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Gesandt, um zu dienen - eBook: die diakonie als herausforderung an die kirche
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Gesandt, um zu dienen - eBook: die diakonie als herausforderung an die kirche
eBook169 Seiten1 Stunde

Gesandt, um zu dienen - eBook: die diakonie als herausforderung an die kirche

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Über dieses E-Book

Die Gemeinde und das geweihte Leben

In den evangelischen Gemeinden bezieht sich der Ausdruck "geheiligtes Leben" auf ein Leben in persönlicher Hingabe an Gott, ganz gleich ob ledig oder verheiratet, im Berufsleben stehend oder in einem religiösen Arbeitsbereich, einer religiösen Gemeinschaft angehörend oder auch nicht.

Im üblichen Sinne versteht die katholische Kirche den Ausdruck "geweihtes Leben" als eine Entscheidung für ein Leben der Hingabe und das Beitreten in eine Gemeinschaft des brüderlichen Lebens welche evangelische Grundsätze akzeptiert, ein eheloses Leben (Zölibat) im Gehorsam und in Armut.

In diesem Buch wird der Ausdruck "geweihtes Leben" im Sinne einer persönlichen Berufung gebraucht für die sich Menschen aus verschiedenen religiösen Gemeinschaften entschieden haben, mit einer persönlichen Hingabe an Gott. Dies fundamentiert auf 3 Grundsätzen: Zölibat, Diakonie und Gemeinschaft.
SpracheDeutsch
HerausgeberEditora Esperança
Erscheinungsdatum2. Apr. 2019
ISBN9788578392727
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    Buchvorschau

    Gesandt, um zu dienen - eBook - Fred R. Bornschein

    Fred R. Bornschein

    Gesandt, um zu dienen

    Die Diakonie als Herausforderung an die Kirche

    Copyright © 2019 Editora Evangélica Esperança

    Redaktionelle Koordination: Claudio Beckert Jr.

    Übersetzer: Heinz Ehlert

    Revision: Elvira Wolf

    Buchcover: Sandro Bier

    Redaktion: Josiane Zanon Moreschi

    Dados Internacionais de Catalogação na Publicação (CIP)

    (Câmara Brasileira do Livro, SP, Brasil)

    _________________________________________________

    Bornschein, Fred R.

    Gesandt, um zu dienen : Die Diakonie als Herausforderung an die Kirche / Fred R. Bornschein. - - 1. ed. - - Curitiba, PR : Editora Esperança, 2014.

    Bibliografia

    ISBN 978-85-7839-272-7

    1. Comunidade 2. Igreja e o mundo 3. Vida religiosa I. Título.

    14-12152 CDD-261.1

    _________________________________________________

    Índice para catálogo sistemático:

    1. Comunidade, Igreja e sociedade : Teologia social 261.1

    O texto bíblico utilizado, com a devida autorização, é a versão Almeida Revista e Atualizada (RA), da Sociedade Bíblica do Brasil (1988, 1993).

    Alle Rechte vorbehalten.

    Die vollständige oder teilweise Reproduktion ohne die schriftliche Genehmigung des Herausgebers ist untersagt.

    Editora Evangélica Esperança

    Rua Aviador Vicente Wolski, nº 353 – Bacacheri.

    CEP 82510-420 - Curitiba-PR

    Fone: (41) 3022-3390

    comercial@editoraespearanca.com.br

    www.editoraesperanca.com.br

    Inhalt

    Einleitung

    1. Liebe in der Theologie des Johannes

    1.1 Die Bedeutsamkeit von Liebe in der Theologie des Johannes

    1.2 Die Praxis der Liebe in der Theologie des Johannes

    1.3 Weisungen zu einem geweihten Leben ausgehend von Texten des Johannes

    2. Die Diakonie

    2.1 Verwendung der Ausdrücke im Neuen Testament

    2.1.1 Dienen (diakoneo, douleuo)

    2.1.2 Dienst (Diakonia)

    2.1.3 Knecht (Diakonos, Doulos)

    2.2 Jesus Christus als Diener

    2.3 Die Gemeinde als Dienerin

    2.4 Schlussfolgerung bezüglich der Reflexion über die Diakonie

    3. Koinonia

    3.1 Der biblische Begriff von Koinonia

    3.2 Die Notwendigkeit des Lebens in Gemeinschaft

    3.3 Beschluss der Reflexion über Koinonia

    4. Der Zölibat

    4.1 Zölibat – Begriffsbestimmung

    4.2 Biblische Begründung des Zölibats

    4.2.1 Die Lehre Jesu Christi

    4.2.2 Die Lehre des Apostels Paulus

    4.3 Zölibat als Charisma

    4.4 Das Ziel des Zölibats

    4.4.1 Die Weihe für Jesus Christus

    4.4.2 Die mystische Verbindung mit Jesus Christus

    4.4.3 Der apostolische Grund

    4.4.4 Der eschatologische Grund

    4.5 Zölibat und Sexualität

    4.6 Zölibat und die evangelischen Kirchen

    4.7 Abschluss der Gedanken über den Zölibat

    5. Die christliche Gemeinde

    5.1 Wesentliche Elemente für das Leben der Gemeinde

    5.2 Die Gemeinde und das geweihte Leben

    5.2.1 Theologische Definition der religiösen Gemeinschaften geweihten Lebens

    5.2.2 Das geweihte Leben und die Spiritualität

    6. Die Diakoniegemeinschaft Irmandade Evangélica Betânia und das geweihte Leben

    6.1 Geschichtlicher Überblick über die Diakoniegemeinschaft Irmandade Evangélica Betânia

    6.1.1 Die Kaiserswerther Mutterhäuser

    6.1.2 Der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD)

    6.1.3 Das Amt der Diakonissen in Brasilien

    6.1.3.1 Die Entsendung der ersten Diakonissen nach Brasilien

    6.1.3.2 Das brasilianische Mutterhaus

    6.1.3.3 Paradigmenwechsel

    6.1.3.4 Das gemeinschaftliche Leben in der Diakoniegemeinschaft Irmandade Evangélica Betânia

    6.2. Abschliessendes Ergebnis der Reflexion über die Irmandade Evangélica Betânia

    Abschluss

    Bibliographische Referenzen

    Einleitung

    Der Titel dieses Buches ist dem Wort Jesu entnommen: „Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Joh 20, 21b).

    Jesus wurde vom Vater in die Welt gesandt, um zu dienen. Er hat diesen Dienst bis zur äußersten Konsequenz geübt, nämlich sein Leben zur Erlösung der Menschheit hingegeben.

    Jesu Jünger werden von ihm zu demselben Zweck ausgesandt: Um zu dienen! Gott und den Mitmenschen! Auf vielfältige Weise dienen, dienen je nach der einzigartigen Lebenslage und Berufung eines jeden.

    Der Hauptton dieses Werkes liegt auf dem Dienen. Es geht um einen Dienst, der geboren ist aus der persönlichen Erfahrung mit der Liebe Gottes. Ein Dienst geübt im Kontext einer Gemeinde. Ein Dienst, der je nach dem Ruf und der Gabe Gottes unter Verzicht auf jedwede andere Verpflichtung in ganzer Hingabe an Gottes Vorsatz gelebt werden kann.

    In diesem Buche wollen wir - unter besonderer Beachtung der Lehren des Apostels Johannes - Themen im Zusammenhang mit der größeren Thematik des Dienstes behandeln:

    Den Vorrang der Liebe in der Theologie des Johannes (Kap. 1);

    Die Diakonie als Kernausdruck des christlichen Lebens (Kap. 2)

    Koinonia, Gemeinschaft, als Grundbedürfnis für christliches Leben und Dienst (Kap. 3)

    Der Zölibat als Lebensform für Menschen, die mit dieser Gnadengabe beschenkt wurden und damit - von anderen Aufgaben befreit - zur Ausübung von besonderen Ämtern geeignet sind (Kap.4)

    Die christliche Gemeinde als geeigneter Ort, ein solches Leben und das Amt des Dienstes zu führen. Die Kirche ist die christliche Basisgemeinde und ihr Grund, aber sie findet ihren Ausdruck in vielfältiger Form. . Eine davon sind „Gemeinschaften geweihten Lebens", wo Menschen in Gemeinschaftsform ihre gemeinsame Berufung leben. Dazu gehört auch die Irmandade Evangélica Betânia¹ (Evangelische Diakoniegemeinschaft Betânia), die in diesem Buch als ein Beispiel solchen gemeinsamen Lebens dargestellt wird (Kap. 5).

    Die Evangelische Schwesternschaft Betânia ist ein Beispiel unter anderen, die genannt werden könnten, für eine Gemeinschaft von Diakonissen, die für einen bestimmten Zeitraum oder lebenslänglich auf Heirat verzichtet haben, um frei von den Verpflichtungen einer Familie sich ausschließlich dem Dienst zu widmen, zu dem sie berufen und von Gott gesandt wurden. Diese „Irmandade" (Diakoniegemeinschaft/Bruder- bzw. Schwesternschaft) setzt sich außer den Diakonissen auch aus Männern und Frauen zusammen, die sich – ob ledig oder verheiratet - dem Dienst zuwenden, der ihrer Berufung entspricht.

    Dieses Buch wurde verfasst in der Hoffnung, ein Beitrag zu sein, dass ein Leben im Dienst der Liebe, im Besonderen in der umstrittensten Art, nämlich als Zölibat, in den evangelischen Kirchen als ein Amt bekannt, anerkannt, geschätzt und ausgeübt werde möge.

    1. Liebe in der Theologie des Johannes

    Die Absicht dieses Kapitels ist es, die Bedeutung von Liebe und Dienst Gott und dem Nächsten gegenüber zu untersuchen, welche den Kern des christlichen Lebens ausmacht. Bei dieser Untersuchung werden wir uns auf die Schriften des Johannes stützen, weil die darin verwendeten Begriffe so überaus wichtig sind.

    1.1 Die Bedeutsamkeit von Liebe in der Theologie des Johannes

    Die Bedeutsamkeit, welche die Liebe in den Schriften des Johannes einnimmt, kann man aus der Häufigkeit erkennen, in der diese Begriffe verwendet warden: „Liebe" (agape) und lieben"(agapao) als die üblichen Ausdrücke, wenn von Liebe und lieben im gesamten Neuen Testament (NT) die Rede ist. Im NT ist Liebe einer der zentralen Gedanken, um den ganzen Inhalt des christlichen Glaubens zum Ausdruck zu bringen. Gott ist die Liebe und ihn verlangt im Gegenzug nach der Liebe des Menschen.

    Liebe beschreibt, vornehmlich im Johannesevangelium, das innige und tiefe Verhältnis zwischen Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus: „Der Vater hat den Sohn lieb" (Joh 3,35); „Darum liebt mich meinVater" (Joh.10,17) und „Ich liebe den Vater"(Joh14,31); „Wie mich der Vater geliebt" (Joh 15,9). Die Liebe des Vaters zum Sohn und des Sohnes zum Vater ist also das wesentliche Modell und die ursprüngliche Quelle aller Liebe.

    Das Verb lieben (agapao) beschreibt auch die Zuwendung und das Handeln Gottes gegenüber der Menschheit. Die Liebe Gottes ist eine so einschneidende Wirklichkeit, dass der Apostel Johannes ganz kategorisch erklärt: „Gott ist die Liebe" (1Joh 4,8) Die Liebe „ist die Höchste und regierende Gestalt des göttlichen Willens, ist der herrschende Grundzug in allem göttlichen Wollen und Walten. Seine Liebe bewog Gott, die Welt zu schaffen und sie regiert sein ganzes Wirken [...]. Darum sind alle Worte und Werke Gottes allein aus der Liebe Gottes zu verstehe".²

    In den Texten des Johannes umschreiben „lieben und „Liebe ebenso das Leben Jesu: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe" (Joh 13,34). „Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch" (Joh. 15,9); „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde" (Joh 15,13). In den

    Johannestexten ist der Opfertod Jesu der höchste Ausdruck der Liebe des Vaters, der seinen Sohn zur Rettung der Menschheit dahingegeben hat,³ und des Sohnes, der sein Leben aus Liebe zu uns dahingegeben hat. Es war eine Selbsthingabe an die Seinen in absoluter Form […], „„...erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende" (Joh. 13,1). Er liebte sie also bis zur letzten Konsequenz.

    In der Theologie des Johannes liegt der höchste Ausdruck der Liebe Gottes in dem Opfertod Jesu „Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat" (1Joh 3,16). Dies wird in veschiedenen Texten hervorgehoben. Johannes der Täufer stellt Jesus dar als das Lamm Gottes, welches der Welt Sünde trägt (Joh 1,29), er beschreibt ihn also als den, der durch sein Opfer erfüllt, worauf die Opfer des AltenTestamentes hinwiesen. Das Johannesevangelium erwähnt die Schlange, die in der Wüste erhöht wurde, als Sinnbild für den am Kreuz erhöhten Christus (Joh 3,14 ff). Jesus selbst bezeichnet sich als den guten Hirten, der sein Leben für die Schafe dahingegeben hat (Joh 10,11.15). Als die Griechen ihn aufsuchen und er spürt, dass die Stunde seines Opfers sich naht, bedient Jesus sich des Bildes vom Weizenkorn, das in die Erde fällt und sterben muss, damit es Frucht bringe (Joh 12,23).

    Laut Brown:⁴,⁵

    Die Wichtigkeit des Blutvergießens in der Laufbahn Jesu wird in dem Abschnitt hervorgehoben: „Dies ist der, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus, nicht durch Wasser allein, sondern durch Wasser und Blut (IJoh. 5,6). Den wahren Menschen Jesus, der getauft wurde und sein Blut vergossen hat, ist der, den der Autor als „wahren Menschen und ewiges Leben bezeichnet (IJoh 5,20).

    Der Apostel Johannes sagt, dass die Liebe darin erkannt (im Griechischen: ginosko) wird, dass Christus sein Leben für uns dahingegeben hat (1Joh 3,16). Das Neue Testament (NT) folgt damit mit dem Ausdruck ginosko, der Bedeutung, die es im Alten Testament (AT) hat. „Das Alte Testament sieht damit das ‚Erkennen’ als etwas an, das fortwährend durch eine persönliche Beziehung entsteht".⁶ In den johannäischen Schriften ist das Erkennen Gottes ein Erkennen, das wir durch die Offenbarung Gottes in der Person Jesu erhalten. Wer also Jesus kennt, der kennt

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