Die Hauptsächliche Summe der Theologie
Von Thomas von Aquin
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Die unerreichbare Wahrheit: Philosophie der Metaphysik: Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft, Träume eines Geistersehers, Grundzüge der Philosophie, Götzen-Dämmerung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Hauptsächliche Summe der Theologie: Summa theologiae Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
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Die Hauptsächliche Summe der Theologie - Thomas von Aquin
Thomas von Aquin
Die Hauptsächliche Summe der Theologie
Sharp Ink Publishing
2024
Contact: info@sharpinkbooks.com
ISBN 978-80-283-0952-7
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Erster Teil
Erster Band
Zweiter Band
Zweiter Teil
Dritter Teil
Prolog
Inhaltsverzeichnis
Da der Lehrer der katholischen Wahrheit nicht nur jene unterrichten soll, welche bereits in der Kenntnis der Lehre weiter Vorangeschritten sind, sondern auch die Anfänger, wie der Apostel sagt (I. Kor. 3, 1.): „Wie Kindern in Christo habe ich Milch euch gegeben, nicht feste Speise;" lassen wir uns bei dem vorliegenden Werke durch die Meinung leiten, alles das, was zur christlichen Religion gehört, hier in einer Weise zu erklären, wie es für die Belehrung von Anfängern sich geziemt. Wir haben nämlich überlegt, wie die Novizen dieser Wissenschaft in dem, was von verschiedenen Autoren geschrieben wurde, sehr große Hindernisse finden müssen: teils wegen der Menge der Quästionen, Artikel und Argumente; teils weil das, was jene wissen müssen, nicht in entsprechend angepaßter Ordnung vorgetragen wird, sondern je nachdem es die Eigenheit der betreffenden Schrift oder die Gelegenheit der aufgeworfenen Streitfrage mit sich bringt; teils aber auch, weil die häufige Wiederholung der gleichen Dinge Überdruß und Verwirrung in solchen Herzen erzeugt. In der Absicht also, dies und ähnliches zu vermeiden, werden wir versuchen im Vertrauen auf den göttlichen Beistand, kurz und klar, sowie es eben der Stoff mit sich bringen wird, alles auseinanderzusetzen, was zur heiligen Lehre gehört.
Erster Teil
Inhaltsverzeichnis
Erster Band
Erstes Kapitel. Die Beschaffenheit und der Umfang der heiligen Wissenschaft.
Erster Artikel. Die Notwendigkeit der heiligen Wissenschaft.
Zweiter Artikel. Die heilige Wissenschaft hat den Charakter wahrer Wissenschaft.
Dritter Artikel. Die heilige Wissenschaft ist eine durchaus einheitliche.
Vierter Artikel. Die heilige Wissenschaft ist vorzugsweise betrachtend (spekulativ), jedoch kommt es ihr auch zu, praktische Lebensweisheit zu enthalten.
Fünfter Artikel. Die heilige Wissenschaft überragt an innerem Adel alle anderen Wissenschaften.
Sechster Artikel. Die heilige Wissenschaft ist Weisheit.
Siebenter Artikel. Gott ist der Gegenstand der heiligen Wissenschaft.
Achter Artikel. Die heilige Wissenschaft geht beweisend vor.
Neunter Artikel. Die heilige Schrift gebraucht mit Recht Bilder und Figuren.
Zehnter Artikel. Außer dem Wortsinn hat die heilige Schrift noch unter ein und der nämlichen Ausdrucksweise verschiedene Arten von Sinn.
Zweites Kapitel. Das Dasein Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Dasein Gottes wird nicht mit Naturnotwendigkeit erkannt.
Zweiter Artikel. Das Dasein Gottes ist beweisbar.
Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes.
Drittes Kapitel. Die Einfachheit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott ist nicht ein Körper.
Zweiter Artikel. Gott ist nicht zusammengesetzt aus Form und Stoff.
Dritter Artikel. Gott als Einiger ist ganz dasselbe, was seine Natur oder sein Wesen ist.
Vierter Artikel. Das thatsächliche wirkliche Sein ist in Gott ein und dasselbe wie sein Wesen oder seine Natur.
Fünfter Artikel. Gott wird von keiner Art, die innerhalb des Seins besteht, einbegriffen: Er tritt mit keinem Sein in formale Verbindung.
Sechster Artikel. Gottes Sein hat keine Eigenschaften, Zustände oder sonstige Zuthaten; es ist nichts als es selbst, sein eigenes Wesen.
Siebenter Artikel. Gott ist ganz und gar einfach.
Achter Artikel. Gott wird nie mit anderem Sein zusammengesetzt.
Viertes Kapitel. Gottes Vollkommenheit.
Erster Artikel. Gott ist vollkommen.
Zweiter Artikel. Gott enthält in sich alles, was die Dinge in ihrer Gesamtheit an Vollkommenheiten und Vollendung haben.
Dritter Artikel. Die Ähnlichkeit der Kreaturen mit Gott.
Fünftes Kapitel. Das Gute im allgemeinen.
Überleitung.
Erster Artikel. Gut ist nichts anderes als was begehrenswert ist. .
Zweiter Artikel. Gemäß der Auffassung der Vernunft ist „Sein früher, als das „Gute
.
Dritter Artikel. Alles Sein ist, soweit es ist, gut.
Vierter Artikel. Das Gute in seinem Verhältnisse zum Zweckgrunde.
Fünfter Artikel. Das Wesen oder der innere Seinsgrund des Guten besteht: 1. in der Seinsweise, 2. in der inneren Seinsform, 3. in der Ordnung.
Sechster Artikel. Das Gute wird zweckmäßig eingeteilt in das Anständige, Nützliche und Ergötzliche.
Sechstes Kapitel. Die Güte Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott ist gut.
Zweiter Artikel. Gott ist das höchste Gut.
Dritter Artikel. Gott ist das Gute dem Wesen nach.
Vierter Artikel. Alle Dinge sind gut kraft der göttlichen Güte.
Siebentes Kapitel. Die Unendlichkeit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott ist unendlich.
Zweiter Artikel. Kein anderes Sein als Gott ist kraft des Wesens unendlich; und es kann auch kein anderes unendlich sein.
Dritter Artikel. Kein Körper ist der Größe nach unendlich.
Vierter Artikel. Es giebt in den Dingen nichts Unendliches der Zahl nach.
Achtes Kapitel. Die Existenz Gottes in den Dingen.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott ist wirkend im innern der Dinge.
Zweiter Artikel. Gott ist überall.
Dritter Artikel. Gott ist überall kraft seines Wesens, kraft seiner Gegenwart, kraft seiner Macht.
Vierter Artikel. Nur Gott ist es eigen, überall zu sein
Neuntes Kapitel. Die Unveränderlichkeit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott ist unveränderlich.
Zweiter Artikel. Unveränderlichsein ist Gott allein eigen.
Zehntes Kapitel. Die Ewigkeit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Ewigkeit ist der vollkommene Besitz des endlosen Lebens, er dieses Leben ganz und zugleich in sich begreift.
Zweiter Artikel. Gott ist ewig.
Dritter Artikel. Ewigsein ist Gott allein eigen.
Vierter Artikel. Der Unterschied zwischen Zeit und Ewigkeit.
Fünfter Artikel. Der Unterschied zwischen Zeit und „Ävum".
Sechster Artikel. Ist nur ein „Ävum"?
Elftes Kapitel. Die Einheit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Jegliches Sein ist thatsächlich eines.
Zweiter Artikel. Über den Gegensatz des „Einen zum „Vielen
.
Dritter Artikel. Gott ist ein einiger Gott.
Vierter Artikel. Gott ist in einzig hervorragender Weise ein einiges Wesen.
Zwölftes Kapitel. Die Art und Weise, Gott zu erkennen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die geschöpfliche Vernunft kann kraft und vermittelst seines Wesens Gott schauen.
Zweiter Artikel. Von seiten Gottes besteht in der geschöpflichen Vernunft keine Ähnlichkeit, vermittelst deren das göttliche Wesen geschaut würde.
Dritter Artikel. Das Wesen Gottes ist nicht Gegenstand körperlichen Schauens.
Vierter Artikel. Kraft der natürlichen Fähigkeit kann keine geschaffene Vernunft das Wesen Gottes schauen.
Fünfter Artikel. Die geschaffene Vernunft bedarf behufs der Anschauung Gottes eines sie stärkenden geschaffenen Lichtes.
Sechster Artikel. Der eine sieht vollkommener als der andere das Wesen Gottes.
Siebenter Artikel. Das Schauen der Seligen ist kein erschöpfendes Begreifen des göttlichen Wesens.
Achter Artikel. Gott anschauen hat nicht zur Folge, daß alles, was in Gott ist, gesehen wird.
Neunter Artikel. Die Seligen schauen, was sie in Gott schauen, nur kraft seines Wesens und nicht kraft anderer Ähnlichkeiten.
Zehnter Artikel. Was auch immer in Gott gesehen wird, das wird alles zugleich gesehen.
Elfter Artikel. Gottes Wesen wird in diesem Leben von keinem sterblichen Menschen geschaut.
Zwölfter Artikel. Das Dasein Gottes als des Urgrundes kann vermittelst der natürlichen Vernunft erkannt werden, nicht sein Wesen.
Dreizehnter Artikel. Vermittelst der Gnade wird eine höhere Kenntnis Gottes erworben, wie vermittelst der rein natürlichen Vernunft.
Dreizehntes Kapitel. Die Namen Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Gott kann auf Grund seiner Wirkungen Namen tragen; nicht auf Grund seines inneren Wesens.
Zweiter Artikel. Das Verhältnis der göttlichen Substanz zu den Namen Gottes.
Dritter Artikel. Es giebt Namen, die im eigentlichen Sinne von Gott gelten.
Vierter Artikel. Die Namen Gottes drücken nicht alle dasselbe aus.
Fünfter Artikel. Die Namen, über Gott ausgesagt, bezeichnen nicht das gleiche Wesen, wie in dem Falle, daß diese selben Namen von den Geschöpfen ausgesagt werden.
Sechster Artikel. Das Verhältnis der Namen zu einander.
Siebenter Artikel. Gott kann in der Zeit Namen tragen, welche Er von Ewigkeit nicht hat.
Achter Artikel. Der Name „Gott" bezeichnet die Natur Gottes.
Neunter Artikel. Der Name Gott ist unmitteilbar.
Zehnter Artikel. Der Name „Gott" schließt in seiner Bezeichnung nur ein verh in sich ein zwischen Gott und den Geschöpfen.
Elfter Artikel. Dieser Name „Der da ist" bezeichnet am eigensten Gott.
Zwölfter Artikel. Über Gott kann Affirmatives behauptet werden.
Vierzehntes Kapitel. Das Wissen Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist Wissenschaft.
Zweiter Artikel. Gott versteht sich selber.
Dritter Artikel. Gott begreift voll erschöpfend Sich selber.
Vierter Artikel. Die Substanz Gottes ist sein Verstehen.
Fünfter Artikel. Gott erkennt Anderes als Er selbst ist.
Sechster Artikel. Gott erkennt Anderes als Er selbst ist nach dessen eigenstem Sein.
Siebenter Artikel. Gottes Wissenschaft erkennt nicht das eine aus dem anderen.
Achter Artikel. Die Wissenschaft Gottes ist die Ursache der Dinge.
Neunter Artikel. Gott hat auch Kenntnis dessen, was nicht ist.
Zehnter Artikel. Gott kennt die Übel.
Elfter Artikel. Gott erkennt die einzelnen Dinge als einzelne.
Zwölfter Artikel. Gott erkennt Endloses.
Dreizehnter Artikel. Gott erkennt mit Gewißheit das zukünftig Zufällige.
Vierzehnter Artikel. Gott kennt die Urteile oder Sätze, welche wir bilden.
Fünfzehnter Artikel. Gottes wissen ist unveränderlich.
Sechzehnter Artikel. Spekulatives und praktisches Wissen ist in Gott.
Fünfzehntes Kapitel. Die Ideen oder Vorbilder in Gott.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott bestehen maßgebende Vorbilder des Geschöpflichen oder Ideen.
Zweiter Artikel. In Gott sind mehrere Ideen.
Dritter Artikel. Gottes ldeen beziehen sich auf alle von Gott erkannten Dinge als die eigenen Seinsgründe und die Richtschnur derselben.
Sechzehntes Kapitel. Die Wahrheit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis der Wahrheit zur Vernunft und zu den Dingen.
Zweiter Artikel. Die Wahrheit ist bloß insoweit in unserer Vernunft, als diese Prädikat und Subjekt zusammensetzt oder voneinander trennt.
Dritter Artikel. Sein
und „wahr" sind sachlich ein und dasselbe.
Vierter Artikel. Nach der Auffassung der Vernunft ist das wahre früher als das Gute; und nicht das Wahre stützt sich für das geschöpfliche Erkennen auf das Gute, sondern vom Guten wird das Wahre vorausgesetzt.
Fünfter Artikel. Gott ist die Wahrheit.
Sechster Artikel. Das Verhältnis der einen Wahrheit in Gott zu den Wahrheiten, gemäß denen die Dinge wahr sind.
Siebenter Artikel. Die geschaffene Wahrheit ist nicht ewig.
Achter Artikel. Die Wahrheit der göttlichen Vernunft allein ist unveränderlich; nicht die der geschöpflichen.
Siebzehntes Kapitel. Über das Falsche.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis der geschaffenen Dinge zum Menschen.
Zweiter Artikel. Das Verhältnis der Sinne.
Dritter Artikel. Die Vernunft in ihrem Verhältnisse zum Falschen.
Vierter Artikel. Der Gegensatz zwischen Wahr und Falsch.
Achtzehntes Kapitel. Das Leben Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Nicht alle Dinge in der Natur leben.
Zweiter Artikel. Leben und sein Verhältnis zum Thätigsein.
Dritter Artikel. Gott kommt es im höchsten Grade zu, zu leben.
Vierter Artikel. Alle Dinge sind leben in Gott.
Neunzehntes Kapitel. Wollen Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott besteht ein Wille.
Zweiter Artikel. Das Verhältnis des göttlichen Wollens zum anderen Sein.
Dritter Artikel. Der Wille Gottes und die Freiheit.
Vierter Artikel. Das Verhältnis des Wollens Gottes zur Verursachung der Dinge.
Fünfter Artikel. Gottes Wille hat keine Ursache.
Sechster Artikel. Gottes Wille wird immer erfüllt.
Siebenter Artikel. Der Wille Gottes ist unveränderlich.
Achter Artikel. Der Wille Gottes und die geschöpfliche Notwendigkeit.
Neunter Artikel. Das Verhältnis des göttlichen willens zum Übel.
Zehnter Artikel. Gott hat freien willen.
Elfter Artikel. Der Wille Gottes und die Zeichen desselben,
Zwölfter Artikel. Dem göttlichen Willen kommen fünf Zeichen zu.
Zwanzigstes Kapitel. Die Liebe Gotte.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist Liebe.
Zweiter Artikel. Gott liebt alles, indem Er allen Sein giebt.
Dritter Artikel. Das Verhältnis der Liebe Gottes zu den einzelnen Klassen der Geschöpfe.
Vierter Artikel. Gott liebt unter dem Geschaffenen im höheren Grade das, was besser ist.
Einundzwanzigstes Kapitel. Die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist Gerechtigkeit.
Zweiter Artikel. Das Verhältnis der Gerechtigkeit Gottes zur Wahrheit.
Dritter Artikel. In Gott ist Barmherzigkeit.
Vierter Artikel. In allen werken Gottes ist Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.
Zweiundzwanzigstes Kapitel. Die Vorsehung Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist Vorsehung.
Zweiter Artikel. Alles ist der göttlichen Vorsehung unterworfen.
Dritter Artikel. Das Verhältnis der göttlichen Vorsehung zu den verschiedenen Seinskreisen.
Vierter Artikel. Die Vorsehung Gottes und ihr Verhältnis zur Notwendigkeit in den Dingen.
Dreiundzwanzigstes Kapitel. Die Vorherbestimmung von seiten Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Bezüglich der Menschen besteht eine Vorherbestimmung in Gott.
Zweiter Artikel. Die Vorherbestimmung prägt nichts positives in die Vorherbestimmten ein.
Dritter Artikel. Gott verwirft manche.
Vierter Artikel. Die Gnadenwahl von seiten Gottes.
Fünfter Artikel. Das Vorauswissen der Verdienste ist nicht die Ursache der Vorherbestimmung.
Sechster Artikel. Die Vorherbestimmung schließt die zuverlässigste Gewißheit in sich ein.
Siebenter Artikel. Die Zahl der Auserwählten.
Achter Artikel. Die Vorherbestimmung und die Gebete der Heiligen.
Vierundzwanzigstes Kapitel. Das Buch des Lebens.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis der Vorherbestimmung zum Buche des Lebens.
Zweiter Artikel. Das Buch des Lebens betrifft bloß die zur ewigen Herrlichkeit Vorherbestimmten.
Dritter Artikel. Niemand wird getilgt aus dem Buche des Lebens von Seiten des. göttlichen Vorherwissens.
Fünfundzwanzigstes Kapitel. Die Allmacht Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist vermögen.
Zweiter Artikel. Das wirkende vermögen in Gott ist unendlich.
Dritter Artikel. Gott ist allmächtig.
Vierter Artikel. Gott kann nicht machen, daß das vergangene nicht gewesen sei.
Fünfter Artikel. Gottes Macht ist nicht gebunden an das, was er einmal wirkt oder gewirkt hat.
Sechster Artikel. Die Allmacht und die beste Welt.
Sechsundzwanzigstes Kapitel. Die Seligkeit Gottes.
Erster Artikel. Gott gebührt im höchsten Grade die Seligkeit.
Zweiter Artikel. Die Seligkeit Gottes in ihrem Verhältnisse zur göttlichen Vernunft.
Dritter Artikel. Die Seligkeit Gottes im Verhältnisse zur Seligkeit der Heiligen.
Vierter Artikel. Gott schließt alles irgendwie Beseligende in Sich ein.
Siebenundzwanzigstes Kapitel. Das Ausgehen der göttlichen Personen.
Überleitung.
Erster Artikel. Es besteht in Gott ein „Ausgehen".
Zweiter Artikel. In Gott besteht eine Zeugung.
Dritter Artikel. In Gott besteht noch ein anderes „Ausgehen als das des „Wortes
.
Vierter Artikel. Das „Ausgehen" der Liebe in Gott ist keine Zeugung.
Fünfter Artikel. In Gott sind nicht mehrere Arten von „Ausgehen" wie zwei.
Achtundzwanzigstes Kapitel. Die Relationen oder wechselseitigen Beziehungen in Gott.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott bestehen dem wirklichen thatsächlichen Sein nach Relationen oder Wechselbeziehungen.
Zweiter Artikel. Die „Relation" in Gott ist kein anderes zum Wesen hinzukommende wirkliches Sein, sondern das in thatsächlicher Wirklichkeit bestehende Wesen selbst.
Dritter Artikel. Die „Relationen" sind voneinander dem wirklichen Sein nach verschieden.
Vierter Artikel. Vier dem wirklichen Sein nach voneinander verschiedene „Relationen" bestehen in Gott: Die Vaterschaft, die Sohnschaft, das Hauchen und Gehaucht werden.
Neunundzwanzigstes Kapitel. Die drei göttlichen Personen
Überleitung.
Erster Artikel. Begriffsbestimmung der Person.
Zweiter Artikel. Das Verhältnis der Person zum Einzelbestande, zum Für-sich-bestehen, zum Wesen.
Dritter Artikel. Der Name „Person" kommt den drei göttlichen Personen zu.
Vierter Artikel. Das Verhältnis dieses Namens „Person zur „Relation
.
Dreißigstes Kapitel. Die Mehrheit der göttlichen Personen.
Überleitung.
Erster Artikel. Es giebt mehrere Personen in Gott.
Zweiter Artikel. In Gott sind nicht mehr als drei Personen.
Dritter Artikel. Die Dreiheit Gottes und ihr Verhältnis zur Zahl.
Vierter Artikel. Der Name „Person", insoweit er den drei Personen gemeinsam ist.
Einunddreißigstes Kapitel. Einheit und Mehrheit in Gott.
Überleitung.
Erster Artikel. In Gott ist eine Dreieinigkeit.
Zweiter Artikel. Der Sohn ist ein anderer wie der Vater.
Dritter Artikel. Das Verhältnis des göttlichen Wesens zum Ausdrucke: allein.
Vierter Artikel. Das Verhältnis der göttlichen Personen zum Ausdrucke: allein.
Zweiunddreißigstes Kapitel. Die Erkenntnis der drei göttlichen Personen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die natürliche Vernunft vermag nicht die Dreiheit der göttlichen Personen zu erkennen.
Zweiter Artikel. Die göttliche Dreieinigkeit und die ihre Kenntnis vermittelnden Begriffe.
Dritter Artikel. Solcher „Begriffe" oder notiones sind fünf.
Vierter Artikel. Betreffs der Annahme solcher „Notionen" können verschiedene Ansichten existieren.
Dreiunddreißigstes Kapitel. Die Person des Vaters.
Überleitung.
Erster Artikel. Dem „Vater kommt es zu, „Princip
zu sein.
Zweiter Artikel. Der Name „Vater" ist durchaus eigen der ersten Person.
Dritter Artikel. Das Verhältnis des Namens „Vater" zum Wesen und zur Person.
Vierter Artikel. „Unerzeugt" sein ist dem Vater eigen.
Vierunddreißigstes Kapitel. Die Person des Sohnes.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis des „Wortes" zum Wesen und zur Person.
Zweiter Artikel. Das „Wort" ist der Eigenname des Sohnes.
Dritter Artikel. Der Name „Wort" im Verhältnisse zu den Kreaturen.
Fünfunddreißigstes Kapitel. VI. Das Bild Gottes.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Ausdruck „Bild" ist ein persönlicher in Gott.
Zweiter Artikel. Der Name „Bild" ist Eigenname des Sohnes.
Sechsunddreißigstes Kapitel. Über die Person des heiligen Geistes.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Name „heiliger Geist" ist eigen der dritten Person in Gott.
Zweiter Artikel. Der heilige Geist geht vom Sohne aus.
Dritter Artikel. Der heilige Geist geht aus vom Vater durch den Sohn.
Vierter Artikel. Vater und Sohn ist ein Princip des heiligen Geistes.
Siebenunddreißigstes Kapitel. Über den Namen „Liebe", den der heilige Geist trägt.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Name „Liebe" ist eigen dem heiligen Geiste.
Zweiter Artikel. Die Liebe zwischen Vater und Sohn und ihr Verhältnis zum heiligen Geiste.
Achtunddreißigtes Kapitel. Der heilige Geist als Geschenk.
Überleitung.
Erster Artikel. „Geschenk" entspricht eigens der dritten Person.
Zweiter Artikel. Der Name „Geschenk" ist eigen der dritten Person.
Neununddreißigstes Kapitel. Das Verhältnis der drei Personen zum Wesen.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis der Personen zum Wesen.
Zweiter Artikel. Über den Ausdruck: Die drei Personen sind eines Wesens.
Dritter Artikel. Das Verhältnis der drei Personen zu den Namen, die vom Wesen gelten.
Vierter Artikel. Namen, welche das Wesen bezeichnen, können als Subjekt für die göttliche Person stehen; nur müssen sie „konkret sein: wie z B. „Gott
.
Fünfter Artikel. Namen, welche das Wesen bezeichnen, können, sobald sie im abstrakten Sinne gebraucht werden, nicht als Subjekt für eine Person stehen.
Sechster Artikel. Das Verhältnis der Personen zu den Wesensnamen, insofern die Personen von diesen ausgesagt werden.
Siebenter Artikel. Die Anpassung der Wesensnamen an die Personen.
Achter Artikel. Die Zueignungen oder Appropriationen im einzelnen.
Vierzigstes Kapitel. Das Verhältnis der göttlichen Personen zu den Relationen oder Eigenßeiten.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Relation oder Eigenheit ist ganz dasselbe in Gott wie die Person.
Zweiter Artikel. den Relationen liegt der Grund des Unterschiedes zwischen den Personen.
Dritter Artikel. Abgesehen vom wirklichen Sein der Relationen oder Eigenheiten, bestehen die Personen nicht; und abgesehen von den Personen ist in Gott kein einzelnes Für-sich-bestehen.
Vierter Artikel. Das Verständnis der Eigenheiten im Verhältnisse zu den entsprechenden notionalen Thätigkeiten.
Einundvierzigstes Kapitel. Das Verhältnis der Personen zu den fünf notionalen Thätigketten.
Überleitung.
Erster Artikel. Die „notionalen" Thätigkeiten werden mit Recht von den Personen ausgesagt.
Zweiter Artikel. Die „notionalen" Alte beruhen nicht auf freiem Willen.
Dritter Artikel. Die „notionalen" Thätigkeiten werden immer von etwas wirklichem ausgesagt.
Vierter Artikel. Die „notionalen" Thätigkeiten und die Macht oder das Vermögen Gottes.
Fünfter Artikel. Das Verhältnis des Vermögens für das Zeugen zur Relation und zum Wesen.
Sechster Artikel. Die „notionalen" Thätigkeiten können nicht von mehr Personen ausgesagt werden.
Zweiundvierzigstes Kapitel. Die Gleichheit und Ähnlichkeit der göttlichen Personen.
Überleitung.
Erster Artikel. Von den göttlichen Personen wird mit Recht die Gleichheit ausgesagt.
Zweiter Artikel. Die „ausgehende" Person ist gleich ewig mit ihrem Princip wie der Sohn mit dem Vater.
Dritter Artikel. In den göttlichen Personen besteht kraft der Natur eine Ordnung.
Vierter Artikel. Der Sohn ist gleich dem Vater in der Größe.
Fünfter Artikel. Der Vater ist im Sohne und der Sohn im Vater.
Sechster Artikel. Die Macht des Sohnes ist gleich der des Vaters.
Dreiundvierzigstes Kapitel. Die Sendung der drei göttlichen Personen.
Überleitung.
Erster Artikel. Dem Charakter einer göttlichen Person widerstrebt es nicht, daß sie gesandt werde.
Zweiter Artikel. Die Sendung im Verhältnisse zu Zeit und Ewigkeit.
Dritter Artikel. Die unsichtbare Sendung göttlicher Personen vollzieht sich nur gemäß der heiligmachenden Gnade.
Vierter Artikel. Dem Vater kommt es nicht zu, gesendet zu werden.
Fünfter Artikel. Dem Sohne kommt es zu, unsichtbarerweise gesendet zu werden.
Sechster Artikel. Auf alle, welche der Gnade teilhaftig sind, erstreckt sich die unsichtbare Sendung.
Siebenter Artikel. Dem heiligen Geiste kam es zu, sichtbarerweise gesendet zu werden.
Achter Artikel. Es kann eine göttliche Person von einer anderen gesendet werden, wie von jener, von welcher sie in Ewigkeit ausgeht.
Vierundvierzigstes Kapitel. Über die erste Ursache alles dessen, was ist.
Überleitung.
Erster Artikel. Alles, was ist, hat notwendig sein Sein von Gott.
Zweiter Artikel. Der Urstoff ist von Gott geschaffen.
Dritter Artikel. Gott ist die erste Exemplarursache der Dinge.
Vierter Artikel. Gott ist die Zweckursache aller Dinge.
Fünfundvierzigstes Kapitel. Über die Art und Weise wie die Kreaturen von Gott ausgehen
Überleitung.
Erster Artikel. Schaffen heißt etwas aus Nichts machen.
Zweiter Artikel. Gott kann etwas schaffen.
Dritter Artikel. Die „Schaffung" hat zum Gegenstande die Beziehung zum Schöpfer und ist demnach etwas in den Kreaturen.
Vierter Artikel. „Geschaffenwerden" ist eigen dem zusammengesetzten und für sich bestehenden Dinge.
Fünfter Artikel. Gott allem ist es eigen, zu schaffen.
Sechster Artikel. Erschaffen ist nicht einer einzelnen Person in Gott eigen.
Siebenter Artikel. In den Kreaturen findet sich eine Spur und in den vernünftigen ein Bild der Dreieinigkeit.
Achter Artikel. Die Erschaffung wird vorausgesetzt von den werken der Natur und der Kunst, ist aber denselben nicht beigemischt als ein sie begleitendes Element.
Sechsundvierzigstes Kapitel. Über den Anfang der Dauer der Geschöpfe.
Überleitung.
Erster Artikel. Das All der Kreaturen war nicht immer.
Zweiter Artikel. Daß die Welt begonnen habe ist Glaubensartikel und nicht Ergebnis wissenschaftlicher Beweisgründe.
Dritter Artikel. Die Erschaffung war im Anfange der Zeit.
Siebenundvierzigstes Kapitel. Die Verschiedenheiten der Dinge im allgemeinen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Menge und die Verschiedenheit der Dinge ist von Gott.
Zweiter Artikel. Die Ungleichheit der Dinge ist von Gott.
Dritter Artikel. Es besteht nur eine Welt.
Achtundvierzigstes Kapitel. Das Übel in den Dingen.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Übel ist keine Natur.
Zweiter Artikel. In den Dingen findet sich das Übel.
Dritter Artikel. Das Übel ist im Guten als im tragenden Subjekt.
Vierter Artikel. Kein Übel verdirbt das ganze Gute.
Fünfter Artikel. Das Übel ist teils Strafe, teils Schuld.
Sechster Artikel. Ein größeres Übel ist die Schuld wie die Strafe.
Neunundvierzigstes Kapitel. Über die Ursache des Übel.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Gute ist die Ursache vom Übel.
Zweiter Artikel. Gott, das höchste Gut, ist nicht die Ursache des Übels.
Dritter Artikel. Es besteht kein höchstes Übel als Ursache alles Übels.
Fünfzigstes Kapitel. Über die Substanz der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Engel sind stofflos.
Zweiter Artikel. Es ist ein Irrtum, zu behaupten, die Engel seien aus Stoff und Form zusammengesetzt.
Dritter Artikel. Die Zahl der Engel ist sehr groß.
Vierter Artikel. Jeder Engel ist seine Gattung.
Fünfter Artikel. Die Engel sind unvergänglich.
Einundfünfzigstes Kapitel. Verhältnis der Engel zum Körperlichen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Engel bedürfen ihrer Natur nach keiner Körper.
Zweiter Artikel. Die Engel können Körper annehmen.
Dritter Artikel. Die Engel üben vermittelst der angenommenen Leiber keine Lebensthätigkeit aus.
Zweiundfünfstigstes Kapitel. Verhältnis der Engel zum Orte.
Überleitung.
Erster Artikel. Jeder Engel ist in einem Orte.
Zweiter Artikel. Der Engel ist nur in einem einzigen Orte, nicht zugleich in mehreren.
Dritter Artikel. Mehrere Engel können nicht zugleich in demselben Orte sein.
Dreiundfünfzigstes Kapitel. Über die Bewegung der Engel von Ort zu Ort.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Verhältnis des Engels zum Bewegtsein.
Zweiter Artikel. Der Engel kann in seiner Bewegung die Mittelorte zwischen Anfang und Ende berühren; aber er hat es nicht notwendig.
Dritter Artikel. Die Bewegung des Engels vollzieht sich nicht in einem Augenblicke.
Vierundfünfzigstes Kapitel. Die Kenntnis der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Erkennen des Engels ist nicht seine Substanz.
Zweiter Artikel. Die Thätigkeit des Engels ist nicht sein Sein.
Dritter Artikel. Die Erkenntniskraft oder die Vernunft des Engels ist nicht sein Wesen.
Vierter Artikel. Im Engel ist keine „einwirkende und keine „mögliche
oder bloß erkennende Vernunft.
Fünfter Artikel. In den Engeln ist nur ein geistiges Erkennen.
Fünfundfünfzigstes Kapitel. Über die das Erkennen in den Engeln vermittelnde Idee.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Engel erkennt nicht alles vermittelst seiner Substanz.
Zweiter Artikel. Die Engel erkennen nicht vermittelst solcher Erkenntnisformen oder Ideen, welche sie von den Dingen empfangen.
Dritter Artikel. Die Ideen der höheren Engel sind allgemeiner und umfassender wie die der niedrigeren.
Sechsundfünfzigstes Kapitel. Die Erkenntnis der Engel rücksichtlich der stofflosen Wesen.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Engel erkennt sich selbst.
Zweiter Artikel. Ein Engel kennt den anderen.
Dritter Artikel. Die Engel können kraft ihrer Natur Gott erkennen.
Siebenundfünfzigstes Kapitel. Die Kenntnis der Engel rücksichtlich der stofflichen Dinge.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Engel kennen stoffliche Dinge.
Zweiter Artikel. Der Engel kennt das Einzelne und Besondere im stofflichen.
Dritter Artikel. Die Engel kennen nicht das eigentlich Zukünftige.
Vierter Artikel. Die Engel erkennen nicht die Herzensgedanken.
Fünfter Artikel. Die Engel kennen nicht die Geheimnisse der Gnade.
Achtundfünfzigstes Kapitel. Über die Art und Weise wie die Engel erkennen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Vernunft des Engels ist rücksichtlich des Natürlichen niemals im Zustande des Vermögens, sondern immer thatsächlich erkennend.
Zweiter Artikel. Der Engel kann vieles zugleich verstehen.
Dritter Artikel. Der Engel erkennt nicht vermittelst der Schlußfolge.
Vierter Artikel. Die Engel erkennen nicht, indem sie das eine mit dem anderen zusammensetzen oder das eine vom anderen trennen und so ein Urteil fällen.
Fünfter Artikel. In der Engelvernunft ist nichts Falsches.
Sechster Artikel. In den Engeln besteht ein helles wissen, das dem Morgen ähnelt, und ein dunkleres Wissen, das dem Abende ähnelt.
Siebenter Artikel. Das Morgen- und Abendwissen der Engel fällt nicht in eine einige Kenntnis zusammen, soweit es die Erkenntnisform betrifft.
Neunundfünfzigstes Kapitel. Über den Willen der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. In den Engeln besteht ein Wille.
Zweiter Artikel. Der Wille in den Engeln ist verschieden von der Vernunft.
Dritter Artikel. Die Engel haben freien Willen.
Vierter Artikel. Im Engel sind nicht zwei sich gegenüberstehende Vermögen wie die Begehrkraft und Streitkraft; die concupiscibilis und irascibilis.
Sechszigstes Kapitel. Über die Liebe, welche die Engel haben.
Überleitung.
Erster Artikel. Im Engel ist natürliche Liebe.
Zweiter Artikel. In den Engeln ist Liebe aus freier Wahl.
Dritter Artikel. Der Engel liebt sich selbst von Natur und aus freier Wahl.
Vierter Artikel. Ein Engel liebt mit natürlicher Liebe den anderen wie sich selbst.
Fünfter Artikel. Kraft seiner Natur liebt der Engel Gott mehr als sich selber.
Einundsechszigstes Kapitel. Über die Erschaffung der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Engel haben eine Ursache für ihr Sein.
Zweiter Artikel. Die Engel sind nicht von Ewigkeit hervorgebracht.
Dritter Artikel. Das Verhältnis der Erschaffung der Engel zum Entstehen der körperlichen Welt mit Rücksicht auf die Zeit.
Vierter Artikel. Die Engel sind im „coelum empyreum" geschaffen.
Zweiundsechszigstes Kapitel. Über die Gnade und die Herrlichkeit in den Engeln.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Engel waren in ihrer Erschaffung nicht selig durch die selige Anschauung.
Zweiter Artikel. Um zu Gott sich zu wenden, bedurften die Engel der Gnade.
Dritter Artikel. Die Engel sind geschaffen in der Gnade.
Vierter Artikel. Der Engel hat seine Seligkeit verdient.
Fünfter Artikel. Ein verdienstvoller Akt genügte für den Engel zur Erreichung der Seligkeit.
Sechster Artikel. Die natürlichen Gaben im Engel bilden die Richtschnur für die ihin verliehene Gnade und Herrlichkeit.
Siebenter Artikel. In den Engeln bleibt die natürliche Kenntnis und die natürliche Liebe.
Achter Artikel. Der selige Engel kann nicht sündigen.
Neunter Artikel. Die Engel können keinen Fortschritt mehr machen in ihrer Seligkeit.
Dreiundsechzigstes Kapitel. Über die Sünde der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Übel der Schuld kann in den Engeln sein.
Zweiter Artikel. In den Engeln kann nur die Sünde des Stolzes und des Neides sein.
Dritter Artikel. Der Dämon wollte sein wie Gott.
Vierter Artikel. Kein Dämon ist von Natur schlecht.
Fünfter Artikel. Der Dämon war nicht im ersten Augenblicke seiner Erschaffung durch die Schuld seines eigenen Willens böse.
Sechster Artikel. Das Fallen des Engels vollzog sich gleich nach dem ersten Augenblicke seines Seins.
Siebenter Artikel. Zukömmlich ist es mehr, daß der höchste aller Engel unter den sündigenden war.
Achter Artikel. Das Fallen des ersten Engels war für die anderen die Ursache ihres Fallens.
Neunter Artikel. Mehr Engel blieben in der Gnade als abfielen.
Vierundsechszigstes Kapitel. Die Strafe der Dämonen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Vernunft der Dämonen ist nicht mit Rücksicht auf jede Wahrheit verdunkelt.
Zweiter Artikel. Der Wille der Dämonen ist verhärtet im Bösen.
Dritter Artikel. Die Dämonen haben Schmerz.
Vierter Artikel. Der Strafort der Dämonen.
Fünfundsechzigstes Kapitel. Die Erschaffung der körperlichen Natur.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Körpernatur ist von Gott.
Zweiter Artikel. Wegen der Güte Gottes sind die körperlichen Dinge geschaffen.
Dritter Artikel. Die Körpernatur ist unmittelbar von Gott hervorgebracht und nicht vermittelst der Engel.
Vierter Artikel. Die Wesensformen der Körper sind nicht von den Engeln.
Sechsundsechzigste Kapitel. Die Beziehung des Erschaffens zu der des Scheidens.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Formlosigkeit des Stoffes war nicht der Zeit nach früher als dessen Geformtheit.
Zweiter Artikel. Nicht ein und derselbe formlose Stoff liegt allem Körperlichen zu Grunde.
Dritter Artikel. Der Feuerhimmel oder die Centralsonne ist geschaffen zugleich mit dem formlosen Stoffe.
Vierter Artikel. Die Zeit ist mitgeschaffen mit dem formlosen Stoffe.
Siebenundsechzigstes Kapitel. Das Werk der Scheidung an und für sich.
Überleitung.
Erster Artikel. Über das Licht im geistigen Sinne.
Zweiter Artikel. Das Licht ist kein Körper.
Dritter Artikel. Das Licht ist eine wirksame Eigenschaft.
Vierter Artikel. Mit Recht wird die Hervorbringung des Lichtes als am ersten Tage geschehen erzählt.
Achtundsechzigstes Kapitel. Der zweite Tag.
Erster Artikel. Das Firmament ist am zweiten Tage gemacht.
Zweiter Artikel. Die Wasser über dem Firmamente.
Dritter Artikel. Das Firmament und das Teilen der Wasser von den Wassern.
Vierter Artikel. Es existieren mehrere „Himmel".
Neunundsechzigstes Kapitel. Der dritte Tag.
Erster Artikel. Die Sammlung ist zukömmlicherweise am dritten Tage geschehen.
Zweiter Artikel. Mit Recht wird die Hervorbringung der pflanzen am dritten Tage erzählt.
Siebzigstes Kapitel. Mit Recht sind die Himmelslechten am vierten Tage hervorgebracht.
Erster Artikel. Mit Recht sind die Himmelsleuchten am vierten Tage hervorgebracht.
Zweiter Artikel. Der Zweckgrund für die Hervorbringung der Himmelsleuchten.
Dritter Artikel. Die Himmelskörper sind nicht beseelt.
Einundsiebzigstes Kapitel. Der fünfte Tag.
Zweiundsiebzigstes Kapitel. Der sechste Sag.
Dreiundsiebzigstes Kapitel. Der siebente Tag.
Erster Artikel. Die Vollendung der göttlichm Werke wird mit Recht dem siebenten Tage zugeschrieben.
Zweiter Artikel. Über Gottes Ruhe am siebenten Tage.
Dritter Artikel. Gott hat den siebenten Tag gesegnet und geheiliget.
Vierundsiebzigstes Kapitel. Über alle sechs Tage zusammen.
Erster Artikel. Die sechs Tage sind ausreichend und die Aufzählung und Aneinanderreihung derselben ist eine der Sachlage entsprechende.
Zweiter Artikel. Alle diese Tage zusammen sind nicht ein einziger Tag.
Dritter Artikel. Die Worte, mit denen die Schrift das Sechstagewerk ausdrückt, sind zukömmlich.
Fünfundsiebzigstes Kapitel. Der Mensch.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Seele ist nicht ein Körper.
Zweiter Artikel. Die menschliche Seele hat ein Für-sich-bestehen.
Dritter Artikel. Die Tierseelen haben kein Sür-sich-bestehen.
Vierter Artikel. Die Seele ist nicht der Mensch.
Fünfter Artikel. Die Seele ist nicht zusammengesetzt aus Stoff und Form.
Sechster Artikel. Die menschliche Seele ist unsterblich.
Siebenter Artikel. Der Engel und die menschliche Seele gehören nicht ein und derselben Natur oder Gattung an.
Sechsundsiebzigstes Kapitel. Über die Vereinigung des Leibes und der Seele.
Überleitung.
Erster Artikel. Das vernünftige Erkenntnisprincip ist die bestimmende Wesensform des menschlichen Körpers.
Zweiter Artikel. Das Erkenntnisprincip im Menschen wird vermehrt gemäß der Vervielfältigung der Körper.
Dritter Artikel. Im Menschen ist als Wesensform nur die vernünftige Seele.
Vierter Artikel. Es besteht im Menschen gar keine andere, auch keine rein körperliche leitende Form außer der vernünftigen Seele.
Fünfter Artikel. Es ist durchaus zukömmlich, daß die vernünftige Seele mit einem solchen aus stofflichen Elementen gemischten Körper verbunden werde.
Sechster Artikel. Ohne alle weitere Vermittlung ist die Seele mit dem Körper verbunden.
Siebenter Artikel. Nichts Körperliches vermittelt zwischen Leib und Seele.
Achter Artikel. Die Seele ist ganz in jedem Teile des Körpers.
Siebenundsiebzigstes Kapitel. Die Vermögen der Seele im allgemeinen.
Überleitung.
Erster Artikel. Das Wesen der Seele ist nicht ihr vermögen.
Zweiter Artikel. In der Seele sind mehrere Vermögen.
Dritter Artikel. Die verschiedenen Gegenstände und die verschiedenen Thätigkeiten bilden den Unterscheidungsgrund für die Verschiedenheit der Vermögen.
Vierter Artikel. Unter den vermögen der Seele besteht eine gewisse Ordnung.
Fünfter Artikel. Die Seele für sich allein ist nicht das tragende Subjekt aller Vermögen..
Sechster Artikel. Alle Vermögen der Seele fließen von deren innerstem Wesen aus.
Siebenter Artikel. Das eine Vermögen der Seele kann vom anderen herrühren; wahrend alle aus dem Wesen der Seele fließen.
Achter Artikel. Nicht alle Vermögen bleiben in der vom Körper getrennten Seele.
Achtundsiebzigstes Kapitel. Über die Vermögen der Seele im besonderen.
Überleitung.
Erster Artikel. Über die verschiedenen Arten der einzelnen Vermögen.
Zweiter Artikel. Die Pflanzenseele hat drei Vermögen: Das Nähr-, Fortpflanzungs- und das Vermögen zu wachsen.
Dritter Artikel. Fünf äußere Sinne sind der menschlichen Natur entsprechend.
Vierter Artikel. Über die inneren Sinne.
Neunundsiebzigstes Kapitel. Über das Vernunftvermögen im allgemeinen.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Vernunft ist ein Vermögen der Seele.
Zweiter Artikel. Die Vernunft ist ein leidendes oder empfangendes vermögen.
Dritter Artikel. Es besteht eine wirkende Vernunft.
Vierter Artikel. Die „einwirkende" Vernunft gehört zur Seele und ist ein ihr eigentümliches Vermögen.
Fünfter Artikel. Die „einwirkende" Vernunft ist nicht eine einzige in allen.
Sechster Artikel. Im vernünftigen Teile der Seele besteht ein Gedächtnis.
Siebenter Artikel. Das Gedächtnis ist kein eigenes Vermögen neben der Vernunft.
Achter Artikel. Die Kraft, von einem auf das andere zu schließen (die ratio), ist kein von der Vernunft (dem intellectus) verschiedenes Vermögen.
Neunter Artikel. Die höhere und niedere Verstandeskraft sind nicht zwei verschiedene Vermögen.
Zehnter Artikel. Das reine Verständnis ist kein anderes Vermögen wie die Vernunft.
Elfter Artikel. Die spekulative oder rein betrachtende Vernunft und die praktische oder thätige sind nicht zwei verschiedene Vermögen.
Zwölfter Artikel. Das Bewußtsein oder die Synderesis ist kein besonderes Vermögen.
Dreizehnter Artikel. Das Gewissen ist kein Vermögen.
Achtzigstes Kapitel. Über die begehrenden Vermögen im allgemeinen.
Erster Artikel. Das Begehrungsvermögen im allgemeinen.
Zweiter Artikel. Das sinnliche Begehrungsvermögen ist ein anderes Vermögen wie das vernünftige, der Wille.
Einundachtzigstes Kapitel. Über die Sinnlichkeit.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Sinnlichkeit ist reines Begehren.
Zweiter Artikel. Das sinnliche Begehren scheidet sich in zwei Vermögen: in, die Begierde, um zu haben, und in die Abwehr, um zu behalten.
Dritter Artikel. Die Begehr- und Abwehrkraft sind dem Verstande von Natur aus untergeordnet.
Zweiundachtzigstes Kapitel. Über den Willen.
Überleitung.
Erster Artikel. Der menschliche Wille und die Notwendigkeit.
Zweiter Artikel. Der Wille will nicht Alles, was er will, mit Notwendigkeit.
Dritter Artikel. Die Natur der Vernunft steht höher wie die des Willens.
Vierter Artikel. Der Wille bewegt die Vernunft.
Fünfter Artikel. Eine besondere Begehr- und Abwehrkraft wird im Willen nicht unterschieden, als ob es zwei solcher Vermögen im Willen gäbe.
Dreiundachtzigstes Kapitel. Der freie Wille.
Erster Artikel. Der Mensch hat freien willen.
Zweiter Artikel. Der Seinscharakter des freien Willens.
Dritter Artikel. Der freie Wille ist ein Begehrungsvermögen.
Vierter Artikel. Die Freiheit ist der Wille selber.
Vierundachtzigstes Kapitel. Die Kenntnis der Seele rücksichtlich dessen, was tiefer steht als sie.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Körper sind Erkenntnisgegenstände für die menschliche Vernunft.
Zweiter Artikel. Nicht kraft ihres Wesens versteht die Seele das körperliche.
Dritter Artikel. Die Seele erkennt nicht vermittelst angeborener Ideen.
Vierter Artikel. Die Ideen in uns fließen nicht aus in die Seele von stofflosen, getrennt für sich bestehenden Substanzen.
Fünfter Artikel. Die vernünftige Seele erkennt das Stofflose in den ewigen Seinsgründen.
Sechster Artikel. Die vernünftige Kenntnis vermitteln die sichtbaren Dinge.
Siebenter Artikel. Die Vernunft kann nicht thatsächlich erkennen, trotzdem sie die Ideen in sich hat, wenn sie sich nicht zu den Phantasiebildern wendet.
Achter Artikel. Das Urteil der Vernunft wird gehindert durch das Gebundensein der Sinne.
Fünfundachtzigstes Kapitel. Über die Art und Weise des vernünftigen Erkennens.
Erster Artikel. Unsere Vernunft erkennt dadurch, daß sie die Wesenheiten der körperlichen Dinge loslöst von den Phantasiebildern.
Zweiter Artikel. Die Ideen sind die bethätigenden Formen innerhalb der Vernunft, vermittelst deren erkannt wird; sie sind nicht Erkenntnisgegenstand.
Dritter Artikel. Vom mehr Allgemeinen schreitet unsere Kenntnis fort zum minder Allgemeinen.
Vierter Artikel. Die Vernunft kann nicht zugleich vieles vermittelst verschiedener Ideen verstehen.
Fünfter Artikel. Die menschliche Vernunft erkennt dadurch, daß sie zusammensetzt und trennt.
Sechster Artikel. Unsere Vernunft und das Falsche.
Siebenter Artikel. Ein und dieselbe Sache kann der eine besser verstehen wie der andere.
Achter Artikel. Die Vernunft und das Verständnis des Unteilbaren.
Sechsundachtzigstes Kapitel. Die Vernunft und das Stoffliche an sich.
Erster Artikel. Unsere Vernunft erkennt nicht das Einzelne und Besondere.
Zweiter Artikel. Die Vernunft und das Endlose.
Dritter Artikel. Die Vernunft erkennt das Zufällige und Freie.
Vierter Artikel. Unsere Vernunft erkennt nicht, was wahrhaft zukünftig ist.
Siebenundachtzigstes Kapitel. Die Selbstkenntnis der vernünftigen Seele.
Erster Artikel. Die vernünftige Seele erkennt sich nicht vermittelst ihres Wesens.
Zweiter Artikel. Unsere Vernunft erkennt die Zustande in der Seele (wie z. B. den Glauben, die Wissenschaft), die sie in sich hat, nicht durch deren Wesen.
Dritter Artikel. Die Vernunft erkennt ihre eigene Thätigkeit.
Vierter Artikel. Die Vernunft versteht den Willensakt.
Achtundachtzigstes Kapitel. Über die Kenntnis der Seele mit Rücksicht auf das, was über ihr ist.
Erster Artikel. Die menschliche Seele kann während des irdischen Lebens die rein geistigen Substanzen nicht vermittelst der Wesensform derselben oder vermittelst einer deren Natur entsprechenden Ähnlichkeit erkennen.
Zweiter Artikel. Vermittelst der Kenntnis von den stofflichen Dingen kann die Vernunft zur Kenntnis der inneren Natur der stofflichen Substanzen nicht gelangen.
Dritter Artikel. Gott ist für die menschliche Vernunft nicht das Ersterkannte.
Neunundachtzigstes Kapitel. Über die Kenntnis, welche die vom Liebe getrennte Seele hat.
Erster Artikel. Die vom Leibe getrennte Seele kann etwas erkennen.
Zweiter Artikel. Die vom Leibe getrennte Seele erkennt stofflose Substanzen.
Dritter Artikel. Die getrennte Seele erkennt nicht alles im Bereiche der Natur Enthaltene in vollkommener weise.
Vierter Artikel. Die getrennte Seele erkennt die Einzeldinge.
Fünfter Artikel. Die Wissenschaften, welche die Seele hier erworben, bleiben ihr nach der Trennung.
Sechster Artikel. Die Thätigkeit des Wissens bleibt in der getrennten Seele.
Siebenter Artikel. Die örtliche Entfernung hindert nicht die Kenntnis der getrennten Seele.
Achter Artikel. Die getrennten Seelen erkennen im allgemeinen nicht, was hier geschieht.
Neunzigstes Kapitel. Die Hervorbringung des Menschen und zwar seiner Seele.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Menschenseele ist geschaffen; sie ist nicht ein Bestandteil der Substanz Gottes.
Zweiter Artikel. Die Seele hat ihr Sein durch Erschaffung.
Dritter Artikel. Gott bringt selber unmittelbar die Seele hervor.
Vierter Artikel. Die menschliche Seele ist nicht hervorgebracht vor dem Körper.
Einundneunzigstes Kapitel. Die Hervorbringung des menschlichen Leibes.
Erster Artikel. Der Körper des ersten Menschen ward aus Lehm gemacht.
Zweiter Artikel. Gott hat selber unmittelbar den Menschenleib gemacht.
Dritter Artikel. Die Einrichtung des menschlichen Körpers ist eine durchaus zutreffende.
Vierter Artikel. Die Beschreibung, wie sie die Schrift von der Aervorbringung des menschlichen HörperZ giebt, ist durchaus passend.
Zweiundneunzigstes Kapitel. Über die Art und Weise, wie das Weib hervorgebracht worden.
Erster Artikel. Das Weib mußte mit unter den ersten werken der Schöpfung hervorgebracht werden.
Zweiter Artikel. Passenderweise ward das Weib aus dein Manne.
Dritter Artikel. Passenderweise ist das Weib aus einer Rippe des Mannes geworden.
Vierter Artikel. Gott selber hat unmittelbar das Weib geformt.
Dreiundneunzigstes Kapitel. Über den Zweck bei der Hervorbringung des Menschen oder über das Bild Gottes im Menschen.
Erster Artikel. Das Bild Gottes ist im Menschen.
Zweiter Artikel. Das Bild Gottes ist nicht in der vernunftlosen Kreatur.
Dritter Artikel. Der Engel ist in höherem Grade nach dem Bilde Gottes wie der Mensch.
Vierter Artikel. Bild Gottes ist in jedem Menschen.
Fünfter Artikel. Im Menschen ist das Bild Gottes, des Dreipersönlichen.
Sechster Artikel. Nur im vernünftigen Geiste des Menschen ist das Bild Gottes.
Siebenter Artikel. Das Bild Gottes ist im Menschen zu allererst gemäß der thatsächlichen Wirksamkeit.
Achter Artikel. Das Bild Gottes ist in der Seele, weil sich diese auf Gott als auf ihren Gegenstand richten kann und nicht anders.
Neunter Artikel. Zwischen Bild und Ähnlichkeit wird passenderweise ein Unterschied gemacht.
Vierundneunzigstes Kapitel.
Erster Artikel. Der erste Mensch hat Gott nicht kraft des göttlichen Wesens geschaut.
Zweiter Artikel. Adam schaute im Zustande der Unschuld die Engel nicht kraft deren Wesenheit.
Dritter Artikel. Die Ausdehnung der Wissenschaft Adams.
Vierter Artikel. Im Zustande der Unschuld konnte der Mensch sich nicht irren.
Fünfundneunzigstes Kapitel.
Erster Artikel. Der erste Mensch ward geschaffen in der Gnade.
Zweiter Artikel. Der erste Mensch hatte Leidenschaften im sinnlichen Teile.
Dritter Artikel. Adam hatte alle Tugenden.
Vierter Artikel. Der Grad der Verdienstlichkeit in den werken Adams.
Sechsundneunzigstes Kapitel. Über die Herrschaft des ersten Menschen.
Erster Artikel. Die Herrschaft über die Tiere.
Zweiter Artikel. Die Herrschaft des Menschen über die anderen Kreaturen.
Dritter Artikel. Die Menschen wären im Stande der Unschuld nicht einander gleich gewesen.
Vierter Artikel. Im Urzustande waren die einen die Oberen der anderen.
Siebenundneunzigstes Kapitel. Über die Erhaltung des Lebens der einzelnen menschlichen Person.
Erster Artikel. Der Mensch war im Urzustande unsterblich.
Zweiter Artikel. Der Körper des Menschen im Stande der Unschuld war dem Leiden nicht zugänglich.
Dritter Artikel. Der Mensch bedürfte im Urzustande der Speise.
Vierter Artikel. Der Lebensbaum.
Achtundneunzigstes Kapitel. Die Erhaltung der Gattung Mensch
.
Erster Artikel. Im Stande der Unschuld bestand die Zeugung.
Zweiter Artikel. Die Zeugung hätte im Urzustande vermittelst des geschlechtlichen Zusammenlebens stattgefunden.
Neunundneunzigstes Kapitel. Die Verhältnisse der Nachkommenschaft mit Beziehung auf den Körper.
Erster Artikel. Die Beschaffenheit des Körpers der Kinder.
Zweiter Artikel. Auch weibliche Wesen wären im Urzustande gezeugt worden.
Hundertstes Kapitel. Das Verhältnis der Nachkommen zur Urgerechtigkeit.
Erster Artikel. Alle Menschen wären in der Ungerechtigkeit geboren worden.
Zweiter Artikel. Der Mensch im Zustande der Ungerechtigkeit konnte kündigen.
Hunderterstes Kapitel. Das Verhältnis der Nachkommenschaft im Stande der Unschuld zur Wissenschaft.
Erster Artikel. Die Kinder wären nicht als vollkommene Gelehrte geboren worden.
Zweiter Artikel. Die eben geborenen Kinder hätten nicht sogleich den vollkommenen Gebrauch der Vernunft gehabt.
Hundertzweites Kapitel. Das Paradies.
Erster Artikel. Das Paradies ist ein irdisch körperlicher Ort.
Zweiter Artikel. Das Paradies war ein passender Ort für die ersten Menschen.
Dritter Artikel. Der Mensch ist in das Paradies geführt worden, damit er da arbeite und es behüte.
Vierter Artikel. Der Mensch ist nicht geschaffen im Paradiese.
Hundertdrittes Kapitel. Über die Weltregierung im allgemeinen.
Überleitung.
Erster Artikel. Es giebt eine Weltregierung.
Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt.
Dritter Artikel. Das Weltall wird von einem Einzigen regiert.
Vierter Artikel. Die Wirkungen der Weltregierung.
Fünfter Artikel. Alles steht unter der göttlichen Teilregierung.
Sechster Artikel. Gott leitet die Dinge nicht unmittelbar, sondern die einen durch die anderen.
Siebenter Artikel. Nichts kann geschehen außerhalb der von Gott gesetzten Ordnung in der Weltleitung.
Achter Artikel. Nichts kann widerstehen der von Gott gesetzten Ordnung.
Hundertviertes Kapitel. Über die Wirkungen der göttlichen Weltregierung im besonderen.
Erster Artikel. Das Bedürfnis aller Kreaturen, von Gott im Sein erhalten zu werden.
Zweiter Artikel. Gott erhält die Kreaturen vermittelst anderer Ursachen.
Dritter Artikel. Gott kann etwas zu nichts werden lassen.
Vierter Artikel. Es wird nichts thatsächlich zu nichts werden.
Hundertfünftes Kapitel. Über die Veränderung in den Dingen, soweit eine solche von Gott kommt.
Erster Artikel. Gott kann ohne Zwischenursache den Stoff für die betreffende Form bestimmen.
Zweiter Artikel. Gott kann unmittelbar einen Körper in Bewegung setzen.
Dritter Artikel. Die bestimmende Kraft in Gott rücksichtlich der geschöpflichen Vernunft.
Vierter Artikel. Gott bestimmt und bewegt den geschaffenen Willen.
Fünfter Artikel. Gott wirkt in jedem Wesen, welches thätig ist.
Sechster Artikel. Gott kann etwas thun, was außerhalb der Ordnung steht, die Er den Dingen zugleich mit ihrer Natur eingeprägt hat.
Siebenter Artikel. Was Gott außerhalb der natürlichen Ordnung der Dinge thut, ist ein wunder.
Achter Artikel. Es giebt verschiedene Abstufungen in der Größe der Wunder.
Hundertsechstes Kapitel. Die verursachende, bestimmende Kraft der Engel.
Überleitung.
Erster Artikel. Der eine Engel erleuchtet den anderen.
Zweiter Artikel. Kein Engel kann den Willen des anderen bewegen.
Dritter Artikel. Der niedrigere Engel kann nicht den höheren erleuchten.
Vierter Artikel. Die höheren Engel teilen den niedrigeren Alles mit, was ihnen bekannt ist.
Hundertsiebentes Kapitel. Das Sprechen der Engel.
Erster Artikel. Der eine Engel spricht zum anderen.
Zweiter Artikel. Die niederen Engel sprechen auch zu den höheren.
Dritter Artikel. Der Engel spricht zu Gott.
Vierter Artikel. Die örtliche Entfernung hat gar keinen Einfluß auf das Sprechen der Engel.
Fünfter Artikel. Nicht alle Engel kennen das Sprechen des einen zum anderen
Hundertachtes Kapitel. Über die Hierarchie oder Rangordnung und über die Chöre der Engel.
Erster Artikel. Nicht alle Engel gehören einer einzigen Hierarchie an.
Zweiter Artikel. In ein und derselben Hierarchie oder Rangordnung sind mehrere Chöre.
Dritter Artikel. In ein und demselben Chöre sind mehrere Engel.
Vierter Artikel. Der Unterschied zwischen den Hierarchien und Chören der Engel kommt von ihrer Natur.
Fünfter Artikel. Die Namen der Engelchöre.
Sechster Artikel. Die Reihenfolge der Chöre.
Siebenter Artikel. Die Engelchöre bleiben in ihrem Unterschiede bestehen nach dem letzten Gerichte.
Achter Artikel. Menschen werden aufgenommen in die Engelchöre.
Hundertneuntes Kapitel. Die Rangordnung in den bösen Engeln.
Erster Artikel. Es besteht eine Rangordnung in den Dämonen.
Zweiter Artikel. Unter Dämonen giebt es Vorsteher, denen die anderen gehorchen.
Dritter Artikel. Bei den Dämonen besteht kein Erleuchten, sondern nur ein Sprechen.
Vierter Artikel. Die guten Engel stehen den bösen vor.
Hundertzehntes Kapitel. Die Leitung, welche die Engel rücksichtlich der körperlichen Kreatur ausüben.
Erster Artikel. Eine solche Leitung existiert.
Zweiter Artikel. Der körperliche Stoff folgt nicht den Engeln unmittelbar wie auf ihren Wink.
Dritter Artikel. Der Stoff gehorcht den Engeln mit Rücksicht auf die Bewegung von Ort zu Ort.
Vierter Artikel. Die Engel können keine Wunder machen.
Hundertelftes Kapitel. Über den Einfluß der Engel auf die Menschen.
Überleitung.
Erster Artikel. Der Engel kann den Menschen erleuchten.
Zweiter Artikel. Die Engel können den Willen des Menschen nicht wirksam und genügend beeinflussen.
Dritter Artikel. Der Engel kann unmittelbar auf die Einbildungskraft einwirken.
Vierter Artikel. Der Engel kann in die äußeren Sinne des Menschen einwirken.
Hundertzwölftes Kapitel. Über die Sendung der Engel.
Erster Artikel. Es werden Engel in den Dienst der Menschen von Gott gesandt.
Zweiter Artikel. Nicht alle Engel werden zu Dienstleistungen gesandt.
Dritter Artikel. Die Art und Weise, wie die Engel vor dem Throne Gottes stehen (assistieren).
Vierter Artikel. Nicht alle von der zweiten Hierarchie werden gesandt.
Hundertdreizehntes Kapitel. Über die Schutzengel.
Erster Artikel. Es giebt Schutzengel für die Menschen.
Zweiter Artikel. Der einzelne Mensch hat seinen besonderen Schutzengel.
Dritter Artikel. Die Schutzengel gehören dem niedrigsten Engelchore an.
Vierter Artikel. Allen Menschen werden, soweit sie pilgern, Schutzengel gegeben.
Fünfter Artikel. Von Geburt an hat der Mensch seinen Schutzengel.
Sechster Artikel. Der Schutzengel verläßt niemals den Menschen.
Siebenter Artikel. Die Schutzengel empfinden keinen Schmerz um der Übel willen, welche ihre Schutzbefohlenen treffen.
Achter Artikel. Die Art und weise, wie zwischen den heiligen Engeln Kampf und Zwietracht besteht.
Hundertvierzehntes Kapitel. Über die Anfechtungen von Seiten der Dämonen.
Erster Artikel. Die Menschen werden von den Dämonen angefochten.
Zweiter Artikel. Versuchen ist dem Teufel eigen.
Dritter Artikel. Nicht alle Sünden gehen aus von der Versuchung des Teufels.
Vierter Artikel. Die Teufel verführen die Menschen manchmal durch Wunder.
Fünfter Artikel. Wird der Dämon besiegt, so hört er für eine Zeit lang auf mit seinen Anfechtungen.
Hundertfünfzehntes Kapitel. Die Wirksamkeit der körperlichen Natur.
Erster Artikel. Es giebt Thätigkeit in Körpern.
Zweiter Artikel. Im körperlichen Stoffe finden sich manche maßgebende Gründe gleichsam als Same für anderes Sein.
Dritter Artikel. Die Himmelskörper sind die Ursachen dessen, was in unseren niederen Körpern geschieht.
Vierter Artikel. Die Himmelskörper sind nicht Ursache der menschlichen Wandlungen.
Fünfter Artikel. Die Himmelskörper haben keine einwirkende Kraft rücksichtlich der Dämonen.
Sechster Artikel. Die Wirkungen der Himmelskörper folgen nicht immer mit Notwendigkeit.
Hundertsechszehntes Kapitel. Das Schicksal oder Fatum.
Erster Artikel. Die Natur des Schicksals.
Zweiter Artikel. Das Schicksal im ebengenannten Sinne ist in den geschaffenen Dingen.
Dritter Artikel. Das Schicksal ist unbeweglich.
Vierter Artikel. Nicht Alles unterliegt dem Schicksal.
Hundertsiebzehntes Kapitel. Über die Thätigkeit des Menschen.
Erster Artikel. Ein Mensch kann den anderen belehren.
Zweiter Artikel. Der Mensch kann nicht den Engeln etwas lehren.
Dritter Artikel. Der Mensch kann kraft seiner Seele allein nicht auf andere Körper wirkenden Einfluß üben.
Vierter Artikel. Die vom Leibe getrennte Seele kann keinen Körper bewegen.
Hundertachtzehntes Kapitel. Über die Fortpflanzung des Menschen mit Rücksicht auf die Seele.
Erster Artikel. Die Sinnesseele wird kraft des Samens fortgepflanzt.
Zweiter Artikel. Die vernünftige Seele wird nicht kraft des Samens erzeugt.
Dritter Artikel. Die menschlichen Seelen sind nicht alle zugleich von Gott geschaffen.
Hundertneunzehntes Kapitel. Die Fortpflanzung des Menschen mit Rücksicht auf den Körper.
Vorbemerkung.
Erster Artikel. Von der Nahrung geht etwas wahrhaft in die Substanz der menschlichen Natur über.
Zweiter Artikel. Der Same kommt vom Überflusse in der Nahrung.
Zweiter Band
Prolog
Erstes Kapitel. Der letzte Zweck des Menschen im allgemeinen.
Erster Artikel. Dem Menschen kommt es zu, um des Zweckes willen zu handeln.
Zweiter Artikel. Zweckmäßiges Thätigsein ist keine unterscheidende Eigenheit der Vernünftigen Natur.
Dritter Artikel. Der Zweck giebt den menschlichen Wandlungen die sie voneinander unterscheidende Wesensgattung.
Vierter Artikel. Es besteht ein letzter Zweck des menschlichen Lebens.
Fünfter Artikel. Ein einzelner Mensch kann nicht zugleich einen mehrfachen letzten Endzweck sich vorstecken.
Sechster Artikel. Alles, was der Mensch will, das will er um des letzten Endzweckes willen.
Siebenter Artikel. Es besteht ein einiger letzter Endzweck für alle Menschen.
Achter Artikel. Der Zweck der Gesamtnatur.
Zweites Kapitel. Seligkeit besteht nicht im Besitze irgend welchen geschaffenen Gutes.
Erster Artikel. Die Seligkeit des Menschen besteht nicht im Reichtume.
Zweiter Artikel. Die Seligkeit des Menschen besteht nicht im Glänze der Ehre.
Dritter Artikel. Die Seligkeit des Menschen besteht nicht im Rufe oder im Ruhme.
Vierter Artikel. Die Seligkeit des Menschen besteht nicht in der Macht.
Fünfter Artikel. Die Seligkeit des Menschen besteht in keinem Gute des Körpers.
Sechster Artikel. Die Seligkeit besteht nicht im sinnlichen Vergnügen.
Siebenter Artikel. Kein Gut, was in der Seele sich findet, ist die Seligkeit des Menschen.
Achter Artikel. In keinem geschaffenen Gute besteht die Seligkeit des Menschen.
Drittes Kapitel. Über das Wesen der Seligkeit.
Erster Artikel. Die Seligkeit als im Menschen befindlich ist etwas Geschaffenes.
Zweiter Artikel. Die Seligkeit ist Thätigsein.
Dritter Artikel. Die Seligkeit besteht ihrem Wesen nach nicht in der Thätigkeit des sinnlichen Teiles.
Vierter Artikel. Das Wesen der Seligkeit besteht in der Thätigkeit der Vernunft, nicht des willens.
Fünfter Artikel. Die Seligkeit besteht in der Thätigkeit der beschaulichen (spekulativen) Vernunft.
Sechster Artikel. Die Seligkeit besteht nicht in der Betrachtung der spekulativen Wissenschaften.
Siebenter Artikel. Die Seligkeit besteht nicht in der Kenntnis der Engel.
Achter Artikel. Die Seligkeit besteht im Schauen des göttlichen Wesens.
Viertes Kapitel. Die zur Seligkeit erforderlichen Güter
Erster Artikel. Zur Seligkeit gehört Freude und Ergötzen.
Zweiter Artikel. Das Schauen ist hauptsächlicher in der Seligkeit wie das Ergötzen.
Dritter Artikel. Die Seligkeit des Schauens und das Begreifen.
Vierter Artikel. Die Aufrichtigkeit oder Geradheit des Willens gehört zur Seligkeit.
Fünfter Artikel. Der Körper ist nicht notwendig zur Seligkeit.
Sechster Artikel. Als Vorbereitung und Ausfluß von der Seligkeit wird die Vollendung des Körpers erfordert.
Siebenter Artikel. Äußere Güter werden zur vollendeten Seligkeit nicht erfordert.
Achter Artikel. Zur Seligkeit wird nicht erfordert die Gesellschaft von Freunden.
Fünftes Kapitel. Über die Art und Weise, die Seligkeit zu erreichen.
Erster Artikel. Der Mensch kann die Seligkeit erreichen.
Zweiter Artikel. Ein Mensch kann seliger sein wie der andere.
Dritter Artikel. Über die Seligkeit in diesem Leben.
Vierter Artikel. Über die Dauer der Seligkeit.
Fünfter Artikel. Nicht vermittelst seiner natürlichen Kräfte kann der Mensch die Seligkeit erreichen.
Sechster Artikel. Nicht vermittelst der einwirkenden Kraft einer höheren Kreatur erlangt der Mensch die Seligkeit.
Siebenter Artikel. Die Beziehung vorhergehender guter werke zur Erreichung der Seligkeit.
Achter Artikel. Jedem Menschen ist es eigen, nach Seligkeit zu verlangen.
Sechstes Kapitel. Über das Freiwillige und Unfreiwillige.
Erster Artikel. In den menschlichen Wandlungen findet sich etwas freiwilliges.
Zweiter Artikel. Das freiwillige in den Tieren.
Dritter Artikel. Auch das Unterlassen aller Thätigkeit kann im freiwilligen begründet sein.
Vierter Artikel. Dem eigentlichen Willensakte kann keine Gewalt angethan werden.
Fünfter Artikel. Der Zwang ist Ursache davon, daß etwas unfreiwillig ist.
Sechster Artikel. Die Furcht ist nicht an und für sich Ursache des Unfreiwilligen.
Siebenter Artikel. Die Begierlichkeit macht nicht, daß das menschliche wirken unfreiwillig ist.
Achter Artikel. Das Verhältnis der Unkenntnis zum Freiwilligen.
Siebentes Kapitel. Über die Umstände der menschlichen Handlungen.
Erster Artikel. Die Umstände der menschlichen Wandlung sind von außen hinzutretende Eigenheiten, Accidentien.
Zweiter Artikel. Dem Theologen kommt es zu, die Umstände der menschlichen Handlungen zu erwägen.
Dritter Artikel. Die Aufzählung der Umstände menschlicher Wandlungen.
Vierter Artikel. Die hauptsächlichen Umstände.
Achtes Kapitel. Der Gegenstand des Willens.
Erster Artikel. Der Wille hat zum Gegenstande nur das Gute.
Zweiter Artikel. Der Wille richtet sich sowohl auf den Zweck als auch auf das Zweckdienliche.
Dritter Artikel. Nicht kraft ein und desselben Aktes richtet sich der Wille auf den Zweck und das Zweckdienliche.
Neuntes Kapitel. Der den Willen bewegende Grund.
Erster Artikel. Der Wille wird von der Vernunft bewegt.
Zweiter Artikel. Das sinnliche Begehren bewegt den Willen.
Dritter Artikel. Der Wille bewegt sich selbst.
Vierter Artikel. Der Wille wird von einem ihm äußerlichen Princip bewegt.
Fünfter Artikel.
Sechster Artikel. Von Gott allein als von einem außen befindlichen Princip wird der Wille bewegt.
Zehntes Kapitel. Über die Art und Weise, wie der Wille bewegt wird.
Erster Artikel. Der Wille richtet sich auf Manches kraft seiner Natur.
Zweiter Artikel. Von seinem gegenwärtigen Gegenstande aus wird der Wille nicht mit Notwendigkeit bestimmt.
Dritter Artikel. Nicht mit Notwendigkeit wird der Wille vom Begehren des niederen sinnlichen Teiles in Thätigkeit gesetzt.
Vierter Artikel. Der Willensakt vollzieht sich nicht mit Notwendigkeit, sondern frei unter der bestimmenden und bewegenden Kraft Gottes.
Elftes Kapitel. Über das Genießen als einen Willensakt.
Erster Artikel. Das Genießen ist eine Thätigkeit des Begehrungsvermögens.
Zweiter Artikel. Das Genießen ist der vernünftigen Kreatur in vollendeter weise eigen, den Tieren in unvollendeter.
Dritter Artikel. Gegenstand des Genießens im eigentlichen Sinne ist nur der letzte Endzweck.
Vierter Artikel. Das Verhältnis des Genießens zum Besitze des Zweckes.
Zwölftes Kapitel. Die Absicht.
Erster Artikel. Die Absicht ist wesentlich eine Thätigkeit des Willens.
Zweiter Artikel. Die Absicht braucht nicht immer auf den letzten Zweck zu gehen.
Dritter Artikel. Die Absicht kann zugleich auf Mehreres sich richten.
Vierter Artikel. Mit ein und demselben Akte richtet sich der Wille auf den Zweck und auf das, was dem Zwecke dient.
Fünfter Artikel. Eine Absicht kommt nicht den Tieren zu.
Dreizehntes Kapitel. Die Auswahl rücksichtlich dessen, was dem Zwecke dient.
Erster Artikel. Die Auswahl ist wesentlich eine Thätigkeit des Willens.
Zweiter Artikel. Den Tieren kommt es nicht zu, daß sie wählen.
Dritter Artikel. Die Wahl richtet sich nur auf das Zweckdienliche, nicht auf den Zweck.
Vierter Artikel. Die Auswahl richtet sich nur auf das, was wir selber als Handelnde wirken.
Fünfter Artikel. Die Auswahl richtet sich einzig und allein auf das, was möglich ist.
Sechster Artikel. Die Auswahl des Menschen geschieht mit Freiheit.
Vierzehntes Kapitel. Über den Ratschlag, welcher der Auswahl vorhergeht.
Erster Artikel. Der Ratschlag ist Nachforschung.
Zweiter Artikel. Der Ratschlag betrifft nicht den Zweck, sondern das Zweckdienliche.
Dritter Artikel. Ein Beratschlagen findet nur statt rückstchtlich dessen, was von uns gewirkt wird.
Vierter Artikel. Der Ratschlag betrifft nicht Alles, was durch uns geschieht.
Fünfter Artikel. Das Beratschlagen geht vom Zusammengesetzten, also von den Wirkungen, aus; und mündet in die einfachen Ursachen; nicht umgekehrt; — es ist da ein ordo resolutorius und nicht compositivus.
Sechster Artikel. Das Beratschlagen kann nicht ins Endlose gehen.
Fünfzehntes Kapitel. Über die Zustimmung als Willensakt betreffs des Zweckdienlichen.
Erster Artikel. Die Zustimmung ist eine Willensthätigkeit.
Zweiter Artikel. Eine Zustimmung in vollkommener Weise kommt den Tieren nicht zu.
Dritter Artikel. Die Zustimmung hat zum Gegenstande das Zweckdienliche.
Vierter Artikel. Die Zustimmung zu einer Thätigkeit gehört lediglich dem auf das Höhere gerichteten Teile der Seele an.
Sechzehntes Kapitel. Über den Willensakt, der „Gebrauch" genannt wird, mit Rücksicht auf das Zweckdienliche.
Erster Artikel. Gebrauchen ist ein Willensakt.
Zweiter Artikel. „Gebrauchen" kommt im eigentlichen Sinne den Tieren nicht zu.
Dritter Artikel. Ein irgendwelches „Gebrauchen" mit Rücksicht auf den letzten Endzweck kann nicht statthaben.
Vierter Artikel. Das Verhältnis des Gebrauchens zur Auswahl.
Siebzehntes Kapitel. Die vom Willen befohlenen Wahlthätigkeiten.
Erster Artikel. Befehlen ist eine Thätigkeit der Vernunft.
Zweiter Artikel. Das Befehlen ist nicht den Tieren eigen.
Dritter Artikel. Das Befehlen geht dem Gebrauchen voran.
Vierter Artikel. Der Befehl und die befohlene Thätigkeit ist ein einziger Akt.
Fünfter Artikel. Auch die Thätigkeit des Willens kann eine anbefohlene sein.
Sechster Artikel. Ebenso ist in gewisser weise der Vernunftakt dem Befehlen unterworfen.
Siebenter Artikel. Die Thätigkeit des sinnlichen Begehrungsvermögens unterliegt dem Befehlen.
Achter Artikel. Die Thätigkeit der pflanzlichen Seele ist keine anbefohlene.
Neunter Artikel. Die Thätigkeiten der äußeren Glieder in ihrem Verhältnisse zum Gebote der Vernunft.
Achtzehntes Kapitel. Über den moralischen Charakter des Guten oder des Bösen in den menschlichen Handlungen.
Erster Artikel. Manche menschliche Wandlung ist gut und manche schlecht.
Zweiter Artikel. Die Güte oder die Bosheit in der menschlichen Handlung leitet sich vom Gegenstande ab, auf den sie gerichtet ist.
Dritter Artikel. Von den Umständen hängt es ebenfalls ab, daß eine Handlung gut oder schlecht sei.
Vierter Artikel. Die menschliche Handlung hängt in ihrer Güte oder Bosheit ab vom Zwecke.
Fünfter Artikel. Ihrem Wesen nach giebt es gute und schlechte menschliche Handlungen; der Gegenstand nämlich, auf den sie gerichtet sind, verursacht diese Verschiedenheit im inneren Wesen.
Sechster Artikel. Das Wesen von „gut und „schlecht
hängt ab vom Zwecke.
Siebenter Artikel. Das Verhältnis der Wesensstufe, wie sie vom Zwecke ausgeht, zu derjenigen, welche vom Gegenstande herkommt.
Achter Artikel. Es giebt Handlungen, die ihrem Wesen nach indifferent sind für das Gute und das Böse.
Neunter Artikel. Als Handlung des einzelnen Menschen ist keine menschliche Handlung indifferent mit Rücksicht auf „gut und „böse
.
Zehnter Artikel. Auch einem Umstande kann der menschliche Akt seine Wesensstufe als guter oder böser danken.
Elfter Artikel. Nicht jeder Umstand, der das moralisch Gute oder moralisch Böse im Akte vermehrt, stellt für den betreffenden Akt die moralische Wesensstufe her.
Neunzehntes Kapitel. Über die Güte und die Bosheit des innerlichen Willensaktes.
Erster Artikel. Der Charakter des Guten im Willen hängt ab vom Gegenstande.
Zweiter Artikel. Die Güte des Willens hängt vom Gegenstande allein ab.
Dritter Artikel. Die Güte des Willens hängt von der Vernunft ab.
Vierter Artikel. Die Güte des Willens hängt vom ewigen Gesetze ab.
Fünfter Artikel. Der Wille mit seinem moralischen Charakter und die irrende Vernunft.
Sechster Artikel. Der Wille, welcher der irrtümlichen Vernunft folgt.
Siebenter Artikel. Vom Zwecke hängt die Güte des Willens im Bereiche des Zweckdienlichen ab.
Achter Artikel. Das Gewicht und der Umfang in der Güte oder in der Bosheit des Willens entspricht nicht dem Gewichte und dem Umfange im Guten und im Schlechten der Absicht.
Neunter Artikel. Die Güte des Willens hängt ab von der Gleichförmigkeit mit dem göttlichen Willen.
Zehnter Artikel. Der Wille des Menschen muß im gewollten Gegenstande dem göttlichen gleichförmig sein, damit er als gut bezeichnet werden könne.
Zwanzigstes Kapitel. Über die Güte und die Bosheit der äußerlichen menschlichen Willigkeiten.
Erster Artikel. „Güte oder „Bosheit
ist in erster Stelle und in leitender Weise im innerlichen Willensakte.
Zweiter Artikel. Nicht die ganze Güte oder Bosheit des äußeren Aktes hängt ab von der Güte oder Bosheit des willens.
Dritter Artikel. Ein und dieselbe Güte wohnt dem inneren und äußeren Akte inne.
Vierter Artikel. Die Güte oder Bosheit des äußerlichen Aktes fügt etwas hinzu zur Güte oder Bosheit des innerlichen.
Fünfter Artikel. Der zufällige Erfolg fügt nichts bei zur Güte oder Bosheit des äußeren Aktes.
Sechster Artikel. Der nämliche äußere Akt kann nicht gut und schlecht sein.
Einundzwanzigstes Kapitel. Über Einzelnes, was den menschlichen Handlungen, insoweit sie gut oder schlecht sind, folgt.
Erster Artikel. Der menschliche Akt, insoweit er gut oder schlecht ist, trägt den Charakter des Tugendhaften oder der Sünde.
Zweiter Artikel. Der menschliche Akt als gut oder schlecht unterliegt dem Lobe oder dem Tadel.
Dritter Artikel. Der menschliche Akt als gut oder böse hat den Charakter des Verdienstes oder Mißverdienstes.
Vierter Artikel. Die menschliche Handlung als gut oder schlecht ist verdienstlich oder mißverdienstlich bei Gott.
Zweiundzwanzigstes Kapitel. Über das Subjekt oder das die Leidenschaften tragende Princip.
Erster Artikel. Die Seele ist Sitz von Leidenschaften.
Zweiter Artikel. Die Leidenschaft hat ihren Sitz mehr im Begehrungs- wie im Auffassungsvermögen.
Dritter Artikel. Der Sitz der Leidenschaft ist vielmehr das sinnliche Begehrungsvermögen wie das vernünftige, welches „Wille" heißt.
Dreiundzwanzigstes Kapitel. Der Unterschied der Leidenschaften voneinander.
Erster Artikel. Die Leidenschaften in der Begehrkraft sind andere wie die in der Abwehrkraft.
Zweiter Artikel. Über den Gegensatz der Leidenschaften in der Abwehrkraft untereinander.
Dritter Artikel. Die Leidenschaft des Zornes steht in keinem Gegensatze zu einer anderen Leidenschaft.
Vierter Artikel. Die Verschiedenheit der Leidenschaften in einem Vermögen der Gattung nach schließt nicht an und für sich den Gegensatz ein.
Vierundzwanzigstes Kapitel. Das moralische Gute und das moralische Böse in den Leidenschaften der Seele.
Erster Artikel. Der Charakter von „gut und „böse
findet sich in den Leidenschaften.
Zweiter Artikel. Nicht jede Leidenschaft der Seele ist moralisch schlecht.
Dritter Artikel. Zur moralischen Vollendung des Menschen tragen bei die von der Vernunft geregelten Leidenschaften.
Vierter Artikel. Über das Gute oder Böse in den Leidenschaften gemäß ihrer Gattung.
Fünfundzwanzigstes Kapitel. Die Rangordnung der Leidenschaften untereinander.
Erster Artikel. Die Leidenschaften in der Begehrkraft sind früher wie die in der Abwehrkraft.
Zweiter Artikel. Die liebe ist die erste unter den Leidenschaften der Begehrkraft.
Dritter Artikel. Die Hoffnung ist die erste unter den Leidenschaften der Abwehrkraft.
Vierter Artikel. Vier Leidenschaften sind die hauptsächlichen: Freude, Trauer, Hoffnung und Furcht.
Sechsundzwanzigstes Kapitel. Über die Leidenschaften im besonderen. — Die Liebe.
Überleitung.
Erster Artikel. Die Liebe hat ihren Sitz in der Begehrkraft.
Zweiter Artikel. Die Liebe ist eine Leidenschaft.
Dritter Artikel. Liebe ist nicht dasselbe wie Wahlverwandtschaft.
Vierter Artikel. Die Liebe wird geteilt in die Liebe der Begierlichkeit und in die Liebe der Freundschaft.
Siebenundzwanzigstes Kapitel. Die Ursache der Liebe.
Erster Artikel. Das Gute allein ist Ursache der Liebe.
Zweiter Artikel. Auch die Kenntnis nimmt teil am Verursachen der Liebe.
Dritter Artikel. Auch die Ähnlichkeit ist Ursache der Liebe.
Vierter Artikel. Keine andere Leidenschaft ist Ursache der Liebe.
Achtundzwanzigstes Kapitel. Die Wirkungen der Liebe.
Erster Artikel. Die Einigung ist eine Wirkung der Liebe.
Zweiter Artikel. Das gegenseitige Innewohnen ist eine Wirkung der Liebe.
Dritter Artikel. Das Hinaustreten aus sich selbst, die Ekstase, ist eine Wirkung der Liebe.
Vierter Artikel. Das Eifern
