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Mobilitätsmanagement: Ein neues Handlungsfeld Integrierter Verkehrsplanung
Mobilitätsmanagement: Ein neues Handlungsfeld Integrierter Verkehrsplanung
Mobilitätsmanagement: Ein neues Handlungsfeld Integrierter Verkehrsplanung
eBook93 Seiten44 Minuten

Mobilitätsmanagement: Ein neues Handlungsfeld Integrierter Verkehrsplanung

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Über dieses E-Book

Dieses Essential zeigt die aktuelle Verkehrsentwicklung auf und leitet die zentralen Herausforderungen für eine integrierte Verkehrsplanung ab, die auf eine nachhaltige Verkehrsentwicklung gerichtet ist. Es wird gezeigt, dass neben technologischen Innovationen vor allem Veränderungen des Mobilitätsverhaltens notwendig sind, um die politisch angestrebten Nachhaltigkeitsziele im Verkehrssektor zu erreichen. Hierzu wird das neue Handlungsfeld des Mobilitätsmanagements eingeführt und aufgezeigt, über welche Möglichkeiten es verfügt, dass Mobilitätsverhalten der Menschen zu beeinflussen. Abschließend werden zum einen die verschiedenen Akteure und ihre Rolle bei der Planung von Mobilität vorgestellt, zum anderen die unterschiedlichen Maßnahmen, die dem Mobilitätsmanagement zur Verfügung stehen, detailliert aufgezeigt.

SpracheDeutsch
HerausgeberSpringer VS
Erscheinungsdatum29. Mai 2020
ISBN9783658303907
Mobilitätsmanagement: Ein neues Handlungsfeld Integrierter Verkehrsplanung
Autor

Oliver Schwedes

Oliver Schwedes (Prof. Dr.), geb. 1967, leitet seit 2014 das Fachgebiet »Integrierte Verkehrsplanung« am Institut für Land- und Seeverkehr der Technischen Universität Berlin. Nach seiner Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin hat der Politikwissenschaftler in der Projektgruppe »Mobilität« am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gearbeitet. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Verkehrsplanung und -politik.

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    Buchvorschau

    Mobilitätsmanagement - Oliver Schwedes

    © Der/die Herausgeber bzw. der/die Autor(en), exklusiv lizenziert durch Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

    O. Schwedes, A. RammertMobilitätsmanagementessentialshttps://doi.org/10.1007/978-3-658-30390-7_1

    1. Mobilitätsmanagement und nachhaltige Verkehrsentwicklung

    Oliver Schwedes¹   und Alexander Rammert²  

    (1)

    Fakultät Verkehrs- und Maschinensysteme, Technische Universität Berlin, Berlin, Deutschland

    (2)

    Fakultät Verkehrs- und Maschinensysteme, Technische Universität Berlin, Berlin, Deutschland

    Oliver Schwedes (Korrespondenzautor)

    Email: oliver.schwedes@tu-berlin.de

    Alexander Rammert

    Email: alexander.rammert@tu-berlin.de

    Die Bedeutung des Mobilitätsmanagements als neues Handlungsfeld einer integrierten Verkehrspolitik und -planung erschließt sich erst vor dem Hintergrund der historisch-spezifischen Genese der Verkehrswissenschaften. Als ihr Spiritus Rektor gilt der Ökonom Friedrich List, der schon Anfang des 19. Jh. die wirtschaftliche Bedeutung des Eisenbahnverkehrs erkannte: „Der wohlfeile, schnelle, sichere und regelmäßige Transport von Personen und Gütern ist einer der mächtigsten Hebel des Nationalwohlstandes und der Zivilisation" (List 1838, S. 1).

    In der Folge realisierte man die starke Abhängigkeit einer prosperierenden Wirtschaft von einem funktionierenden Verkehrssystem sowie den engen Zusammenhang von Wirtschafts- und Verkehrswachstum. Daraufhin hat sich über die Verkehrswirtschaft die Verkehrswissenschaft als Hilfswissenschaft der Wirtschaftswissenschaft entwickelt. Die Verkehrswissenschaft ist dementsprechend durch zwei Disziplinen geprägt, die Ökonomie und das Bauingenieurwesen. Während sich die Verkehrsökonomen der Frage widmen, wie die Verkehrsmärkte gestaltet werden müssen, damit sie die Wirtschaftsentwicklung effizient unterstützen, entwickeln die Verkehrsingenieure jene für die Gestaltung der Verkehrsentwicklung notwendigen technischen Instrumente.

    Verkehrspolitik und -planung befassen sich daher traditionell mit der Frage, wie der Verkehrsfluss in Anbetracht wachsender Verkehrsmengen als Ergebnis stetigen Wirtschaftswachstums aufrechterhalten werden kann (vgl. Leutzbach 1972; Schmucki 2001). Das handlungsleitende Ziel besteht bis heute vor allem darin, immer mehr Verkehr immer schneller über immer größere Distanzen zu organisieren: ‚höher-schneller-weiter‘.

    Mit dem Ziel, die zunehmenden Verkehrsmengen zu bewältigen und den Verkehrsfluss zu gewährleisten, konzentrieren sich Verkehrspolitik und -planung folgerichtig darauf, die notwendige Infrastruktur zu errichten. Der zu überwindende Raum erscheint ihnen dabei als Verkehrshindernis, das es möglichst schnell zu überwinden gilt. Unter dieser Maxime besteht die Aufgabe von Verkehrsplanung lediglich darin, die entstehenden Verkehrsströme etwa durch Ampelschaltungen möglichst reibungslos zu managen.

    Erst nachdem die für den Menschen negativen Folgen des Verkehrswachstums in den Blick gerieten, wurde eine Verkehrsplanung, die dem Paradigma ‚höher-schneller-weiter‘ folgt, zunehmend kritisiert. Als Anfang der 1970er Jahre 21.000 Verkehrstote gezählt wurden, hat man damit begonnen, Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen, alkoholisiertes Fahren zu ahnden und am Ende des Jahrzehnts gegen heftige Widerstände sogar die Anschnallpflicht

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