Seelengärtnern: Spirituell-schamanische Innenweltreisen
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Über dieses E-Book
Gemeinsam werden wir auf dem mystischen Weltenbaum die Ebenen deines inneren Gartens erkunden. Wir starten in der oberen Welt, der Sphäre der Engel und Geistführer. Hier stellen wir das Urvertrauen wieder her und du übst das Reisen zwischen den Welten.
Die mittlere Welt, dein gegenwärtiges Leben, ist anschließend unser Ziel. Du lernst, mit der Kraft aus deinem Seelengarten deinen Tag zu gestalten und dein Leben bewusst zu meistern.
Zum guten Schluss öffnen wir das Portal zur Wiederkehr der paradiesischen Gärten auf unserer Mutter Erde.
"Seelengärtnern" ist nicht nur eine Reise auf deinem persönlichen Lebensbaum, sondern ermöglicht es dir, noch einen Schritt weiterzugehen und einen Lichtfunken der Hoffnung für den ganzen Kosmos zu entzünden.
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Buchvorschau
Seelengärtnern - Karina Maria Wohnig
Widmung
Ich widme dieses Buch meinen Enkeln, wie ich euch da sitzen sah … vor dem Fenster. Möget ihr wieder in dem Paradies leben, das wir zerstört haben.
Dafür säe ich dieses Buch-Pflänzchen in die Herzen der Menschen, mögen sie aufwachen aus dem Alptraum der Illusion und erkennen:
ALLES IST EINS und EINS IST ALLES!
Zum Wohl aller!
Liebe Leserin, lieber Leser,
dieses Buch ist in der Du-Form geschrieben, da es bei Entspannungs- und Innenweltreisen so üblich ist und wir im Kern unseres Wesens alle EINS sind. Dadurch kann die Reise tiefer wirken und eine größere Entspannung erzielt werden. Des Weiteren wird aus Respekt gegenüber der Weiblichkeit auf die weibliche Form Wert gelegt und in dieser Weise betont: AhnIn oder GeistführerIn.
***
Danksagung
Marcel…
für: Kinder ins Bett bringen, Essen kochen, Aufräumen, die starke Schulter, das Lachen, die Kritik (weil du weißt, ich kann es noch besser), die Liebe, das Gemeinsam-SEIN ohne Erwartungen, die alles erwarten lassen – Danke.
Danke meiner Mama für die Visionen. Danke meinem Papa für das sehende Auge. Danke meinem Sisterli für das Teilen der Bilder. Danke meinen wilden Töchtern für die Hoffnung und die Weisheit. Danke meiner ganzen großen Familie für die Liebe. Danke meinen Ahninnen und Ahnen für die Wurzeln. Danke meinen Nachfahren für die Flügel.
Danke meiner geistigen Führung: für eure Geduld und Nachsicht sowie für eure Unerbittlichkeit aus Liebe.
Ein herzliches Dankeschön an das Team des Smaragd Verlags und die liebevolle Umsetzung dieses Buches.
Danke DIR, meine geschätzte Leserin und mein geschätzter Leser: Wenn eure Herzen beim Lesen zu singen beginnen und das Licht in euren Seelen erstrahlt, dann ist das mein stiller Applaus.
***
Und wenn sich einer auf ein Podest stellt und meint,
er müsse dir etwas von Gott erzählen,
weil nur er mit Gott sprechen kann,
dann kannst du dich umdrehen und gehen.
Warum sollte Gott mit ihm reden und mit dir nicht?
Gott macht keine Unterschiede.
Günter Alfred Quidzinski (1929 - 2013)
Mein Großvater, der mich zu diesem Werk inspirierte.
Prolog
Wir Lichtarbeiter leben in zwei Welten: Zum einen in der materiellen Realität, mit all ihren Schönheiten und Wundern, aber auch all den Unzulänglichkeiten und Problemen, wegen derer wir hier wirken. Andererseits leben wir in der Welt unserer Träume und Fantasie, hier umhüllt uns die Kraft unserer Seele und der einen göttlichen Quelle. Aus diesem Quell schöpfen wir die Energie, um die diesseitige Wirklichkeit in einen Ort des Lichts und der Liebe zu verwandeln.
Da, wo wir uns in der realen Welt aber verwirren lassen, stimmen unsere Träume nicht mehr mit unserem Leben überein. Dieser Widerspruch führt zu einem schmerzhaften Bruch der beiden Welten und geht wie ein Riss durch unser Herz.
Dieses Buch soll dir eine Brücke sein und deine beiden Welten wieder miteinander verbinden: Werde ganz und komme in deine Harmonie zurück.
Denn eins ist sicher: Wenn du dieses Buch in Händen hältst, ist das kein Zufall: Ich schreibe für DICH! Und für alle Lichtarbeiter, die ein bisschen Trost, eine Extraportion Energie und eine liebe Hand brauchen, die sie wieder zurück auf ihren ureigenen Lebenspfad führt.
Und so ist es meine Intention, allen inkarnierten Lichtfunken, die dieses wollen, den Weg zu ihrem wahren Selbst zu zeigen, sodass sie wahre Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit finden – und zu guter, goldener Letzt auch den Weg zum göttlichen Licht in sich.
Viele Menschen folgen den Lehren fremder Gurus, und viele glauben, was andere über sie sagen. Aber sie hören nicht auf die Stimme in ihrem Inneren. Diese ist der Ton der eigenen Seele, die göttlichen Ursprungs ist.
Denn immer wieder erkenne ich die Wahrheit in der Weissagung meines Großvaters Günter Alfred Quidzinski: Ich selbst bin ein Teil Gottes. In mir ist der göttliche Seelenfunken. Kein anderer Mensch steht Gott näher als ich selbst. Da ich ein Teil Gottes bin, muss ich mein wahres Selbst erkennen, – und dann erkenne ich Gott. Würde ich dem Seelenfunken eines anderen Menschen zu Gott folgen, würde ich Gott immer durch die Brille des anderen schauen, statt durch mein eigenes Seelenfenster. Ja, ich kann Gottes Schönheit im anderen erkennen, aber das Bild wird stets unvollständig sein, wenn ich den naheliegendsten Kanal zu Gott missachte oder schlicht übersehe: mich selbst.
Mit den Reisen in deinen Seelengarten eroberst du dir Schritt für Schritt deine spirituelle Selbstständigkeit zurück.
Zum Wohle aller! Der göttliche Wille geschehe. Amen.
Karina Maria Wohnig
Avaenidh
Bei Schneefall an Ostara, im Odenwald, am 22.03.2018
Einstimmung: Eine Innenweltreise
Von einer die auszog, um den Garten Eden zurückzuholen…
Avaenidh atmet. Die Luft ist warm, und sie ist balsamisch, fast wird ihr ein bisschen schwindelig. Alles duftet hier, an ihrem Ort. Die Erde, auf der sie steht, ist weich und warm. Avaenidhs Fußsohlen schmiegen sich vertrauensvoll in den Boden. Sie spürt: Diese Erde ist es gewöhnt, von den warmen Füßen eines Menschen massiert zu werden, sie trägt gerne. Jeder Schritt ist wie eine Unterhaltung zwischen Liebenden. Ach, diese Luft: Unzählige Blüten schenken ihre Essenz dem Wind. Ein Duftteppich umhüllt Avaenidh, er nährt und inspiriert.
So steht sie da, steht nur, sorglos von Mutter Erde getragen, und sinnt ihrem Atem und diesem magischen Austausch mit den Pflanzen nach.
Etwas kitzelt sie am Arm, eine Schnake versenkt gerade ihren Saugstachel in ihrer Haut. Zielgerichtet, nach ihrem pulsierenden Blut lechzend. Reflexartig hebt Avaenidh ihre Hand und will sie erschlagen. „Nicht", sagt da eine sanfte, aber kräftige Stimme. Avaenidh dreht sich erschrocken um, und obwohl sie ja wusste, dass sie sie hier treffen würde, war sie wieder einmal überwältigt. Von sich selbst – ihrem Höheren Selbst. Diese Frau ist Avaenidh, so, wie sie sich vor ihrer Inkarnation erdacht hat. Der Teil, der nicht durch das Vergessen gegangen ist und in dem ihre Seelenkraft ungefiltert wirkt.
Fast hätte Avaenidh die lästige Stechmücke vergessen, doch ein Kitzeln an ihrem Arm holt sie zurück. „Lass sie zu Ende trinken, sagt die Frau, deren Ausstrahlung so intensiv ist, dass sie von einem leichten, goldenen Schimmer umgeben scheint. Nun merkt Avaenidh, dass unangenehme Gefühle in ihr aufkeimen: „Hm, zu Ende trinken lassen?
Sie windet sich. Ekel und Abneigung beginnen in ihr aufzusteigen. „Schließe die Augen und höre nur auf meine Stimme, sagt die Goldene. „Gut.
Avaenidh stimmt ein. Die andere atmet friedvoll und rauschend. Avaenidh merkt, wie ihre Atemzyklen sich einander anpassen. Ruhe breitet sich in Avaenidh aus.
„Diese ‚Schnake‘, wie du sie nennst, hört sie die Frau nun sagen, „sie nimmt eine Probe deines Blutes. Sie wird dein Blut testen. Sie wird es analysieren, und wenn sie von einem der Vögel gefressen wird, wird sie diese Information an ihn weitergeben. Er wird die Schnake verdauen, wird sie ausscheiden und seine Ausscheidung wird auf der Erde von den Kleinstlebewesen verdaut. So gelangt die Information über den Zustand deines Organismus zu all den Bewohnern dieses Gartens. Sofort werden sie sich auf dich und deine Bedürfnisse einstellen. Sie werden ihre Früchte, Blätter und Samen mit den Stoffen anreichern, die du brauchst, um voll und ganz gesund zu sein. Denn dann schwingst du in der Harmonie der Schöpfung und kannst ‚dein wahres Potenzial leben‘, wie du es gerne ausdrückst.
Sie lächelt. Avaenidh schaut zu ihr auf. In ihrem ovalen, jugendlichen Gesicht blicken ihre katzenartigen Augen schelmisch zu ihr hinüber. Sie grinst und springt plötzlich, wendig wie ein Reh, davon. „Komm, ich will dir etwas zeigen. „Aber…
, Avaenidh schaut auf ihren Arm. Die Schnake ist weg. „Hm, da bleibt mir wohl nichts anderes übrig als hinterher."
Sie geht schnell und zügig. Der Garten wirkt wild und trotzdem geordnet, es gibt keine Beete oder Steinwege, und doch sieht man eine ursprüngliche Ordnung. Die Pflanzen scheinen sich Avaenidh zuzuneigen, wenn sie unter ihnen hindurch- oder an ihnen vorbeigeht, „Mein Garten…, schwelgt sie noch, als ihr Selbst abrupt zum Stehen kommt. „Wow!
, bringt Avaenidh nur heraus. Sie sind vor einer Esche zum Stehen gekommen. Sie ist sehr, sehr alt. Ihr Stamm wirkt gedreht und ist sehr dick. Aber das Interessanteste ist, dass Avaenidh geradewegs in einen Hohlraum blickt, der schwarz ist wie die Nacht und sehr tief, unergründlich tief...
„Hier." Avaenidh zuckt unter der Stimme ihrer Begleiterin zusammen, hätte sie sich doch beinahe in diesem wohligen Dunkel verloren. Sie bedeutet Avaenidh, sich zu setzen.
„Das ist die Urmutter!" Avaenidh schaut verwundert in das schelmische Gesicht der Goldenen.
„Aber ich wollte doch die Urmutter im Garten Eden treffen. Nicht in meinem inneren Seelengarten, sagt Avaenidh irritiert. Das Höhere Selbst lächelt nachsichtig und sagt: „Ja, und hier wären wir!
„Ich sehe, das verwirrt dich, spricht sie weiter. „Das wird sich alles gleich aufklären.
Plötzlich geht eine Energiewelle von dem Baumstamm aus, erfasst Avaenidh und wirft sie fast von der Wurzel, auf der sie Platz genommen hatte.
„Ich bin die Urmutter", donnert da eine tiefe Frauenstimme, die aus der ovalen, pechschwarzen Öffnung im Baumstamm zu kommen scheint. Die Energie, die von der Baumvulva ausgeht, durchpulst Avaenidh und bringt jede ihrer Zellen zum Beben.
„Urmutter, ich grüße dich, beginnt Avaenidh vorsichtig. „Ich freue mich so, mit dir sprechen zu können.
„Sicher, jeder kann das."
„Hm, überlegt Avaenidh. „Ich bekomme immer wieder gesagt, es sei besonders, dass ich das könnte, und andere könnten es nicht.
„Das ist Unsinn. Jeder kann es. Du bist eine Hagazussa. Du stehst mit dem einen Bein in der materiellen und mit dem anderen in der feinstofflichen Welt. Du hast das sehende Auge."
„Sind denn alle Menschen Hagazussas? Und warum können sie es dann nicht mehr?"
„Nicht alle Menschen sind Hagazussas, aber alle Menschen können mit mir kommunizieren. Sie wissen es nur nicht mehr, weil sie eingeschlafen sind. Sie leben in einem Traum, in dem sie träumen, sie seien von der göttlichen Quelle getrennt. Doch die Menschen haben den paradiesischen Zustand nie verlassen. Das Getrenntsein von Gott ist eine Illusion. Diese Illusion hat sich euch überliefert als der Mythos vom Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies. Aber in Wirklichkeit seid ihr nur in eine Art Schlaf gefallen. Ihr träumt einen Traum der Dualität, in dem sich ‚das Gute‘ und ‚das Böse‘ bekämpfen. Doch Gut und Böse sind die zwei Seiten der gleichen Medaille. Jetzt ist es an der Zeit, dass du mir deine Fragen stellst."
„Also, ich möchte dich fragen, wie die Menschen gelebt haben im Garten Eden."
Die Urmutter lacht amüsiert. „Nun, Kind, es wird für alles gesorgt. Der Mensch ist stets in Kontakt zu Gott. Und Gott erfüllt dem Menschen alle seine Bedürfnisse.
