Wieder neue Kraft: Bei Burnout-Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und CFS – ein wirkungsvoller Weg aus der Erschöpfung
Von Lorenz Geßwein
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Über dieses E-Book
Bei Burnout-Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und CFS – ein wirkungsvoller Weg aus der Erschöpfung
Chronische Erschöpfung – eine weitverbreitete Krankheit unserer modernen Zivilisation. Ohne genügend Lebenskraft läuft im Alltag nichts richtig gut. Diese Erfahrung müssen in unserer modernen Welt leider immer mehr Menschen machen. Es ist erschütternd, wie viele Menschen unter körperlichem und seelischem Energiemangel leiden. Bei manchen ist die Erschöpfung sogar so groß, dass der Alltag zur schwer erträglichen Qual wird.
Das Burnout-Syndrom wird als Zustand des Ausgebranntseins mit starker emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit beschrieben. Krebs-Patienten, die eine anstrengende schulmedizinische Therapie ihres Leidens mitgemacht haben, kennen die sogenannte krebsbedingte Erschöpfung (Krebs-Fatigue bzw. Cancer-related fatigue – CRF), bei der ebenfalls eine mehr oder weniger große körperliche Schwäche, jedoch auch seelische Antriebslosigkeit und Erschöpfung erfahren werden. Darüber hinaus gibt es in Deutschland und anderen Industrienationen mehr als eine Million Menschen, die unter dem Chronischen Erschöpfungs-Syndrom (Chronic fatigue syndrome – CFS) leiden. Ein erfahrener CFS-Therapeut schreibt: "Im Lexikon der englischen Sprache findet sich kein Wort, mit dem man die fehlende Ausdauer, den Mangel an Energie, das absolut überwältigende Krankheitsgefühl und das Elend beschreiben könnte, von dem diese Krankheit begleitet ist."
In diesem Buch werden unter anderem neue komplexe Rezepturen mit hoch dosierten Mikronährstoffen vorgestellt, die beim Burnout-Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und dem Chronischen Erschöpfungs-Syndrom gut oder sogar ausgezeichnet helfen können. Die Rezepturen reparieren offensichtlich Defekte in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken unseres Körpers, wodurch die vormals verminderte Produktion des Energiemoleküls ATP (Adenosintriphosphat) wieder gesteigert wird.
Dieser Ratgeber ist für Therapeuten wie auch für Betroffene und Angehörige verständlich und nachvollziehbar geschrieben und soll dazu beitragen, den Patienten einen Weg zurück ins Leben zu ermöglichen.
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Buchvorschau
Wieder neue Kraft - Lorenz Geßwein
Einleitung
„Die Natur hat immer Recht, und die Irrtümer sind immer des Menschen."
Goethe
Ohne genügend Lebenskraft läuft im Alltag nichts richtig gut. Diese Erfahrung müssen in unserer modernen Welt leider immer mehr Menschen machen. Es ist erschütternd, wie viele Menschen unter körperlichem und seelischem Energiemangel leiden. Bei manchen ist die Erschöpfung sogar so groß, dass der Alltag zur schwer erträglichen Qual wird. Außerdem gibt es in Deutschland und anderen Industrienationen einige Tausend Menschen, die unter dem Chronischen Fatigue (Erschöpfungs-) Syndrom leiden. Bei ihnen kann die körperliche Schwäche sogar zur Behinderung führen, die zu dauerhafter Bettlägerigkeit zwingt.
Einer der führenden Forscher und Ärzte auf dem Gebiet des Chronischen Erschöpfungs-Syndroms, Charles Lapp, beschrieb die Dramatik dieser Erkrankung so: „Im Lexikon der englischen Sprache findet sich kein Wort, mit dem man die fehlende Ausdauer, den Mangel an Energie, das absolut überwältigende Krankheitsgefühl und das Elend beschreiben könnte, von dem diese Krankheit begleitet ist."
Ein anderer Experte für das „Chronische Erschöpfungs-Syndrom, Dr. Charles Shepherd, gesteht sogar ein, dass CFS eine „außerordentliche Herausforderung für die Medizin
ist. Und selbst an CFS Erkrankte machen erschütternde Aussagen wie: „CFS ist vielleicht nicht tödlich, aber es beendet viele Leben! Oder „CFS ist wie lebenslängliche Einzelhaft, und der eigene Körper ist die Gefängnismauer.
¹
Das sogenannte Burnout-Syndrom wird als Zustand des Ausgebranntseins mit starker emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit umschrieben. Unter ihm leiden viele Tausend Menschen.
Und Krebs-Patienten, die eine anstrengende schulmedizinische Therapie ihres Leidens mitgemacht haben, kennen die sogenannte krebsbedingte Erschöpfung (Krebs-Fatigue bzw. Cancer-related fatigue – CRF), bei der ebenfalls eine mehr oder weniger große körperliche Schwäche, jedoch auch seelische Antriebslosigkeit und Erschöpfung erfahren werden.
Darüber hinaus gibt es immer mehr Menschen, die weder unter CFS, noch dem Burnout-Syndrom, noch der Krebs-Fatigue leiden, aber dennoch – teilweise schon seit Jahren – so kraftlos und erschöpft sind, dass sich inzwischen Depressionen und Ängste hinzugesellt haben und ihre Probleme erweitern und verschlimmern.
Für jedes technische Gerät wissen Fachleute, wie man ihm genügend Energie für seine optimale Funktion zuführt bzw. wie man seine Batterien oder Akkumulatoren wieder auflädt. Beim menschlichen Körper scheinen die Fachleute indessen bislang keine optimale Lösung dieses Energieproblems gefunden zu haben. Die wissenschaftlichen Forschungen nach den Ursachen und erfolgreichen Therapien dieses Leidens laufen international jedoch auf Hochtouren. Und inzwischen scheint sich herauszukristallisieren, dass zumindest auf der biochemischen Ebene das Hauptproblem gefunden wurde.
In den Zellen unseres Körpers gibt es die Mitochondrien. Das sind kleinste Werkzeuge (Organellen) in jeder Zelle, die Tag und Nacht unsere Energie in Form eines bestimmten Moleküls – ATP (Adenosintriphosphat) – produzieren. In einer menschlichen Zelle befinden sich durchschnittlich 1.000–2.000 Mitochondrien. Sehr leistungsstarke Zellen, wie beispielsweise Leber- oder Herzmuskelzellen, können auch 2.000–8.000 Mitochondrien enthalten. Die Eizelle enthält sogar über 100.000 Mitochondrien.
In den Mitochondrien, in den „Energiekraftwerken" unseres Körpers, scheint das Kernproblem auf der biochemischen Ebene zu liegen: Bei den oben beschriebenen körperlichen Erschöpfungszuständen sind zu viele Mitochondrien defekt oder es sind nur noch zu wenige vorhanden. Als Folge davon wird zu wenig von dem energiereichen Molekül ATP hergestellt, sodass es dem betroffenen Menschen an Energie mangelt.
Diese Erklärung ist zumindest wissenschaftlich plausibel. Aber dann stellt sich natürlich die Frage, welchen praktischen therapeutischen Nutzen diese Erkenntnis hat. Wenn das die biochemische Ursache der krankhaften Erschöpfungszustände wäre, müsste es doch auch einen biochemischen Weg geben, um aus dieser oft lähmenden qualvollen Erschöpfung wieder herauszukommen!
In dem vorliegenden Buch wird aufgezeigt, wie die Einnahme von bestimmten biochemischen Substanzen – ohne unangenehme oder schädliche Nebenwirkungen – in vielen Fällen eine starke Verbesserung oder sogar völlige Überwindung der raschen Ermüdbarkeit und körperlich-geistigen Schwäche oder schweren lähmenden Erschöpfung ermöglicht.
Darüber hinaus wird erläutert, welche negativen Lebensgewohnheiten und stressende störende Einflüsse aus dem persönlichen Lebensstil zu einem Problem für die Mitochondrien werden können. Es wird aber auch erklärt, wie wir diese negativen Lebensgewohnheiten und belastenden Einflüsse mit nicht zu großem Aufwand positiv verändern können.
Um möglichst vielen betroffenen Menschen die Lektüre dieses Buches zu vereinfachen, wurde bewusst auf die Darstellung und Erklärung vieler biochemischer Einzelheiten verzichtet. Medizinische Fachbegriffe werden so selten wie möglich benutzt, und wenn sie doch ab und zu einmal Verwendung finden, werden sie sofort erklärt. Dennoch konnte nicht vermieden werden, dass auf einzelnen Seiten relativ schwierige biochemische Sachverhalte kurz und vereinfacht beschrieben sind.
Die fachkundigen Leser werden deshalb Einiges vermissen. Aber ich denke, dass es beispielsweise keinen Nutzen für die erfolgreiche Therapie von chronischen Erschöpfungszuständen hätte, wenn ich hier ausführlich nitrosativen Stress und seine Bedeutung für die Entstehung von Erschöpfungszuständen erläutern würde. Um mit diesem Buch erfolgreich arbeiten zu können, ist es nicht notwendig, die teils komplizierten und teils auch sehr komplizierten biochemischen und molekularbiologischen Fakten und Zusammenhänge zu erläutern. Deshalb werden auch im 7. Kapitel die biochemischen und molekularbiologischen Funktionen der einzelnen Mikronährstoffe nicht genau beschrieben.
Es geht aber doch letztlich nur um eines:
Wie kann man selbst schwere chronische Erschöpfungszustände erfolgreich überwinden?
Wir müssen erkennen, dass das besorgniserregend verbreitete Problem der individuellen krankhaften Erschöpfung ein Problem des modernen Lebensstils vieler Menschen in unserem Kulturkreis ist. Um wieder neue Kraft zu schöpfen und eine möglichst robuste körperliche Vitalität zu erlangen, ist es also unerlässlich, den landläufigen stresserfüllten Lebensstil der modernen Zeit zu korrigieren.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass der in dieser Schrift beschriebene Weg ein wissenschaftlich begründeter und wirkungsvoller Weg aus der Erschöpfung ist. Gehen muss ihn der betroffene Mensch aber selbst.
¹www.tired.ch
1. Die äußeren Ursachen von mangelnder Lebenskraft
Jeder Mensch kann leicht nachvollziehen, dass im Alltag ohne genügend Lebenskraft nichts richtig gut läuft. Normalerweise kommt ein Mensch mit hinreichender Energie für körperliche und geistige Tätigkeiten durch den Alltag, wenn er ausreichend nächtlichen Schlaf hat, eine genügende Menge Nahrung und Flüssigkeit verzehrt sowie genügend Bewegung und Ruhephasen hat. (Die asiatische Medizin weiß, dass Bewegungsmangel zu einer Stagnation des Flusses der Lebenskraft führt.)
In der heutigen Zeit ist es aber unübersehbar, dass es einem zu großen Teil der Bevölkerung an grundlegender Lebenskraft mangelt. Der allgemein große Verbrauch an verschiedenen Aufputschmitteln und die Klagen von zu vielen Menschen über dauernde Müdigkeit bis hin zu schwerer Erschöpfung zeigen die traurige Situation deutlich.
Es stellt sich also die Frage, was sich im Vergleich zu früheren Zeiten geändert hat, als der individuelle Mangel an Lebenskraft noch nicht so auffallend verbreitet war. Menschen, die wegen ständiger Erschöpfung zu mir in die Praxis kommen, berichten in der Regel, dass sie in der Nacht acht bis neun Stunden oder sogar länger schlafen, dass sie sich relativ ausgewogen ernähren, genügend trinken, auf ausreichende körperliche Bewegung achten und versuchen, genügend kleine Ruhepausen einzulegen. Aber dennoch kranken sie an der raschen Erschöpfbarkeit, der quälenden Müdigkeit, dem Hoffnung raubenden Gefühl des innerlichen Ausgebranntseins, dem niederschmetternden, resignierenden Gefühl, mit den körperlichen und geistigen Kräften völlig am Ende zu sein.
Wenn Menschen so schwer an mangelnder Lebenskraft leiden, aber alle bekannten grundlegenden Voraussetzungen für ausreichend individuelle Energie erfüllen, muss es andere Faktoren geben, die zu dieser chronischen Müdigkeit und Schwäche führen.
Wenn wir länger und tiefer über dieses Problem nachdenken, sehen wir, dass sich unser modernes Leben ungefähr in den letzten 60 bis 100 Jahren, und dann noch einmal verstärkt etwa in den letzten 10 bis 30 Jahren, enorm verändert hat: Es ist grundlegend hektischer, stressreicher und viel technisierter geworden. (Dabei könnte und sollte uns die Technisierung das Leben viel einfacher und unbeschwerter machen. Dass uns dies noch nicht gelingt, hat bestimmte Gründe, die wir hier nicht näher erläutern können. Ich werde aber später noch ausführlicher auf die gesundheitlichen Risiken von bestimmten technischen Anwendungen zu sprechen kommen.)
Es ist jedoch klar: Wir können nicht zu einem Lebensstil zurückkehren, wie er vor 30 oder mehr Jahren die Regel war – und die meisten Menschen wollen das auch nicht, weil die moderne Technik uns ja auch viele Vorzüge und Bequemlichkeiten beschert hat. Aber wir sollten uns der Probleme und Gefahren des kollektiven modernen Lebensstils bewusst werden und diese lösen und überwinden. Das ist individuell oft leichter als es anfangs erscheint.
Die asiatischen Hochkulturen haben schon vor drei bis fünf Jahrtausenden tiefe und weise Gedanken über die Bedingungen für ein glückliches und gesundes Leben gehabt. Und in den mehrere jahrhundertelangen Zeitabschnitten, in denen diese weisen Gedanken von Völkern verständnisvoll umgesetzt wurden, erfreuten sich die Menschen meist bis ins hohe Alter eines gesunden Körpers und lebten in sehr weitgehender psychischer und sozialer Harmonie. Dies war möglich, weil die Menschen beharrlich bestimmte geistige und spirituelle Naturgesetze befolgten und so in weitreichendem Einklang mit der kosmischen Natur lebten.
So wird das Verlangen nach den materiellen Dingen zum großen Teil die erste und wahre Ursache für unsere immer erschöpfter werdende Zivilisation.
Wenn wir unser modernes Leben aus der weisen und tiefen Sicht der jahrtausendealten asiatischen Hochkulturen betrachten, erkennen wir unter anderem, dass viele von uns mit großem Aufwand vergeblich versuchen, Glücklichsein mit materiellen Dingen zu erlangen. (Dabei ist der Wunsch nach angenehmer materieller Fülle nicht naturfremd – denn die universelle Natur ist materielle Überfülle. Aber so, wie unsere Kultur strukturiert und organisiert ist, verbrauchen die allermeisten Menschen zu viel Zeit und körperliche und geistige Kraft, um eine angenehme materielle Fülle und Schönheit für sich zu erlangen. Ganz abgesehen davon haben wir kollektiv noch nicht das Bewusstsein erreicht, um diesen universellen Drang nach materieller Fülle so umzusetzen, dass keinem anderen Schaden zugefügt wird.)
Wir sollten erkennen, dass wirkliches Glücklichsein bedingungslos ist und von tief innen kommt. Tief innen, wo das geistige Herz des Lebens wohnt. Je mehr wir uns diesem spirituellen Herzen durch Lebenserfahrungen nähern, desto mehr realisieren wir bedingungsloses Glücklichsein. Unser derzeitiges Leben bewegt sich indessen in der Spannung zwischen Angst und Gier – eine Spannung, die letztlich Erschöpfung verursacht.
Dieser in den hoch industrialisierten Ländern kollektiv gelebte übertriebene Materialismus hat viele negative Auswirkungen – bis hin zu Kriegen und Ausbeutung von Menschen, Tieren und unserer Erde. Insofern kann man die krankhafte Erschöpfung von immer mehr Menschen in den stark leistungsorientierten Industrienationen als ein Warnsignal betrachten, das uns zeigt, dass wir von dem rechten Weg zum wahren Glücklichsein abgekommen sind.
Stellen wir jedoch die entscheidende praktische Frage: Welche einzelnen Faktoren führen zu quälender chronischer Müdigkeit und krankhafter Erschöpfung? Die Antwort finden wir, wenn wir die jahrtausendealten Erkenntnisse asiatischer Heilkunst mit dem modernen Wissen von Biologen, Toxikologen und erfahrenen Ärzten und Heilpraktikern kombinieren.
Die folgenden psychischen Einstellungen, Verhaltensweisen und Einflussgrößen können – in Kombination mehrerer Faktoren – zu krankhafter Erschöpfung führen:
• Sorgen, Ängste
• Nervlicher Stress, Gereiztheit und Hektik
• Physische Erschöpfung und Überarbeitung infolge von Schlafmangel und mangelnder Ruhephasen
• Reizüberflutung der Sinnesorgane
• Einnahme von Arzneien mit schädlichen, giftigen Nebenwirkungen sowie Amalgamfüllungen in Zähnen
• Drogenkonsum aller Art
• Zu häufige, lange und intensive Wirkung von Stress durch Strom und Strahlung (Elektrosmog): z. B. Magnetfelder, Mobilfunk und Radioaktivität
• Zu häufiger und großer Verzehr von denaturierten Nahrungsmitteln,
