Württemberg. Münzen und Medaillen
Von Manfred Miller
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Über dieses E-Book
Die Münzgeschichte Württembergs beginnt am 17. Januar 1374, als Graf Eberhard II. der Greiner (1344-1392) von Kaiser Karl IV. das Recht bekommt, Hellermünzen zu schlagen. Die ersten 50 Jahre der württembergischen Münzgeschichte sind durch Münzverträge bestimmt, die von den württembergischen Grafen mit den benachbarten Herrschaften und den Reichsstädten in Oberschwaben und am Bodensee geschlossen wurden.
In die fast fünfzigjährige, von 1744 bis 1793 reichende Regierungszeit von Herzog Carl Eugen, des aufgeklärt-absolutistischen Landesvater, fiel das für Süddeutschland und Österreich wichtigste münzpolitische Ereignis des 18. Jahrhunderts, die Einführung und Annahme des sog. Konventionsfußes. 1761 trat Württemberg der Konvention bei, die der Münzprägung einen neuen, leichteren Münzfuß zugrunde legte und auch die kleinen Nominale bis hinab zu den 3-Kreuzer-Stücken mit einbezog.
Manfred Miller
Dr. MANFRED MILLER studierte Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz, wo er 1985 zum Dr. rer. soc. promoviert wurde. Nach der Staatsprüfung für den höheren nicht-technischen Verwaltungsdienst war er wissenschaftlicher Angestellter beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und wechselte 1987 als Regierungsrat z. A. in das Landesgewerbeamt, wo er Persönlicher Referent des Präsidenten und stellvertretender Leiter des Referats Organisation und innerer Dienst war. Nach einer Abordnung an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit wurde er 1992 als Dozent an die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege des Landes Sachsen-Anhalt berufen: Fachbereich Öffentliche Verwaltung mit Sitz in Halberstadt, der 1998 in die Hochschule Harz überführt wurde. Ein einjähriger Forschungsaufenthalt führte ihn an das Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung nach Speyer. Zwischen 2000 und 2002 war er Referent des zeitweiligen Ausschusses für Funktional- und Verwaltungsreform im Landtag von Sachsen-Anhalt, von 2007 bis 2010 war er als externer Sachver-ständiger Mitglied der Enquetekommission Personalentwicklung im öffentlichen Dienst des Landes Sachsen-Anhalt des Landtags von Sachsen-Anhalt. Pensionierung zum 1.10.2018. MILLER ist Autor zahlreicher Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen, siehe www.verwaltungswissenschaft-online.de
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Buchvorschau
Württemberg. Münzen und Medaillen - Manfred Miller
Inhalt
Vorwort
Abfolge der Herrscher (Übersicht)
Herren
Grafen
Stuttgarter Linie
Uracher Linie
Vereintes Württemberg
Herzöge
Könige
Kleine Geschichte Württembergs
Grafschaft bis 1495
Herzogtum von 1495 bis 1806
Zeitalter der konfessionellen Spannungen bis 1648
Zeitalter des Absolutismus
Napoleonische Kriege
Königreich Württemberg von 1806 bis 1918
Kleine Münzgeschichte
Die Münzen der Herzöge
Eberhard III. der Milde (1392 - 1417)
Heller
Ulrich V., der Vielgeliebte (1441 – 1480)
Ludwig I. (1419 – 1450)
Schilling
Einseitiger Pfennig
Eberhard V. im Bart (1457 – 1496)
Schilling
Einseitiger Pfennig
Jagdhornpfennig
Ulrich V., Eberhard V. und Christof (1478 - 1480)
Eberhard I. im Bart (1495–1496)
Eberhard II. (1496–1498)
Ulrich I. (1498–1550)
Goldgulden
Dukat
Taler
Schilling
Dreier
Einseitiger Pfennig
Österreichische Besatzung (1519 – 1534)
Goldgulden
Dreier
Christoph (1550–1568)
3 Kreuzer
2 1/2 Kreuzer
2 Kreuzer
1/84 Gulden (Kleingröschel)
Einseitiger Pfennig
Rechenpfennig
1 Heller
Ludwig (1568–1593)
Guldentaler (60 Kreuzer)
Doppelschilling
Schilling
2 Kreuzer
Groschen zu 1/25 Gulden
Kreuzer
1/84 Taler (Gröschlein)
Gröschlein
Einseitiger Pfennig
Friedrich I. (1593–1608)
Dukat
2 Goldgulden
Goldgulden
2 Taler
Taler
½ Taler
¼ Taler
3 Kreuzer (Groschen)
Groschen
Gröschlein (37 ½ Pfennig = 1/84 Gulden)
Dreier (3 Pfennig)
Einseitiger Pfennig
Rechenpfennig
Medaillen
Johann Friedrich (1608–1628)
30 Dukat
20 Dukat
10 Dukat
5 Dukat
2 ½ Dukat
2 Dukat
Dukat
2 Goldgulden
Goldgulden
6 Taler
4 Taler
3 Taler
Doppelte Reichstalerklippe
2 Taler
1 ½ Taler
Taler
1/2 Talerklippe
½ Taler
¼ Taler
1/6 Taler
1/9 Taler
1/14 Taler (Doppelschilling)
1/28 Taler (Schilling)
120 Kreuzer
60 Kreuzer (1 Gulden)
30 Kreuzer
24 Kreuzer
7 Schilling
Doppelschilling (14 Kreuzer)
Schilling
12 Kreuzer
6 Kreuzer
3 Kreuzer
2 Kreuzer
Kreuzer
Einseitiger Pfennig
Heller
Kipper-60 Kreuzer
Kipper-24 Kreuzer
Kipper-1/4 Gulden (7 Schillinge)
Medaillen
Eberhard III. (1628–1674)
5 Dukat
2 Dukat
1 Dukat
½ Dukat
Reichstaler
Taler
½ Taler
1/4 Taler
1/6 Taler
15 Kreuzer
2 Kreuzer
1 Kreuzer
½ Kreuzer
Einseitiger Pfennig
Wilhelm Ludwig (1674–1677)
Pfennig
Taler
Medaillen
Eberhard Ludwig (1677–) 1693-1733
Goldgulden
10 Dukat
6 Dukat
4 Dukat
3 Dukat
2 Dukat
1 Dukat
½ Dukat
¼ Dukat
1 Karolin
1/2 Karolin
1/4 Karolin
2 Taler
1 Taler
1/2 Taler
¼ Taler
30 Kreuzer
10 Kreuzer
5 Kreuzer
4 Kreuzer
2 1/2 Kreuzer
2 Kreuzer
1 Kreuzer
½ Kreuzer
1/6 Kreuzer
Heller
Pfennig
Medaillen
Karl Alexander (1733–1737)
Karolin
Silberabschlag von den Stempeln des Doppeldukat
½ Karolin
¼ Karolin
Dukat
½ Dukat
¼ Dukat
2 Taler
Taler
½ Taler
1/3 Taler
¼ Taler
30 Kreuzer
5 Kreuzer
2 ½ Kreuzer
Kreuzer
1/2 Kreuzer (4 Pfennig)
Pfennig
Christiane Charlotte, Schwester Karl Alexanders als Vormund (1694 – 1729)
1/2 Taler
1/4 Taler
Carl Eugen (1737–1793)
1 Dukat
Konventionstaler
Kronentaler
Reichstaler
2 Taler
Taler
2/3 Taler
1/2 Taler
1/3 Taler
¼ Reichstaler
1/6 Taler
1/48 Taler
30 Kreuzer
20 Kreuzer
15 Kreuzer
12 Kreuzer
10 Kreuzer
6 Kreuzer
5 Kreuzer
4 Kreuzer
3 Kreuzer
1 Kreuzer
1/2 Kreuzer
Einseitiger Pfennig
Medaillen
Ludwig Eugen (1793–1795)
1 Dukat
1 Taler
1/48 Taler
3 Kreuzer
1 Kreuzer
1/2 Kreuzer
Friedrich Eugen (1795–1797)
1 Taler
1/48 Taler
20 Kreuzer
3 Kreuzer
Kreuzer
Friedrich II. (1797–1806)
Dukat
2 Taler
1 Taler
1/2 Taler
20 Kreuzer
10 Kreuzer
6 Kreuzer
3 Kreuzer
1 Kreuzer
1/2 Kreuzer
Die Münzen der Könige
Friedrich (1806–1816)
1 Karolin
1 Dukat
1 Taler
1 Kronentaler
20 Kreuzer
10 Kreuzer
6 Kreuzer
3 Kreuzer
1 Kreuzer
1/2 Kreuzer
Wilhelm I. (1816–1864)
10 Goldgulden
5 Goldgulden
4 Dukat
1 Dukat
2 Taler zu 3 1/2 Gulden
2 Gulden
1 Taler
1 Kronentaler
1 Gulden
1/2 Gulden
24 Kreuzer
20 Kreuzer
12 Kreuzer
10 Kreuzer
6 Kreuzer
3 Kreuzer
1 Kreuzer
1/2 Kreuzer
1/4 Kreuzer
Karl (1864–1891)
¼ Kreuzer
½ Kreuzer
Kreuzer
2 Taler (3 ½ Gulden)
Taler
½ Gulden
5 Mark
5 Mark (Gold)
10 Mark
20 Mark
Wilhelm II. (1891–1918)
2 Mark
3 Mark
5 Mark
10 Mark
20 Mark
Münzen der Nebenlinien
Höchstädt an der Donau
Elisabeth von Württemberg (1362-1402)
Juliusburg
Julius Siegmund
Mömpelgard
Friedrich (1581 – 1608)
Ludwig Friedrich (1608 – 1631)
Leopold Eberhard (1699 – 1723)
Ludwig Friedrich (1628 – 1631)
Neuenstadt
Karl Rudolf (1737 – 1738)
Oels
Sylvius Friedrich (1664 – 1697)
Christian Ulrich zu Bernstadt (1664- 1704)
Karl Friedrich von Oels (1704 – 1744)
Karl Christian Erdmann (1744 – 1792)
Weiltingen
Julius Friedrich (1617 - 1635)
Manfred (1635-1662)
Friedrich Ferdinand (1662-1705)
Winnental
Friedrich Karl (1677 – 1693)
Weitere (nicht münzprägende) Nebenlinien
Unebenbürtige Nachkommen sind u. a. die Adelsfamilien
Chefs des Hauses Württemberg seit 1918
Residenzen
Literatur
Links
Abkürzungsverzeichnis
Glossar
Index
Vorwort
Der vorliegende Band umfasst über ein halbes Jahrtausend Münzgeschichte. Neben der historischen Zuordnung der Münzen besteht sein Hauptzweck darin, eine Hilfestellung bei der Bestimmung württembergischer Münzen zu geben. Während im englischsprachigen „standard catalogue of world coins" nach Jahrhunderten getrennt mit mehreren Bänden parallel gearbeitet werden muss, erschließt sich dem Münzinteressierten in dieser Darstellung die ganze Bandbreite der Münzen in einem Band. Nicht einfach ist dabei der Umgang mit widersprüchlichen historischen und numismatischen Quellen, was etwa Herrscherdaten oder die Zuordnung einzelner Münzen angeht. Einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion soll dieser Band jedoch nicht leisten. Die geschichtlichen Darstellungen sind i. d. R. an die „Wikipedia" angelehnt, sofern andere Quellen nicht angegeben sind.
Die Angaben über die Auflagen der Münzen sowie die Preisangaben stammen für die Münzen ab ca. 1600 aus dem Standard Catalogue of World Coins¹. Das schnelle Auffinden bzw. Bestimmen ist auf drei Wegen möglich: 1. Suche über das Gebiet, 2. Innerhalb eines Gebiets kann über die Abbildungen nach einer ähnlichen Münze gesucht werden, 3. Innerhalb der nach Gebieten geordneten Textdarstellungen ist über das Datum oder die Münzbezeichnung ein schnelles Auffinden der gesuchten Münze möglich. Die Ordnungsnummern nach Krause/Mishler² sind jeweils mit angegeben, so dass auf die Vergabe eigener Ordnungsnummern verzichtet werden kann.
Die bei Cuhaj/Michael in Dollar angegebenen Preise wurden ohne Rücksicht auf den aktuellen Wechselkurs übernommen. Die Preise der abgebildeten Münzen ergeben sich i. d. R. aus dem Auktionsergebnis oder im Fall nicht verkaufter Münzen aus dem Schätzwert. Bei allen Preisangaben handelt es sich nur um grobe Werte, die für eine Einstufung als wertvoll oder nicht wertvoll ausreichend sind. Deshalb wurden auch nur die Minimal- und Maximalwerte in Abhängigkeit von der jeweiligen Qualität angegeben. Der Maximalpreis wird dabei i. d. R. nur zu erzielen sein, wenn es sich um tadellose bzw. prägefrische Exemplar handelt.
Auf die Zusammenstellung der Ergebnisse aus Auktionen und Listen von Volker Weege, Deutsche Münzen 800-2001, Wien 2001: Money Trend Verlag, sowie auf Volker Weege / Udo Lindner, Deutsche Lande 1500 bis 1806 – Bewertungskatalog, Wien 2011: Money Trend Verlag, wird verwiesen.
Alle Preisangaben sind selbstverständlich ohne Gewähr. Die Quellen der Abbildungen sind jeweils angegeben. Sind von einer Münze mehrere Varianten abgebildet, folgt die Darstellung der Systematik von Klein/Raff, dem wichtigsten Zitierwerk auf dem Gebiet württembergischer Münzen. Die Quellen der Abbildungen sind jeweils angegeben. Teilweise stammen diese aus der Numismatischen Datenbank Wien (NDW)³. Kurz vor seinem Tod hat mir Herr Weege die Nutzung auch der Bilder aus der NDW gestattet. Von dieser Erlaubnis habe ich aus Transparenzgründen aber nur in den Fällen Gebrauch gemacht, in denen mir die Nutzung des Bildmaterials durch die betreffenden Auktionshäuser bereits zu einem früheren Zeitpunkt gestattet wurde. Lag keine Erlaubnis zur Verwendung der Bilder vor oder hat das Auktionshaus auf meine Anfragen nicht geantwortet, wurde auf die Übernahme der Abbildungen verzichtet.
Die Verwendung der Bilder ist wie immer ein Kompromiss aus der notwendigen Größe, um auch Details erkennen zu können, und wirtschaftlichen Erwägungen, die die Verwendung von hochauflösenden Grafiken verbieten.
Ich danke den nachfolgend genannten Münzhandlungen bzw. Auktionshäusern für ihre Erlaubnis zur Verwendung des Materials. Ohne sie wäre dieser Katalog nicht möglich gewesen:
Auktionen Münzhandlung Sonntag
Dr. Busso Peus Nachf. e. K.
Emporium-Merkator, Hamburg
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Osnabrück / Lübke & Wiedemann, Stuttgart
Gorny & Mosch Giessener Münzhandlung
Münzen & Medaillen GmbH
Münzen Möller
Münzenhandlung Manfred Olding
Münzhandlung Ritter GmbH
Numismatik Lanz
Teutoburger Münzauktion & Handel GmbH
Konstanz, im März 2019
Dr. Manfred Miller
¹ Cuhaj, George S. / Michael, Thomas: Standard Catalogue of Word Coins 1601-1700, 6th Edition, Iola, WI, 2014: Krause Publications; 1701-1800, 6th Edition, Iola, WI, 2013: Krause Publications; 1801-1900, 8th Edition, Iola, WI, 2015: Krause Publications.
² Krause, Chester L. / Mishler, Clifford: Standard Catalogue of World Coins 1601-1700, 3. ed., Iola, WI, 2003; Bruce, Colin R. / Michael, Thomas: Standard Catalogue of World Coins 1701-1800, 4. ed., Iola, WI, 2007; Krause, Chester L. / Mishler, Clifford: Standard Catalogue of World Coins 1801-1900, 3. ed., Iola, WI, 2001. Die Ordnungsnummern wurden in den Folgeauflagen beibehalten.
³ Zugang über www.moneytrend.at, ID ist idR angegeben.
Abfolge der Herrscher (Übersicht)
Hier sind die Herrscher von Württemberg aufgelistet. Zu beachten ist, dass Württemberg bis 1806, als Herzog Friedrich II. zu König Friedrich ernannt wurde, Wirtemberg hieß. Bis 1495 war Wirtemberg eine Grafschaft. Von Napoleon wurde es 1806 zum Königreich⁴ erhoben.
Herren und Grafen bis 1495: Konrad I. | Konrad II. | Ludwig I. | Ludwig II. | Hartmann I. | Ludwig III. | Ulrich I. | Ulrich II. | Eberhard I. | Ulrich III. | Ulrich IV. | Eberhard II. | Eberhard III. | Eberhard IV.
Stuttgarter Linie: Ulrich V. | Eberhard VI.
Uracher Linie: Ludwig I. | Ludwig II. | Eberhard V.
Herzöge 1495–1806: Eberhard I. | Eberhard II. | Ulrich | Christoph | Ludwig | Friedrich I. | Johann Friedrich | Eberhard III. | Wilhelm Ludwig | Eberhard Ludwig | Karl Alexander | Karl Eugen | Ludwig Eugen | Friedrich Eugen | Friedrich II.
Könige 1806–1918: Friedrich | Wilhelm I. | Karl | Wilhelm II.
Chefs des Hauses Württemberg: Wilhelm II. | Albrecht Herzog von Württemberg | Philipp Albrecht Herzog von Württemberg | Carl Herzog von Württemberg
Herren
Grafen
Stuttgarter Linie
Uracher Linie
Vereintes Württemberg
Herzöge
Könige
⁴ https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Herrscher_von_Württemberg
Kleine Geschichte Württembergs
https://de.wikipedia.org/wiki/Württemberg
Württemberg war ein seit dem Hochmittelalter bestehender Teilstaat des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, des Rheinbundes, des Deutschen Bundes, des Deutschen Reiches, der 1952 im neu gebildeten Bundesland Baden-Württemberg aufging. Seine Haupt- und Residenzstadt war Stuttgart. Das Land bildete sich im 11. Jahrhundert aus dem Herrschaftsgebiet des Hauses Württemberg am mittleren Neckar heraus. Neben diesem Kerngebiet gehörten bis 1793 linksrheinische Gebiete im Elsass und um Montbéliard (Württemberg-Mömpelgard) zu Württemberg.
Seit dem 12. Jahrhundert zunächst eine Grafschaft, wurde das Land nach 1495 zum Herzogtum – mit den zeitweiligen Residenzen Stuttgart und Ludwigsburg – erhoben, 1803 zum Kurfürstentum und 1806 zum Königreich. Als solches war Württemberg vom Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 bis zur deutschen Reichsgründung 1871 ein souveräner Staat. Als Gliedstaat des Deutschen Reiches wahrte Württemberg, ähnlich wie Bayern, Sonderrechte im Eisenbahn- und Postwesen, die am 30. März 1920 aufgrund von Bestimmungen der Weimarer Verfassung endeten. Die Novemberrevolution von 1918 hatte zum Sturz der Monarchie und zur Ausrufung des freien Volksstaats Württemberg geführt.
Von 1945 bis 1952 war Württemberg durch die alliierten Besatzungsmächte auf die Länder Württemberg-Hohenzollern mit der Hauptstadt Tübingen und Württemberg-Baden mit der Hauptstadt Stuttgart und dem Nordteil Badens aufgeteilt worden. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde es 1952 mit Baden und den Hohenzollernschen Landen im neuen Land Baden-Württemberg vereint. Obwohl die Begriffe Schwaben und Württemberg umgangssprachlich oft synonym verwendet werden, gehört ein erheblicher Teil Württembergs nicht zu Schwaben und ein großer Teil Schwabens nicht zu Württemberg.
Abbildung 1: Königreich Württemberg⁵
Grafschaft bis 1495
Im 12. Jahrhundert erlangten die Württemberger das Grafenamt. Mit dem Ende der Stauferherrschaft in Schwaben um 1250 waren die Voraussetzungen für die territoriale Erweiterung der nunmehrigen Grafschaft Württemberg geschaffen. Durch die Heirat des Grafen Ulrich I. mit Mechthild von Baden im Jahr 1251 kam die spätere Hauptstadt Stuttgart zu Württemberg. Weitere Vergrößerungen der Herrschaft wurden unter Graf Ulrich III. (1325–1344) erreicht. In der für Württemberg siegreichen Schlacht bei Döffingen konnte Graf Eberhard II. am 23. August 1388 die Macht des Schwäbischen Städtebunds brechen. Herausragend während der Herrschaft des Grafen Eberhard III. (1392–1417) war die Erwerbung der Grafschaft Mömpelgard durch das Eheversprechen für den späteren Grafen Eberhard IV. mit Henriette von Mömpelgard am 13. November 1397.
Am 25. Januar 1442 wurde der Nürtinger Vertrag zwischen Ludwig I. und seinem Bruder Ulrich V. geschlossen. Dieser spaltete Württemberg in zwei Teile. Der Stuttgarter Teil unter Ulrich V. umfasste die Städte Cannstatt, Göppingen, Marbach, Neuffen, Nürtingen, Schorndorf und Waiblingen; zum Uracher Teil unter Ludwig I. gehörten die Städte Balingen, Calw, Herrenberg, Münsingen, Tuttlingen und Tübingen. Mömpelgard wurde nach dem Tod der Mutter der beiden Grafen, Henriette von Mömpelgard, 1444 zunächst dem Uracher Landesteil zugeschlagen.
Mit dem Münsinger Vertrag vom 14. Dezember 1482 und dem Esslinger Vertrag vom 2. September 1492 gelang es dem Grafen von Württemberg-Urach und späteren Herzog Eberhard im Bart, die Teilung Württembergs wieder aufzuheben. Der kinderlose Eberhard wurde alleiniger Herrscher des wiedervereinigten Lands. Die Nachfolge wurde auf den amtierenden Grafen von Württemberg-Stuttgart Eberhard VI. festgelegt, der das Land aber gemeinsam mit einem Zwölferausschuss aus der sogenannten Ehrbarkeit, den Vertretern der adeligen und nicht-adeligen Stände im Land, regieren sollte.
Näheres zum Stammbaum sowie der Herrscherfolge der Württemberger siehe unter
Stammliste des Hauses Württemberg
Liste der Herrscher von Württemberg
Herzogtum von 1495 bis 1806
Zeitalter der konfessionellen Spannungen bis 1648
Am 21. Juli 1495 wurde Württemberg auf dem Reichstag zu Worms vom römisch-deutschen König Maximilian I. zum Herzogtum erhoben. Der habsburgische Kaiser war aber nicht bereit, die Option auf das historische Stammesherzogtum Schwaben für sein eigenes Haus dadurch preiszugeben, dass er den traditionsreichen Titel eines Herzogs von Schwaben an Eberhard im Bart verliehen hätte. So entstand anstelle dessen das (kleinere) Herzogtum Württemberg.
Noch im selben Jahr gab Eberhard im Bart dem Herzogtum seine erste Landesordnung. Nach seinem Tod 1496 und dem von der Ehrbarkeit durchgeführten Putsch der württembergischen Landstände gegen Eberhard II. 1498 war die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Herzog Ulrich von Krisen und militärischen Auseinandersetzungen gekennzeichnet, die erst unter Herzog Christoph ihren Abschluss fanden. Nach Steuererhöhungen kam es 1514 zu Aufständen der Bauern („Armer Konrad"), die Ulrich blutig niederschlug. Noch im selben Jahr wurde der Tübinger Vertrag geschlossen, der als wichtigstes württembergisches Verfassungsdokument gilt und bis 1806 Gültigkeit behalten sollte.
Nachdem Herzog Ulrich 1519 die Reichsstadt Reutlingen überfallen hatte, wurde er von den Truppen des Schwäbischen Bundes unter Anführung seines bayrischen Schwagers Herzog Wilhelm IV. aus Württemberg vertrieben. Das Land wurde von Kaiser Karl V. unter Statthalterschaft der Habsburger gestellt, so dass Erzherzog Ferdinand von Österreich, der spätere römisch-deutsche König, zunächst einmal auch Württembergs Landesherr wurde. Erst 1534 gelang es Ulrich mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp I., der gegen den österreichischen Statthalter Philipp von Pfalz-Neuburg zu Felde zog und in der Schlacht bei Lauffen siegreich war, sein Land zurückzuerobern. Dennoch blieb Ulrich nach dem Vertrag von Kaaden den Habsburgern gegenüber abhängig. Nach Ulrichs Rückkehr aus dem Exil führte er ab 1534 die Reformation in Württemberg ein. Hierbei standen ihm die Reformatoren Ambrosius Blarer, Johannes Brenz und Erhard Schnepf zur Seite. Anfänglich war die württembergische Reformation der Versuch einer Vermittlung zwischen der zwinglianischen und der lutherischen Ausrichtung. Mit der Entlassung Blarers 1538 war jedoch der Weg frei für eine rein lutherisch geprägte Fürstenreformation, die mit der Säkularisation von Kirchengut einherging.
Herzog Christoph setzte den Aufbau der staatlichen Strukturen konsequent fort, die bereits unter Eberhard I. begonnen wurde. Sehr viele Regelwerke und Gesetze wurden unter seiner Regentschaft erarbeitet. Herausragend sind dabei die Große Kirchenordnung von 1559, die alle bisherigen staatlichen und kirchlichen Regelungen kodifizierte und erweiterte. Nachdem Christophs Sohn Herzog Ludwig 1593 kinderlos verstarb, ging die Herrschaft auf Friedrich I. aus der Linie Mömpelgard über. Seine Politik war darauf ausgerichtet, die Privilegien der Ehrbarkeit zurückzuführen und den Adel zu stärken. Dies und seine merkantilistische Wirtschaftspolitik weisen Friedrich klar als Vertreter des frühen Absolutismus aus. Unter seinem Baumeister Heinrich Schickhardt entstanden viele Bauwerke im Stil der Renaissance.
Im Dreißigjährigen Krieg
