Goethes Fäuste: Bediene dich deiner Kraft
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Über dieses E-Book
Bediene dich deiner Kraft."
Der gebürtige Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war zeitlebens ein Mann der klaren Worte. Auch heute noch hat uns der große Dichter und Denker viel zu sagen, ist gegenwärtig, ein Zeitgenosse. In unserer von Katastrophen gebeutelten Zeit lautet sein Rat: "Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen …" In einer treffsicheren Auswahl aus seinem Werk spürt Herausgeber Rainer Weiss Goethe dort auf, wo er kämpferisch, aufbrausend, laut und heftig, frech und mahnend, ernst bis fassungslos auftritt. Kurz: Wo der Dichter des Faust seine Fäuste zeigt.
"Wer Perlen will,
Der muß ins Meer sich stürzen."
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Buchvorschau
Goethes Fäuste - Rainer Weiss
Vorwort
Goethes Fäuste – der Titel dieser Textsammlung entstand in einer Runde von Freunden, die sich zu einem langen Abend zusammengefunden und dabei (zum wiederholten Mal) den 1960 von Peter Gorski gedrehten Faust-Film mit Will Quadflieg und Gustaf Gründgens als Faust und Mephisto angesehen hatten. In der anschließenden Debatte über die schauspielerischen Leistungen der beiden Protagonisten (nicht zu vergessen natürlich auch die legendäre Elisabeth Flickenschildt als Marthe Schwerdtlein) sagte plötzlich jemand aus heiterem Himmel »Goethes Fäuste«, und der anwesende Westend-Verleger Markus J. Karsten reagierte sofort verlegertypisch: »Goethes Fäuste – fabelhaft, lasst uns bitte ein Buch mit diesem Titel machen.« Im nächsten Augenblick trug er mir die Herausgeberschaft an, die ich, dummerweise ohne einmal eine Nacht darüber zu schlafen, annahm. Der Titel hatte seinen Reiz, dem ich erlag.
Natürlich wusste ich, dass Goethe in seinem Werk das Zeigen von Fäusten vermieden und sich selbst bei emotional aufgeladenen Konflikten eher als eleganter Fechter (der deutlich mehr mit dem Florett denn mit Säbel oder Degen unterwegs war) gezeigt hatte. Aber es reizte mich doch, noch einmal in die Schriften Goethes einzutauchen und den Autor da aufzuspüren, wo er kämpferisch, aufbrausend, laut und heftig, frech und mahnend, ernst bis fassungslos aufgetreten war. Was er dabei seinen Zeitgenossen zurief und gewiss auch zumutete, liest sich heute so, als sei er unter uns. Keine seiner Zeilen ist verstaubt oder dünn, über die Jahrhunderte kraftlos geworden, nein: Goethe zu lesen, und sei es auch nur in kleinen Dosen, erfrischt, ermuntert und – macht Spaß.
Tatsächlich möchte ich nach diesem Sommer 2023, den ich Tag für Tag mit Goethe verbracht habe, jeder Leserin und jedem Leser wünschen, Zeit zu haben für ein wunderbares (und lohnendes) Abenteuer, das mit der Lektüre von Goethes Fäusten beginnen darf, dann aber zu den großen Büchern dieses Autors führen sollte – zu seinen Gedichten und Dramen, zum Wilhelm Meister, zu den Wahlverwandtschaften und, vor allem: zu Dichtung und Wahrheit.
Die hier versammelten Texte zeigen in immer wieder neuen Anläufen, wie Goethe dem Leben zugetan ist und wie sich seine Betrachtungen darauf richten, dass jedes Individuum sich »in die Welt zu wagen« und entschlossen an der Gestaltung des eigenen Weges zu arbeiten habe. Wenn hin und wieder die Erkenntnis aufscheint, dass »selbst die festen Felsen beben«, darf sie dennoch den Mutigen nicht davon abhalten, sich den ihn oft überraschenden Unsicherheiten seiner Umgebung zu stellen, ja: »Wer Perlen will, der muss ins Meer sich stürzen«.
Bei der Suche nach geeigneten Texten für Goethes Fäuste habe ich mich fast ausschließlich auf die beispielhaften Editionen des Deutschen Klassiker Verlags gestützt und schließlich auch die dort gewählte Orthografie und Zeichensetzung übernommen. Sie wirkt hin
