Zurück zur ersten Liebe: Himmlische Neuanfänge
Von Teresa Zukic
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Über dieses E-Book
Teresa Zukic
Teresa Zukic (Jahrgang 1964) war Leistungssportlerin, bevor sie ins Kloster eintrat. 1994 gründete sie ihre eigene Gemeinschaft: die Kleine Kommunität der Geschwister Jesu. Als Publikumsmagnet füllt sie mit ihren Vorträgen Säle, mit ihren Musicals und außergewöhnlichen Gottesdiensten die Kirchen. 2013 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher.
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Buchvorschau
Zurück zur ersten Liebe - Teresa Zukic
Wo ist die erste Liebe geblieben?
Ehrlich! Ich tue mir schwer mit Sätzen, die positiv anfangen, lobend klingen und durchaus freundlich gemeint sind, aber nicht positiv enden. Der Blick deines Gegenübers verrät, dass gleich noch etwas anderes folgen wird. Im Bruchteil einer Sekunde, von der Du geglaubt hast, dass etwas von deinem Tun wertgeschätzt wird, schaffen es vier kleine Buchstaben, alle lobenden Worte wieder zunichtezumachen und Dich in ein Gefühlschaos zu stürzen: ABER! Plötzlich folgt auf die Wertschätzung ein Vorwurf. Das Gute, Deine Idee, Dein Wirken werden abrupt geschmälert.
Bis ins Mark getroffen wurde ich vor Jahren von einem Vers aus der Bibel, der mit dem Wort „aber" endet. Dieser Vers taucht auf einmal in der wohl außergewöhnlichsten und bedrohlichsten Fastenzeit meines Lebens wieder auf: während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020. Zu finden ist dieser Vers ganz hinten in der Bibel, im Buch der Offenbarung. In einem Schreiben an die Gemeinde in Ephesus heißt es dort:
„Ich weiß um deine Werke, deine Mühe und deine Ausdauer (…) Auch hast du Ausdauer und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast." (Off 2, 2-4)
„Wow, dachte ich damals, und „Wow
denke ich auch heute noch. Da empfängt die Gemeinde in Ephesus ein großes Lob für ihre Werke, ihre Geduld und ihr Ausharren, und dann kommt der Vorwurf: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast." Wer möchte so einen Vorwurf schon hören?
Wie leuchtend war die erste Liebe der ersten christlichen Gemeinden gewesen. Mit wie viel Begeisterung sind die ersten Christen in die Nachfolge ihres Herrn gegangen. Wie begeistert hatten sie von den Wundertaten und Predigten des Jesus von Nazareth berichtet. Wer hatte je zuvor Wasser in Wein verwandelt? Wer hatte je zuvor den Sturm gestillt, war über das Wasser gelaufen, hatte Blinde sehend gemacht und Tote zum Leben erweckt? Welcher religiöse Führer hat je mit Sündern gegessen, Aussätzige berührt, war Ausgestoßenen aller Art so nahegekommen? Welcher Zimmerer erlaubte sich, im Tempel ohne „Theologie"-Studium zu lehren und die jahrtausendealten Schriften in den Synagogen auszulegen und sie auf sich selbst zu beziehen? Wer ließ sich als Mann von fremden Frauen ansprechen, berühren, salben und begleiten? Wer hatte je gelehrt, die andere Wange hinzuhalten oder sich freiwillig beschimpfen, verleugnen und verfolgen zu lassen und dabei vor Freude zu jauchzen? Ja, wer hatte je dazu aufgefordert, die Feinde zu lieben und ihnen bedingungslos jede Tat, mag sie noch so abscheulich und verbrecherisch sein, zu vergeben? Und welcher unschuldige Mensch, der behauptete, König zu sein, ließ sich wehrlos einsperren, auf brutale Weise foltern, geißeln und ans Kreuz nageln, um damit die Sünde und Schuld des ganzen Volkes, ja der ganzen Menschheit auf sich zu nehmen?
Jesus Christus hatte den Tod besiegt und seine Verheißung wahrgemacht. Als er sich als Auferstandener bei seinen Jüngern blicken ließ, waren sie danach wie ausgewechselt gewesen und wurden zu Aposteln der Kirche. Und nicht nur die Jünger wurden zu mutigen Zeugen Seiner Botschaft. Selbst aus dem radikalen Gegner und Verfolger Saulus wurde Paulus, ein unermüdlicher Missionar, der zahlreiche Hauskreise und Gemeinden gründete. Jesus Christus, der Auferstandene, hatte Sein Licht, Seine frohmachende Botschaft, Seinen Beistand und Sein Mahl hinterlassen, um für immer im Kreise Seiner Gläubigen gegenwärtig zu sein.
In den ersten Jahren nach der Auferstehung waren aus vielen Juden und Heiden Christen geworden, die sich und ihre ganze Familie taufen ließen. Sie gingen den „Neuen Weg" und folgten der neuen Botschaft eines explosiven Evangeliums, das durch Nächstenliebe und Vergebung das Denken und Handeln der Menschen auf den Kopf stellte und für immer die Welt verändern sollte. Die ersten Christen teilten alles, was sie hatten, und feierten in ihren Häusern das Abendmahl. Für all ihre Mühen und Ausharren, selbst in der Zeit der Verfolgung, waren sie von Paulus gelobt geworden.
Doch plötzlich schien vielen Christen das Entscheidende zu fehlen: das Strahlen der ersten Liebe. Auch die Gemeinde in Ephesus lebte nicht mehr aus der lebendigen Mitte, die der Herr ist. Nicht mehr aus der Freude und Spontaneität der ersten Jahre. Die Gemeinde war in Ordnung, bestens organisiert, aber sie strahlte die Liebe nicht mehr aus. Ihr fehlte die Anziehungskraft. Die Zeit der ersten überschwänglichen Liebe war vorbei. Und nun? Eine Gemeinde, eine Beziehung, gut gefügt, aber ohne lodernde Flamme, ohne Leidenschaft für Gott oder füreinander.
„Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast." – Sollte dieser Vorwurf wirklich nur an die Gemeinde in Ephesus vor 2000 Jahren gerichtet sein? Wie oft im Laufe der Kirchengeschichte hätte Jesus berechtigte Gründe gehabt, diesen Satz zu wiederholen? Ich bin sicher, diese Worte wurden auch für uns in unserer heutigen Situation geschrieben. Für unsere Pfarrer, Gemeinden, Familien, alle Gläubigen, ja für mich ganz persönlich.
Ich bin mir sicher: Irgendwo da tief unten in der Seele unserer Kirche, unserer Beziehungen, unseres Glaubens liegt eine Erinnerung an die Anfangsliebe.
Doch halt! Gilt dieser Vorwurf nur uns Christen? Als die Welt 2020 plötzlich stillstand, tobte es in meinem Herzen: „Was ist nun das Wichtigste für die Menschen da draußen?" Was ist das Wichtigste für die Menschen, wenn der tägliche Wahnsinn von Arbeit, Schule, Staus und Meetings plötzlich unterbrochen ist? Ein kleines, unsichtbares Virus schaffte es, dass der ganzen Menschheit diese existenzielle Sinnfrage aufgedrängt wurde. Was ist das Wichtigste im Leben?
Hatten wir nicht alle ein Stück weit die „erste Liebe" verlassen? Hatten wir uns nicht alle in den letzten Jahren darüber beklagt, zu wenig Zeit zu haben? Für all diejenigen, die keine systemrelevanten Berufe haben und die nicht in Krankenhäusern, Lebensmittelläden oder Altenheimen arbeiten, war sie nun da – freie Zeit. Endlich. Unwirklich. Radikal. Zeit im Überfluss für die Liebsten, fürs Gebet, Erholungszeit sogar für unsere Mutter Erde. Die Selbstverständlichkeit unseres täglichen Lebens, unser gewohnter Tagesrhythmus, war auf den Kopf gestellt worden. Ein durch und durch organisierter Alltag mit allen Mühen, Arbeit, Einsatz, Ausharren und Pflichten war uns plötzlich so lieb, dass viele es nicht abwarten konnten, schnell wieder in die Normalität zurückzukehren. Koste es, was es wolle.
Plötzlich hatten wir Zeit, über die Frage nachzudenken: „Was ist in meinem Leben wirklich wichtig?" Und viele stellten fest: Wir haben das Wichtigste aus den Augen verloren. Waren wir vor Corona nicht zu laut, zu beschäftigt, zu ignorant und zu uninteressiert gewesen? Hatten wir nicht das Wichtigste verlassen: die erste Liebe zu Gott, zu unseren Lebenspartnern, der Familie, der Schöpfung, den Werten des Umgangs miteinander? Wir hatten gar nicht bemerkt, dass wir die große, köstliche, wundersame, erste Liebe verlassen hatten. Nun wollte ich diese Liebe suchen, sie wiederfinden, sie aufspüren und sie zurückbringen. Ich wollte zu ihr umkehren und herausfinden, welche das ist.
Jesus, Du bist anders.
Du hast alles auf den Kopf gestellt.
Denn Dein Maßstab war die Liebe,
nicht der äußere Schein,
das Herz sollte rein
und der Letzte der Erste sein.
Jesus, Du bist anders.
Du hast geliebt,
wie noch keiner vor Dir es tat.
Verzichtest auf alle Macht.
Hast bewiesen, dass Sanftheit siegt
und im Vergeben die Heilung liegt.
Jesus, Du bist anders.
Hast den Himmel auf die Erde gebracht.
Deine Botschaft war betörend,
voll Wahrheit und Kraft.
Hast Gottes Liebe greifbar
und Licht in alle Finsternis gebracht.
Herzklopfen – Die wunderbare Zeit des Verliebens
Es gibt für jede Ordensschwester ein Leben vor dem Kloster und ja, auch Schwester Teresa war einmal so richtig verliebt. Über beide Ohren. Obwohl ich für eine Beziehung in meiner Jugend überhaupt keine Zeit hatte. Als Leistungssportlerin verbrachte ich fast meine komplette Freizeit in Turnhallen und Leichtathletikstadien, Krafträumen, Weitsprunggruben oder auf Tartanbahnen. Wenn sich eine Beziehung mit einem Jungen anbahnte, endete sie spätestens, wenn ich hörte: „Du musst Dich entscheiden, entweder der Sport oder ich. Ich blieb Sportlerin und dachte nicht im Traum daran, wegen eines Jungen auf das Kostbarste in meinem Leben zu verzichten. Ich war in meinen Sport verliebt. Kam ich aus der Schule, wurden in Windeseile die Hausaufgaben erledigt und Stunden vorher zog ich schon meine Trainingssachen an, packte die Sporttasche, übte im Wohnzimmer „Starts
oder schwang mich viel zu früh auf mein Rennrad und fuhr zum Training. Da an den Wochenenden meistens Wettkämpfe waren, waren diese auch verplant. Nie wäre es mir eingefallen, in die Disco zu gehen und mich beim Tanzen zu verausgaben, sinnlos durch die Gegend zu hüpfen, wenn ein Wettkampf bevorstand. Ich dachte beim Aufwachen und Einschlafen an den Sport. Der Sport war eben meine große Liebe.
Mein sportliches Talent hatte ich sicher von meinen Eltern. Mama war in ihrer Jugend leidenschaftliche Basketballspielerin und mein Vater Profifußballer. Er wurde in Kroatien während eines Trainingslagers entdeckt, weshalb wir nach Deutschland auswanderten. Gerne fuhren wir im Sommer zurück ans Meer oder besuchten unsere Verwandten. Als Jugendliche durfte ich sogar alleine von Frankfurt nach Zagreb fliegen und mit dem Zug weiter nach Slavonski Brod, meine Geburtsstadt, fahren, um ein paar Tage meine Cousinen und Tanten zu besuchen.
In dem Sommer, in dem wir am Meer meinen sechzehnten Geburtstag feierten, verliebte ich mich in meiner Geburtsstadt doch tatsächlich in einen Jungen. Auch in den Sommerferien trainierte ich täglich im Stadion. Dazu hatte mein Trainer mir extra einen Trainingsplan erstellt. Als Mehrkämpferin trainiert man immer. Das Stadion bestand aus einem Fußballfeld und ein paar Sand-Laufbahnen, aber das genügte mir. Ich trainierte, so gut es ging, machte Hocksprünge die Zuschauertreppen rauf und runter und versuchte, den Trainingsplan abzuarbeiten. Ich war ganz allein und es machte mir nichts aus. Doch an einem der Nachmittage kam plötzlich eine Jugendfußballmannschaft mit Trainer aufs Spielfeld. Einer der Jungen fiel mir sofort auf. Die Jungen beobachteten mich und ich sie ebenso aus den Augenwinkeln. Als der Ball mir zufällig vor die Füße flog, schoss ich ihn zurück und sah in einige sehr verdutzte Gesichter. Der Trainer sprach mich daraufhin an und ich erzählte ihm, dass ich in Deutschland lebe, Leichtathletin bin und mein Vater Profifußballer ist. Einer der Jungen rief, ich solle doch mal aufs Tor zielen und mitspielen. Die anderen lachten. Damals gab es noch nicht so viele Mädchen, die Fußball spielten. „Gerne", sagte ich und ging selbstbewusst zum Elfmeterpunkt, nahm Anlauf und schoss. Mein Schuss traf den Torwart frontal, er hatte solch eine Wucht, dass der Arme samt Ball ins Tor fiel. Alle staunten und lachten. Außer dem Tormann.
Es war klar: Ich durfte mitspielen. Was für eine schöne Abwechslung! Ein fescher Junge, der mir gleich aufgefallen war, suchte oft meine Nähe und wir alberten herum. Nach dem Training verabschiedeten wir uns herzlich und ich versprach ihm, wiederzukommen. Freudig erzählte ich meiner Tante von dem Spiel und schilderte meiner Familie die aufregende Begebenheit. Am Abend zog es Jung
