Kultur, Vielfalt, Integration: Ein Kompass im Dschungel kultureller Unterschiede
Von Dan Wiener
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Über dieses E-Book
Kulturelle Vielfalt kann als grosses Problem betrachtet werden, aber auch als faszinierende Bereicherung. Denn durch Migration und Globalisierung ist unsere Gesellschaft multikultureller und vielseitiger geworden. Austausch und Verständigung in Organisationen und Unternehmen zu fördern ist für Dan Wiener eine kostbare Aufgabe.
Der Coach und Künstler zeigt auf, wie kulturelle Unterschiede statt als konflikthafte Trennlinien, als bereichernde Wege und Prozesse einer fruchtbaren Integration in Gang gebracht werden können.
Dieses Lesebuch bietet kurze Essays und Hintergründe für ein vertieftes Verständnis von kulturellen Zusammenhängen. Es finden sich Tipps, um sich noch bewusster und gezielter in einer von Vielfalt geprägten Welt zu bewegen. Und zum Schluss geht es um konkrete Integrationsbeispiele aus Gesellschaft, internationaler Politik und Wirtschaft, aus Schule, Sozial- und Gesundheitswesen. Ein systematischer Ansatz über drei Schritte: Kultur, Vielfalt und Integration.
Dan Wiener
Lives in Basel, actor and musician, communication-specialist, founder of his own company Communication & Culture - creating, coaching, consulting. develops concepts and events, moderator and coach, offers his services worldwide for companies and organisations, speaking fluently German, English, French and Russian.
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Buchvorschau
Kultur, Vielfalt, Integration - Dan Wiener
Ein Buch aus der Edition Panta Rhei – On Demand
www.pantarhei.ch
© 2021 Das Recht an sämtlichen Text- und Bildinhalten liegt beim Autor dieses Buchs.
Projektkoordination, Lektorat und Korrektorat: Panta Rhei PR
Umschlaggestaltung: www.fraufederer.ch
Layout und Satz: www.fraufederer.ch
E-Book: Zeilenwert GmbH
Illustrationen: Andrey Fedorchenko
Foto Seite 90: Alexander Preobrajenskij
ISBN 978-3-9525412-1-0
Website des Autors: www.c-culture.com
Inhalt
Cover
Titel
Impressum
Wozu dieses Buch
Kommunikation in der Praxis
Wissenschaftliche Verankerung
Kultur, Vielfalt und Integration
ICH! Das Zeitalter des Egoismus
Am Anfang waren die Wörter (Der Turmbau zu Babel)
«Das wird man doch noch sagen dürfen!»
Die drei Affen
Vorurteile – Chauvinismus – Rassismus
Ist Xenophobie heilbar?
Kultur – Wo gehöre ich dazu?
Was verstehen Sie unter Kultur?
Was verstehe ich unter Kultur?
Kultur ist eine dynamische Zugehörigkeit
Je nach Situation gehöre ich zu anderen Gruppen
Vielfalt – Ich bin vieles
Ich bin vieles
Menschen und ihre Kulturen – wie Vielfalt entsteht
Dynamisches Zusammenspiel der Kulturen
Zeichen, Symbole und nonverbale Codes und Filter
Verbale Codes und Filter
«Übersetzen» – Kulturelle Verhaltensregeln
Integration – Ich und die anderen
Kultur + Vielfalt?
Wer bestimmt?
Die fünf Irrtümer der Integration
Gemeinsame Nenner, gemeinsame Lösungen
Verbindung von Kultur, Vielfalt und Integration
Vom Kolonialismus zur Partnerschaft?
Zusammenfassung in der 3D-Kultur-Methode
Beispiel Schule
Beispiel Medizin und Soziales
Beispiel Polizei und andere Sicherheitsorgane
Beispiel Geschäftswelt
Beispiel Internationale Politik und Diplomatie
Fazit
Über den Autor
Wozu dieses Buch
Seit ich denken kann, lebe ich mit kulturellen Unterschieden. Meine Vorfahren stammen aus sieben verschiedenen Ländern, daher war mir stets klar, dass kein Land besser sein kann als ein anderes. Kriegsspiele mochte ich nicht, weil ich wusste, dass Krieg kein Spiel, sondern tödlich ist. Doch ich war auch nicht besonders friedfertig. So prügelte ich mich gerne und oft mit anderen Jungen in der Pause. Die Ursache war sekundär. Irgendein Konflikt liess sich immer finden. Denn auf dem Schulhof war die Vielfalt schon damals gross – nicht nur aufgrund der geografischen Herkunft, sondern auch weil die Kinder in ihren jeweiligen Familien anders erzogen wurden und einen anderen Lebensstil pflegten.
So bekamen einzelne Kinder zum Beispiel von ihren Eltern Geld, wenn sie in der Schule gute Noten schrieben, was für meine Eltern nie infrage gekommen wäre. Oder andere wurden sehr streng erzogen, während ich fast alles tun konnte, was ich wollte. Diese unterschiedlichen Lebensverhältnisse zu Hause hatten zweifellos Auswirkungen auf den Umgang unter uns Schülern.
Umgekehrt verbanden mich mit meinen Freunden Geheimnisse, in die ich meine Eltern nie eingeweiht hätte. Mir war schon früh bewusst, dass es zwischen Menschen ebenso viele Gemeinsamkeiten wie Unterschiede gibt.
Kommunikation in der Praxis
Als Kommunikationstrainer habe ich es täglich mit den Herausforderungen kultureller Unterschiede zu tun. Ob ich in Europa, Asien, Nord- oder Südamerika ein Seminar abhalte, ich begegne im wahrsten Sinne komplett unterschiedlichen Welten. Oder coache ich multinationale Unternehmen, grosse und kleine Organisationen, stosse ich auf Unternehmenskulturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Komplex ist auch die Beziehungsvielfalt in der Tourismusbranche, wo sich Gastgeber und Gast nicht immer auf Anhieb verstehen.
Kulturelle Vielfalt kann als Problem betrachtet werden, aber auch als faszinierende Bereicherung. Sie generell zu negieren, wäre naiv. Denn die internationale Migration und fortschreitende Globalisierung gehören zu unserem Zusammenleben. Unsere Gesellschaften sind dadurch multikultureller und letztendlich auch vielseitiger geworden. Wer sich dies zu Nutzen machen kann, wird belohnt: als Mensch, aber auch als Unternehmen oder Organisation. Diesen Prozess zu unterstützen, ist für mich eine kostbare Aufgabe.
Nicht nur die sprachlichen und ethnischen Kulturen machen unsere Welt vielfältiger und komplexer. Die Diversifizierung und Spezialisierung betrifft alle unsere Lebensbereiche, sodass die Verständigung auch unter Gleichsprachigen immer anspruchsvoller geworden ist. Wenn Firmen fusionieren, prallen oft zwei komplett unterschiedliche Kulturen und Denkweisen aufeinander. Wenn in einer Organisation verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch kommen sollen, geraten politische oder auch weltanschauliche Positionen aufeinander.
Meine Arbeit sucht nach Wegen, solche kulturellen Unterschiede nicht als konflikthafte Trennlinien, sondern als Möglichkeit der gegenseitigen Bereicherung zu betrachten und einen Prozess des fruchtbaren Austauschs in Gang zu bringen.
Wissenschaftliche Verankerung
Ich bin selbstverständlich nicht der Erste und nicht der Letzte, der sich mit dem Thema «Interkulturelle Kommunikation» auseinandersetzt. Darüber wurde schon viel geforscht und publiziert. Dank einem Lehrauftrag der Universität Basel konnte ich viele dieser Konzepte schon vor Jahren kennenlernen und aus der Perspektive meiner Praxiserfahrung kommentieren.
Je länger ich mich mit dem Thema befasste, je mehr begann ich einzelne Aspekte der Auseinandersetzung zu hinterfragen. So sind von den Studierenden viele der Modelle, die sich primär auf länderspezifische Kulturkategorien beziehen, sehr einfach zu dekonstruieren. Die damit verbundenen dualen Dimensionen greifen meist zu kurz: Die heutige Realität ist mit Kategorien von «fremd» und «einheimisch», «traditionell» und «modern», «Nähe» und «Distanz» nicht ausreichend abzubilden.
Doch mit der Dekonstruktion ist es nicht getan. Mein Anspruch ist es, eine praxisrelevante Herangehensweise zu entwickeln, die ich meinen Kundinnen und Kunden anbieten kann, damit sie kulturelle Unterschiede nicht als Problem sehen, sondern als Chance nutzen können.
Kultur, Vielfalt und Integration
Seit ein paar Jahren arbeite ich in bewährter Weise mit drei Begriffen, die ich miteinander in Verbindung bringe: Kultur, Vielfalt und Integration. Obwohl einzeln viel diskutiert und bekannt, werden sie selten in einem Konzept miteinander verbunden.
Ich tue das in drei Schritten:
1. «Kultur» verwenden wir gerne, wenn es darum geht, das Verhalten von jemandem zu erklären. Dabei laufe ich jedoch immer Gefahr, in Stereotype zu verfallen. Um diese Stereotype zu vermeiden, benutze ich ein flexibles Modell, das die kulturelle Kategorie desselben Menschen je nach Situation anders interpretiert. Gemäss diesem Ansatz ist Kultur keine fixe Identität mit bestimmten Werten. Ich betrachte Kultur primär als eine dynamische Ressource oder als Motivationsfaktor, der Menschen befähigt, sich in unterschiedlichen Situationen erfolgreich zu bewegen.
2. Daraus folgt logischerweise, dass Vielfalt nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist: Wir sind vieles, denn bewusst oder unterbewusst kombinieren wir ganz verschiedene Kulturen. Daher sind wir in der Lage, unterschiedlich zu kommunizieren sowie Signale, Codes und Filter in all ihren Facetten zu verstehen und zu übersetzen. Je mehr ich diese Vielfalt bewusst nutzen kann, statt sie zu ignorieren oder gar zu bekämpfen, desto besser werde ich mich in meinem Umfeld behaupten können.
3. Die Vielfalt bliebe ein chaotisches Nebeneinander, wenn es mir nicht gelingt, Unterschiede zu integrieren. Integration heisst aber nicht Anpassung! Findet Integration auf Augenhöhe statt, bedeutet sie das Aushandeln von Inhalten: Wie können die Unterschiede so aufeinander abgestimmt werden, dass etwas Neues, Grösseres entsteht? Integration ist in diesem Sinne Wachstum, das entsteht, wenn sich unterschiedliche Partner aufeinander einlassen, Verantwortung übernehmen und abgeben, und aufgrund von gemeinsamen Nennern Neues entwickeln.
In diesem Buch möchte ich relevante Fragestellungen zur Sprache bringen, die es ermöglichen, über interkulturelle Herausforderungen in Organisationen nachzudenken und Instrumente zur Verfügung zu stellen, die in konflikthaften Momenten dazu verhelfen, Brücken für eine optimale Kommunikation zu schlagen.
Dan Wiener, Januar 2021
