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Die Frau die anfing zu singen
Die Frau die anfing zu singen
Die Frau die anfing zu singen
eBook116 Seiten1 Stunde

Die Frau die anfing zu singen

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Über dieses E-Book

Esther, die Protagonistin dieser Geschichte, erlebt eine sehr schwierige Zeit in ihrem Leben. Sie leidet unter Panikattacken. Von allen Seiten hört sie, dass sie nicht krank sei, sondern nur gestresst. Eines Nachts, als ihr Leiden sie wieder unbarmherzig schüttelt, steigt sie auf den Fenstersims und ist entschlossen, dem Ganzen ein Ende zu setzen. In dem Moment, als sie bereit ist zu springen, hört sie eine Stimme und sieht ein starkes Licht von unbestimmter Form."Bevor du dich entscheidest, erlaube mir, alle deine Fragen zu beantworten, welcher Art auch immer. Wenn du danach immer noch gehen willst, wird niemand dich aufhalten."Daraufhin beginnt der Dialog zwischen Esther und dem Geistwesen, welches sie die Macht der Selbstheilung lehrt und sie daran erinnert, weshalb sie sich auf dieser Erde befindet.Schlussendlich muss Esther eine Wahl treffen, und wie auch immer diese ausfällt, eines jedenfalls ist klar: Ihr Leben wird nie mehr so sein wie vorher.

Umschlaggestaltung: Alejandra Pliego

Übersetzung ins Deutsche: E. Wellauer Winkler
SpracheDeutsch
HerausgeberVerdechiaro
Erscheinungsdatum7. Mai 2020
ISBN9788866234012
Die Frau die anfing zu singen

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    Buchvorschau

    Die Frau die anfing zu singen - Krisztina Nemeth

    2020-04-Ebook-Cover-Interna-Krisztina_Nemeth_La_Donna_che_inizio_a_cantare tedesco.jpg

    © 2020 Verdechiaro Edizioni

    Via Cassinago, 27 - 42031 Baiso (Reggio Emilia) - Italy

    Umschlaggestaltung:

    ©Alejandra Pliego

    alejandrapliego.weebly.com

    Übersetzung ins Deutsche:

    E. Wellauer Winkler

    Kein Teil dieser Publikation, einschließlich des Titelbildes, darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert werden, mit Ausnahme von kurzen Zitaten, die für Rezensionen bestimmt sind.

    -Shades Halskette-

    Krisztina Nemeth

    Die Frau

    die anfing zu

    Singen

    Dialog mit der Hoffnung

    Roman
    Logo%2bLetteringVerdechiaro300dpi.jpg

    Lieber Leser, ich bin sehr froh, dass du dieses Buch gefunden hast, oder dass es dich gefunden hat. Es ist kein Zufall, dass du es jetzt liest oder durchblätterst.

    Vielleicht weißt du es nicht, aber das ist mein zweites Buch. Ich hätte nie gedacht, dass ich eines schreiben würde. Ich bin Opernsängerin und keine Schriftstellerin.

    Aber das oft unberechenbare Universum hat mich dazu gebracht, mein Lebensprojekt zu realisieren, darüber kannst in meinem ersten Buch Healing Voice lesen.

    In dem erzähle ich, wie ich herausgefunden habe, dass ich ein Medium der Stimme bin. Im vorliegenden Roman kannst du jedoch die Geschichte von Esther erfahren, deren verzweifelter Wunsch es ist, ihrem Leiden ein Ende zu setzen, während sie mit jemandem redet, der weise und liebevoll ist.

    Es gibt nichts, was du akzeptieren musst. Lies es, indem du dein Herz öffnest. Ist das eine wahre Geschichte? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es das, vielleicht auch nicht.

    Das spielt keine Rolle. Was ist denn Realität am Ende wirklich?

    Schamanen erzählen ihre Geschichten in der dritten Person, und die Zuhörer können sich mit diesen Geschichten identifizieren, indem sie nur das kleine Stück nehmen, das ihnen hilft, mehr über sich selbst zu erfahren.

    Dieses Buch ist auch ein bisschen so. Wenn du die Geschichte der Protagonistin liest, hoffe ich, dass du dein kleines Stück findest, das dir helfen wird, das Rätsel deines Lebens zu lösen.

    In Liebe

    Kri

    „Der Verstand ist in eurem Leben präsent, weil er Teil des großen Spiels ist, das ihr euch ausgesucht habt zu leben. Viele Male glaubst du, dass das, was du denkst, das ist, was du willst. Auf diese Weise wirst du jedoch nie die Worte deines Herzens hören."

    Das Geistwesen

    I

    Es war 3:00 Uhr morgens. Esther erwachte plötzlich mit starken Brustschmerzen und dem Gefühl, nicht atmen zu können.

    Ihr Herz schlug so schnell, dass sie ihre Hände und Füße nicht mehr spüren konnte. Es war, als ob sie in ihrem eigenen Körper wie in einem Gefängnis eingeschlossen wäre, aus dem sie unbedingt herauskommen wollte und ihre Fäuste gegen die Wände schlug. Aber es gab niemanden, der ihr half, niemanden, der sie befreite. Sie fühlte sich allein und in einer Falle. Sie wollte schreien, sie wollte, dass etwas passiert und diesen Wahnsinn beendet.

    „Bitte, jemand muss den Stecker ziehen! Ich werde noch verrückt!"

    Sie stand auf und ging herum in der Wohnung. Erst langsam, dann schneller: Die

    Geschwindigkeit von Atem und Herzschlag schwankte beängstigend.

    Sie fühlte sich, als wäre sie in einem langsamen Regionalzug und unmittelbar danach an Bord eines Flugzeugs ohne Ziel. Sie hätte überall hingehen können, aber sie fühlte, dass sich nichts ändern würde.

    Die Welt wurde winzig und das Gefühl von Gefängnis verließ sie nicht, ebenso wenig wie der verzweifelte Wunsch, ihre Türen zu öffnen und sie schließlich zu benutzen. Sie schaltete das Licht ein und öffnete die Fenster, in der Hoffnung, dass jemand oder etwas von außen kommen würde, um sie zu retten.

    Wochenlang schon wiederholte sich jede Nacht die gleiche Szene.

    Die Ärzte hatten ihr gesagt, dass sie an Panikattacken leide und dass sie nicht krank, sondern nur gestresst sei. Ihr Verstand war wie ein Mixer, sie schleifte alles sehr schnell, aber das Ergebnis war kein guter Smoothie, sondern viel Verwirrung, totales Chaos.

    „Ich muss mich entspannen, ich muss atmen, es ist nichts", sagte Esther mit leiser Stimme zu sich selbst.

    Aber je mehr sich diese Worte wiederholten, desto kränker fühlte sie sich und das Gefühl, ihr Leben beenden zu wollen, verschwand nicht.

    Esther nahm einen Stuhl, stellte ihn vor das weit geöffnete Fenster ihres Zimmers und kletterte in ihrem Wahn auf den Sims, stand auf, um die Leere unter sich zu betrachten.

    Sie schaute nach unten. Sie hatte schon immer Höhenangst gehabt. Ihr Fenster war nur im dritten Stock, doch der Boden unter ihr schien sehr weit weg zu sein. Die Lichter der Stadt wurden von ihren Tränen verdunkelt.

    Ab und zu unterbrach das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos ihr Schluchzen und ließ sie kurz zu sich selbst zurückkehren.

    Esther betrachtete ihre nackten Füße und ihre graue Pyjamahose, während eine sanfte Brise ihr langes braunes Haar streichelte.

    Sie hob ihren Kopf, öffnete ihre Arme und atmete die frische Luft ein. Man hörte das Geräusch einer Möwe und es war wie ein Aufruf zum Fliegen.

    Wie lange hatte sie nicht gelacht, wie lange war sie nicht mehr glücklich gewesen, und wie lange hatte sie niemanden mehr zum Reden?

    Sie schloss die Augen.

    „Das ist mein Moment. Zeit zum Fliegen."

    5.jpg

    II

    „Halt", sagte eine tiefe, feste Stimme.

    Esther öffnet ihre Augen wieder und sah vor sich eine leuchtende Form in der Luft.

    „Aber wie ist das möglich?" fragte sie sich, indem sie sich an den Fenstergriff klammerte und gefährlich schwankte.

    „Also, jetzt bin ich im Delirium. Mich schlecht zu fühlen reicht mir nicht aus, jetzt muss ich auch noch Dinge sehen und hören, die es nicht gibt", stotterte Esther verwirrt.

    „Du bist hier auf der Erde, weil es die Entscheidung ist, die du vor deiner Geburt getroffen hast", sagte die Stimme.

    Esther versuchte zunächst, diese Stimme zu ignorieren und ihren eigenen Augen nicht zu trauen. Aber die Wut, die sie fühlte, entlud sich, indem sie

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