Bedingungslos geliebt: Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater
Von Timothy Keller und Hanspeter Wolfsberger
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Über dieses E-Book
Nach seinem ersten Buch The Reason for God nannte die amerikanische Zeitschrift Newsweek Timothy Keller einen "C. S. Lewis für das 21. Jahrhundert". Diesmal legt Keller das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus – oder das Gleichnis von den zwei verlorenen Söhnen, wie es besser heißen müsste. Denn Keller zeigt, dass der ältere Sohn ebenso verloren ist wie der jüngere. Mit frischer, ungestelzter Sprache, scharfsinniger Menschenkenntnis und Beispielen aus aktuellen Büchern und Filmen führt Keller uns vor Augen, dass Jesus in diesem Gleichnis seinen Zuhörern die gesamte biblische Botschaft in einer unnachahmlich verdichteten Form präsentierte.
"In einer Flut von Bestsellern, geschrieben von Skeptikern und Atheisten, die einen nichtexistenten Gott des Verbrechens gegen die Menschlichkeit anklagen, ragt Timothy Keller als schlagkräftiger Kontrapunkt und Verteidiger des Glaubens heraus."
The Washington Post
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Buchvorschau
Bedingungslos geliebt - Timothy Keller
1
Die Menschen um Jesus
«Viele … kamen immer wieder zu Jesus, um ihn zu hören.»
Zwei Arten von Leuten
Die meisten Auslegungen dieses Gleichnisses haben sich auf die Flucht und die Rückkehr des jüngeren Bruders konzentriert – des «verlorenen Sohnes». Dies geht jedoch an der eigentlichen Botschaft der Geschichte vorbei, denn es gibt ja zwei Brüder, von denen jeder eine andere Form der Entfremdung von Gott und eine andere Art und Weise darstellt, nach Aufnahme im Himmelreich zu streben.
Es ist entscheidend, das historische Umfeld zu beachten, in das der Autor diese Predigt Jesu stellt. In den ersten beiden Versen des Kapitels nennt Lukas zwei Gruppen von Leuten, die gekommen waren, um Jesus zuzuhören. Zunächst waren da die «Zolleinnehmer und andere verrufene Leute». Diese Männer und Frauen entsprechen dem jüngeren Bruder. Sie beachteten weder die Moralgesetze der Bibel noch die Vorschriften für die kultische Reinheit, an die religiöse Juden sich hielten. Sie «leisteten sich, was immer sie wollten». Wie der jüngere Bruder verließen sie ihre Heimat, indem sie die moralischen Traditionen ihrer Familien und der angesehenen Gesellschaft hinter sich ließen.
Die zweite Zuhörergruppe waren die «Pharisäer und Schriftgelehrten», die durch den älteren Bruder repräsentiert wurden. Sie hielten an der traditionellen Moral fest, in der sie erzogen worden waren. Sie studierten die Heilige Schrift und gehorchten ihr. Sie besuchten treu die Gottesdienste und beteten ohne Unterlass.
Mit sparsamsten Mitteln zeigt Lukas, wie unterschiedlich diese beiden Gruppen auf Jesus reagierten. Die progressive Zeitform des griechischen Verbs, das mit «kamen immer wieder» übersetzt wird, macht deutlich, dass die Anziehungskraft Jesu auf die «jüngeren Brüder» ein beständiges Merkmal seines öffentlichen Wirkens war. Sie scharten sich permanent um ihn.
Dieses Phänomen war den rechtschaffenen und religiösen Leuten ein Rätsel und ein Dorn im Auge. Deren Empörung darüber fasst Lukas so zusammen: «Mit welchem Gesindel gibt der sich da ab! Er setzt sich sogar mit ihnen an einen Tisch!» Sich mit jemandem an einen Tisch zu setzen und mit ihm zu essen, war im antiken Orient ein Zeichen, dass man ihn akzeptierte. «Wie kann Jesus es wagen, sich mit solchen Sündern abzugeben?», fragten sie. «Diese Leute kommen nie in unsere Gottesdienste! Wieso kommen sie dann in Scharen gelaufen, wenn Jesus predigt? Was der ihnen verkündigt, kann ja wohl nicht die Wahrheit sein, so wie wir es tun. Er sagt ihnen bestimmt nur das, was sie gerne hören wollen!»
An wen richtet sich also Jesu Lehre in erster Linie in diesem Gleichnis? Sie richtet sich an die zweite Gruppe, an die Schriftgelehrten und Pharisäer. Als Antwort auf ihre Herzens-Einstellung beginnt Jesus mit der Erzählung des Gleichnisses. Das Gleichnis von den zwei Söhnen wirft einen gründlichen Blick in die Seele des älteren Bruders und gipfelt in einem eindringlichen Appell an ihn, seine Haltung zu ändern.
Wann immer dieser Text im Lauf der Jahrhunderte in Kirchen oder im Religionsunterricht behandelt wurde, lag das Augenmerk fast ausschließlich darauf, wie großzügig der Vater seinen bußfertigen jüngeren Sohn wieder bei sich aufnimmt. Als ich das Gleichnis zum ersten Mal hörte, stellte ich mir vor, wie Jesu ursprünglichen Zuhörern die Tränen kamen, als sie hörten, dass Gott sie immer lieben und willkommen heißen wird, was auch immer sie getan haben. Aber wenn wir das tun, ziehen wir das Gleichnis ins Sentimentale.
Die Zielgruppe dieser Geschichte sind nicht die «verrufenen Leute», sondern die Frommen, die alles tun, was die Bibel fordert. Jesus appelliert nicht so sehr an die unmoralischen Außenstehenden, sondern vielmehr an die rechtschaffenen Säulen der Gesellschaft. Ihnen will er ihre Blindheit, Engstirnigkeit und Selbstgerechtigkeit vor Augen führen und zeigen, wie diese Dinge sowohl ihre eigenen Seelen als auch das Leben der Menschen um sie her kaputtmachen. Es ist also ein Fehler, zu glauben, Jesus erzähle diese Geschichte vor allem, um die jüngeren Brüder seiner bedingungslosen Liebe zu
