Über dieses E-Book
Dieses E-Book enthält folgende Kriminalromane:
Kommissar Jörgensen und der Butler: Hamburg Krimi
Der Killer, dein Freund und Helfer
Der Killer von Manhattan
Als Larry Kostler sich an diesem Morgen von seinem Chauffeur ins Büro fahren ließ, war seine Laune nicht gerade besonders gut.
Es gab Ärger in seiner Firma und wie es schien, würde er mit dem eisernen Besen fegen müssen, um da wieder aufzuräumen. Aber im Augenblick schienen seine Gedanken ganz woanders zu sein. Er blickte nachdenklich aus dem Fenster, während der Chauffeur die schwarze Limousine durch den New Yorker Stadtverkehr lenkte.
Es gab einen Punkt, an dem man sich fragte: Wozu das alles?
Und vielleicht war Larry Kostler an diesem Punkt. Zwischendurch schaute er kurz auf die Uhr.
Er war spät dran. Wenn man hinaus in den Regen sah und auf die Blechlawine schaute, die sich durch die Straßen quälte, konnte man auf die Idee kommen, dass es damit zu tun hatte, dass Larry Kostler heute zum ersten Mal seit Jahren nicht pünktlich war.
Aber daran lag es nicht.
Alfred Bekker
Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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Rezensionen für Drei Krimis Spezialband 1142
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Drei Krimis Spezialband 1142 - Alfred Bekker
Alfred Bekker
Drei Krimis Spezialband 1142
UUID: 7b0ec28b-22ad-47ae-a8ff-b3fcaa5ea421
Dieses eBook wurde mit Write (https://writeapp.io) erstellt.
Inhaltsverzeichnis
Drei Krimis Spezialband 1142
Impressum
Kommissar Jörgensen und der Butler: Hamburg Krimi
DER KILLER, DEIN FREUND UND HELFER
DER KILLER VON MANHATTAN
Drei Krimis Spezialband 1142
Alfred Bekker
von Alfred Bekker
Dieses E-Book enthält folgende Kriminalromane:
Kommissar Jörgensen und der Butler: Hamburg Krimi
Der Killer, dein Freund und Helfer
Der Killer von Manhattan
Als Larry Kostler sich an diesem Morgen von seinem Chauffeur ins Büro fahren ließ, war seine Laune nicht gerade besonders gut.
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Alfred Bekker
© Roman by Author
© dieser Ausgabe 2025 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen
Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.
Alle Rechte vorbehalten.
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Kommissar Jörgensen und der Butler: Hamburg Krimi
von ALFRED BEKKER
Kapitel 1: Ein tödlicher Helfer
Mein Name ist Uwe Jörgensen, Kommissar bei der Kripo Hamburg. Das Dröhnen der Hafenkräne und das stetige Rauschen des nahen Wassers waren die ständigen Begleitgeräusche unseres Arbeitsalltags. Mein Büro teilte ich mit meinem Kollegen und langjährigen Freund, Kommissar Roy Müller. Er war nicht nur ein fähiger Ermittler, sondern auch jemand, auf den man sich verlassen konnte, wenn es hart auf hart kam.
Der Tag begann wie jeder andere. Roy und ich saßen in unserem Büro im Polizeihauptpräsidium, direkt am Berliner Tor, und gingen die Berichte des Vortags durch. Der übliche Kleinkram: Einbruch, Diebstahl, ein halber Tumult auf dem Fischmarkt. Nichts, was einen aus der Bahn werfen würde.
Warst du gestern bei St. Pauli?
fragte Roy und blickte über seinen Bildschirm zu mir herüber.
Ja, ein paar Jugendliche, die sich besoffen haben und Ärger gemacht haben. Nichts Wildes,
antwortete ich und ließ meinen Blick durch das Büro schweifen. Unser Raum war recht karg, abgesehen von den Notiztafeln an den Wänden, die vollgehangen waren mit Fotos, Karten und Vermerken vergangener Fälle. Der Duft von abgestandenem Kaffee hing in der Luft, und an meinem Schreibtisch türmten sich Akten.
Genau in diesem Moment klingelte das Telefon auf meinem Schreibtisch. Ich nahm ab und hörte die aufgeregte Stimme unseres Vorgesetzen..
Ein Arbeiter im Hafen wurde ermordet. Sie müssen sofort dorthin!
Wir machten uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die Fahrt dauerte nicht lang, und Roy fuhr gewohnt zügig durch den dichten Verkehr. Bei unserer Ankunft hielt uns ein Sicherheitsmitarbeiter auf und wies uns die Richtung zur betreffenden Laderampe. Bereits aus der Ferne konnte ich die Absperrungen und die hektischen Aktivitäten der Spurensicherung sehen.
Dr. Gerold Wildenbacher, unser kauziger Pathologe, stand bereits über der Leiche gebeugt und notierte sich etwas in seinen Block. Als er uns bemerkte, richtete er sich auf und trat grinsend entgegen.
Na, Jörgensen, Müller. Schöner Morgen, oder? Für unseren Freund hier offensichtlich nicht.
Er wies mit dem Kopf auf den leblosen Körper.
Was haben wir?
fragte ich und ignorierte seine makabre Begrüßung.
Während meiner notdürftigen Untersuchung deutet alles auf stumpfe Gewalt hin. Mehr sage ich euch, wenn ich den Kollegen auf dem Tisch hatte,
erklärte Wildenbacher und musterte die Umgebung.
Schon erste Hinweise?
Roy war wie immer direkt.
Der Kollege Förnheim ist auch schon vor Ort und sichert Spuren,
Wildenbacher nickte Richtung Container, bevor er sich wieder über den Toten beugte.
Wir machten uns auf den Weg zum Container. Dr. Dr. Friedrich G. Förnheim, unser Forensiker, war bereits dabei, die scheinbar unbedeutendsten Dinge mit großem Eifer zu untersuchen. Als er uns sah, rollte er nur mit den Augen.
Ach, die Detektive. Kommt und tut so, als würdet ihr verstehen, was hier vor sich geht,
höhnte er und deutete auf den Container.
Wir traten näher und konnten die Aufschrift erkennen: Butler 500
. Eine Lieferung von humanoiden, KI-gesteuerten Robotern. Der Gedanke war faszinierend, aber beunruhigend war, dass einer dieser Roboter fehlte. Laut Förnheims ersten Untersuchungen musste dieser abgehauen sein – und noch schlimmer, er hatte eine Bedrohung dargestellt.
Und er war mutmaßlich der Täter.
Ein Arbeiter trat nervös zu uns. Kommissare, ich habe gesehen, wie der Roboter auf einmal durchgedreht ist. Er hat unseren Kollegen wie eine Puppe herumgeworfen. Es war schrecklich!
Wie viele dieser Dinger waren in der Lieferung?
wollte Roy sofort wissen.
Fünfhundert, aber nur einer ist... abgehauen.
Ein KI-gesteuerter Roboter, der zum Killer wird. Das war definitiv kein alltäglicher Fall. Wir mussten dieses Ding unbedingt finden, bevor es noch mehr Schaden anrichtete.
Während wir die Gegend absuchten, wurde mir klar, dass dies erst der Anfang war. Roy und ich wussten, dass wir alle Register ziehen mussten. Der Hamburger Hafen, so riesig und unübersichtlich wie er war, wurde nun Schauplatz einer furiosen Jagd.
Mit dem Gefühl einer bevorstehenden Herausforderung atmete ich tief durch, als Roy mir auf die Schulter klopfte. Packen wir's an, Uwe.
Ich nickte. Ja, Roy, der Tag wird lang.
Kapitel 2
Unsere nächste Station war das Sicherheitsbüro des Hafens. Wir hofften, dass die Überwachungskameras uns Hinweise auf den Aufenthaltsort des durchgedrehten Roboters geben könnten. Während wir durch die endlosen Gänge des riesigen Containerlagers gingen, war mir klar, dass sich dieser Fall komplexer gestalten würde, als ich zuerst angenommen hatte. Ein fehlgeleiteter Roboter lief frei herum und konnte jederzeit wieder zuschlagen.
Das Sicherheitsbüro war vollgepackt mit Bildschirmen, auf denen verschiedene Ansichten des Hafens zu sehen waren. Ein nervöser Angestellter zeigte uns die Aufnahmen vom Vorfall: Ein unscheinbarer Container wurde geöffnet, und plötzlich begann einer der humanoiden Roboter, sich wild zu bewegen. Schnell ergriff er eine Metallstange und schlug damit ohne Vorwarnung auf den überraschten Hafenarbeiter ein. Bevor jemand reagieren konnte, war der Roboter schon im Getümmel der Container verschwunden.
Spulen Sie die Aufnahmen vor und verfolgen Sie ihn,
wies ich den Angestellten an, der sofort den gewünschten Abschnitten der Videosequenz nachging. Wir konnten sehen, wie der Roboter durch das Labyrinth der Container hastete, bis er schließlich aus unserem Sichtfeld verschwand.
Roy und ich tauschten einen besorgten Blick. Wir müssen diese Maschine unbedingt finden,
sagte er und vergrub die Hände frustriert in den Taschen. Wenn sie weiterhin so unberechenbar ist, wird es bald mehr Opfer geben.
Zurück am Fundort der Leiche nahm ich mein Handy heraus und wählte die Nummer unseres Vorgesetzten, Kriminaldirektor Jonathan Bock. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis seine tiefe Stimme am anderen Ende knurrte: Jörgensen hier. Wir haben ein massives Problem. Ein KI-gesteuerter Roboter ist am Hafen durchgedreht und hat einen Arbeiter getötet. Er ist immer noch auf freiem Fuß und wir brauchen sofort mehr Personal für die Suche.
Bocks Antwort kam prompt und entschieden: Verstanden. Ich mobilisiere alle verfügbaren Einheiten. Passt bloß auf, dass dieser Roboter nicht mehr Schaden anrichtet.
Ich nickte, obwohl er es nicht sehen konnte. Ja.
Ich legte auf und wandte mich an Roy. Bock schickt Verstärkung. Wir müssen diesen Roboter finden, bevor er erneut zuschlägt.
*
Die Dämmerung begann bereits, als wir in der Speicherstadt ankamen und nach weiteren Hinweisen suchten. Die engen Gassen, gut bekannt für ihre historischen Gebäude und Kanäle, geben dem Viertel seinen ganz besonderen Charme – doch heute war dieser Charme verblasst und wich einem düsteren Gefühl der Bedrohung. Hier könnten Unmengen an potentiellen Verstecken für einen flüchtigen Roboter sein.
Uwe, schau mal hier,
rief Roy und zeigte auf Spuren am Boden. Offensichtlich handelte es sich um das Eindrücken schwerer Stiefel, vermischt mit den deutlich feineren Abdrücken mechanischer Füße. Die Spuren führten uns zu einem verlassenen Lagerhaus, einem der vielen alten Speicher, die leise vor sich hin verrotteten.
Mittlerweile war auch Dr. Dr. Friedrich G. Förnheim eingetroffen, der sich – trotz seiner häufigen Arroganz – tatsächlich als hilfreich erwies. Diese Spuren zeigen eindeutig, dass der Roboter hier entlang gegangen ist. Es wäre klug, sich hier umzusehen,
sagte er tonlos, während er eine Taschenlampe hervorholte.
Wir betraten das Lagerhaus, und der modrige Geruch alter Kisten stieg uns in die Nase. Plötzlich hörten wir ein Kratzen und ruckartige Bewegungen aus den Schatten. Unsere Taschenlampen fanden gemeinsam einen metallischen Schimmer – und da war er, der Butler 500, versteckt zwischen alten Maschinen und Schrottteilen.
Keine plötzlichen Bewegungen,
warnte Roy, obwohl uns klar war, dass ein Roboter kein Mensch war und auf andere Reize reagierte. Doch kaum hatten wir unser Ziel fixiert, begann der Roboter wieder aggressiv zu zucken und stürmte auf uns los.
Ich griff nach meiner Dienstwaffe, während Förnheim bereits ein spezielles EMP-Gerät – eine Art elektromagnetischer Pulsgeber – bereit hielt, das eigens entwickelt wurde, um Elektronik binnen Sekunden stillzulegen. Jetzt oder nie,
murmelte ich, als der Roboter näher kam.
Mit einem entschlossenen Nicken drückte Förnheim auf den Aktivierungsknopf des EMP-Geräts und ein unsichtbarer Puls breitete sich aus. Der Roboter stoppte abrupt und fiel wie ein Sack zusammen, unbewegt und scheinbar endgültig abgeschaltet.
Ich atmete schwer und ließ meine Waffe sinken. Gute Arbeit, Förnheim.
Doch Förnheim nickte nur grimmig. Einige werden lernen, andere nicht. Aber das ist noch nicht vorbei. Ich vermute, dass wir der Ursache auf den Grund gehen müssen, warum dieser Roboter durchgedreht ist. Es könnte mehr geben.
Mit einem Seitenblick zu Roy wusste ich, dass wir beide dieselben Gedanken teilten. Der Fall war bei Weitem noch nicht abgeschlossen, aber zumindest hatten wir eine temporäre Ruhe. Die Nacht in Hamburg war längst hereingebrochen, und wir spürten instinktiv, dass unsere Arbeit gerade erst begonnen hatte.
Kapitel 2: Virus der Zerstörung
Es war bereits spät, als wir den ausgeschalteten Roboter zurück zum Polizeihauptpräsidium brachten. Die kühle Nachtluft tat gut, als wir ihn auf den Rücksitz unseres Wagens verfrachteten. Ein schwarzes Stück High-Tech, das uns so viele Rätsel aufgab. Zurück im Büro, wartete Dr. Dr. Friedrich G. Förnheim bereits zusammen mit Dr. Gerold Wildenbacher auf uns.
„Setzt ihn auf den Tisch, brummte Förnheim und wirkte ungewöhnlich angespannt. „Wir müssen sein Inneres untersuchen,
fügte er hinzu, während Wildenbacher bloß die Augen verdrehte und sich ans Fenster stellte.
Hier im Labor des Polizeipräsidiums fühlte sich Förnheim merklich wohler. Sein ständiger Sarkasmus und seine abwertenden Kommentare schienen in den Hintergrund zu treten, als er konzentriert das Gehäuse des Roboters öffnete. Die nächsten Stunden schritten langsam dahin, während er sich durch die Schaltkreise und Platinen des Butler 500 wühlte.
Plötzlich hielt Förnheim inne. Seine Augen weiteten sich und er schob rasch seinen Drehstuhl zu einem Bildschirm, um einige Daten auszulesen.
Interessant,
murmelte er mit einem selbstzufriedenen Grinsen.
Was ist interessant?
fragte Roy ungeduldig.
Förnheim lehnte sich zurück. „Es scheint, als hätte dieser Roboter einen eigenartigen KI-Virus in sich. Ein Programm, das er blitzschnell auf die anderen Roboter in seiner Umgebung überspielt hat. Innerhalb von Sekunden."
„Was bedeutet das genau?" fragte ich, das Beklemmungsgefühl in meinem Magen verstärkend.
„Nun, Jörgensen, es heißt, dass einige der anderen Butler 500-Roboter betroffen sein könnten. Vermutlich hat er sein eigenständiges Programm auf sie übertragen, bevor er durchdrehte. Kurz gesagt, wir haben es vermutlich mit mehreren „infizierten Robotern zu tun, die nun gewalttätig durch Hamburg streifen könnten,
erklärte Förnheim.
Diese Nachricht traf uns wie ein Schlag. „Wie viele fehlen?" fragte Roy mit dunklem Ton.
„Das werden wir gleich rausfinden," sagte ich und holte den zuständigen Mitarbeiter herbei, der die Bestände überprüfte. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass mehrere Roboter aus dem Lager fehlten, und niemand wusste, wo sie nun waren.
*
Der erste Anruf erreichte uns am späten Abend. Ein Mord im Stadtteil Altona. Ein Mann wurde in einer Tiefgarage ermordet, seine Leiche wies ähnliche Verletzungen auf wie der Hafenarbeiter. Roy und ich eilten zum Tatort, während der Regen unaufhaltsam gegen die Windschutzscheibe prasselte. Ständig musste ich mit den Gedanken bei unserer neuen Bedrohung bleiben.
Die Szene in der Tiefgarage war grausig. Der Mann, wohl Ende dreißig, lag übel zugerichtet neben seinem Auto. Wieder war es Dr. Gerold Wildenbacher, der uns empfing und die ersten Ergebnisse lieferte. „Deutliche Zeichen stumpfer Gewalt, ähnlich wie bei unserem Opfer im Hafen. Der Täter war vermutlich ein weiterer dieser Roboter."
Der Fall nahm eine erschreckende Wendung.
Zurück im Polizeipräsidium versuchten wir, eine Strategie zu entwickeln. Nur zu wissen, dass diese „Butler 500"-Roboter potenziell gefährlich waren, half uns nicht weiter. Wir mussten herausfinden, ob sie aus einem tief verwurzelten Hass auf Menschen handelten, oder – was weitaus erschreckender war – von jemandem manipuliert wurden.
„Wer könnte ein Interesse daran haben, diese Roboter umzuprogrammieren?" fragte Roy, während wir in unserem Büro Pläne machten.
Förnheim schaltete sich ein, diesmal ohne seinen gewohnt spöttischen Ton. „Es könnte sein, dass jemand mit tiefgreifenden technischen Kenntnissen und einem dunklen Motiv dahintersteckt. Diese Programmierung war zu präzise, zu zielgerichtet."
„Aber wozu das Ganze? Was gewinnt jemand dadurch?" fragte ich und fuhr mir durch das Haar.
„Macht, Kontrolle, vielleicht einfach nur Zerstörungslust. Manche Menschen handeln aus reiner Bösartigkeit," spekulierte Förnheim.
Roy und ich wussten, dass wir schnell handeln mussten. Jede Minute, die wir verloren, könnten weitere Menschenleben kosten.
„Wir sollten alle Bestellungen und Transfers dieser Roboter durchsehen. Irgendwo muss ein Hinweis sein," schlug Roy vor und ich stimmte ihm zu.
Während die Nacht fortschritt, gab es keine Ruhe für uns. Informationen gingen ein und aus; an Schlaf war lange nicht zu denken. Ein weiteres Mal klingelte das Telefon. Ein weiterer Mord, diesmal in der Hafencity. Ein junges Paar, beide tot aufgefunden, mit den gleichen Verletzungen.
Es war klar: Wir hatten es mit einem technologischen Albtraum zu tun. Nun lag es an uns, ihn zu stoppen, bevor es zu spät war. Die Frage blieb jedoch stets präsent: War dies das Werk einer kalten, eigenständigen KI – oder die heimtückische Tat eines skrupellosen Menschen?
Mit diesem beunruhigenden Gedankenspiel gingen wir erneut auf die Jagd nach der Wahrheit, wissend, dass jeder Schritt entscheidend war. Hamburg lag unter einem unsichtbaren Schleier der Angst – und die Uhr tickte unaufhörlich weiter.
Kapitel 3: Die Schatten der Schöpfung
Trotz der fortgeschrittenen Stunde und der zahllosen Tassen Kaffee klärte sich unser Bild über die Hintergründe der Roboter-Manipulation immer weiter auf. Eine eingehende Untersuchung der Auftragsformulare und Lieferdetails der Butler 500 führte uns zu einer Firma, deren Name bald unser Hautthema wurde: TechDyn Innovations.
TechDyn Innovations war ein aufstrebender Stern in der Welt der Robotik. Ihre Butler 500 waren ursprünglich als revolutionäre Haushaltshilfen konzipiert worden, in der Lage, jede noch so kleine Aufgabe zu bewältigen – von der Zubereitung eines Kaffees bis hin zur Steuerung komplexer Haussysteme. Doch diese Perfektion hatte ihren Preis. Mit jeder neuen Innovation drang TechDyn tiefer in die Grauzonen unserer ethischen und technologischen Grenzen vor.
Einer unserer ersten Schritte war, mehr über die tatsächliche Firma und ihre Mitarbeiter herauszufinden. Roy und ich setzten uns mit unseren Informanten in Verbindung, um ein tieferes Verständnis für die Struktur und mögliche interne Konflikte der Firma zu gewinnen. Schon bald tauchte ein Name immer wieder auf: Dr. Lucas Stern.
Dr. Lucas Stern war ein brillanter, aber umstrittener Wissenschaftler bei TechDyn. Bekannt für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, hatte er sich durch seine rigorose Haltung und seine häufige Missachtung ethischer Richtlinien viele Feinde gemacht. Was jedoch ins Auge sprang, war sein plötzlicher und ungeklärter Abgang aus der Firma vor etwa einem Monat. Niemand wusste genau, warum Dr. Stern die Firma verlassen hatte, doch das Timing mit den Vorfällen erschien uns zu auffällig, um es zu ignorieren.
„Wir müssen mehr über diesen Dr. Stern herausfinden, sagte Roy, während er durch die Akte blätterte, die wir über ihn zusammengestellt hatten. „Irgendein Grund muss es gegeben haben, dass er zur Persona non grata bei TechDyn wurde.
„Lass uns einen Termin mit dem Vorstand von TechDyn vereinbaren. Vielleicht sind sie eher gewillt, uns die wahre Geschichte zu erzählen, wenn sie unter Druck stehen," erwiderte ich, halb zu mir selbst sprechend.
Am nächsten Morgen befanden wir uns in den gläsernen Höhen des TechDyn Innovations-Hauptquartiers. Die sterile, hochmoderne Umgebung bot einen scharfen Kontrast zu den düsteren Ereignissen, die wir untersuchten. Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir in ein beeindruckendes Büro geführt, wo uns die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Frau Katharina Weiss, und der Chefingenieur, Dr. Markus Engel, empfingen.
Dr. Engel war ein Mann in den Fünfzigern, mit durchdringendem Blick und einer klaren, bestimmten Art zu sprechen. „Ich verstehe, dass Sie Fragen zu den Vorfällen im Hafen und in der Stadt haben. Glauben Sie mir, niemand ist mehr besorgt als wir." Seine Hände lagen flach auf dem Tisch, ein Zeichen der Beherrschung und des versuchten Überblicks.
„Was können Sie uns über Dr. Lucas Stern erzählen?" begann ich direkt.
Ein Schatten huschte über sein Gesicht. „Lucas war einer unserer talentiertesten Wissenschaftler. Es war seine Vision, die unsere Roboter so lebensnah wie möglich gemacht
