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Ein Autofahrer wie kein zweiter
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eBook64 Seiten38 Minuten

Ein Autofahrer wie kein zweiter

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Über dieses E-Book

Ein Auto-Chaot berichtet von seinen haarsträubenden Erlebnissen: vom angefahrenen Polizisten, vom Auto auf dem Felsbrocken, von sich öffnenden Türen und Kofferraumklappen während der Fahrt, von Personenkontrolle mit Maschinenpistole, von einer Memphisgurke, von nahezu unzerstörbaren Schrottkarren, sowie seinen minimalistischen Fahrkünsten.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum19. März 2019
ISBN9783748177890
Ein Autofahrer wie kein zweiter
Autor

Johann Henseler

Johann Henseler schreibt neben der Beschäftigung mit ernsthaften Themen auch humoristische Bücher für Kinder und Erwachsene.

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    Buchvorschau

    Ein Autofahrer wie kein zweiter - Johann Henseler

    1. Auto

    Man kann von mir Vorträge oder zumindest einige Erläuterungen über Autodafé, Autochthone, Autodidakt oder autogenes Training erwarten, und diesen Erwartungen kann ich einigermaßen entsprechen. Was man nicht von mir erwarten kann, sind irgendwelche Kenntnisse über Autos.

    Ich habe keine Ahnung von edlen oder Billig-Automarken, von neuen oder alten Modellen, keinen blassen Schimmer von Sonderausstattungen oder irgendwelchen technischen Raffinessen. Ebenso fehlen mir Kriterien für die Beurteilung des Preis – Leistungsverhältnisses bei Reparaturen. Dass ich keinerlei Vorstellungen über den Sinn und Preis von Neuanschaffungen habe, ist verschmerzbar, weil der Kauf eines Neuwagens sowieso nicht in Frage kommt.

    Wenn unter Männern das Gespräch auf Autos kommt, wird so mancher gesellschaftspolitische Ignorant, der in der bisherigen Unterhaltung geradezu auffallend zurückhaltend war, zum gesprächigen, rundum informierten Wortführer, der nur auf Stichwörter wie ABS, Rückfahrkamera, Bordcomputer und dgl. wartet, um einen mit längeren Ausführungen zu langweilen - Begriffe übrigens, die ich bis heute nicht spontan beherrsche, sondern gerade in der Autowerbung der Zeitung nachgelesen habe.

    Ich verstumme bei Gesprächen über das Auto vollkommen, weil meine von Sachkenntnis nicht getrübten Einlassungen auf an mich gestellte Fragen entweder mit peinlichem Schweigen übergangen werden oder der Anlass für offene Heiterkeit sind, was wiederum weitere Fragen an mich provoziert. Selbst wenn ich frage, scheint sich schon darin eine tiefe Unkenntnis zu verraten, obwohl ich nicht weiß, wieso. So stellte ich einmal die bescheidene Frage: „Wie heißen eigentlich die kleinen, blauen Autos, die immer so schnell fahren?" Ich erhielt zwar keine Antwort, aber die Frage wird immer wieder hervorgekramt und in meinem Beisein zum Besten gegeben.

    Sämtliche Metaphorik und Gebrauchslyrik, sämtliche heimlichen oder offenen Wünsche, jedwede Begeisterung Autos betreffend – all das betrifft mich gar nicht. Mein Verhältnis zum Auto reduziert sich auf die Forderung an einen uninteressanten Blechkasten, mich oder andere irgendwohin zu bringen, wobei ein Prinzip maßgeblich ist: Es muss preiswert sein. Diesem Prinzip wird zwar nicht die notwendige Sicherheit untergeordnet, jedoch Zentralverriegelung, Farben, Alufelgen, elektrische Fensterheber, Stereosound usw. gelten als überflüssiger Luxus.

    Zudem werden Blech- oder Lackschäden grundsätzlich nicht repariert, sondern notdürftig ausgebessert. Der Hammer steht als Ausbesserungs- und Reparaturwerkzeug bei mir in hohem Ansehen.

    Als ein Gabelstaplerfahrer gerade Getränkekästen aus einem Laster entlud und beim Zurücksetzen gegen meine Autotür fuhr, bin ich ausgestiegen und habe mich bei ihm bedankt. Über jeden Schaden, den ein anderer an meinem Auto verursacht, freue ich mich. Zwar mindern die nicht ausgeführten Reparaturen den Wert des Wagens, sofern das noch möglich ist, die Zahlungen lassen den Anschaffungswert für meinen Gebrauchtwagen aber im Nachhinein geringer werden.

    Um die Kosten niedrig zu halten, verzichte ich auch auf die Inanspruchnahme von Autowaschanlagen, was dazu führt, dass bei notwendigen Reparaturen das Auto weit entfernt von meiner Werkstatt geparkt wird, um zu vermeiden, dass ein allzu schlechtes Licht auf den Betrieb geworfen wird.

    „Warum lassen Sie Ihren Wagen nicht öfter bei uns pflegen? Ich würde Ihnen auch einen Sonderpreis machen!", bot der Besitzer der Werkstatt mir einmal an.

    „Das ist Diebstahlschutz! Oder glauben Sie, dass einer so ein verdrecktes Auto klaut?", war meine Begründung.

    Ab und zu erbarmt sich der Werkstattbesitzer und lässt dem Wagen eine kostenlose Wäsche zukommen.

    Zur Belohnung durfte er einmal ein Autoteil raten: „Welches Autoteil hat die Bezeichnung eines Verschwenders?", fragte

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