Survival Basics: 365 Überlebenstechniken für den Ernstfall
Von Creek Stewart
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Über dieses E-Book
Creek Stewart
Creek Stewart ist Survival-Trainer und Autor. Er lebt im Herzen des US-amerikanischen Bundesstaats Indiana. Sein umfangreiches Wissen über das Überleben in der Wildnis gründet sich auf seine eigenen vielfältigen Erfahrungen. Seine ihn schon sein ganzes Leben begleitende Leidenschaft, alles über das Leben im Freien und Überlebensstrategien zu lernen, hat dazu geführt, dass er schon unzählige harte Arbeitsstunden in freier Wildbahn verbracht hat.
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Survival Basics - Creek Stewart
WINTER
Birkenrinde in einem alten Farbeimer. Im Boden eine gebrauchte Konserve zum Auffangen des Öls.
Erst durch ihren Ölgehalt wird die Rinde der weißen Birke so leicht entzündlich. Für das extrahierte Öl gibt es viele Einsatzbereiche. Sie können es als natürlichen Klebstoff, Lederschutz, Dichtungsmittel und Insektenschutzmittel verwenden. Zum Auskochen der Rinde bauen Sie einen zweistufigen Ofen. Nehmen Sie einen Eimer aus Metall oder einem anderen feuerfesten Material und geben Sie die in Streifen geschnittene Birkenrinde hinein. Sie müssen das Ganze abdecken, da die Rinde über dem Feuer erhitzt wird. Sobald die Rinde heiß wird, tropft das Öl auf den Boden des Behälters, in dessen Mitte Sie zuvor ein Loch gebohrt haben. Dadurch kann das Öl in den zweiten, kleineren Behälter tropfen, den Sie bereits ebenerdig vergraben und auf dem Sie den Eimer oder das Fass mit der Rinde abgestellt haben. Bitte dabei sichergehen, dass sich das Loch im Boden des oberen Behälters genau über der Öffnung des vergrabenen Behältnisses befindet. Zum Erhitzen platzieren Sie einfach brennbares Material um den mit der Rinde gefüllten Behälter. Das Feuer sollte eine Stunde lang brennen. Wenn alles wieder abgekühlt ist, können Sie das vergrabene Gefäß mit dem gewonnenen Birkenöl aus dem Boden herausziehen.
Sämtliche Survival-Experten sind gleichzeitig auch echte Knoten-Profis. Mit dem Würgeknoten wird das Seil zur Anakonda. Er wird typischerweise zum Umwickeln und Zusammenbinden von Objekten verwendet, etwa zum Bündeln von Stöcken. Es handelt sich dabei im Grunde genommen um eine Kombination aus Überhandknoten und Webeleinenstek. Das genaue Vorgehen wird verdeutlicht im Videotutorial Nr. 1 unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Schneeschuh aus Kiefernzweigen
Ohne Schneeschuhe ist das Laufen auf einer Schneedecke manchmal nur schwer möglich. Durch den Schneeschuh vergrößert sich die Lauffläche, wodurch sich das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilt. Mit anderen Worten: Sie sinken damit nicht mehr so tief ein. Provisorische Schneeschuhe können Sie sich ganz schnell und einfach aus immergrünen Buschzweigen basteln, wie sie häufig in schneereichen Gegenden vorzufinden sind. Binden Sie drei bis vier etwa 50 cm breite und 90 cm lange Äste an den Enden mithilfe des Würgeknotens zusammen. Stellen Sie auf diese Art zwei Schneeschuhe her (für jeden Fuß einen). Befestigen Sie an den Schneeschuhen ein flaches Querstück (gut 2 cm stark, ca. 5 cm breit und etwa 25 cm lang) zur Unterstützung des Fußballens. Die Ferse sollte frei beweglich bleiben, damit Sie sich ganz natürlich bewegen und dabei den Schuh über den Schnee ziehen können.
Einfache Schneeschuh-Bindung
Auf dem Foto unten sehen Sie eine praktische Methode zur Befestigung Ihrer Schneeschuhe, die es Ihnen erlaubt, die Ferse weiterhin ohne Einschränkungen anzuheben. Binden Sie zunächst eine Schlaufe ans Querstück, das Sie zur Stabilisierung des Fußballens an den Ästen befestigt haben. Die Schlaufe sollte so groß sein, dass Sie die Fußspitze bequem hindurchstecken können. Danach befestigen Sie zwei weitere Schnüre an der Schlaufe (eine Schnur auf jeder Seite). Die beiden neuen Seile überkreuzen Sie über dem Fußspann, um sie sich hinten um den Stiefel zu wickeln. Danach binden Sie sie vorne zusammen – genau wie normale Schnürbänder.
Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung aus faserigen und trockenen Materialien. Das Zundernest wird beim Feuermachen zum Anzünden verwendet. Es besteht aus zwei Teilen: aus dem gebündelten Material und einem leeren Kern, in den die glühende Asche oder das Streichholz hineinkommt. Stellen Sie sich das Ganze einfach wie eine Mischung aus Fußball und Vogelnest vor. Das Zundernest sollte so groß wie ein Fußball sein, während die Eindellung in der Mitte golfballgroß sein sollte. Der feste Teil besteht aus faserhaltigen, leicht brennbaren Materialien wie trockenen Gräsern, Zedernrinde, Innenrinde oder Pflanzenfasern. Für das handtellergroße Zentrum verwenden Sie indes das kleinste, weichste und trockenste Material, das Sie haben.
Etwas zum Feueranzünden zu finden, ist überlebenswichtig. Die Rinde der folgenden drei Baumarten eignet sich hervorragend zum Feuermachen:
1 Weißbirke: Die papierartige weiße Außenrinde und die bräunliche Innenrinde der Birke ist reich an leicht entzündlichen Ölen, die hervorragend brennen, wenn sie mit einem Feuerstahl oder Zündstahl (dazu muss die Rinde zuerst zerfasert werden) oder Streichholz entzündet werden.
2 Zeder: Die faserige Zedernrinde lässt sich abkratzen und mit den Handflächen zu kleinen Büscheln verarbeiten. Sie gehört mit zu den besten Zündhölzern, die ich kenne.
3 Pappel: Die innere Rinde von abgestorbenen Pappeln ergibt einen hervorragenden Feueranzünder. Die Rinde ist dünn und faserig. Da sie unter einer dicken Außenrinde liegt, ist sie normalerweise sehr trocken. Siehe Video Nr. 2 unter www.creekstewart.com/365-book-videos
Baumbast einer Pappel
Pappeln waren bei den Indianern in ganz Nordamerika das bevorzugte Holz für den Bau eines Einbaums. Sie haben dreieckige Blätter mit einem eingekerbten Rand, ihre Borke ist tief gefurcht. Genau wie Linden wachsen auch Pappeln in erster Linie in der Nähe von Wasser. Riesige Pappeln habe ich an Flüssen von Arizona bis Virginia gesehen. Die trockene, innere Baumrindenschicht – der Baumbast – stellt aufgrund ihrer faserigen, papierähnlichen Konsistenz ein sehr gutes Zundermaterial dar. Das Holz ist weich und eignet sich hervorragend zum Feuerbohren sowohl mit dem Bogen als auch mit dem Quirlbohrer.
Tee aus frischen Pflanzen enthält keine Kalorien, zeichnet sich dafür aber durch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und ein belebendes Aroma aus. Hier sind drei Pflanzensorten für den Winter, wenn die meisten anderen Teequellen nicht verfügbar sind.
1 Hagebutte: Die kleinen roten Beerenfrüchte der Heckenrose ergeben einen milden rosafarbenen Naturtee, der reich an Vitamin C ist. Schneiden Sie zur Zubereitung ein quadratförmiges Stück aus einem Stoff, in das Sie sechs bis zehn Hagebutten binden. Zerdrücken Sie dann die Früchte mit einem Stock und geben Sie dann Ihren provisorischen Teebeutel für 3–5 Minuten in heißes Wasser. Danach können Sie das Fruchtfleisch entsorgen. Essen sollten Sie die Hagebutten übrigens nicht. Im Inneren befinden sich nämlich kleine Härchen, die Mund und Rachen reizen.
2 Fichtennadeln: Tee aus Fichtennadeln schmeckt kräftig und ist reich an Vitamin C. Zermahlen Sie dafür eine Handvoll Fichtennadeln und geben Sie sie für 10 Minuten in heißes Wasser. Danach die Nadeln heraussieben und den Tee genießen.
3 Birkenzweige: Geben Sie eine Handvoll Zweige der Weißbirke (je 5–7,5 cm lang) 5 Minuten lang in kochendes Wasser, um einen leckeren und leicht süßlichen Tee zuzubereiten.
Material für den Feuerpflug
Die Blüten des Sotol sind schwertförmig spitz zulaufend und bilden eine igelförmige Rosette. Die Pflanze ist leicht an dem 3–6 Meter hohen Blütenständer zu erkennen, der aus der Mitte der Rosette wächst. Die Spitze erinnert ein wenig an einen Pfeifenreiniger. Der holzige Blütenständer ist das beste Material, das ich kenne, um Feuer durch Reibung zu erzeugen. Tatsächlich benutzten ihn die Ureinwohner Amerikas für den Feuerpflug.
Der Feuerpflug ist eine der Methode, bei der es auf das Material ankommt. Gut geeignet sind palmenartige Gewächse wie Yucca und Sotol. Man benötigt auf jeden Fall ein längliches Stück trockenes Weichholz, in das eine Kerbe geschnitten wird. Mit einem passenden Stück Hartholz wird in der Kerbe schnell hin- und her gerieben, bis Glut erzeugt wird. Mit einem Video lässt sich dieser Skill am besten veranschaulichen. Das entsprechende Videotutorial Nr. 3 kann abgerufen werden unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Die Ewenken leben in Sibirien. Die Mitglieder dieser Volksgruppe nutzen diesen Knoten, um ihre Rentiere anzubinden. Es ist ein Festmacherknoten, der sogar mit Handschuhen geknüpft werden kann und der sich leicht lösen lässt. Ich verwende ihn als Ankerknoten für das Firstseil und als Öse für das Abspannseil, wenn ich mir ein Schutzdach baue. Der Knoten wird gezeigt im Videotutorial Nr. 4 unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Der Topsegelschotstek wird im Wald gern eingesetzt, wenn am Zelt oder einem Schutzdach Abspannleinen zu befestigen sind. Befindet sich am anderen Ende ein Ewenkenknoten, können Sie mit dem Topsegelschotstek das Seil sehr straff spannen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie beispielsweise eine Wäscheleine oder ein Firstseil für eine Schlafstätte befestigen wollen. Das genaue Vorgehen wird verdeutlicht im Videotutorial Nr. 5 unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Feuersäge
Eine weitere Methode durch Reibung Feuer zu machen, ist die Feuersäge. Ein längliches Holzstück wie das in Skill 10 verwendete, wird auf ca. 60 cm Länge zurechtgeschnitten und der Länge nach halbiert. Das eine Holz wird über der Kerbe quer eingeschnitten. In diesen Schlitz kommt ein kleiner Stein, der den Schlitz einen knappen Zentimeter offenhält. In die Öffnung etwas Zunder einbringen, damit der Sägestaub aufgefangen wird. Das andere Stück Holz so beschneiden, dass der Rand ein scharfes V bildet. Diese Säge energisch im Schlitz hin und her bewegen, bis sich im Zunder genügend heißer Staub gesammelt hat. Die Glut in ein Zundernest bringen und durch Pusten entflammen.
Provisorischer Unterschlupf aus einem Regenumhang
Dieses Schutzdach ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Zur Befestigung braucht man nur einen Baum, Schnur und einige Pflöcke. Eine Ecke des Tuchs wird auf Hüfthöhe an einem Baum befestigt und die Gegenseite durch Pflöcke im Boden, bei Kälte gegen den Wind ausgerichtet. Knoten: Ewenkenknoten und Topsegelschotstek.
Das Übertünchen von Gerüchen spielt eine wichtige Rolle, wenn Sie Fallen für wilde Tiere aufstellen, die durch menschlichen Geruch abgeschreckt werden. Die beste natürliche Methode, die Hände vom eigenen Körpergeruch zu befreien, besteht darin, sie im nächsten Bach oder Teich zu waschen – selbstverständlich ohne Seife. Reiben Sie sich anschließend die Hände mit etwas Matsch ein (auch zwischen den Fingern). Den Schmutz können Sie dann im Gras oder an Blättern abstreifen. Zum Abschluss reiben Sie sich dann die Hände mit abgekühlter Asche oder Holzkohle von der Feuerstelle ein. So wird verhindert, dass der menschliche Geruch auf Fallen oder Schlingen, die Sie bauen, übergeht.
Paiute-Schlagfalle mit einem schweren Stamm
Die Paiute-Schlagfalle gehört zu den wohl effektivsten Fallen, die mir bekannt sind. Sie eignet sich für Kleintiere wie Ratten. Wie auf dem Foto ersichtlich, dient ein Stock mit einer keilförmigen Spitze als Auslösemechanismus, dazu kommt ein Hebel mit einer Kerbe, ein langer Köderstock sowie ein kleines Stück Holz. Der Köderstock hält das Holzstück in Position, das mit der Schnur um den Standpflock gewickelt ist. Der Köderstock ist also zwischen dem Holzstück und dem schräg gestellten Gewicht eingespannt. Das genaue Vorgehen zum Aufstellen einer Paiute-Schlagfalle wird verdeutlicht im Videotutorial Nr. 6 unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Vor allem in der Stadt gelten Ratten als Krankheitsträger. Sie können von der Beulenpest bis zum Hantavirus praktisch alle möglichen Krankheiten übertragen. Daher ist natürlich Vorsicht geboten. Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich Ratten im Survival-Kontext als eine nützliche und gehaltvolle Nahrungsquelle darstellen, wenn sie richtig gekocht und verarbeitet werden. Erlegte Ratten sollten Sie zunächst auf einen gespleißten, knapp einen Meter langen Stock aufspießen. Halten Sie dann die Ratte erst einmal übers offene Feuer, um sämtliche Fliegen und Parasiten abzutöten, bevor Sie sie häuten und ausnehmen. Halten Sie die Ratte so lange über das Feuer, bis sämtliche Haare verschmort sind. Nehmen Sie die Ratte vom Feuer und entfernen Sie die Eingeweide – falls möglich mit Gumminhandschuhen. Sollten Sie keine zur Hand haben, können Sie die Eingeweide auch mit kleinen gespleißten Stöcken entfernen. Am Ende rösten oder kochen Sie die Ratte, bis sie richtig gut durch ist. Die Organe, das Gehirn und die Knochen sollten Sie entsorgen.
Streichholz, mit Birkenrinde umwickelt
Die Weißbirke zählt mit zu den am leichtesten brennbaren Bäumen der Welt. Mit ihrer Rinde können Sie die Brenndauer Ihrer Streichhölzer verlängern. Wickeln Sie dafür gut einen halben Zentimeter breite Streifen Birkenrinde unterhalb des Streichholzkopfes um das Hölzchen und fixieren Sie die Rinde beispielsweise mit klebrigem Harz. Wenn das Streichholz brennt, wird sich auch die entflammbare Rinde schnell entzünden. Das Streichholz brennt damit länger und intensiver als normal.
Mit einem Klemmknoten können Sie unter anderem zwei übereinanderliegende Pfähle aneinander fixieren, beispielsweise wenn Sie einen Rahmen für ein Feldbett bauen. Sie können damit aber auch ganz leicht ein Firstseil zwischen zwei Bäumen aufspannen. Der Klemmknoten ist unkompliziert und benötigt nur sehr wenig Seil. Er lässt sich einfach wieder lösen und bietet eine sehr verlässliche Verbindung. Die Anwendungsmöglichkeiten beim Aufbau eines Lagers sind schier endlos. Der Klemmknoten ist sehr einfach aufgebaut. Er besteht im Grunde genommen einfach nur aus zwei Überhandknoten. Das genaue Vorgehen wird verdeutlicht im Videotutorial Nr. 7 unter: www.creekstewart.com/365-book-videos
Bettrahmen vor dem Befüllen
Der Bettrahmen ist die einfachste Lösung unter den Survival-Betten. Sein einziger Zweck besteht darin, das zum Schlafen benötigte Material (Blätter, Gräser, Nadeln) zusammenzuhalten. Ohne einen Rahmen verteilt sich das Material im Laufe der Nacht auf dem Boden. Der Rahmen besteht einfach aus zwei Stämmen von mindestens 10 cm Durchmesser, die auf jeder Seite 12–15 cm außerhalb Ihrer benötigten Auflagefläche fixiert werden. Die Liegefläche selbst füllen Sie mit trockenen Blättern, Gräsern, Fichtennadeln und sonstigen Materialien, die Ihren Körper vor dem kalten und feuchten Untergrund schützen. Ihr „Polster" sollte mindestens 30 cm hoch sein.
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 4
Bei der Schlafstätte ist die Isolierung nach unten genauso wichtig wie die Isolierung nach oben. Wenn es kalt ist und Sie keine teuren und modernen Utensilien wie eine Schlafunterlage oder einen Schlafsack zur Hand haben, sollten Sie 30–60 cm erhöht schlafen. Die Lösung ist ein in Blockbauweise gebautes Bett aus starken, etwa 10–25 cm dicken Stämmen. Diese werden übereinandergelegt und an den Kreuzpunkten mit Klemmknoten befestigt. Schieben Sie anschließend noch zwei 5 cm starke Hölzer in den Rahmen. Diese verstellbaren Auflagehölzer sollen später Ihre Kniekehlen und Ihren unteren Rücken stützen. Im nächsten Schritt schneiden Sie mehrere gut 1–2,5 cm starke,
