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Jule und Fettsack: Aufs Kreuz gelegt
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Jule und Fettsack: Aufs Kreuz gelegt
eBook163 Seiten2 StundenJule und Fettsack

Jule und Fettsack: Aufs Kreuz gelegt

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Über dieses E-Book

Juliane Siebert, die von allen nur Jule gerufen wird, zog vor einem halben Jahr von Berlin in eine Stadt in Mitteldeutschland. Sie hat sich gut eingelebt und ist zufrieden. Jule versteht sich immer besser mit Tobias, den kaum noch einer Fettsack ruft. Auch mit Jürgen Schmidt, dem Freund ihrer Mutter, der bei ihnen einzog, kommt sie nach anfänglichen Schwierigkeiten gut zurecht.Jule und Benny sind nun ein Paar. Mit ihm ist sie glücklich und erlebt das wichtigste Ereignis ihres bisherigen Lebens Jule meldet sich in dem Judoverein an, in dem auch Benny trainiert. Doch plötzlich ist nichts mehr so, wie sie es sich vorgestellt hat. Ein negatives Ereignis stellt die Beziehung zu Benny auf eine harte Probe. War es eine gute Idee, sich in Bennys Judoverein anzumelden?Können Jules Freunde ihr helfen, aus der Misere herauszukommen?
SpracheDeutsch
HerausgeberPapierfresserchens MTM-Verlag
Erscheinungsdatum27. Apr. 2020
ISBN9783960741435
Jule und Fettsack: Aufs Kreuz gelegt

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    Buchvorschau

    Jule und Fettsack - Peter Voigt

    Inhalt:

    Impressum

    Jule und Fettsack – Aufs Kreuz gelegt

    Der Autor

    o

    Impressum:

    Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Besuchen Sie uns im Internet:

    www.papierfresserchen.de

    info@papierfresserchen.de

    © 2018 – Papierfresserchens MTM-Verlag GbR

    Oberer Schrannenplatz 2, D- 88131 Lindau

    Telefon: 08382/9090344

    Alle Rechte vorbehalten.

    Erstauflage 2018

    Cover: Heike Georgi

    Lektorat: Redaktions- und Literaturbüro MTM: www.literaturredaktion.de

    ISBN: 978-3-86196-799-6 – Taschenbuch

    ISBN: 978-3-96074-143-5 – E-Book

    *

    Ein Dankeschön!

    Ich möchte mich ganz herzlich bei meinen Testleserinnen Susanne Borkmann, Annekathrin Peters und Jette Herrnkind für die hilfreichen Hinweise und die motivierenden Gespräche bedanken.

    Sie haben viel zum Gelingen dieses Buches beigetragen!

    Peter Voigt

    *

    Jule und Fettsack – Aufs Kreuz gelegt

    „Endlich sind die Sommerferien vorbei!", dachte ich mir. So ein Satz war noch nie über meine Lippen gekommen. Ich war während der Ferien auch nicht zur Streberin geworden und meine Devise lautete noch immer: So viel wie nötig, aber nicht so viel wie möglich! Auch im kommenden Schuljahr, immerhin schon dem siebten, beabsichtigte ich, meinen kleinen inneren Schweinehund zu pflegen. Jedoch gab es einen mega wichtigen Grund, sich auf die Schule zu freuen, und der hieß: Benny!

    47 Tage hatten wir uns nicht gesehen. Das waren 1127 Stunden! Wahnsinn! Wir sendeten uns wenigstens ab und zu ein paar Nachrichten mit dem Handy. Leider nicht jeden Tag! Angeblich hatte Bennys Handy einen schlechten Empfang. Gleich zu Beginn der Ferien war er für drei Wochen zu seiner Oma in eine kleine Stadt im Süden unseres Landes gefahren. Den Rest der Ferien musste er dann mit seinen Eltern im Wohnwagen die Ostseeküste abklappern.

    Da hätte ich nicht mit ihm tauschen wollen. Ich mag die Ostsee und war auch schon ein paarmal mit meiner Mutter dort. Ich wollte mir aber gar nicht vorstellen, wie ich mich drei Wochen lang in einem Wohnwagen mit Mutter und ihrem Jürgen fühlen würde. Mir hatten während der Ferien schon die fast täglichen Besuche in dessen Garten gereicht. Ich war froh gewesen, wenn es mal einen Regentag gab, den ich in meinem Zimmer, der einzigen erwachsenenfreien Zone unserer Wohnung, verbringen konnte. Allerdings gab es wenige dieser Tage. Meistens hieß es: „Wir gehen heute in Jürgens Garten! Und dann gab es noch die ständigen gut gemeinten Ratschläge der beiden: „Zieh dir ein T-Shirt drüber, geh unter den Sonnenschirm, creme dich ein, aber nimm die Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50, du musst mehr trinken …!

    Das war nun vorbei. Morgen würde endlich die Schule beginnen!

    Ich lag in meinem Bett, hörte zum gefühlt Tausendsten Mal meine Lieblings-CD von Leon Wilson, kuschelte mit meinem altersschwachen Clown Paule und malte mir aus, wie es morgen sein würde, wenn ich endlich Benny wieder gegenüberstehen würde. Ohne meinen CD-Player ausgeschaltet zu haben, schlief ich schließlich ein.

    Als ich am Morgen erwachte, sah ich erst einmal aus dem Fenster. Dicke, dunkle Wolken hingen am Himmel und drohten mit Regen. Noch war es aber trocken. Egal, welches Wetter es heute geben würde, ich würde endlich Benny wiedersehen. Zuvor musste ich nur den Morgen überstehen, was nicht so leicht war, denn während der Ferien war Mutters Freund Jürgen Schmidt bei uns eingezogen. Ich hatte nicht gejubelt, aber auch nicht rumgemault.

    Mutter und ich waren ein eingespieltes Team. So gab es feste Regeln, wer morgens zuerst ins Bad ging, wer das Frühstück vorbereitete und den Tisch deckte. Das hatte immer gut funktioniert. Seit ein paar Wochen war das nun anders. Jürgen Schmidt, der alte Mann – ey, der ist schon vierzig! – musste sich jedoch noch an unseren Frauenhaushalt gewöhnen. Mutter war felsenfest davon überzeugt, dass er das schaffen würde! Ich hatte da so meine Zweifel. Jedenfalls brachte er hier alles durcheinander.

    Während Mutter im Bad war, taumelte ich in die Küche, um mir mein Müsli zuzubereiten und um den Frühstückstisch zu decken. Doch was war hier los? Jürgen stand nur in Shorts in der Küche, grinste mich an und sagte: „Guten Morgen, Kleines! Na, gut geschlafen? Ich hab dir eine leckere Vanillepuddingsuppe gemacht!"

    „Ich heiße Juliane, kannst mich Jule nennen, aber bitte nicht Kleines!, empörte ich mich. „Außerdem wollte ich Müsli und nicht Süppchen!

    Er legte seine Stirn in Falten, atmete tief durch und sagte: „Irgendwie mache ich hier immer alles falsch! Stimmts?"

    „Bingo!"

    Ich schlurfte zum Bad. Mutter kam heraus und begrüßte mich: „Guten Morgen", und gab mir ein Küsschen auf meine Stirn.

    Guter Morgen ist allerdings ein wenig übertrieben", maulte ich. „Dein Typ hat mir Süppchen gekocht!"

    „Jule, hab bitte ein wenig mehr Respekt vor Jürgen. Und außerdem möchte ich nicht, dass du ihn meinen Typ nennst!"

    Ich zog meine Mundwinkel breit, nickte und verschwand im Bad! Neuerdings schloss ich sogar von innen ab. Ich wollte verhindern, dass ich nackt aus der Dusche kam und Jürgen Schmidt vor mir stand.

    Ich hatte geduscht, meine schulterlangen, viel zu dünnen Haare gewaschen und geföhnt. Nun stand ich vor dem großen Spiegel, der in der Tür unseres Badezimmerschranks angebracht war, und begutachtete mich. Es war unglaublich: Ich hatte mich während der sechs Ferienwochen körperlich so gut wie nicht verändert. Ich war immer noch so dünn und war auch nicht gewachsen. Selbst das Wachstum meiner Brüste musste Ferien gehabt haben. Im Gegenteil zu mir würde Rebecca, unsere Klassenschönste, sicherlich eine noch größere Oberweite präsentieren als vor den Ferien. Ich hoffte, mein Körper würde sich irgendwann erinnern, dass aus mir mal eine Frau werden sollte ...

    Das folgende Frühstück überlebte ich. Die Vanillepuddingsuppe war dabei noch das Beste. Ich war in Benny verliebt, wusste genau, wie man sich da fühlte. Jedoch hatte ich bis dahin nicht geahnt, dass dies auch noch im hohen Alter so war. Mutter und ihr Jürgen nannten sich nur noch Schätzle oder Spatzi und mussten sich laufend küssen. Sogar am Frühstückstisch hielten sie Händchen! Wenn beide nur einen Arm hätten, müsste ich sie füttern! Meine Güte!

    Endlich konnte ich die Wohnung verlassen. Mutter und Jürgen Schmidt konnten sich Zeit lassen, denn sie mussten erst um neun Uhr bei ihrer Arbeit im Elektronikmarkt sein.

    Kaum hatte ich unseren Menschenfresser verlassen, sah ich auch schon Tobias, der auf mich wartete. Ich musste ihn erst einmal genau bekieken. Eins stand schon mal fest, ein Fettsack war er nicht mehr. Allerdings war er immer noch etwas übergewichtig. Da wartete noch ein bisschen Arbeit auf mich.

    „Hi Jule, na, auch so ’ne Lust auf die Schule wie ich?", begrüßte er mich und gähnte.

    „Ich freue mich auf die Schule. Jetzt sind wir schon in der siebten Klasse! Wie die Zeit vergeht! Hoffentlich ist Frau Schön noch unsere Klassenlehrerin! Ich finde sie einfach cool!"

    „Was ist mit dir los? Wie kann man sich auf die Schule freuen?"

    „Ich freue mich halt!", antwortete ich, ohne den genauen Grund meiner Freude zu nennen, denn der hieß Benny!

    Auf unserem gemeinsamen Schulweg tauschten wir uns über unsere Aktivitäten während der Sommerferien aus. Tobias erzählte mir, dass er während der ganzen Zeit bei seinem Onkel und seiner Tante gewesen war. Mit deren Sohn, der so alt war wie Tobias, wären sie viel mit den Fahrrädern unterwegs gewesen. Bei schlechtem Wetter hätten sie am Computer seines Cousins irgendwelche Ballerspiele gespielt.

    Ich log, dass die Ferien prima gelaufen wären. Am schönsten sei es im Garten von Jürgen Schmidt gewesen. Die Wahrheit wollte ich Tobias nicht erzählen, um mir sein Mitleid zu ersparen.

    Endlich gelangten wir zu unserer Schule. Unzählige Schüler warteten darauf, dass sie hineindurften. Ich hielt nach Benny Ausschau. Leider konnte ich ihn nicht entdecken. Als Tobias und ich unser Klassenzimmer betraten, fiel mir sofort auf, dass es renoviert worden war. Die Wände waren von der Decke bis zur Mitte Weiß gestrichen worden und die untere Hälfte hellgrün. Jedenfalls sah es sauber aus – und es roch noch ein wenig nach frischer Farbe.

    Unsere Klassenschönste Rebecca saß auf ihrer Bank und musterte mich, als sie mich sah. Ich sie aber auch. Im Vergleich zu ihr sah ich etwas farblos aus. Blondchen hatte ein pinkes T-Shirt an, auf dem ein großes Herz aus silbernen Strasssteinchen glitzerte. Es fiel über ihre weiße Stretchjeans. Ich hatte mir heute Morgen ein türkisfarbenes T-Shirt angezogen und steckte in meiner dunkelblauen Jeans. Allerdings hatte ich gedacht, dass ich nur zur Schule gehe und nicht zur Wahl der Miss World!

    Ich überlegte, ob ich mich wieder neben Tobias setzen sollte, als Frau Schön unser Klassenzimmer betrat und mir die Entscheidung abnahm. Sie bat uns, wieder die Plätze einzunehmen, die wir auch im vorigen Schuljahr benutzt hatten. Ich hätte mich gern neben ein Mädchen gesetzt, denn Tobias hatte ich ja schon auf unserem Schulweg an der Backe kleben. In mir machte sich ein Gefühl breit, das mir sagen wollte, dass der Tag irgendwie nicht so werden wollte, wie ich es mir erhofft hatte.

    Laut dem neuen Stundenplan hätten wir in den ersten zwei Stunden Deutschunterricht gehabt. Den hatten wir aber nicht, weil Frau Schön beabsichtigte, erst einige organisatorische Dinge für das kommende Schuljahr mit uns abzusprechen. Zuallererst wollte sie, dass wir einen Klassensprecher oder eine Klassensprecherin wählten. Sofort setzte eine wilde Diskussion ein.

    „Ich möchte, dass ihr euch beruhigt!, forderte Frau Schön uns auf. „Wer einen Vorschlag zu machen hat, meldet sich!

    Basti schien sich fast sein dünnes Ärmchen auszureißen.

    „Na bitte, Sebastian, wen möchtest du vorschlagen?"

    „Ich schlage Daniel vor. Er ist der Chef unserer Gang, ist ein guter Schüler und ansonsten wüsste ich auch nicht, wer Klassensprecher werden soll!"

    „Ich bin auch für Daniel!", rief Robert dazwischen.

    „Gibt es noch andere Vorschläge?", richtete sich unsere Klassenlehrerin an uns.

    Ich meldete mich.

    „Juliane, wen möchtest du vorschlagen?"

    „Icke schlage Rebecca vor!" Das Berlinern musste ich mir endlich und endgültig abgewöhnen.

    Ein Raunen ging durch den Klassenraum.

    „Spinnst du?", rief mir Basti zu. Auch die Gesichter von Daniel und Robert verfinsterten sich.

    So richtig wusste ich auch nicht, warum ich das eingebildete Blondchen vorschlug. Vielleicht wollte ich den Frieden mit ihr festigen. Schließlich sah ich in ihr meine ärgste Konkurrentin im Kampf um Benny.

    „So kommen wir nicht weiter!, stellte Frau Schön fest. „Gibt es noch andere Vorschläge?

    Die gab es nicht. Deshalb bat Frau Schön uns, abzustimmen. Zuerst für Daniel. Bis auf Tobias und mich meldete sich die Gang, also fünf Mitschüler. Daniel enthielt sich. Die restlichen Schüler stimmten für Rebecca, also die Mehrheit.

    „Gut, die Entscheidung ist gefallen", sagte Frau Schön und gratulierte Rebecca zur Funktion der Klassensprecherin.

    Die

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