffälligen Bürogebäude, das vor dem Schriftzug „Kriminalpolizei Hamburg fast in den Hintergrund fiel. „Uwe, du musst dir die Aufnahmen ansehen. Wir haben ihn gefunden.
„Wen haben wir gefunden?", fragte ich und hastete hinter Roy her in den dunklen Flur. Er drückte mir ein Tablet in die Hand und zeigte auf die Videoaufnahmen einer Überwachungskamera.
„Hier, sagte er und scrollte zu einem bestimmten Zeitpunkt. Eine dunkle Gestalt trat in den Fokus der Kamera. Ich erkannte den Typ sofort – ein Zuhälter, der in den letzten Monaten immer wieder im Stadtteil gesehen wurde. „Das ist der Mann, der Otto angegriffen hat. Du musst ihn sofort festnehmen.
„Wo ist er jetzt?"
„Hier in der Nähe. Laut unseren Informationen plant er ein Treffen mit einigen seiner Leute. Wir sollten ihn schnappen!"
„Lass uns keine Zeit verlieren", gab ich zurück und wir liefen hinaus, das Adrenalin schoss durch meine Adern. Wir riefen unsere Kollegen an, um Unterstützung zu holen und machten uns auf den Weg in Richtung der Lagerhäuser am Kaiserkai.
Es war ein schummriger, verwinkelter Ort, die typischen Holzstämme der Alten Lagerhäuser warfen lange Schatten. An einem der hinteren Gebäude wollte ich gerade unsere Position auf der Straße beziehen, als ein Schuss die Stille durchbrach. Ich zuckte zusammen und sah Roy an. „Was war das?", fragte ich hastig.
„Das kam von drinnen", antwortete Roy und wir zogen uns hinter einer Palette in Deckung. Ein weiterer Schuss ging los und ich hörte panikartiges Geschrei aus dem Gebäude dringen.
„Wir müssen da rein!", rief ich und bemerkte, dass mein Herz wild klopfte. Gemeinsam stürmten wir in die Richtung des Schusses, unsere Kollegen waren bereits dabei, eine Absperrung aufzubauen.
Als wir das Gebäude betraten, lag der Staub in der Luft und die Gerüche von vergammeltem Holz und Öl mischten sich zu einem unerträglichen Gestank. Ich blickte umher und sah eine Gruppe von Beamten, die sich um eine leblos auf dem Boden liegende Gestalt scharten. Mein Magen zog sich zusammen, als ich begriff, dass dieser Schatten, der in eine riesige Dunkelheit gehüllt war, der Zuhälter war, den wir festnehmen wollten.
„Ist er tot?", murmelte Roy.
„Es sieht nicht gut aus, antwortete ein Kollege, der den Puls überprüfte. „Da ist nichts mehr zu machen. Wer hat auf ihn geschossen?
„Das können wir nicht wissen, schnaubte ich und die Frustration überkam mich. „Allein sind wir nicht schnell genug gewesen. Irgendjemand wollte verhindern, dass wir ihn kriegen.
„Das war wohl jemand aus seiner eigenen Crew, murmelte Roy. „Um das zu tun, musste es schnell gehen. Um den Schuss zu hören, muss der oder die Schütze hier gewesen sein.
Ich schaute mich um, dachte an Tüten-Otto und die Information, die ich unbedingt herausfinden wollte. Hier war alles schief gelaufen, alles war in eine einmalige Spur verlaufen, während ich nur einen Fragenbogen im Kopf hatte. Woher wir den Schützen finden könnten, um die Wahrheit herauszufinden – und wer schlussendlich für Otton schlug, war noch weitgehend unklar.
„Wir müssen uns weiter umhören, Roy. Jemand weiß mehr. Bock wird nicht begeistert sein, dass wir die Chance verpasst haben, Antworten zu finden."
Und so begaben wir uns wieder in die feuchten Gassen von Hamburg, wo wir nicht nur untätig von den Schatten verfolgt werden würden, sondern auch von dem nagenden Gefühl, dass noch mehr Geheimnisse in der Dunkelheit lauerten.
*
Die Nacht war herein gebrochen, und mit ihr kam die drückende Atmosphäre, die das Hafenviertel wie ein dicker Nebel umhüllte. Die Schatten der alten Lagerhäuser schienen sich miteinander zu verbinden, während ich und Roy uns heimlich zum nächsten Treffpunkt des Zuhälters schlichen. Wir hatten herausgefunden, dass er regelmäßig in einer heruntergekommenen Bar namens „Schwarze Perle" verkehrte, ein Ort, wo das Licht von flackernden Neonröhren kaum die krumm gewachsenen Wände erhellte.
„Ich habe den Platz vorhin einmal durchkämmt. Wir sollten uns gut verstecken und auf das richtige Zeichen warten", flüsterte Roy. Seine Stimme war leise, und die Anspannung in ihrem Ton verriet, dass auch er wusste, was auf dem Spiel stand.
„Wir müssen ihn zur
