Über dieses E-Book
Locker nimmt der Autor in dieser Erzählung die sozialen Medien aufs Korn. Leicht lässt sich mit Ihnen die Wahrheit dehnen, und "alternative" Tatsachen sind rasch erfunden. Ein grotesker Spaß mit bitterer Note.
Rolf Stemmle
Rolf Stemmle ist gebürtiger Regensburger. Zunächst konzentrierte sich sein Interesse auf das Theater. Er leitete viele Jahre eine Theatergruppe und begann mit Verlagen und anderen Theatern zusammenzuarbeiten. Später kam das Interesse für andere Gattungen hinzu. So entstanden bisher neben dem Lyrikband "Der Mensch im Tier" Romane und eine ganze Reihe von Kurzgeschichten sowie Erzählungen nach Werken des Musiktheaters, insbesondere von Richard Wagner und Giuseppe Verdi. Zudem komponiert er Kammermusik. www.rolf-stemmle.de.
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Buchvorschau
Ritter Online - Rolf Stemmle
Ritter Online
Ritter Online
Impressum
Ritter Online
Er langweilte sich bis zur Erschöpfung. Eine Abwechslung oder gar eine Besserung der Umstände war für Ritter Neidhard von Zwickel nicht zu erwarten. Nicht einmal der Tod konnte ihm zu Hilfe kommen. Das war es eben! Neidhard war vor vielen hundert Jahren verflucht worden, seither spukte er als Gespenst durch die Mauern seiner Burg. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Oh, wie öde war sein Umhergeistern! Tagsüber döste er gezwungenermaßen im fensterlosen Speicher des Bergfrieds.
Die Burg Zwickel war weitgehend unzerstört durch die Jahre gekommen, auch der Dreißigjährige Krieg hatte ihr nichts anhaben können. Sie krönte einen kleinen Berg in einer bewaldeten Landschaft. Ein Heimatverein kümmerte sich um ihren Erhalt. Gelegentlich kamen also ein paar Handwerker, um eine Tür zu reparieren oder einen losen Stein wieder festzumörteln, gelegentlich kamen auch ein paar Wanderer vorbei. Diese hielten dann im idyllischen Hof Rast, verspeisten ihre Brote, schossen ein paar Fotos und zogen schließlich weiter. Alle besuchten die Burg in den Tagesstunden, wenn Neidhard in seiner Behausung festsaß und die Geräusche und Gespräche nur aus der Ferne wahrnehmen konnte. Nach Sonnenuntergang, wenn er sich zeigen und seine Künste als Gespenst demonstrieren wollte, insbesondere natürlich zur Geisterstunde, waren der Hof und die Räume wie leergefegt. Neidhard schlurfte dann einsam und traurig umher. Er drohte in einer Depression zu versinken, denn es gab offenbar niemand, der ihn sehen wollte. Nicht einmal der Heimatverein tat etwas, um ihn als Besonderheit herauszustellen. Lediglich in einem Wanderführer wurde er als „Schlossgespenst" erwähnt, und ein Sagenerzähler hatte Neidhards Geschichte in eine Sammlung aufgenommen.
Dabei hielt sich Neidhard noch für einen durchaus schmucken Ritter. Nach wie vor trug er den Rock aus dunkelgrünem Samt, der ihn kleidete, als er bei einer Jagd von einem fehlgeleiteten Pfeil durchbohrt und aus seinem Leben als Landesherr von Zwickel gerissen worden war.
Ach, wie vermisste Neidhard die alte Zeit! Als rauschende Feste gefeiert, prächtige Turniere abgehalten und blutige Fehden ausgetragen wurden. Und er vermisste Hermine! Obwohl sie ihn verflucht hatte und schuld an seinem untoten Dasein war, liebte er sie noch immer. Seines Wissens ruhte sie in ihrer Gruft, ein paar Kilometer Luftlinie entfernt. Nie mehr hatte er von ihr gehört.
Ja, Burg Zwickel war, abgesehen von Ritter Neidhard, unbewohnt. In der Vorburg befand sich allerdings ein vermietetes Häuschen, einstöckig und an drei Seiten begrenzt von groben Wehrmauern. In diesem Häuschen hatte einst das Gesinde des Grafen gelebt, heute wohnte darin die Familie Gabler. Das Ehepaar hatte einen kleinen Jungen namens Florian. Die Eltern arbeiteten als Sänger bei einem Tourneetheater. Wenn sie unterwegs waren,
