Lesebuch des moralischen Lebens
Von Stoiker Epiktet
()
Über dieses E-Book
Ähnlich wie Lesebuch des moralischen Lebens
Ähnliche E-Books
Essays: Neu übersetzt aus dem Englischen von Michael Siefener Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Tao - Die Weisheit des Laotse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Einzige und sein Eigentum: Eine Kritik der Junghegelianer Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Mächtiger als das Schicksal Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSelbstbetrachtungen von Marcus Aurelius Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom glücklichen Leben: Vollständige deutsche Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKlassiker der stoischen Philosophie: Wege zur inneren Seelenruhe | Seneca, Epiktet, Marc Aurel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKonfuzius in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBuddha in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer werden wir sein?: Über die Zukunft des Menschen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGracián: Das Handorakel, oder Die Kunst der Weltklugheit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEssays - Deutsche Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wahrheit ist ein pfadloses Land – Lebensweisheiten für ein bewusstes und befreites Leben von Krishnamurti Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErkenne dich selbst und erschrick nicht Bewertung: 2 von 5 Sternen2/5Selbstbetrachtungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLeben lernen - ein Leben lang: Eine praktische Philosophie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDescartes in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Leben meistern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWie wollen wir leben? Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Freunde: schlicht + ergreifend Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarc Aurel: Selbstbetrachtungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGierige Bestie: Erfolg. Demütigung. Rache Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ist was ich will - was Ich will?: Wie Du herausfindest was Du wirklich willst und es schaffst ein authentisches Leben zu leben, dass Deinen Körper und Geist in eine nie dagewesene Form bringt. (ohne Stunden, Tage oder gar Jahre mit Grübelei und halbherzigen Entscheidungen zu ver... Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Intellektuelle als Yogi: Für eine neue Kunst der Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeltreligion: Das Bewusstsein bestimmt das gesellschaftliche Sein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Herz denkt mit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Letzte Anweisung: Beweist Srila Prabhupadas Position als einweihender Guru der ISKCON Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Denker in 60 Minuten - Band 4: Schopenhauer, Nietzsche, Wittgenstein, Kafka, Arendt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer leere Stuhl Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRousseau in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Philosophie für Sie
Lexikon der Symbole und Archetypen für die Traumdeutung Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Deutsche Syntax: Ein Arbeitsbuch Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Antichrist Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei Kritiken: Kritik der reinen Vernunft + Kritik der praktischen Vernunft + Kritik der Urteilskraft Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Sokrates. Apologie der Pluralität Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kunst des Krieges: Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Popper in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Nietzsche in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Duft der Zeit: Ein philosophischer Essay zur Kunst des Verweilens Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Der Untergang des Abendlandes: Band 1&2: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte (Gestalt und Wirklichkeit) + Welthistorische Perspektiven Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welt als Wille und Vorstellung: Band 1&2: Schopenhauers Hauptwerk über die Erkenntnistheorie, die Metaphysik, die Ästhetik und die Ethik Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMüdigkeitsgesellschaft Burnoutgesellschaft Hoch-Zeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Sinn des Lebens: Klassiker der Psychotherapie Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Also sprach Zarathustra Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Konfuzius in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHabermas in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeschichte der Philosophie: Von den Vorsokratikern bis zur Moderne: Kosmos, Aufklärung und Kant; Stoizismus, Hegel, Positivismus sowie Darwin und Spencer. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGott - Das Ringen mit einem, der über allem steht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPlaton in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKinderlieder: 100 Liedertexte der schönsten Kinderlieder Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Bekenntnisse-Confessiones: Die erste Autobiographie der Geschichte Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Marcus Aurelius: Selbstbetrachtungen: Selbsterkenntnisse des römischen Kaisers Marcus Aurelius Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie praktische Anwendung der 7 hermetischen Prinzipien im Alltag Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen10 große Fragen der Philosophie in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Weltgeist als Lachs Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTabu: Was wir nicht denken dürfen und warum Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5
Rezensionen für Lesebuch des moralischen Lebens
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Lesebuch des moralischen Lebens - Stoiker Epiktet
Lesebuch des moralischen Lebens
Titelseite
Erster Teil
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
45
46
47
48
49
50
51
52
Zweiter Teil
1 Worüber wir gebieten und worüber wir nicht gebieten
2 Begehren und Meiden
3 Bedenke das eigentliche Wesen der Dinge
4 Ärger meiden, Haltung bewahren
5 Die Dinge und die Meinungen darüber sind nicht dasselbe
6 Falscher und echter Stolz
7 Der Ruf des Steuermanns
8 Nicht mein Wille
9 Kein Hindernis für dich
10 Gegenkräfte in dir
11 Es gibt keinen Verlust
12 Gleichmut hat seinen Preis
13 Entweder -- oder
14 Falsches und richtiges Wollen
15 Warte, bis du an die Reihe kommst
16 Mitleiden, aber mit Vorbehalt
17 Das Leben ein Schauspiel
18 Über Vorzeichen
19 Der Weg zur Freiheit
20 Beleidigungen treffen dich nicht
21 Meditatio mortis
22 Trotze dem Spott
23 Bleib deiner Maxime treu
24 Helfen ja, aber nicht um jeden Preis
25 Ehren haben ihren Preis
26 Duldsamkeit -- auch wenn es dich trifft
27 Vom Bösen
28 Liefere dich keinem anderen aus
29 Bedenke die Voraussetzungen und Folgen
30 Tu immer deine Pflicht
31 Frömmigkeit
32 Mißbrauche das Orakel nicht
33 Wichtige Lebensregeln
34 Die Herausforderung sinnlicher Lust
35 Tue recht und fürchte niemanden
36 Übe Zurückhaltung
37 Überfordere dich nicht
38 Hüte dich vor seelischem Schaden
39 Zügle deine Ansprüche
40 Die Ehre der Frauen
41 Körper und Geist
42 Wem Beleidigungen schaden
43 Jedes Ding hat zwei Henkel
44 Fehlschlüsse
45 Urteile nicht voreilig
47 Bilde dir nichts ein
46 Handeln statt reden
48 Kennzeichen eines Fortschreitenden
49 Theorie und Praxis
50 Von der Treue zur Philosophie
51 Entscheide dich jetzt
52 Das Wichtigste: die Praxis
53 Kernsätze
Impressum
Epiktet
Lesebuch des moralischen Lebens
übersetzt von C. Hilty
Erster Teil
1
Einige Dinge stehen in unserer Macht, andere hingegen nicht. In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und Abneigung, mit einem Wort alles das, was Produkt unseres Willens ist. Nicht in unserer Macht sind unser Leib, Besitz, Ehre, Amt, und alles was nicht unser Werk ist. Was in unserer Macht ist, ist seiner Natur gemäß frei, kann nicht verboten oder verhindert werden; was aber nicht in unserer Macht steht, ist knechtisch, kann verwehrt werden, gehört einem anderen zu.
Deshalb bedenke, dass du Hinderung erfahren, in Trauer und Unruhe geraten, ja sogar Götter und Menschen anklagen wirst, wenn du das von Natur Dienstbare für frei und das Fremde für dein eigen ansiehst. Hältst du dagegen für dein Eigentum nur, was wirklich dein eigen ist, und betrachtest das Fremde als fremd, so wird dich niemand jemals zwingen oder hindern; du wirst niemanden anklagen oder beschimpfen, und nicht das geringste mit Widerwillen tun; niemand kann dir schaden; du wirst keinen Feind haben, und nichts, was dir nachteilig sein könnte, wird dir begegnen.
Willst du nun aber nach so großartigen Dingen trachten, so bedenke, dass du sie nicht bloß mit mittelmäßigem Ernste angreifen, sondern manches gänzlich aufgeben, anderes einstweilen hintansetzen musst. Wenn du jene Dinge erstrebst, gleichzeitig aber in hohen Ämtern stehen oder reich sein willst, so wirst du wahrscheinlich diese letzteren Güter nur umso weniger erreichen, weil du eben zugleich nach den ersteren begehrst. Ganz sicher aber wirst du dasjenige ganz verfehlen, woraus allein Glück und Freiheit entsteht.
Bemühe dich daher, jedem unangenehmen Gedanken damit zu begegnen, dass du sagst: »Du bist nicht das, was du zu sein scheinst (etwas Reelles), sondern bloß ein Gedankending (eine Einbildung).« Alsdann prüfe nach den von dir angenommenen Grundregeln, besonders nach der ersten, ob es zu den in unserer Macht stehenden Dingen gehöre oder nicht. Gehört es zu den nicht in unserer Macht stehenden, so halte dies Wort bereit: »Es berührt mich nicht.«
2
Mache dir klar, dass die Begierde das Erlangen desjenigen verspricht, was man begehrt, die Abneigung aber nicht in das hineingeraten will, was verabscheut wird, und dass der, welchen seine Begierde täuscht, unglücklich ist, noch unglücklicher aber der, welcher in das gerät, was er nicht leiden kann.
Wenn du nun bloß das verabscheust, was denjenigen Dingen zuwider ist, welche in deiner Macht stehen, so wird dir nichts, was du verabscheuen müsstest,
