Tiergeschichten: Echte Freundschaft kennt keine Grenzen
Von Heike Boeke
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Über dieses E-Book
Die Geschichten erzählen von Mut, Freundschaft, bestandenen Gefahren und Menschen, die Tiere als das behandeln, was sie sind - Lebewesen.
Heike Boeke
Heike Boeke geboren 1963 in Essen begann im Jahre 2017 mit dem Schreiben von ersten Gedichtbänden. Hinzu kamen Kurzgeschichten, ein Westernroman und viele weitere Gedichtbände zu den unterschiedlichsten Themenfeldern.
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Buchvorschau
Tiergeschichten - Heike Boeke
Liebe Leserinnen und Leser,
nachdem meine Tiergeschichten von Caro, Marvin und Clothilde viele Leser und Leserinnen gefunden haben, möchte ich nun einen weiteren Band mit Tiergeschichten vorstellen.
Diese Geschichten erzählen von Mut, Freundschaft, bestandenen Gefahren und Menschen, die Tiere als das behandeln, was sie sind - Lebewesen.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen meiner neuen Tiergeschichten.
Ihre
Heike Boeke
Echte Freundschaft kennt keine Grenzen
Gemeinsam seid ihr stark
Früh aufstehen lohnt sich
Alles hat seinen Grund
Inhalt
Pierre, der Brillenbär
Eine ungleiche Freundschaft
Der Igel, der keine Stacheln haben wollte!
Das Gartenrotschwänzchen, das es hasste..
Timotheus Abenteuer!
Fussel findet eine neue Heimat.
Pierre, der Brillenbär
Pierres Leben begann in einer kleinen Werkstatt in Paris. Marie Antoinette stellte in dem kleinen Laden am Ufer der Seine Teddybären her. Mit viel Liebe suchte sie für die kleinen Bären die Materialien zusammen.
Ihre Werkstatt bestand aus einem kleinen zierlichen Stuhl, wie sie in Frankreich überall zu finden sind, einem Tisch und einem Schränkchen mit vielen Schubladen, in denen Nähzeug, Füllmaterial, Knopfaugen, Stoffe für die Kleidung der Bären, Kunstfell und vieles mehr zu finden war. In ihrem Schaufenster waren Bären aller Größen und Farben ausgestellt. Marie Antoinette liebte ihr Handwerk und so waren ihre Bären auch überall in Paris bekannt und beliebt, denn sie waren etwas Besonderes. Gleich morgens um 8.00 Uhr öffnete sie ihre hübsche Werkstatt, in die immer wieder Kinder zu Besuch kamen, um die fertigen oder unfertigen Wunderwerke zu bewundern.
Gerade saß sie wieder an ihrem Tischchen und malte auf einem DIN A4-Blatt. Sie benötigte zuerst immer ein Bild von ihren neuen Lieblingen, wie sie sie nannte. Der neue Teddybär sollte ein schwarzes Fell, ein hellgraue Nase und hellbraune Innenseiten an den Pfoten bekommen. Um seine Augen wollte sie schwarze Fellflecken anbringen und sein Gesicht sollte eine gelblich weiße Brille aus Fell zieren. Diese Fellfarbe würde sie auch am Hals und einen Teil seiner Brust anbringen. Seine Ohren waren so rund wie der Vollmond und eine Tatze sollte so angebracht werden, dass sie dem Betrachter zuwinkte. Ein Stummelschwanz vervollständigte das Bild.
Im Maul wollte Marie Antoinette eine aus Stoff genähte feuerrote Bromelie einfügen, die man aber auch herausnehmen konnte, wenn man wollte. Auf Kleidung wollte sie diesmal verzichten, denn schließlich gab es in der Natur ja auch keine Bären mit Kleidchen.
Ob man ihn aber verkaufen konnte, würde sich dann noch zeigen. Marie Antoinette arbeitete langsam und konzentriert an ihrem neuen Kunstwerk. Es war schwierig die richtigen Materialien zu finden und vor allem das Maul so zu formen, dass die geplante Pflanze auch darin Halt fand. Doch nach einer Woche Arbeit war er fertig. Sie nannte ihn Pierre den Brillenbären und war stolz auf ihr Werk.
Pierre selbst fand sich eigentlich auch ganz gut gelungen, wenn er auch liebend gerne die leckere Bromelie, die ihm Marie Antoinette in sein Maul gesteckt hatte, gefressen hätte. Nachts, wenn es still wurde im Laden, konnte er sich auch mal genüsslich mit seiner Tatze hinter den Ohren kratzen, was während der Öffnungszeiten nicht möglich war.
Eines Tages stand ein kleines Mädchen mit seinem Vater vor dem Schaufenster und zeigte aufgeregt mit seinen kleinen Fingern auf ihn. Pierre dachte erst sie meine Charlotte neben ihm. Charlotte war eine Schönheit von Bärin. Ihr samtiges braunes Fell glänzte in der Sonne und die kecke Schleife hinter ihrem Ohr verlieh ihr ein charmantes Aussehen. Er dagegen war ja eher robust gebaut. Aber es war tatsächlich er, der gemeint war und fast wäre ihm vor Erstaunen darüber die Bromelie aus seinem Maul gefallen.
Luise, so hieß das Mädchen, wollte immer schon einen Bären. Sie hatte mit ihrem Vater bereits echte Bären im Zoo besucht und sich sofort in die großen braunen Tiere verliebt. Sie wollte daher so einen Bären, wie sie ihn im Zoo gesehen hatte. Die anderen Bären im Schaufenster sahen eher wie verkleidete Puppen aus. Nein, Luise wollte Pierre. Ihr Vater Claude lebte mit ihr alleine in einem Vorort von Paris. Die Mutter war bei der Geburt gestorben und daher versuchte Claude ihr alle ihre Wünsche zu erfüllen. Also betraten sie Zusammen den kleinen Laden.
Die lustige Glocke, die an der Tür angebracht war, klingelte hell. Marie Antoinette, die gerade wieder dabei war, ein Bärengesicht zu formen, schaute von ihrer Arbeit auf.
„Ja, was wünschen sie?, fragte sie Claude. Claude zeigte auf Luise und sagte:
Diese junge Dame hat sich in den kleinen schwarzen Bären mit der Blume im Maul verliebt. Was würde der denn kosten?" Marie Antoinette schaute
