Vogel Seele werde groß: Vom Wachsen ins Wunderbare
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Über dieses E-Book
Warum hältst du dich für klein, klammerst dich an Erdenschwere? Lass das Haben, lerne Sein und erfahr das Glück der Leere.
Deine Leiden sind Geschichten. Worte wollen dich erheben. Stärke dich an den Gedichten und beginne, jetzt zu leben.
Herbert Schedlbauer
Herbert Schedlbauer, Jg. 1950, Wahrheitssucher mit Liebe zum Wort, lebt seit 40 Jahren im südlichen Schwarzwald und handelt mit Schmuck- und Heilsteinen.
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Buchvorschau
Vogel Seele werde groß - Herbert Schedlbauer
Es schreibt der Mensch, um zu verdichten,
was als Gedanke seinen Geist durchquert.
Doch hinter allen den Geschichten
steht eine Kraft, die sich darin erfährt.
Ihr gilt mein Dank und auch den Hilfsbereiten,
die mir zur Seite standen unverwandt,
bis alle Worte ihre Seiten fanden
und alle Seiten ihren Bucheinband.
Der Autor
Herbert Schedlbauer, Jg. 1950, Wahrheitssucher mit Liebe zum Wort, lebt seit 40 Jahren im südlichen Schwarzwald und handelt mit Schmuck- und Heilsteinen.
Inhalt
Außer Denken nichts passiert
Freundschaft schließen mit der Zeit
Dem Glück ein Heim bereiten
In ein neues Leben wachsen
Hinter den Spiegel schauen
Innehalten
Über dem Wandel wehen
Titelverzeichnis
Außer Denken nichts passiert
Es zieht herauf und schwillt und weht
und lässt sich nicht vertreiben,
und nur wer an der Seite steht,
wird unbeeindruckt bleiben.
Trainer gesucht
Das Leben wirft sehr flegelhaft
Geröll in meine Seen.
Mein Volk, das an den Ufern schafft,
bleibt eingeschüchtert stehen.
Von hochnervöser Wesensart,
bangt es vor hohen Fluten.
Ein jedes Kräuseln, wenn auch zart,
lässt es Gefahr vermuten.
Kleinmütig ist es wie ein Kind.
Es ist ein Volk der Zwerge,
und was nur kleine Wellen sind,
sieht es als Wasserberge.
Obwohl ich unzufrieden bin,
will ich den Fall nicht bauschen.
Geht mir auch Manches durch den Sinn,
ein Volk kann man nicht tauschen.
So suche ich, dann wird es gut,
nach einem Zwergentrainer.
Hat diese Mannschaft erst mal Mut,
leb ich weit angenehmer.
Angst
Selten offen, aber oft maskiert
hinter Mangel und Beklagen,
bangend, dass sie dieses Spiel verliert,
weil sie sich in ihrer Starrheit ziert,
ihrer Schwäche zu entsagen.
Widerstrebend dem vererbten Mut
und der Kraft, die innewohnen,
zagend, zaudernd, weil es jeder tut,
sinkt sie bis ins Herz und bis ins Blut,
wird sie keine Zelle schonen.
Hindert dort den weisen Körpergeist,
seiner Arbeit nachzugehen,
und der Weg, der zur Gesundheit weist,
wird gebogen, bis er taumelnd kreist,
ohne je das Ziel zu sehen.
All die Gnade, die das Schicksal lenkt
auf die angenehmsten Arten,
wird verleugnet und zurückgedrängt,
und das leichte Leben ist verschenkt,
wenn wir auf das Schlimme warten.
Angst ist nicht die kleinste Mühe wert,
schon ein Spüren ist zu reichlich.
Nichts ist hilfreich, was sie uns beschert.
Wird das Leben von der Angst entleert,
ist es echt und unvergleichlich.
Gastmahl der Phantome
Herein, du Kleinmut, du Bedenken!
Auf meinem Fest seid ihr willkommner Gast.
Ich werd euch diese Feier schenken.
So lasst euch nieder, esst und trinkt und prasst!
Hier gibt es vieles zu verderben.
Ihr wollt Gesellschaft und den fremden Wein,
sucht meinen Glauben abzuwerben.
Ich trinke Wasser und bin gern allein.
Ich kenne euch und euer Schaffen.
Phantome seid ihr im Gedankenkleid.
Stoß ich mit Schemen an, werd ich zum Affen.
Ich geh hinüber in die andre Zeit.
Allein seid ihr wie Seifenblasen
und deren Ende ist ... ihr wisst Bescheid.
Greift euch doch an die eignen Geisternasen
und schaudert vor der Nichtigkeit.
Wo kommen die Gedanken her?
Es zieht herauf und schwillt und schwelt
und lässt sich nicht verjagen,
und weil mir eine Antwort fehlt,
versuch ich es mit Fragen.
Wo kommen die Gedanken her?
Von außen oder innen?
Gewöhnlich fällt’s dem Menschen schwer,
geordnet nachzusinnen.
Denn in ihm rauscht ein wilder Fluss
von unbestelltem Denken,
der unaufhaltsam fließen muss.
Unmöglich, ihn zu lenken.
Als brauten Geister, schlecht und gut,
in großen Zaubertöpfen
den magischen Gedankensud,
um ihn ins Hirn zu schöpfen.
Mit stoischer Beharrlichkeit
durchtränkt er unser Leben,
wird zu erdachter Wirklichkeit,
der wir den Zuschlag geben.
Was sich der
