Über dieses E-Book
Ben W. Orthmann legt Wert auf die Feststellung, dass er kein ausgewiesener Hunde-Experte ist, was sich seinem Buch auch ohne weiteres entnehmen lässt. Aber er mag nun mal Hunde, sehr sogar, was keineswegs immer so war. Und manchmal wundert er sich ein bisschen, wie das alles zusammengeht mit den Menschen und den Hunden. Dann kommt er ins Nachdenken. Jetzt hat er einfach mal einiges von dem aufgeschrieben, was ihm da so einfiel und was er als Hundehalter schon alles erlebt hat - Heiteres bis Komisches, Rührendes und Nervendes, aber auch Todtrauriges und vor allem immer wieder Überraschendes.
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Rezensionen für Der kleine Hundephilosoph
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Buchvorschau
Der kleine Hundephilosoph - Ben W. Orthmann
1. Zäsur
Der Mensch hat verschiedene Möglichkeiten, Veränderungen an seinem Leben vorzunehmen und ihm eine neue Richtung zu geben. Die wirkungsvollste dürfte nach wie vor darin bestehen, sich einen Hund zuzulegen. Das einzige Problem dabei ist, dass der Mensch nicht immer ganz sicher sein kann, tatsächlich Herr des Geschehens zu bleiben. Über kurz oder lang steht er vor der Frage, wer sich da eigentlich wen zugelegt hat.
In unserem Fall deuteten sich entsprechende Tendenzen bereits in einem sehr frühen Stadium an. Normalerweise wären wir nie auf die Idee gekommen, Hundehalter zu werden. Weder in der Familie meiner Frau noch in meiner noch in unserer Familie, die aus uns beiden sowie drei Söhnen besteht, waren jemals auch nur andeutungsweise Wünsche oder Absichten dieser Art laut geworden. Die Ambitionen unserer Söhne – zur fraglichen Zeit elf, vierzehn und sechzehn Jahre alt – hatten sch auf die Haltung jener diversen Kleintiere beschränkt, die millionenfach Kinderzimmer bevölkern, oft hart an der Grenze des Existenzminimums und nur dank elterlicher Intervention vor dem Äußersten bewahrt. Meist stellt sich nämlich sehr rasch heraus, dass die Fähigkeiten von Hamstern, Zwergkaninchen, Schildkröten und Zierfischen zur unterhaltsamen Interaktion weit hinter dem zurückbleiben, was sich der menschliche Nachwuchs ursprünglich erhofft hatte, sodass sein Interesse an diesen Kreaturen merklich nachlässt.
Ich sollte vielleicht erwähnen, dass meine eigene Kindheit durch das Leben auf dem Lande geprägt war, am Rande einer Kleinstadt in fußläufiger Nähe zu einem Dorf, genauer gesagt. Daraus ergab sich mancherlei Anschauungsmaterial hinsichtlich der Tierhaltung. Doch dominierte hier eindeutig der Gedanke des Nutzwerts, auch in Bezug auf Hunde. Niemand hielt Hunde, um seine emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen. Hundehaltung war eine reine Sicherheitsmaßnahme. Sie diente allein dem Zweck, Haus und Hof vor Eindringlingen zu beschützen. Um unerwünschte Zwischenfälle in nicht kriminellen Situationen zu vermeiden, pflegten die Dorfbewohner ihre Hunde an Ketten zu legen, was deren Aktionsradius zwar einschränkte, aber dennoch nicht ganz verhindern konnte, dass bisweilen auch völlig harmlose Menschen Bekanntschaft mit den Beißorganen dieser speziellen Nutztiere machen mussten. Seither fiel es mir schwer, Hunden ohne jeglichen Vorbehalt gegenüberzutreten.
In der Familie, der meine Frau entstammt, hatte jeder Gedanke an Haltung selbst noch so kleiner und ungefährlicher Haustiere stets außerhalb jedes Vorstellungsvermögens gelegen. Das hatte in erster Linie damit zu tun, dass man recht situiert in einer Etagenwohnung in einer Ruhrgebietsstadt lebte. Tierhaltung, genauer, Tauben- oder Kaninchenzucht, war in dieser Gegend traditionell eher den sogenannten einfacheren Leuten vorbehalten. Die Abneigung ihrer Eltern gegen Hausstiere habe etwas sehr Grundsätzliches gehabt, sagte meine Frau. Sie selbst litt übrigens seit früher Kindheit an einer Hundephobie.
Das also war die Lage. Für Hunde war in unserer Lebensplanung einfach kein Platz vorgesehen. Niemand dachte daran, einen Hund anzuschaffen – bis sich die Ereignisse dann plötzlich überschlugen: zunächst in Form jener Veränderungen für große Teile der Menschheit infolge des Mauerfalls, dann für uns, die wir, wie viele, andere im Sog der neuen Möglichkeiten unseren Wohnsitz nach Berlin verlegt hatten und schließlich im Zuge der mehr oder minder regelmäßigen Pflichtbesuche bei den Verwandten in der alten Heimat. Bei einem dieser Besuchte passierte das Undenkbare.
Wir saßen am Mittagstisch bei meiner Schwiegermutter, schon halb in Aufbruchstimmung mit Blick auf die für den Nachmittag vorgesehene Rückfahrt, und hatten mit der Mahlzeit begonnen, obschon unser jüngster Sohn noch fehlte. Es war schon schwer genug gewesen, ihn überhaupt zum Mitfahren zu bewegen; lieber wäre er bei seinen älteren Brüdern zu Hause geblieben, das war uns klar. Doch wir fanden auch, dass dem Selbstbestimmungsrecht eines Elfjährigen durchaus noch die eine oder andere Grenze gesetzt werden durfte. Und dass er es jetzt nicht für nötig hielt, pünktlich zum Essen zu erscheinen, hatte in meinen Augen etwas leicht Provozierendes.
Ich wollte gerade meinen diesbezüglichen Unmut äußern, als in der Diele das Telefon klingelte. Es war der Sohn, der mitteilte, dass er soeben einen jungen Hund gekauft hatte, und zwar auf Betreiben und unter Mithilfe seiner Kusine, die das Geschäftliche geregelt habe und finanziell in Vorauslage getreten sei. Die Kusine war fast doppelt so alt wie er und ein wenig exaltiert, was er natürlich interessant fand. Wir hatten ihn ihr anvertraut, weil er sich gelangweilt und sie immer Mittel gegen Langeweile parat hatte. Hätten wir allerdings geahnt, dass es zu solch einem eklatanten Vertrauensmissbrauch kommen würde, so hätten wir alles getan, um unseren Sohn an diesem Tag von besagter Kusine fernzuhalten.
Es kam zu einer unschönen Szene. Ich riss meiner Schwiegermutter, die den Anruf entgegengenommen hatte, den Hörer aus der Hand und begann, ohne längere Einleitung, mit heftigen Worten auf den Sohn einzureden. Es sei eine vollkommen unakzeptable, dreiste Eigenmächtigkeit, einfach so aus heiterem Himmel einen Hund zu kaufen, sagte ich. Ob er sich überhaupt der Tragweite seines Vorgehens bewusst sei,
