Der Weg zum Reitbegleithund: Pferd, Hund und Mensch - ein harmonisches Team
Von Sabine Lang
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Buchvorschau
Der Weg zum Reitbegleithund - Sabine Lang
Ein Reitbegleiter – was ist das eigentlich?
(Foto: Wittich)
Was verstehen Sie unter einem Reitbegleithund? Einen Hund, der als treuer Begleiter vertrauensvoll und gelassen an der Seite des Pferdes läuft und dabei freudig und verlässlich auf die Kommandos des Reiters hört? Haben wir da nicht eine hohe Erwartung an unseren treuen Gefährten Hund?
Und dann möchten wir auch noch ein Pferd haben, das gelassen, ruhig und doch sensibel auf unsere reiterlichen Hilfen reagiert, den Hund respektiert und ihm vertraut. Was wir da verlangen, ist die harmonische Zusammenarbeit von zwei in ihren Instinkten und Körpersprachen unterschiedlichen Tieren, von Jäger und Beutetier. Sie würden ohne den Menschen als Vermittler nicht miteinander harmonieren.
Pferd und Hund – zwei unterschiedliche Lebewesen
Die Entwicklung des Pferdes kann über 60 Millionen Jahre zurückverfolgt werden. Vor rund 5000 Jahren wurde das Pferd vom Menschen als Haustier domestiziert. Der Mensch hat das Pferd zuerst gejagt, dann gehütet und für seine Zwecke als gerittener Helfer im Kampf und als Fortbewegungsmittel geprägt. Schon viel früher, wohl bereits vor 15000 Jahren, domestizierte der Mensch den Hund und begann, ihn für seine Zwecke zu selektieren und zu züchten – anfangs wahrscheinlich als Nahrung und Fellnutzung, später erkannte man seine Vorteile als Sozialpartner, Jagdhelfer und Beschützer des Territoriums.
Was ist der Mensch ohne Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes.
Häuptling der Suquamish- und Duwamish-Indianer
Das Pferd als Herdentier braucht die Gemeinschaft der Herde, um überleben zu können. Das Leittier bietet der Herde Sicherheit durch soziale Kompetenz, die sich aus Erfahrung und instinktivem Wissen ergibt. Das Leittier hat von allen Herdenmitgliedern den stressigsten Job: Es muss Gefahren frühzeitig erkennen, ständig fluchtbereit sein und der Herde den Weg zeigen.
Das rangniedere Pferd hingegen kann, wenn es die Grenzen annimmt, entspannt fressen, da es sich durch eine klare Rangordnung beschützt und geborgen fühlt. Das Pferd sucht also instinktiv nach Partnern, bei denen es Schutz und Sicherheit findet. Es sucht nach einer souveränen und selbstsicheren Führungspersönlichkeit – ob Pferd oder Mensch –, an der es sich orientieren und der es vertrauen kann.
Auch der Hund lebt in einer sozialen Gemeinschaft, dem Rudel. Obwohl der Familienverband nicht streng hierarchisch organisiert ist, braucht der Hund Rangbeziehungen, die für ihn klar durchschaubar mit Bindungsverhältnissen gefestigt sind. Die Sozialgemeinschaft des Rudels sichert den einzelnen Mitgliedern die Erfüllung der Grundbedürfnisse (Jagd nach Futter, Sicherheit im eigenen Territorium, Fortpflanzung, körperliche Zuwendungen). Es gibt keine ausgeprägte Futterrangordnung. Auf der anderen Seite ist jeder Hund ein Individualist und Egoist und möchte seine Bedürfnisse als Erster befriedigen. So funktioniert ein Rudel nicht ohne Dominanzbeziehungen, wobei immer zwischen Konkurrent und Partner abgewogen wird.
Das Leittier, das oft auch als „Rudelführer oder „Alphatier
bezeichnet wird, erkämpft sich nicht den Status des Ranghöchsten. Im Rudel (beobachtet bei frei lebenden Wölfen und Hunden) sind die Eltern liebevolle und fürsorgliche Leittiere, sind anerkannt und werden geachtet. Die Eltern zeichnen sich durch Toleranz, Freundlichkeit und Fürsorglichkeit gegenüber ihren Schützlingen aus. Schutz und Wohlbefinden stehen im Vordergrund, Grenzen werden im richtigen Moment gesetzt.
Der Mensch als Vermittler ist notwendig, damit die beiden so unterschiedlichen Lebewesen Pferd und Hund miteinander zurechtkommen. (Foto: Strässle)
Instinkte treffen aufeinander
Pferd und Hund würden ohne den Vermittler Mensch in der freien Natur nicht miteinander zurechtkommen. Der Instinkt ist ein angeborener, das Überleben sichernder Trieb und Drang, der durch innere und äußere Reize ausgelöst werden kann.
Beim Pferd sind die Schreckhaftigkeit und die Bereitschaft zur Flucht Urinstinkte. Das Pferd sieht den Hund zwar heutzutage in unserer Zivilisation nicht mehr als einen Jäger (Wolf oder Puma). Dennoch ist er für das Pferd instinktiv ein Angreifer, vor dem es davonrennen möchte, wenn es auf der Koppel von ihm gehetzt oder in die Beine geschnappt wird.
Überwiegend wählen Pferde die Flucht als Problemlösung – abhängig davon, wie groß die Gefahr eingeschätzt wird. Bei einer Gefahr auf dem eigenen Territorium (zum Beispiel auf der Koppel) wird das Pferd sich eher für einen Angriff entscheiden, da hier auch sein Futter- oder Schutzbereich ist und zudem keine Ausweichmöglichkeit besteht. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Pferd Demutsgesten und Unterwürfigkeit zeigt. Diese jedoch wird der Hund nicht verstehen und sein Jagd- oder Hüteverhalten deshalb nicht stoppen. Mehr zu den unterschiedlichen Körpersprachen auf Seite 14.
Wir können den Fluchtinstinkt des Pferdes weder durch Zucht noch durch Ausbildung vollständig auslöschen. Doch Pferde können lernen, den Fluchtreflex zu überwinden, die Angst abzubauen und uns zu vertrauen. Dabei können wir insbesondere die dem Pferd angeborene Neugier nutzen (siehe Gelassenheitstraining auf Seite 19). Wichtig ist, dass unser Pferd uns als Sicherheit vermittelnde, vertrauensvolle Führungspersönlichkeit, als Lehrer, annimmt.
Dem Fluchtinstinkt des Pferdes steht der Jagdinstinkt des Hundes gegenüber. Das Jagdverhalten ist also genetisch fixiert und tief verwurzelt, auch wenn unsere Hunde es heute nicht mehr nötig haben, ihr Futter selbst zu besorgen. Hunde hetzen (je nach Rasse) motiviert, teils unkontrolliert und kopflos, ohne ihre Beute (Pferde, Schafe …) fressen zu wollen. Schon das Rennen hinter einer Beute ist eine Art selbst belohnende Handlung, bei der Glückshormone ausgeschüttet werden. Hat ein Hund dieses Gefühl einmal erlebt – auch ohne das Erfolgserlebnis
