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Institutionen und politische Ökonomie: Spielregeln und ökonomische Entwicklung
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eBook74 Seiten40 Minuten

Institutionen und politische Ökonomie: Spielregeln und ökonomische Entwicklung

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Über dieses E-Book

Pablo Peyrolón gibt eine kurze Einführung in die Institutionsökonomie. Die Institutionen sind die Spielregeln der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik, deren Dynamik der Autor hier darlegt. Das Verständnis der institutionellen Evolution ermöglicht auch eine Analyse der Formung der Wirtschaftspolitik und des ökonomischen Wandels sowie des Zusammenhangs mit dem digitalen Wandel.
SpracheDeutsch
HerausgeberSpringer Gabler
Erscheinungsdatum5. Mai 2021
ISBN9783658317843
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    Buchvorschau

    Institutionen und politische Ökonomie - Pablo Peyrolón

    © Der/die Autor(en), exklusiv lizenziert durch Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2021

    P. PeyrolónInstitutionen und politische Ökonomieessentialshttps://doi.org/10.1007/978-3-658-31784-3_1

    1. Einführung in die Institutionenökonomie

    Pablo Peyrolón¹  

    (1)

    Fachhochschule Wien für Management und Kommunikation (WKO), Wien, Österreich

    Was ist wirtschaftlicher Wandel? Wie können wir Veränderungsprozesse erklären? Woher kommen die Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern? Warum sind manche Länder wettbewerbsfähiger und effizienter als andere?

    Anhand des hier vorgestellten institutionellen Ansatzes können wir solche Fragen teilweise beantworten. Die modernisierte institutionelle Analyse der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts durch D. North (1990) hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung der sogenannten neuen institutionellen Ökonomie erfahren. Was möchte der analytische Ansatz erklären? Vereinfach ausgedrückt: Alle politischen und sozialen Wirtschaftsbeziehungen finden innerhalb eines bestimmten Rahmens statt. Dieser Rahmen wird von Institutionen festgelegt.

    1.1 Was sind Institutionen?

    Definitionen für Institutionen sind für jeden politischen und forschungsrelevanten Bedarf verfügbar. Institutionen als Instrument der wissenschaftlichen Analyse und als soziale Struktur wurden von allen Sozialwissenschaften übernommen. Die Herkunft des Konzepts wird von der Soziologie über die Anthropologie und natürlich der Wirtschaftspolitik zugeschrieben.

    Für die Zwecke unserer Untersuchung verwenden wir die von North (1990) vorgeschlagene Definition, da davon ausgegangen wird, dass sie der Realität am ehesten entspricht und instrumentell am meisten zur hier vorgestellten Analyse beiträgt. Für North (ebd.) sind Institutionen „die Regeln des Gesellschaftsspiels oder, genauer gesagt, die von Menschen entworfenen Einschränkungen, die die menschliche Interaktion bestimmen." Die Unterscheidung, die North zwischen informellen und formellen Institutionen macht, wird noch sehr nützlich sein. Formelle Institutionen sind die Regeln, Gesetze, Normen und sonstigen Vorschriften, die von Vertretern entworfen wurden. Informelle Institutionen sind soziale Konventionen und Verhaltensnormen. Eine ähnliche Unterscheidung macht Bromley (1989) zwischen Konventionen und Rechten. Diese Unterscheidung wird hervorgehoben, weil informelle Institutionen formelle Institutionen ersetzen, wenn die Letzteren schwach oder von schlechter Qualität sind. Institutionen existieren nämlich, um die Unsicherheit in zwischenmenschlichen Beziehungen zu verringern. Ungewissheit zu minimieren ist ein Hauptgrund für die Existenz von Institutionen.

    Beziehungen werden hier im weitesten Sinne verstanden: kommerzielle, politische, persönliche, soziale Beziehungen usw. Wenn wir zum Beispiel in England links fahren, machen wir das, weil wir wissen, dass alle Fahrer links fahren. Auf diese Weise vermeiden wir einen Unfall. Die Unsicherheit wurde verringert, indem sich alle Fahrer darauf einigten, dass sie auf der linken Seite fahren müssen. Wenn es kein Verkehrsrecht gäbe – eine formelle Einrichtung, die das Fahren auf der linken Seite regelt –, würden wir versuchen, gemäß der Fahrweise der Mehrheit der Personen – einer informellen Einrichtung – zu fahren, da eine Regel für das Fahrverhalten noch geschaffen werden müsste. Informelle Institutionen zwingen sich letztlich schwachen oder minderwertigen formellen Institutionen auf. Die letzten Revolten und Straßenschlachten in Hongkong, Frankreich, Bolivien und Chile sind eine typische Reaktion auf den Versuch, die Institutionen zu ändern.

    Eine schlechte institutionelle Qualität ist nicht leicht zu definieren, daher werden unterschiedliche Interpretationen und Indizes vorgeschlagen, um das Konzept quantifizieren und spezifizieren zu können. Die Verwendung von Umfragen und die Erstellung von Indizes mit den erhaltenen Daten sind eine angemessene Methode zur Messung der institutionellen Qualität. Einige dieser Umfragen lassen eine Wahrnehmung der institutionellen Agenten erkennen; die Wahrnehmung bestimmt in vielen Fällen die Handlungsweise der Individuen.

    Angesichts der schlechten Qualität der Institutionen müssen wir die Forschung der Weltbank in ihrer Abteilung für Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung hervorheben. Unter Governance versteht man grundsätzlich die Traditionen und Institutionen, mit denen die Autorität eines Landes ausgeübt

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