1866 - ein vergessener Krieg: Nach den Tagebucheintragungen des preußischen Infanteristen Johann Georg Blatt auf dem Mainfeldzug vom Sommer 1866
Von Roland Blatt
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Über dieses E-Book
Das hier vorliegende Booklet zeichnet die Ereignisse von 1866 anhand von persönlichen Aufzeichnungen eines der Beteiligten nach. Es war der preußische Infanterist und Landwehrmann Johann Georg Blatt aus Saarbrücken, der auf dem westlichen Kriegsschauplatz diesen Krieg vom Anfang bis zum Ende mitgemacht hat und trotz aller Strapazen und Beschwernisse ein Tagebuch geführt hat, das sich, obwohl das Haus im Bombenkrieg des Jahres 1944 verloren ging, in der Familie erhalten hat.
Der durchaus bemerkenswerte Text aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde vom Autor kommentiert und in den allgemein- und militärhistorischen Zusammenhang gestellt, sodass bei allen, die dieses Booklet lesen, ein sachgerechter Eindruck vom dramatischen Geschehen dieser Zeit entsteht.
Roland Blatt
Roland Blatt segelt seit über 40 Jahren vornehmlich auf der Ostsee, aber auch auf der Nordsee und daneben befährt er seit einigen Jahren deutsche Binnengewässer.
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Buchvorschau
1866 - ein vergessener Krieg - Roland Blatt
Die bisher erschienenen Titel von Roland Blatt:
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Auf dem Schulschiff und andere Geschichten ...
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Als Minensucher im Kalten Krieg –
Zwanzig Monate auf dem KM-Boot KOBLENZ
ISBN 978 – 3 – 7347 – 9626 – 5
Zur See und auf den Wellen Gedichtband
ISBN 978 – 3 – 7460 – 7659 – 1
Schleswig-Holstein Geschichte kurz und bündig
ISBN 978 –3 – 8482 – 0930 – 9
Die Erfahrung der Senioren mit Damen und Motoren
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Einhand unterwegs zwischen Ems und Oder
Unterm Rentnerkreuz und andere Geschichten ...
ISBN 978 – 3 – 7568 – 4100 – 4
Inhalt:
Vorwort
Mobilmachung
Der Krieg beginnt
Der Mainfeldzug
Die Heimkehr
Nachbetrachtung
Abschließende Bemerkungen
Daten in der Zusammenfassung
Legende
Weitere Erläuterungen
1866 – ein vergessener Krieg
Vorwort
„Frankreich ist des Deutschen Erbfeind!" Dieser weithin bekannte, und heute kaum fassbare Satz wird schon seit Jahrzehnten leichthin abgetan als typisch militaristische preußisch-deutsche Einstellung, die noch bis weit ins zwanzigste Jahrhundert galt. Doch wer denkt, dieser Satz sei nur der Borniertheit früherer Zeiten zu verdanken, der hat zu kurz gedacht, denn für die historisch Bewanderten hatte diese Aussage damals durchaus ihre Berechtigung.
Gehen wir zurück in die Geschichte:
Seit 1635, als Frankreich in den fast schon beendeten 30-jährigen Krieg eingriff, um leichte Beute in den Landen des erschöpften Deutschen Reichs zu machen, waren französische Truppen immer wieder ins Land eingefallen. Sogar im Friedensschluss von Münster und Osnabrück war auf Bestreben Frankreichs das Reich so geschwächt worden, dass der Zugriff deutlich erleichtert war. Die einzelnen Landesteile des Reiches, wohl mehr als 300 an der Zahl, waren, darauf hatte Frankreich nachdrücklich bestanden, so in die Lage versetzt worden, Bündnisse mit ausländischen Mächten eingehen zu können oder zu müssen. Frankreich hatte dabei stets und zuvorderst an die eigenen Chancen gedacht, die sich aus dieser Regelung boten. Denn damit war jede Möglichkeit gegeben, dass deutsche Territorien in unterschiedlichen Bündnissen immer wieder gegeneinander kämpften, und zwar oft genug zum Vorteil Frankreichs. Aber auch Dänemark und Schweden nutzten diese Regelung und führten ihre Kriege oft genug mit den im HEILIGEN RÖMISCHEN REICH DEUTSCHER NATION rekrutierten Soldaten, Kriege gegeneinander sowie gegen andere Mächte. Selbst der Kampf zwischen Frankreich und England um die Vorherrschaft in Europa und in der Welt wurden zum Teil auf deutscher Erde ausgetragen. Entscheidungen von größter Tragweite fielen auf dem Boden des Reiches und zu Lasten deren Bewohner.
Allerdings waren durch den im Jahr 1648 geschlossenen Frieden von Münster und Osnabrück die größeren Fürstentümer im Reich nahezu souverän geworden, und deshalb waren es zuletzt nur noch die vielen kleineren Reichsstädte, die Reichsritter und die sog. Duodez-Fürsten mit ihren eng begrenzten Gebieten, die im Kaiser noch die einzige Schutzmacht sahen vor dem Verlangen der größeren Nachbarn, sie zu vereinnahmen. Und nur auf diese konnte sich der Kaiser tatsächlich noch stützen.
Die Kriege, die von Frankreich ausgingen, waren viele, und der Deutsche Kaiser hatte nicht mehr die Macht, ausreichend Truppen dagegen zu stellen. Ganz überwiegend musste sich der Kaiser auf seine eigene Habsburger Hausmacht stützen, die allerdings nicht klein war. Immerhin gehörte nach dem 30-jährigen Krieg neben dem eigentlichen Österreich u.a. auch Böhmen, Mähren und Kroatien dazu. Doch erst in der Folgezeit, als gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Türkenkriege zunehmend siegreich verliefen, wurde Habsburg eine Macht aus eigener Größe.
Frankreich war aus dem 30jährigen Krieg als mächtigster Staat im kontinentalen Europa hervorgegangen, und das wussten die französischen Könige zu nutzen, allen voran der Sonnenkönig Ludwig XIV. Bis 1681 ging dem Deutschen Reich Elsass und Lothringen verloren – teilweise unter Ausnutzung der Tatsache, dass die Türken sich anschickten, Wien zu erobern. Ab 1688 und unter dem fadenscheinigen Vorwand von Erbansprüchen fielen die Franzosen erneut ins Reich ein und besetzten das Gebiet des Pfalzgrafen bei Rhein. Als sie, fast 10 Jahre später, endlich wieder abziehen mussten, waren das Heidelberger Schloss, aber auch viele andere Residenzen nachhaltig zerstört. Es war der Krieg, der deutscherseits über Jahrhunderte als der „Pfälzer Raubkrieg" bezeichnet wurde. Während des Spanischen Erbfolgekrieges von 1700 bis 1714 führten die Franzosen erneut Krieg auf deutschem Boden, ebenso ab 1740 im Österreichischen Erbfolgekrieg sowie im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763. Ein erster Höhepunkt dieser Entwicklung war nach dem 1. Koalitionskrieg eingetreten, als Frankreich 1797 im Frieden von Campo
