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Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...: Schmerzen ohne Ende, Folgen einer Zeit in Untersuchungshaft.
Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...: Schmerzen ohne Ende, Folgen einer Zeit in Untersuchungshaft.
Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...: Schmerzen ohne Ende, Folgen einer Zeit in Untersuchungshaft.
eBook96 Seiten1 Stunde

Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...: Schmerzen ohne Ende, Folgen einer Zeit in Untersuchungshaft.

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Über dieses E-Book

Ich hatte sehr viel Aufmerksamkeit und Scheinwerferlicht. Alle mögen mich. Wie beliebt ich bin. Das ist wirklich erstaunlich. Und dort ist das Niveau so hoch, dass ich kaum mithalten kann, auf der Uni. Dann blicke ich über meinen Tellerrand hinaus und sehe Chancen. Nur diese gehören gut vorbereitet. Und dann sehe ich mein privates und familiäres Leben an und weiß genau, dass ich meine Bindungen erhalten will. Zurück zu den Grundlagen und Daten aus „Probleme der Arbeit!“ Franz Kafkas, Prozess und Amerika sind die Werke die gerade meinen Alltag füllen. Heute Nacht habe ich dann davon geträumt, dass ich einen Wald durchqueren muss, ganz allein, der fürchterlich wild und gefährlich ist. Zum Schlafen suche ich mir immer einen großen Laubhaufen und buddle mich ein. Ich vermisse den Wald. Es wäre schön, wenn ich mit dem Job als Dozentin beginnen könnte. Auf dem Land zu leben. das wird mir gefallen. Der Wald am Stadtrand, war ja lange ein wichtiger Bestandteil meines täglichen Lebens. Bäume, Natur, freie Tiere. Ich möchte wieder frei sein. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes eingesperrt! Bin ich auch. Seit gut 3 Monaten in Auslieferungshaft, im Ausland und eine lange Zeit U-Haft wird noch folgen. Am Ende ein Freispruch, aber ein makel für immer.
SpracheDeutsch
HerausgeberBoD E-Short
Erscheinungsdatum26. Aug. 2014
ISBN9783734722752
Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...: Schmerzen ohne Ende, Folgen einer Zeit in Untersuchungshaft.
Autor

Malen Radi

Sie schreibt und schreibt, viel mehr, als je zuvor.

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    Buchvorschau

    Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka... - Malen Radi

    Inhaltsverzeichnis

    Sie sind nicht Handke und auch nicht Kafka...

    Impressum

    Sie sind nicht Handke und schon gar nicht Kafka. Sie sind was sie sind und müssen büßen. Heute in Gedanken im Irak und beim Freitagsgebet. Für den Frieden, für die Schwachen und für die Armen. Für alle Menschen denen Leid und Unrecht zugeführt wird. Gegen Machthaber jeder Art. Gegen die Verletzung der Menschenrechte und gegen Krieg im allgemeinen. Ganz allgemein sollen sie gelten die Schreie derer die Schmerzen haben.

    ZUGVOGEL

    Zugvogel,

    Deine Freunde

    Sind Stürme,

    Reisende

    Über dem Ozean...

    Sie ist in der Frühe,

    Dein Sehnsuchtsflügel,

    die Mitternachtssonne,

    das Abendstrahlen-

    Und alle Gestirne

    Winken und rufen:

    Sei standhaft!

    Eine Hälfte deines Lebens

    Ging mit ihr fort...

    Zugvogel, sieh den Felsen,

    die weißen Flügel

    der Wiedergefundenen,

    Verlorenen, Geborgenen

    Über dem Seelenozean...

    von Achim von Hirscheydt.

    Die Sehnsucht eine Legende zu werden, sowie den Gefängnistagebuchnotizen, und diversen anderen Aufzeichnungen gerecht zu werden. Ziemlich verwirrt und in diversen Kontexten spiegelt sich wieder, was einer fühlen kann. Eine steht hier für viele. Der Sinn ist es das Leben einer Europäerin in unserem Jahrhundert darzustellen, um zum Nachdenken anzuregen. Was sind die Folgen der Geschichte der vergangen Jahrhunderte. Was war zum Beispiel am 24. März 1999!? Laut Handke ein Datum, welches in den Himmel eingraviert gehört, in Leuchtbuchstaben! Was passiert, wenn wir nicht auf unsere Familien, Freunde und unsere Mitmenschen achten. Wie schlimm Kriege und atomare Bedrohungen sich auswirken auf jeden von uns. Ob wir nun direkt dabei sind oder waren, oder nicht. Für jeden verändert sich die Welt und sein persönliches Leben. Für jeden entstehen ganz persönliche Bedrohungen.

    Frühlingsstimmung, Vogelgezwitscher und eine laue Prise.

    Sie steckt ihren Kopf in ihr Tagebuch, rundum all ihre Bücher und Aufzeichnungen. „Finde ich einen Grund meine Geschichten aufzuschreiben? Muss ich im Selbstverlag alles alleine machen, oder bekomme ich Hilfe und Unterstützung und von wem? „ Man soll sich nicht mit den Staaten anlegen. Man soll ein braver Bürger sein. Denke an Edward Snowden. Sie ist stolz, das es Menschen wie ihn gibt. Möchte ihm gerne helfen.

    'im Ringen der Anschauungen für den europäischen Geist und die humanitäre Gesinnung eine Tribüne zu sein' (Zitat aus den Statuten des Europa Verlages.)

    Sie sitzt im Zug, vor sich die Literaturliste, bzw. ein Auszug:

    Konrad Heiden: Adolf Hitler. Das Leben eines Diktators. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Europa, Zürich 2007, ISBN 3-905811-02-2. (Vorwort zur Neuauflage 2007, über Oprecht als Verleger.)

    Alexander Hildebrand: Oprecht, Emil Adolf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 581 f. (Digitalisat).

    Ich bin auf der Suche nach einem Verlag. Und satt nach Frankfurt zu reisen und endlich die verschiedensten Gespräche zu führen, bin ich im „Aus" gelandet. Fühlt sich an, wie auf einem Abstellgleis. Ob das gut ist oder nicht, das werden wir erst im Lauf der Zeit herausfinden. Jedenfalls scheint es so, als wenn es notwendig ist, dass man mit der Öffentlichkeitsarbeit und eine deutlichen PR Arbeit beginnt, noch bevor man sich so wirklich präsentiert. Ganz im geheimen und sehr verborgen zu arbeiten ist natürlich nett. Aber dann in ewiger Abhängigkeit?

    LASS den BLINDENZAUBERSTAB

    Lass deinen

    Blindenzauberstab

    Meine Schläfen berühren,

    Den Sehenden

    Mich zu Dir führen...

    So begann ich und

    Wusste nicht weiter

    im Regen...

    Zur Zeit ist es wirklich lästig, dieser viele Regen. Jeden Tag schüttet es!

    Erkundet sein

    Leise beflügeltes Eilen

    Die Mauern,

    Die Menschenhindernisse,

    Die Fesseln des Erinnerungsschweren,

    Ausgesetzt auf

    Marmornen Kirchenstufen?

    Und ewig werde ich die Atmosphäre in der Toskana lieben.

    Karren, elende Pferde,

    Bärtige Männer,

    Sie schleppen dich fort

    in das hundertjährige Ringen...

    Deine Abschiedsblicke,

    Weiße Sonne, dein Winken,

    Näher und ferner

    Aus sternlosen Meeren.

    von Achim von Hirscheydt.

    „Die Sehnsucht zum Meer zu kommt, jedes Jahr, diese Sehnsucht bleibt ungebrochen. Weiter mit meinem Thema, welchen Verlag werde ich finden? Wer wird mich vertreten wollen?"

    Der 1933 vom Schweizer Verleger und Buchhändler Emil Oprecht gegründete Verlag veröffentlichte während der Zeit des Nationalsozialismus vor allem Werke von verfolgten Autoren und galt damit als so genannter Emigrantenverlag. Auch war der Europa Verlag einer der wichtigsten Theaterverlage der damaligen Zeit. Emil Oprecht gehört zu den legendären Verlegern des vergangenen Jahrhunderts, der in täglichem Kampf für die Unterstützung Verfolgter, gegen zunehmenden Druck auch der schweizerischen Zensur und gegen alle ökonomischen Widerstände aufrecht blieb. In dem halben Jahrhundert des Bestehens seines Verlages standen im Programm Autoren und Bücher im Vordergrund, die für die Würde und Freiheit des Menschen eintraten.

    WOLKENBÄNKE

    Wolkenbänke,

    Halte die Winde an,

    Daß sie lauschen

    Den schwarzen

    Wellen des Flusses...

    Wolkenbänke,

    Schiffe der Winternacht,

    laßt uns reisen

    Mit getrösteten Stürmen...

    „Immer kommen mir die Gedichte von Achim von Hirscheydt in den Sinn, die ich so gerne habe."

    In Memoriam, es ist vorbei und doch nicht!

    Ich habe geträumt, ich mache eine Oper mit T. Schuler aus der Geschichte der Anuschka Brown. Mit den Liedern, welche wir 2006 in Wien produziert und mit der Razumovsky Gesellschaft, in deren Palais uraufgeführt haben.

    GEFLÜGELTE SONNE

    Aus feurigen Dornen

    Steigt die

    Geflügelte Sonne,

    Und erwärmt

    Im Friedensgesang

    entrückter Krieger

    Die vibrierenden Meere.

    von Achim von Hirscheydt.

    „So sexy, sind sie die Worte, dieses Dichters! Mein Körper erschüttert durch und durch, bei diesen Worten. Die Bilder erscheinen vor mir." Dann, im Fernsehen die Bilder von Fidelio, die in einer Gedenkstätte eines ehemaligen Stasigefängnisses, gerade zur Premiere kommt. Ich habe Recht. Es ist ein wichtiges Thema und wird es wohl noch einige Zeit bleiben. Ich bin nicht die einzige, ich bin einen von vielen, denen Unrecht geschehen ist! Warum erfahre ich nichts über meinen Großvater? Warum wir alles verschwiegen. Wieso erfahre ich erst jetzt, dass meine Großmutter Ihre ersten zwei Töchter und Ihren ersten Mann in Auschwitz verloren hat. Wieso haben meine Stiefgroßeltern soviel Kummer mit Ihren Kindern erleben müssen? Wieso wurden sie von ihnen verurteilt? Das Machtausüben, das Wegnehmen, das Enteignen, das Verbannen und Erniedrigen, ebenso, wie das etwas Verlieren, Weggenommen bekommen haben, Geplündert werden, Besitz verlieren, wieder aufbauen müssen, wieder beginnen müssen, nichts mehr haben, alles verlieren.

    Ein anderer berichtet:

    Es schmerzt alles schmerzt, die Erinnerungen alles. Es geht nicht mehr weg. Strafe. Alles ist Strafe. Es gibt kein Leben mehr ohne Strafe. Alles tut weh. Nichts geht mehr. Ich versuche auf und ab zu gehen. Genau fünf Schritte kann ich machen.

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