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Erosion und Exitus der gelebten Demokratie: Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht
Erosion und Exitus der gelebten Demokratie: Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht
Erosion und Exitus der gelebten Demokratie: Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht
eBook140 Seiten1 Stunde

Erosion und Exitus der gelebten Demokratie: Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht

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Über dieses E-Book

Die Publikation steht im Spannungsverhältnis zwischen meiner langjährigen, aktiven Parlamentszugehörigkeit und dem Buchtitel
"Erosion und Exitus der gelebten Demokratie."
Ein Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht.

Der Unterschied zwischen dem was man bei politischen oder personengebundenen Entscheidungen wissen muss und dem was die Gesellschaft leisten kann wird immer größer. Die Komplexität unserer Welt steigt quadratisch. Die Fähigkeiten in den Gesellschaften, die Komplexität ganzheitlich zu bewerten, stagniert.
Die Abhängigkeiten zwischen der Gesellschaft auf der einen Seite und den Regierungen, Parlamenten und der Presse auf der anderen Seite sind in demokratischen Systemen immanent und unverrückbar.
Ergibt dies nicht zwangsläufig parlamentarisch, demokratische Ergebnisse minderer Qualität? Oder anders formuliert: Ist damit die Erosion der gelebten Demokratie zu begründen?
Ich sage ja! In meinem Buch formuliere ich einen Lösungsansatz, der, so wie zu vermuten ist, einen langen parlamentarischen Weg vor sich hat. Mein Lösungsansatz ist weitreichend und wird deswegen mit hoher Wahrscheinlichkeit intensiv diskutiert.

Die Zeit im Parlament war notwendig um viele Fakten sammeln zu können. Jetzt danach bin ich besonders in der Lage mir intensiv Gedanken zu machen. Die immanent vorhandenen aktiven Abhängigkeiten innerhalb gelebter demokratischer Systeme erreichen mich nichtmehr vergleichbar. Die in meiner Parlamentszeit gefundenen Puzzleteile sind wichtige Elemente in meiner Publikation.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum9. Juli 2020
ISBN9783752973259
Erosion und Exitus der gelebten Demokratie: Resultat aus parlamentarischer Erfahrung und analytischer Sicht

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    Buchvorschau

    Erosion und Exitus der gelebten Demokratie - Norbert Mittrücker

    img1.png

           NORBERT MITTRÜCKER

    Erosion und Exitus

    der gelebten Demokratie

    Erosion und Exitus

    der gelebten Demokratie

           Resultat aus parlamentarischer

          Erfahrung und analytischer Sicht

           NORBERT MITTRÜCKER

    img2.png

    Impressum

    1. Auflage: 2020

    Texte: © Copyright by Dr. Norbert Mittrücker

    Umschlag: © Copyright by Franz Brossart

    Verlag: Dr. Norbert Mittrücker

    Hennenhecke 2a

    67310 Hettenleidelheim

    Druck: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin

      Auch denen zolle ich Respekt,

     die meine Gedanken nicht teilen

     und dennoch sachlich bleiben.

    Inhalt

    I EINFÜHRUNG

    Motivation

    Begründung

    Hypothese

    II GRUNDLAGEN

    Tetradenabhängigkeit im demokratischen System

    Allgemeine Betrachtung

    Informationsselektion

    Mandatsträger und deren Abhängigkeiten

    Regierungshandeln ohne Autonomie

    Eine gesellschaftliche Betrachtung

    Das Tetraden Abhängigkeitsrad

    Entwicklung der Komplexität durchwissenschaftliche Erkenntnisse

    Komplexität

    Quantitative Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse

    Qualitative Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse

    Präsenz und parallele Verfügbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse

    Download, Transfergeschwindigkeit und Rechenleistung

    Entwicklung der Komplexität, eine systemische Betrachtung

    Entwicklung der durchschnittlichen,gesellschaftlichen Bildung

    Bildung der Gesellschaft

    Entwicklung der Bildung anhand der PISA Studien

    Känguru-Wettbewerb als Hinweis

    MINT als Indikator

    Politische Bildung

    Entwicklung der gesellschaftlichen Bildung, eine systemische Betrachtung

    Private und politische Segmentierung

    Der internationale Baustein

    III ERKENNTNIS

    Der Unterschied

    Die Abhängigkeiten

    Erosion und Exitus der gelebten Demokratie

    IV KONSEQUENZ

    Exitus verhindern

    Unterstützung der Legislative und Exekutive

    Unterstützung mit Kompetenzen

    Parlament interne Maßnahme

    Methoden für eine unabhängige Evaluation

    Haus der wissenschaftlichen Analyse und kontrollierenden Evaluation

    IV CONCLUSIO UND AUSBLICK

    V DANK

    VI ANHANG

    Abkürzungsverzeichnis

    Literaturverzeichnis

    I

    EINFÜHRUNG

    Motivation

    Erkenntnisse kommen nicht von heute auf morgen. Sie  setzen sich aus vielen Puzzleteilen zusammen, die zeitlich versetzt auftreten. Je mehr Puzzleteile man zu einem bestimmten Thema sammeln kann, desto größer wird der Aufwand, sie zusammenzusetzen, aber umso deutlicher wird danach das gesamte Bild.

    Wenn man dann noch wissenschaftliche Expertisen zu diesem Thema spiegelt, dann lassen sich Prognosen und Erkenntnisse formulieren, die durchaus faktenbasiert sind. Denn nur gefühlsmäßige, weltanschauliche Grundlagen für Prognosen zu verwenden, ist nicht hinreichend.

    Darüber hinaus hat mich ganz besonders das Spannungsverhältnis zwischen Politik und Wissenschaft, gerade auch vor dem Hintergrund der Coronakrise, motiviert. Hier wurde besonders deutlich, dass wissenschaftliche Antworten und dies abgekoppelt vom Wählervotum notwendig sind, die im parlamentarischen Alltag  nicht vergleichbar genutzt werden. Optimal wäre es natürlich zudem, wenn sich die Wissenschaft untereinander besser abstimmen würde. Um den notwendigen politisch, wissenschaftlichen Austausch zu verstetigen, bedarf es in demokratischen Systemen einer neuen wissensbasierten Struktur und dies nicht nur im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, sondern auch innerhalb unterschiedlicher Disziplinen in der Wissenschaft.

    Ich war 20 Jahre Mitglied im rheinland-pfälzischen Landtag und konnte 20 Jahre lang ähnliche Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen sind natürlich nur eine Teilmenge der politischen Puzzleteile, die ich jetzt in meinem Unruhestand zusammensetzen kann. Um welche politischen Puzzleteile handelt es sich darüber hinaus? In aller Regel sind das Aussagen und Verhaltensweisen von Wählerinnen und Wählern, insbesondere aber auch Landtagskollegen aus allen Fraktionen sowie Statements von Seiten der Presse und Regierungsmitgliedern sofern sie sich privat fühlen und nicht dafür in Haftung genommen werden können. Ein gewinnbringendes Verhalten, Argumentieren und Entscheiden ist bei den oben beschriebenen Personen die Grundlage zum politischen und wirtschaftlichen Überleben. Dabei geht es um den Mehrwert für  Wählerinnen und Wähler, um den Mehrwert für die eigene Partei, den Mehrwert für die Regierung und den existenziellen Mehrwert für die Presse. Diese Erkenntnisse greife ich in anderen Kapiteln erneut auf.

    Worin liegt meine Motivation, meine Erkenntnisse zusammenzutragen? Wenn man in der Gesellschaft und insbesondere im politischen Bereich das gewinnbringende Verhalten, Argumentieren und Entscheiden vieler Ebenen inklusive der Gesellschaft privat anspricht, dann erhält man Zustimmung zu diesen Erkenntnissen. Aber dies im Kontext zusammenzutragen und öffentlich zu formulieren bzw. zu kritisieren ist nicht opportun. Denn die Gefahr besteht, dass man als demokratiefeindlich abgestempelt wird. Und genau deswegen bin ich motiviert die Lücke zu schließen.

    Um gleich der Kritik vorzugreifen, ja ich habe es in meiner aktiven Zeit als Politiker auch nicht öffentlich formuliert. Diese Kritik lasse ich allemal gelten. Auf der anderen Seite muss man aber die Puzzleteile sammeln und dazu gehört die aktive parlamentarische Zeit, um im Kontext schreiben zu können.

    Begründung

    Meine Ausführungen begründe ich mit der Überzeugung,  dass es aktuell kein Entrinnen aus dem in allen Bereichen gewinnbringenden Verhalten, Argumentieren und Entscheiden gibt. Wäre dieses gewinnbringende Entscheiden problemlos und ohne Nebenwirkungen, dann hätten sich diese meine Ausführungen erledigt. Dem ist aber leider nicht so. Das reine additive Zusammenführen von Wünschen, die durch unterschiedliches, gewinnbringendes Verhalten und Argumentieren deutlich werden, ist gesellschaftlich und politisch nicht zielführend. Das bedeutet, es entstehen Zufallsergebnisse und keine auf Fakten basierte, logische Entscheidungen. In unserer immer komplexer werdenden Welt sind Entscheidungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit dem Zufall zuzuordnen sind, nicht gewinnbringend. Im Gegenteil.

    An dieser Stelle muss ergänzt werden, dass das gewinnbringende Verhalten, Argumentieren und Entscheiden aller Bereiche eine starke wechselseitige Abhängigkeit und Bindung haben.

    Siehe hierzu Kapitel II Grundlagen, Tetradenabhängigkeit im demokratischen System.

    Darüberhinaus überfordert die Komplexität unserer Welt den größten Teil unserer Gesellschaft. Selbst die politisch  Handelnden ziehen häufig das Gewinnbringende dem politisch Notwendigen vor. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Komplexität unserer Welt quadratisch steigt, aber der durchschnittliche Wissensstand bzw. das Denken im logischen Kontext, also die Bildung im Allgemeinen, maximal linear steigt. Die Schere zwischen diesen beiden Erkenntnissen geht immer weiter auseinander. Deswegen werden Entscheidungen getroffen, die nicht an der Komplexität, sondern am durchschnittlichen gesellschaftlichen Wissensstand orientiert sind. Man will bzw. muss ja punkten.

    Diese ausgewählten Puzzleteile ergeben ein Bild, das meine Ausführungen in diesem Buch begründen.

    Hypothese

    Meine Hypothese ist mit dem Titel dieses Buches „Erosion und Exitus der gelebten Demokratie" bereits beschrieben, aber natürlich nicht begründet. Was haben die aufgezählten Puzzleteile

    –  das gewinnbringende Verhalten, Argumentieren und

        Entscheiden dokumentiert direkte und wechselseitige 

        Abhängigkeiten

    –  es gibt aktuell kein Entrinnen aus dem

        gewinnbringenden Verhalten, Argumentieren und

        Entscheiden, die Abhängigkeiten bleiben

    –  die aktuelle und insbesondere

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