Verhaltensauffällig: Die ungesehenen Ängste bei Kindern und die daraus entstehenden Verhaltensauffälligkeiten
Von Katja Weidemann
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Über dieses E-Book
Dieses Buch richtet sich an Eltern, Lehrer, Ärzte, Therapeuten und alle Menschen, die mit Kindern leben oder arbeiten und die nach Lösungen und Hilfestellungen bei verhaltensauffälligen Kindern suchen.
Kindern zu helfen ist eine sehr erfüllende Aufgabe. In diesem Buch erfahren die Lesenden viel über Beweggründe, warum Katja Weidemann Kindern helfen möchte, wie sie dabei vorgeht und die Kinder einbezieht.
Sie hat eine eigene, international anerkannte Behandlungsmethode, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt ist, entwickelt. Auch die Kommunikationsformen und die verwendeten Techniken und Tools sind in kindgerechter Form umgesetzt. So werden nicht nur die Berührungsängste der kleinen Patienten abgebaut, sondern ein Verständnis für die Wichtigkeit bestimmter Vorgehensweisen und das Einhalten von Ernährungsvorgaben und Medikation aufgebaut. Kinder wenden ihre Methode gerne an, da sie ihnen Spaß und Freude bereitet.
"Inwieweit beeinflussen psychische Konflikte das vegetative Nervensystem und der Darm das psychische Allgemeinbefinden des Kindes und seine Erkrankungen?"
Diese Fragestellung war die Grundlage für ihre Evaluierung mit 15 Kindern, die ihre Erfahrungen mit der Behandlung eindrucksvoll bestätigt. Die Ergebnisse hat sie in dem Buch "Verhaltensauffällig" aufbereitet und mit Erfahrungsberichten der Eltern abgerundet.
Katja Weidemann
Seit mehr als 30 Jahren ist Katja Weidemann im Gesundheitsbereich tätig, hat die Schulmedizin von A bis Z durchlebt und sich immer wieder aufgrund ihres wachen und offenen Umgangs mit den Fragestellungen der Heilkunst kritisch auseinander gesetzt. Viele ihrer Fragen blieben in der Schulmedizin jedoch unbeantwortet. So lernte Sie unaufhörlich, wurde wissend, kundig und offenherzig und fand Antworten auf ihre Fragen in der alternativen Heilkunde. Seit mehr als 20 Jahren aktiviert sie die Selbstheilungskräfte der Menschen, in dem sie das Wissen aus der Schulmedizin und den alternativen Heilmethoden kombiniert. Mit ihrer Erfahrung als Kinderintensivkrankenschwester baute sie in Heidelberg die kardiologische Kinderintensivstation verantwortlich auf. Anschließend leitete sie einen Kompetenzbereich in der Rehabilitation auf Norderney für Kinder, die an Asthma, diversen Allergien und Neurodermitis erkrankt waren. Aufgrund ihrer Liebe und Empathie zu Kindern und ihrer leidenschaftlichen Vision Kindern helfen zu können, ist sie heute eine der begehrtesten Kinderheilpraktikerinnen mit eigenem Behandlungskonzept. Sie ist national und international nachgefragt und tätig.
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Buchvorschau
Verhaltensauffällig - Katja Weidemann
Inhaltsangabe
Die ungesehene Angst bei Kindern
Weshalb ich die Angst der Kinder so gut wahrnehmen kann
Mein beruflicher Werdegang und meine Erkenntnisse daraus
Die Liebe zu den Kindern
Mein eigenes Kinderbehandlungskonzept
Beispiel Schulungsunterlagen
Die Mithilfe der Kinder
Zwerge, die in den Kindern rumpeln und pumpeln
Die Zwergenfrau
Das Ergebnis meiner Arbeit
» Die Kinderstudie
» Vorwort
» Fragestellung
» Gliederung
» Einführung in das Thema
» Probanden
» Methoden
» Diagnostik
» Therapie
» Ernährung
» Ergebnisse
» Gesamtergebnisse der Studie
» Diskussion
Literatur /Quellenangaben
Erfahrungsberichte der Eltern
Glossar
Danksagungen
Über die Autorin
Die ungesehene Angst bei Kindern
Inwieweit beeinflussen Ängste und psychische Konflikte das vegetative Nervensystem?
Inwiefern beeinflusst der Darm das psychische Allgemeinbefinden des Kindes oder löst Erkrankungen aus?
Und in welchem Maße ist unser Gesellschaftssystem und unser Verständnis von Bildung und Erziehung an diesen Folgen beteiligt oder gar dafür verantwortlich? Können ungesehene Ängste als Ursache für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern aufgedeckt und gelöst werden?
Unangenehme Ereignisse, starke Eindrücke, Belastendes oder Unverstandenes können bei Kindern Spuren hinterlassen, die sich über Stress im vegetativen Nervensystem und als körperliche Beschwerden früher oder später bemerkbar machen, auch in der Schule. So wirken physische und seelische Verletzungen bei Kindern, wie bei allen Menschen, auf Körper, Geist, Psyche und Emotionen. Emotionale Verletzungen sind wie „Wunden, die von außen niemand sieht". Oftmals werden diese Situationen erst später bewusst verstanden, sind jedoch im Unterbewusstsein gespeichert und werden durch ähnliche traumatische Situationen unbewusst restimuliert. So tragen viele Kinder mehr unverarbeitete Gefühle in sich als sie verkraften oder verarbeiten können.
Es gibt vier Bausteine, auf denen das Kinderkonzept „Wunden heilen, die von außen niemand sieht" aufgebaut ist:
» Ängste lösen
» seelische Konflikte erkennen und behandeln
» das Immunsystem stärken (das vornehmlich im Darm zu Hause ist)
» die Ernährung umstellen, entsprechend der Bedürfnisse des Körpers, um die Entzündung im Darm ausheilen zu lassen
Anhand dieses Konzepts kann ein Kind mit einem gestörten vegetativen Nervensystem wieder in seine Mitte kommen.
Und schließlich kann so die Heilung erfolgen, weil das Kinderkonzept ganzheitlich behandelt und dabei Körper, Geist, Psyche und Emotionen miteinbezieht.
" Wir Erwachsenen machen uns oft keine Vorstellung vom Erleben der Kinder und ihrem Umgang mit Ängsten. So würden wir uns wundern, welche tiefen Ängste in Kindern schlummern und welche Lösungsstrategien sie aus ihrem kindlichen Erleben und ihrer Hilflosigkeit oder Not entwickeln. Mit diesem Buch werden Sie dafür sensibilisiert, Ihr Kind tiefer zu verstehen und die notwendige Heilung, auch durch fachliche Unterstützung, für Ihr Kind möglich zu machen. "
Weshalb ich die Angst der Kinder so gut wahrnehmen kann
An einem Dienstagmorgen erblickte ich das Licht der Welt und ich sollte Manfred heißen. Es gab da jedoch ein Problem: Ich war kein Junge und ich kam auch nicht allein auf die Welt. Ich brachte mir meine Zwillingsschwester mit.
Bei ihr und meiner Mutter konnte ich nicht lange bleiben, denn man brachte mich in die Kinderklinik, weil ich zu klein und zu dünn war und Anpassungsstörungen hatte.
Dort wurde ich, gerade einmal 36 Wochen alt, als hypotrophes Mangelzwillingsgeborenes mit 2000 g in ein Wärmebettchen gelegt und die nächsten Wochen versorgt. So lernte ich nicht als erstes die Liebe meiner Mutter und meines Vaters kennen, sondern die Angst.
Die Kinderklinik mit anderen Augen betrachtet
Vor 50 Jahren gab es noch keine offenen Besuchszeiten für Kinder wie wir sie heute kennen. Damals wurden die Kinder in der Kinderklinik den Eltern nur von der anderen Seite der Scheibe gezeigt, wenn sie sie besuchen wollten. Ich wurde als Baby gefüttert, gewickelt und in ein Bettchen gepackt. Aber ich war zutiefst einsam und alleine, es fehlten mir meine Mutter und meine Zwillingsschwester. Hierdurch entstand das erste große Trauma in meinem Leben.
Ich hatte das Glück, denn ich bekam als erwachsene Frau Zugriff auf meine Baby-Akte und konnte nun mit eigenen Augen sehen und nachlesen, wie viel Panik ich damals hatte: Ich wurde vor lauter Schreien sediert und setzte angstbedingt viel Stuhlgang ab. Dadurch erhielt mein Darm seine erste Störung.
Später im Kleinkindalter und in der Grundschule hatte ich mehr Furcht als meine Zwillingsschwester, da mir das Urvertrauen fehlte und ich mir dieses erst erarbeiten musste.
Meine Mutter erzählte mir immer, dass ich nicht in den Kindergarten wollte, der bei uns zu Hause direkt um die Ecke war, und dass ich auch nicht bereit war zu bleiben, wenn sie meine Schwester und mich morgens hinbrachte.
Oft schrie ich so lange, bis eine Kindergärtnerin mich nach Hause brachte. Und auch bei der Einschulung ließ ich meine Mutter nicht los.
Immer wieder meldete sich die Angst in meinem Leben. Doch niemand erkannte sie als solche.
Als ich 11 Jahre alt war, beschloss ich, Säuglingsschwester zu werden. Meine Beweggründe, weshalb und warum ich Kinderkrankenschwester werden wollte, waren mir damals noch nicht bewusst. Zu der Erkenntnis sollte ich erst Jahre später gelangen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nur eines: Ich wollte den kleinen Babys helfen und für sie da sein.
Mein beruflicher Werdegang und meine Erkenntnisse daraus
So begann ich am 1. April 1985 meine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester im Aachener Klinikum. Ich selbst war eines der
