Ein Kurs in Wundern: TEXTBUCH / ÜBUNGSBUCH / HANDBUCH FÜR LEHRER
Von William Thetford und Helen Schucman
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Buchvorschau
Ein Kurs in Wundern - William Thetford
Ein Kurs in Wundern
Original Edition
Textbuch
Übungsbuch
Handbuch für Lehrer
William Thetford und Helen Schucman, Redaktion
Course in Miracles Society
CIMSlogo.5_in.gifHerausgegeben von Course in Miracles Society
Omaha, Nebraska 68114 usa
voice 800-771-5056
fax 402-391-0343
Website: http://jcim.net
email: cims@jcim.net
———
Die Course in Miracles Society (CIMS) ist eine internationale Gruppe von Kursschülern und -lehrern, die sich zusammengetan haben, um die heiligen Lehren von Ein Kurs in Wundern zu ergründen, zu authentifizieren und zu verbreiten. Als Studenten versuchen wir, unsere Kenntnisse der Worte Jesu zu mehren und unsere Erfahrung seiner Lehre zu vertiefen. Als Lehrer arbeiten wir daran, die Botschaft des Kurses weltweit durch unsere Worte, unsere Taten und durch das Beispiel unseres Lebens in Umlauf zu bringen.
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Copyright © 2012 Course in Miracles Society
Copyright © 2018 in deutscher Sprache
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———
Ein Kurs in Wundern
Original Edition
Textbuch
Übungsbuch
Handbuch für Lehrer
ISBN 978-1-942273-04-2
Fünfte überarbeitete Ausgabe – 2024
Originalausgabe
A Course in Miracles – Original Edition®
ISBN 978-0-9836464-7-1 (e-Book)
Seventh Printing 2023
Ein Kurs in Wundern
Original Edition
Band 1
Textbuch
William Thetford and Helen Schucman, Redaktion
Course in Miracles Society
CIMSlogo.5_in.gifUmrechnungstabelle
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einführung
E i n s
Eine Einführung in Wunder
I. Wundergrundsätze
II. Verzerrungen von Wunderimpulsen
Z w e i
Die Illusion der Trennung
I. Einleitung
II. Die Umdeutung von Abwehrstrukturen
III. Heilung als Befreiung von Angst
IV. Angst als Mangel an Liebe
V. Die Korrektur des Mangels an Liebe
VI. Die Bedeutung des Jüngsten Gerichts
D r e i
Die Umschulung des Geistes
I. Einleitung
II. Besondere Grundsätze für Wunderwirkende
III. Versöhnung ohne Opfer
IV. Wunder als wahre Wahrnehmung
V. Wahrnehmung versus Erkenntnis
VI. Der Konflikt und das Ego
VII. Der Verlust der Gewissheit
VIII. Urteilen und das Autoritätsproblem
IX. Erschaffen versus Selbstbild
V i e r
Die Wurzel allen Übels
I. Einleitung
II. Rechtes Lehren und Rechtes Lernen
III. Das Ego und falsche Autonomie
IV. Liebe ohne Konflikt
V. Das Entrinnen aus der Angst
VI. Die Ego-Körper Illusion
VII. Der stetige Zustand
VIII. Schöpfung und Kommunikation
IX. Wahre Wiederherstellung
F ü n f
Heilung und Ganzheit
I. Einleitung
II. Heilung als Verbindung
III. Der Geist der Versöhnung
IV. Die Stimme für Gott
V. Der Führer zur Erlösung
VI. Therapie und das Lehren
VII. Die zwei Entscheidungen
VIII. Zeit und Ewigkeit
IX. Die ewige Fixierung
S e c h s
Angriff und Angst
I. Einleitung
II. Die Botschaft der Kreuzigung
III. Der Einsatz der Projektion
IV. Das Aufgeben von Angriff
V. Die einzige Antwort
S i e b e n
Die Beständigkeit des Königreichs
I. Einleitung
II. Handel treiben versus Heilung
III. Die Gesetze des Geistes
IV. Der vereinheitlichte Lehrplan
V. Das Wiedererkennen der Wahrheit
VI. Heilung und die Unveränderlichkeit des Geistes
VII. Von der Wachsamkeit zum Frieden
VIII. Die totale Hingabe
IX. Die Verteidigung des Konflikts
X. Die Ausdehnung des Himmelreichs
XI. Die Verwechslung von Stärke und Schwäche
XII. Der Zustand der Gnade
A c h t
Die Reise Zurück
I. Einleitung
II. Die Zielrichtung des Lehrplans
III. Die logische Grundlage für die Wahl
IV. Die heilige Begegnung
V. Das Licht der Welt
VI. Die Macht der gemeinsamen Entscheidung
VII. Kommunikation und die Ego-Körper-Gleichsetzung
VIII. Der Körper als Mittel oder Zweck
IX. Heilung als berichtigte Wahrnehmung
X. Das Annehmen der Wirklichkeit
XI. Die Antwort auf das Gebet
N e u n
Die Berichtigung von Irrtum
I. Einleitung
II. Geistige Gesundheit und Wahrnehmung
III. Die Versöhnung als Lektion im Teilen
IV. Der ungeheilte Heiler
V. Das Gewahrsein des Heiligen Geistes
VI. Erlösung und der Wille Gottes
VII. Größe versus Größenwahn
VIII. Die Einschließlichkeit der Schöpfung
IX. Die Entscheidung zu vergessen
X. Magie versus Wunder
XI. Die Verleugnung Gottes
Z e h n
Gott und das Ego
I. Einleitung
II. Projektion versus Ausdehnung
III. Die Bereitschaft für Heilung
IV. Aus der Dunkelheit ins Licht
V. Das Erbe des Gottessohnes
VI. Die „Dynamik" des Egos
VII. Erfahrung und Wahrnehmung
VIII. Das Problem und die Antwort
E l f
Gottes Erlösungsplan
I. Einleitung
II. Das Urteil des Heiligen Geistes
III. Der Mechanismus der Wunder
IV. Die Investition in die Wirklichkeit
V. Suchen und Finden
VI. Der vernünftige Lehrplan
VII. Die Schau Christi
VIII. Der Führer zu Wundern
IX. Die Wirklichkeit und die Rettung
X. Schuldlosigkeit und Unverletzlichkeit
Z w ö l f
Das Problem der Schuld
I. Einleitung
II. Kreuzigung durch Schuld
III. Die Angst vor der Erlösung
IV. Heilung und Zeit
V. Die zwei Gefühle
VI. Die Gegenwart finden
VII. Das Erlangen der wirklichen Welt
D r e i z e h n
Von der Wahrnehmung zur Erkenntnis
I. Einleitung
II. Die Rolle der Heilung
III. Der Schatten der Schuld
IV. Befreiung und Erneuerung
V. Die Garantie des Himmels
VI. Das Zeugnis der Wunder
VII. Der glückliche Schüler
VIII. Die Entscheidung für die Schuldlosigkeit
IX. Der Weg der Erlösung
V i e r z e h n
Illusionen zur Wahrheit bringen
I. Einleitung
II. Schuld und Schuldlosigkeit
III. Aus der Dunkelheit heraus
IV. Wahrnehmung ohne Täuschung
V. Das Erkennen der Heiligkeit
VI. Der Wechsel zu Wundern
VII. Der Prüfstein der Wahrheit
F ü n f z e h n
Der Zweck der Zeit
I. Einleitung
II. Die Verwendung der Zeit
III. Zeit und Ewigkeit
IV. Kleinheit oder Größe
V. Den heiligen Augenblick üben
VI. Der heilige Augenblick und besondere Beziehungen
VII. Der heilige Augenblick und die Gesetze Gottes
VIII. Der heilige Augenblick und die Kommunikation
IX. Der heilige Augenblick und wirkliche Beziehungen
X. Die Zeit des Christus
XI. Das Ende des Opferns
S e c h z e h n
Die Vergebung von Illusionen
I. Einleitung
II. Wahres Mitgefühl
III. Die Stärke der Heiligkeit
IV. Der Lohn des Lehrens
V. Illusion und Wirklichkeit der Liebe
VI. Besonderheit und Schuld
VII. Die Brücke zur wirklichen Welt
VIII. Das Ende der Illusionen
S i e b z e h n
Vergebung und Heilung
I. Einleitung
II. Phantasien und verzerrte Wahrnehmung
III. Die Welt, der vergeben ist
IV. Schatten der Vergangenheit
V. Wahrnehmung und die zwei Welten
VI. Die geheilte Beziehung
VII. Praktische Vergebung
VIII. Die Notwendigkeit des Glaubens
IX. Die Bedingungen der Vergebung
A c h t z e h n
Der Traum und die Wirklichkeit
I. Einleitung
II. Ersetzen als Abwehr
III. Die Grundlage des Traums
IV. Licht im Traum
V. Die kleine Bereitwilligkeit
VI. Der glückliche Traum
VII. Träume und der Körper
VIII. Ich brauche nichts zu tun
IX. Der Zweck des Körpers
X. Das wahnhafte Denksystem
XI. Das Vergehen des Traumes
N e u n z e h n
Jenseits des Körpers
I. Einleitung
II. Die Heilung und der Geist
III. Sünde oder Irrtum
IV. Die Unwirklichkeit der Sünde
V. Die Hindernisse vor dem Frieden
Z w a n z i g
Das Versprechen der Auferstehung
I. Einleitung
II. Die heilige Woche
III. Dornen und Lilien
IV. Die Sünde als Anpassung
V. Das Betreten der Arche
VI. Die Vorboten der Ewigkeit
VII. Der Tempel des Heiligen Geistes
VIII. Die Stimmigkeit von Mittel und Zweck
IX. Die Schau der Sündenlosigkeit
E i n u n d z w a n z i g
Das innere Bild
I. Einleitung
II. Die imaginierte Welt
III. Die Verantwortung für das Sehen
IV. Glaube, Überzeugung und Schau
V. Die Angst, nach innen zu schauen
VI. Vernunft und Wahrnehmung
VII. Vernunft und Berichtigung
VIII. Wahrnehmung und Wünsche
IX. Der innere Wechsel
Z w e i u n d z w a n z i g
Erlösung und die Heilige Beziehung
I. Einleitung
II. Die Botschaft der heiligen Beziehung
III. Deines Bruders Sündenlosigkeit
IV. Vernunft und die Heilige Beziehung
V. Die Gabelung des Weges
VI. Schwäche und Abwehrhaltung
VII. Die Freiheit und der Heilige Geist
D r e i u n d z w a n z i g
Der Krieg gegen Dich selbst
I. Einleitung
II. Die unvereinbaren Überzeugungen
III. Die Gesetze des Chaos
IV. Erlösung ohne Kompromiss
V. Die Angst vor dem Leben
V i e r u n d z w a n z i g
Das Ziel der Besonderheit
I. Einleitung
II. Besonderheit als ein Ersatz für Liebe
III. Der Verrat der Besonderheit
IV. Die Vergebung der Besonderheit
V. Besonderheit und Erlösung
VI. Die Auflösung des Traumes
VII. Die Erlösung von der Angst
VIII. Die Stätte der Begegnung
F ü n f u n d z w a n z i g
Das Heilmittel
I. Einleitung
II. Die festgesetzte Aufgabe
III. Der Erlöser aus der Dunkelheit
IV. Das grundlegende Gesetz der Wahrnehmung
V. Die Einswerdung von Geistern
VI. Der Zustand der Sündlosigkeit
VII. Die besondere Funktion
VIII. Die Umwandlung des Urteils
IX. Das Prinzip der Erlösung
X. Die Gerechtigkeit des Himmels
S e c h s u n d z w a n z i g
Der Übergang
I. Einleitung
II. Das „Opfer" des Einsseins
III. Die Formen des Irrtums
IV. Das Grenzland
V. Wo die Sünde weggegangen ist
VI. Das kleine Hindernis
VII. Der berufene Freund
VIII. Wiederholung der Grundsätze
IX. Die Augenblicklichkeit der Erlösung
X. Denn Sie sind gekommen
XI. Der verbleibende Auftrag
S i e b e n u n d z w a n z i g
Der Körper und der Traum
I. Einleitung
II. Das Bild der Kreuzigung
III. Die Angst vor der Heilung
IV. Das Symbol des Unmöglichen
V. Die stille Antwort
VI. Das Beispiel der Heilung
VII. Der Zweck des Schmerzes
VIII. Die Illusion des Leidens
IX. Der „Held" des Traums
A c h t u n d z w a n z i g
Das Aufheben der Angst
I. Einleitung
II. Die gegenwärtige Erinnerung
III. Wirkung und Ursache umkehren
IV. Die Übereinkunft, sich zu vereinigen
V. Die höhere Verbindung
VI. Die Alternative zu Angstträumen
VII. Die geheimen Gelübde
VIII. Die wunderschöne Beziehung
N e u n u n d z w a n z i g
Das Erwachen
I. Einleitung
II. Das Schließen des Grabens
III. Die Ankunft des Gastes
IV. Gottes Zeugen
V. Traumrollen
VI. Die unveränderliche Wohnstatt
VII. Vergebung und das Ende der Zeit
VIII. Die noch bestehende Illusion
IX. Der Christus und der Antichrist
X. Der Vergebungstraum
D r e i s s i g
Der Neubeginn
I. Einleitung
II. Entscheidungsregeln
III. Die Freiheit des Willens
IV. Jenseits aller Götzen
V. Die Wahrheit hinter Illusionen
VI. Der alleinige Zweck
VII. Die Rechtfertigung für die Vergebung
VIII. Die neue Deutung
IX. Unveränderliche Wirklichkeit
E i n u n d d r e i s s i g
Die Einfachheit der Erlösung
I. Einleitung
II. Die Illusion eines Feindes
III. Die Selbstankläger
IV. Die wirkliche Alternative
V. Selbstkonzept und Selbst
VI. Den reinen Geist wiedererkennen
VII. Die Schau des Erlösers
VIII. Wähle noch einmal
Vorwort
Dieser Kurs ist ein Beginn, kein Ende. Euer Freund geht mit Euch. Ihr seid nicht allein. Niemand, der Ihn anruft, kann vergeblich rufen. Was Euch auch immer plagt, Ihr könnt sicher sein, dass Er die Antwort hat und sie Euch freudig geben wird, wenn Ihr Euch einfach an Ihn wendet und sie von Ihm erbittet. Er wird Euch keine einzige Antwort vorenthalten, die Ihr für irgendetwas braucht, was Euch zu beunruhigen scheint. Er kennt den Weg, um alle Probleme zu lösen und alle Zweifel aufzulösen. Seine Gewissheit ist die Eure. Ihr braucht sie nur von Ihm zu erbitten und sie wird Euch gegeben werden.
Ihr werdet ebenso sicher Zuhause ankommen, wie der Lauf der Sonne festgelegt ist, bevor sie aufgeht, nach ihrem Untergang und in den Dämmerstunden, die dazwischenliegen. Fürwahr, Euer Pfad ist noch gewisser, denn es ist unmöglich, den Kurs derjenigen zu verändern, die Gott zu Sich gerufen hat. Gehorcht daher Eurem Willen und folgt Ihm, den Ihr als Eure Stimme akzeptiert habt, um von dem zu sprechen, was Ihr wirklich wollt und wirklich braucht. Sein ist die Stimme für Gott und auch die Eure. Und also spricht Er von Freiheit und von Wahrheit.¹
Mit diesen Worten rundet Ein Kurs in Wundern den empfohlenen Lehrplan seiner 365 Tageslektionen ab und so beginnen wir unser Studium ebenfalls mit diesen Worten.
Ein Kurs in Wundern (oft einfach „der Kurs" genannt) ist ein Selbststudium mit dem Ziel, den Geist umzuschulen. In seiner Betrachtungsweise ist er eher spirituell als religiös. Obwohl der Kurs christliche Terminologie benutzt, ist er vom Ansatz her ökumenisch, und die ihm zugrundeliegende Ontologie erinnert an uralte Verse, in denen die heiligsten Traditionen dieser Welt mitschwingen.
Der Kurs ist in seiner Methodik pragmatisch und sein Ziel ist ein friedvoller Geist: „Erkenntnis ist nicht die Motivation dafür, diesen Kurs zu lernen, sondern Frieden."² Nichtsdestotrotz betont der Kurs mehrfach seine Einfachheit.³
Seine Entstehungsgeschichte begann damit, dass der klinische Psychologe Dr. William N. Thetford von der Columbia Universität mitten in einem von starkem Konkurrenzkampf und negativer Einstellungen geprägten Umfeld, die Entscheidung traf, dass das Maß voll war. Seiner Kollegin, Dr. Helen Schucman, gegenüber erklärte er Folgendes: „Es muss einen besseren Weg geben, und ich bin fest entschlossen, ihn zu finden." Dr. Schucman versprach, ihm dabei zu helfen.
Für Dr. Schucman folgte eine dramatische Sequenz von Wachträumen, die schließlich im Oktober 1965 in ihrer Erfahrung einer deutlich hörbaren Stimme in ihrem Geist gipfelten, die ihr mitteilte: „Dies ist ein Kurs in Wundern. Bitte schreibe mit."
Im Verlaufe von sieben Jahren empfing Schucman rund fünfzehnhundert Schreibmaschinenseiten von Ein Kurs in Wundern, wobei ihr Dr. Thetford Rückendeckung gab und bei der Übertragung der handschriftlichen Aufzeichnungen half.
Dr. Schucman beanspruchte keine Urheberschaft für das Material selbst. Wie sie oft erklärte, hörte sie ein inneres Diktat, und verspürte den Drang, die Worte aufzuschreiben, obwohl sie manchmal mit dem Inhalt nicht einverstanden war und sich gegen den Prozess wehrte. Die Stimme, die durch Helen sprach, gibt sich deutlich als Jesus zu erkennen. Nichtsdestotrotz muss man weder Christ sein noch die traditionellen christlichen Doktrinen akzeptieren, um aus den Lehren des Kurses Nutzen zu ziehen. Traditionelle Christen werden in der Tat zunächst viele der im Material vorhanden Äußerungen erstaunlich oder vielleicht unglaublich finden. Beharrlichkeit und eine offene Geisteshaltung werden dennoch belohnt werden.
Das Diktat von Ein Kurs in Wundern endete im September 1972 und führte zu drei Bänden: dem Text, dem Übungsbuch und dem Handbuch für Lehrer. Während die Entstehung des Materials weiter voranschritt, standen Schucman und Thetford vor der beachtlichen Aufgabe, das ursprüngliche Schreibmaschinenskript (oft „Urtext" genannt) so zu strukturieren, dass daraus Ein Kurs in Wundern werden konnte. Sie unterteilten den Text in Kapitel und Unterkapitel und gaben diesen Überschriften, und sie entfernten eine Menge Text aus den ersten Kapiteln, von dem sie glaubten, es gelte ausschließlich ihnen persönlich, und nicht der Leserschaft des Kurses. Die erste Ausgabe, die durch diese Bemühungen entstand, ist das hier vorliegende Buch, welches Du in Deinen Händen hältst.
Das Textbuch der Original Edition ist durch einen Entwicklungsprozess gegangen, seit das Manuskript von Ein Kurs in Wundern aus dem Jahre 1972 entdeckt und 1999 in Internet veröffentlicht wurde. Anfang 2000 druckte die Course in Miracles Society (CIMS) das Manuskript des Textbuches aus dem Jahre 1972 unter dem Namen Jesus´ Course in Miracles. Die Verbreitung jenes Buches wurde während des Urheberschaftsverfahrens eingestellt, welches Anfang 2006 zu einem Abschluss kam.
Im November 2006 wurde der Erstdruck der Original Edition veröffentlicht (auch 2006 Überarbeitung genannt). Er enthielt zusätzlich zum Text das Übungsbuch für Schüler und das Handbuch für Lehrer. Die 2006 Überarbeitung korrigierte zahlreiche Druck-, Rechtschreib- und Interpunktionsfehler, die im Manuskript von 1972 aufgetaucht und im Text des Jesus´ Course in Miracles reproduziert worden waren.
Eine weitere Überarbeitung wurde 2009 veröffentlicht (2009 Überarbeitung), wobei die Korrektur von Fehlern im Manuskript fortgesetzt wurde. Hierbei schauten die Herausgeber zum ersten Mal zurück auf frühere Manuskripte und stellten Material wieder her, welches scheinbar unabsichtlich oder versehentlich beim Abtippen ausgelassen worden war. Dieser Prozess der Wiederherstellung setzte sich auch in der 2023 Überarbeitung weiter fort, wobei an der grundlegenden Richtlinie der „Treue gegenüber der Quelle" stets festgehalten wurde.
Angesichts seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung gibt diese Original Edition die ursprüngliche Niederschrift des Werkes getreu wieder, die das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Schucman und Thetford war. Beide teilten nach der Meinung vieler, die Erfahrung einer „heiligen Beziehung", wie sie in den Kapiteln 17 bis 22 des Textes beschrieben wird. Die Original Edition bewahrt die ursprüngliche Sprache aus dem Diktat jener Kapitel, die an die beiden in ihrer Zusammenarbeit am Manuskript gerichtet waren. Die nachträgliche Bearbeitung des Manuskripts, die im folgenden Absatz beschrieben wird, veränderte den Fokus dieser wichtigen Kapitel und richtet sie in der Ansprache an eine Einzelperson, wobei die Gegenseitigkeit entfernt wurde, die im Originaldiktat explizit ist.
Es scheint offensichtlich zu sein, dass diese Original Edition der Kurs in Wundern ist, den Schucman und Thetford zunächst beabsichtigt hatten. Ken Wapnick, der sich ihrem kleinen Zirkel angeschlossen und eine Kopie des Manuskripts von 1972 empfangen hatte, war jedoch 1973 der Ansicht, dass eine weitere Überarbeitung nötig sei. Dr. Thetford zog sich von weiterer detaillierter Überarbeitung zurück, während sich Dr. Schucman und Ken Wapnick weiterer Überarbeitung widmeten. Neben Veränderungen der Abschnittseinteilung, der Interpunktion, der Groß- und Kleinschreibung, sowie der Abschnittsbenennungen fanden eine große Anzahl Veränderungen beim Zeile-für-Zeile-Redigieren statt. Darüber hinaus wurde ungefähr ein Fünftel des Materials der ersten fünf Kapitel gestrichen. Ganz zum Schluss wurde ein neues Kapitel „Begriffsbestimmungen" zugefügt. Die daraus entstandene Ausgabe, welche die Foundation for Inner Peace 1975 veröffentlichte, wurde zum Kurs, wie die Welt ihn kennt.
Während wir jene Ausgabe ehren, glauben wir, dass die zusätzliche Überarbeitung des Kurses sowohl zu Bedeutungsverschiebungen als auch zu Veränderungen des allgemeinen Tones des Werkes führte. Kursschüler, die sich mit der Original Edition von Schucman und Thetford befassen, finden oft erfrischende Klarheit beim Lesen der Formulierungen oder sie haben neue Erkenntnisse, wenn sie auf Passagen stoßen, die nicht in die spätere Ausgabe aus dem Jahre 1975 aufgenommen wurden. Was das Überarbeiten anbelangt, scheint daher die „weniger ist mehr"-Regel aus unserer Sicht gültig zu sein – je weniger an dem eloquent und sorgfältig in Worte gefassten Diktat verändert wird, welches Schucman empfing, desto besser.
In dieser Original Edition haben wir im Umgang mit editorialen Themen, die das ursprüngliche Schreibmaschinenskript aufwirft, große Sorgfalt walten lassen. Unser Augenmerk lag darauf, den Inhalt möglichst genauso zu reproduzieren, wie er Schucman und Thetford ursprünglich gegeben wurde. Es muss trotzdem bemerkt werden, dass wir in ein paar seltenen Fällen auf Material vom ursprünglichen Diktat gestoßen sind, welches scheinbar unabsichtlich oder versehentlich beim Abtippen weggelassen wurde. In diesen Fällen haben wir die fehlenden Zeilen wieder eingefügt, wobei wir diese Stellen durch [Einklammerung] markiert haben. Sonst sind die einzigen Veränderungen, die wir am Originalmanuskript des Kurses von Schucman und Thetford vorgenommen haben, solche, die offensichtliche drucktechnische Fehler oder Fehler in der Rechtschreibung korrigieren, Interpunktion oder Groß-/Kleinschreibung standardisieren und das Material zur Druckreife formatieren. Außer der vereinfachten Nummerierung von Abschnitten und Absätzen, die wir zur Erleichterung von Verweisen und zur Navigation durch den Text einführten, wurde den Texten weder etwas zugefügt, noch etwas entnommen.
Hinweise zur deutschen Übersetzung
Die Übersetzung der Original Edition ins Deutsche wurde 2018 im Auftrag der „Course in Miracles Society" fertiggestellt und erhielt den obenstehenden Copyrightvermerk. Die Standard Edition – die Ausgabe, welche die Foundation for Inner Peace 1975 veröffentlichte – dagegen gab es schon seit 1994 in deutscher Sprache. Beide Übersetzungen haben ihre Eigenheiten.
Beispielsweise wurden in der Original Edition, um den Lesefluss nicht zu stören, Begriffe und Pronomen, die sich auf Gott beziehen, – anders als in der Standard Edition – nicht in Kapitälchen gesetzt. In den meisten Fällen lässt sich im Kontext leicht feststellen, ob ein Substantiv bzw. ein Pronomen sich auf Gott bezieht. In diesen Fällen wurden – wie ohnehin vorgeschrieben – die Substantive, aber auch die betreffenden Pronomen, großgeschrieben. Darüber hinaus wurde auch bei Anredepronomen der persönlichen Anrede, wie Du, Dich, Dein, Dir, Ihr, Euch, Euer, usw., Großschreibung angewandt.
In der Originalsprache des Urtextes lässt sich bei Anredepronomen der persönlichen Anrede nicht immer eindeutig feststellen, ob mit „you, „yours
, usw. Singular oder Plural gemeint ist. Bei der Übersetzung der Original Edition wurde im Zweifelsfall der Plural bevorzugt, mit der Begründung, dass der Kurs ein gemeinsames Unterfangen von Schucman und Thetford war und generell die Beziehung zweier Menschen, die sich vergeben, im Mittelpunkt der Lehre steht.
Der englische Begriff „Atonement nimmt im Kurs eine Schlüsselposition ein und entspricht am ehesten laut Wörterbuch dem deutschen Begriff „Sühne
, wobei es auch als Versöhnung
übersetzt werden kann. Das Übersetzungsteam entschied sich für „Versöhnung. In religiösem Sinne wird „Sühne
mit „Buße assoziiert. Der Kurs spricht aber nicht davon, dass wir „Buße tun
oder „Sühne leisten sollten, sondern davon „die Sühne für sich anzunehmen
. Und in Wundergrundsatz 26⁴ heißt es: „die Sühne/Versöhnung ist der Zweck. Es findet also ein Bedeutungswandel von „Buße
hin zu „Versöhnung" statt. Diese Transformation wurde – vielleicht unnötigerweise – durch die o.g. Entscheidung bereits vorweggenommen.
Betonungen im Textteil (Kursive) konnten nicht immer eins zu eins aus dem Englischen übertragen werden und mussten entsprechend den Gepflogenheiten der Zielsprache eingesetzt werden.
——
Es bleibt uns noch, unsere große Anerkennung für alle selbstlose Unterstützung kundzutun, die der Course in Miracles Society durch ihre Mitglieder und Außenstehende zugedacht wurde. Seit ihrer Entstehung wurde die Arbeit der CIMS durch unermüdliche Arbeitsbeiträge und großzügige finanzieller Unterstützung seitens vieler ermöglicht, deren einzige Kompensation das befriedigende Wissen ist, zur Verbreitung dieses heiligen Textes in der Welt beizutragen. All diesen Förderern und Mitgliedern sprechen wir unseren tiefen Dank aus. Und sehr dankbar sind wir fürwahr.
~ Course in Miracles Society
Anmerkung: Die Referenzsysteme der beiden Editionen wurden unterschiedlich ausgelegt. Um die absatzweise Zuordnung von Textstellen der Original Edition zur Standard Edition und umgekehrt zu vereinfachen, befindet sich am Ende dieses Buches eine Umrechnungstabelle. Die Hervorhebungen in der Tabelle dienen der Rückwärtssuche – die hervorgehobenen Absätze tanzen aus der Reihe
. Bei der direkte Suche nach Querverweise sollte folgender Syntax benutzt werden: Kapitel:Absatz
(z.B. 19:50).
¹ Ü-Ep.1-2
² T-8.1
³ Siehe beispielsweise T-9.29, T-10.74 und T-15.39
⁴ T-1.30
Einführung
Dies ist ein Kurs in Wundern. Es ist ein erforderlicher Kurs. Euch steht nur frei zu wählen, wann Ihr ihn macht. Freier Wille bedeutet nicht, dass Ihr den Lehrplan bestimmen könnt. Er bedeutet nur, dass Ihr wählen könnt, was Ihr zu einer gegebenen Zeit lernen wollt.
² Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Er beabsichtigt jedoch, die Blockaden zum Gewahrsein der Gegenwart der Liebe zu entfernen, die Euer angestammtes Erbe ist. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch kann das, was allumfassend ist, kein Gegenteil haben.
³ Dieser Kurs kann daher ganz einfach so zusammengefasst werden:
⁴ Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
⁵ Hierin liegt der Frieden Gottes.
E i n s
Eine Einführung in Wunder
I. Wundergrundsätze
Es gibt keine Schwierigkeitsgrade bei Wundern. Eines ist nicht „schwieriger oder „größer
als ein anderes. Sie sind alle gleich. Alle Äußerungen der Liebe sind maximal.
² 2. Wunder als solche sind nicht wichtig. Das einzige, was wichtig ist, ist ihre Quelle, Die sich weit jenseits menschlicher Bewertung befindet.
³ 3. Wunder geschehen ganz natürlich als Äußerungen der Liebe. Das wirkliche Wunder ist die Liebe, die sie inspiriert. In diesem Sinne ist alles, was aus der Liebe kommt, ein Wunder.
⁴ 4. Alle Wunder bedeuten Leben und Gott ist der Geber des Lebens. Seine Stimme wird Euch ganz genau anleiten. Alles, was Ihr wissen müsst, wird Euch mitgeteilt werden.
⁵ 5. Wunder sind Gewohnheiten und sollten unwillkürlich geschehen. Sie sollten nicht unter bewusster Kontrolle stehen. Bewusst ausgewählte Wunder können fehlgeleitet sein.
⁶ 6. Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.
⁷ 7. Auf Wunder hat jedermann Anrecht, aber zuerst ist Läuterung nötig.
⁸ 8. Wunder sind [eine Form von] Heilung. Sie beseitigen einen Mangel und werden von denen, die zeitweilig mehr haben, für diejenigen vollbracht, die zeitweilig weniger haben.
⁹ 9. Wunder sind eine Art von Austausch. Wie alle Äußerungen der Liebe, die im wahren Sinne des Wortes immer wunderbar sind, kehrt dieser Austausch die physikalischen Gesetze um. Sie bringen dem Gebenden und dem Empfangenden mehr Liebe.
¹⁰ 10. Wunder als Schaustücke zu verwenden, um Glauben zu erwecken, ist verkehrt oder besser, ein Missverständnis ihres Sinns und Zwecks. Sie werden in Wirklichkeit für Glaubende und von Glaubenden verwendet.
¹¹ 11. Das Gebet ist das Medium der Wunder. Gebet ist die natürliche Kommunikation der Erschaffenen mit dem Schöpfer. Durch Gebet wird Liebe empfangen und durch Wunder wird Liebe ausgedrückt.
¹² 12. Wunder sind Gedanken. Gedanken können die Realität einer niederen oder einer höheren Ordnung darstellen. Dies ist der grundlegende Unterschied zwischen Intellektualisieren und Denken. Das eine macht das Materielle, das andere erschafft das Spirituelle und wir glauben an das, was wir machen oder erschaffen.
¹³ 13. Wunder sind sowohl Anfänge als auch Enden und somit verändern sie die zeitliche Ordnung. Sie sind immer Bestätigungen der Wiedergeburt, welche sich scheinbar rückwärts bewegen, in Wahrheit aber gehen sie vorwärts. Sie heben die Vergangenheit in der Gegenwart auf und befreien so die Zukunft.
¹⁴ 14. Wunder zeugen für die Wahrheit. Sie sind überzeugend, weil sie aus Überzeugung entstehen. Ohne Überzeugung verkommen sie zu Magie, welche geistlos und daher zerstörerisch, oder besser gesagt, die unschöpferische Verwendung des Geistes ist.
¹⁵ 15. Jeder Tag sollte Wundern gewidmet sein. Der Zweck der Zeit ist, dem Menschen zu ermöglichen, sie konstruktiv nutzen zu lernen. So ist die Zeit eine Lehrvorrichtung und ein Mittel zum Zweck. Sie wird enden, wenn sie nicht mehr nützlich ist, um das Lernen zu erleichtern.
¹⁶ 16. Wunder sind Lehrmittel, die aufzeigen, dass Geben seliger ist als Nehmen. Während sie die Kraft des Gebenden steigern, schenken sie gleichzeitig dem Empfangenden Kraft.
¹⁷ 17. Wunder sind die Transzendenz des Körpers. Sie sind plötzliche Verlagerungen ins Unsichtbare, weg von der Realität einer niederen Ordnung. Deswegen heilen sie.
¹⁸ 18. Ein Wunder ist ein Dienst. Es ist der maximale Dienst, den ein Individuum einem anderen erweisen kann. Es ist eine Art, Euren Nächsten zu lieben wie Euch selbst. Der Wunderwirkende erkennt gleichzeitig sowohl seinen eigenen sowie den unschätzbaren Wert seines Nächsten.
¹⁹ 19. Wunder machen die [Seelen eins in Christus]. Sie sind auf Zusammenarbeit angewiesen, weil die Sohnschaft die Summe aller durch Gott erschaffenen Seelen ist. Daher ruhen Wunder auf den Gesetzen der Ewigkeit, nicht der Zeit.
²⁰ 20. Wunder rufen das Bewusstsein wieder wach, dass der reine Geist der Altar der Wahrheit ist und nicht der Körper. Das ist die Einsicht, die zur heilenden Kraft des Wunders führt.
²¹ 21. Wunder sind der natürliche Ausdruck vollständiger Vergebung. Durch Wunder nimmt der Mensch die Vergebung Gottes an, indem er sie auf andere ausdehnt.
²² 22. Wunder werden nur wegen des Irrglaubens, die Dunkelheit könne verbergen, mit Angst assoziiert. Der Mensch glaubt, dass das, was er nicht sehen kann, nicht existiert, und seine körperlichen Augen können in der Dunkelheit nicht sehen. Dies ist eine sehr primitive Lösung und hat zur Verleugnung des Spirituellen Auges geführt. Das Entrinnen aus der Dunkelheit beinhaltet zwei Phasen:
²³ A. Die Einsicht, dass Dunkelheit nicht verbergen kann. Dieser Schritt erzeugt normalerweise Angst.
²⁴ B. Die Einsicht, dass es nichts gibt, das Du verbergen möchtest, selbst wenn Du es könntest. Dieser Schritt führt zum Entrinnen aus der Angst.
²⁵ 23. Wunder ordnen die Wahrnehmung neu und rücken die Ebenen der Wahrnehmung in die richtige Perspektive. Dies heilt auf allen Ebenen, weil Krankheit von der Verwechslung der Ebenen herrührt.
²⁶ Wenn Du die Bereitschaft entwickelt hast, nichts zu verbergen, wirst Du nicht nur bereit sein, Gemeinschaft zu haben, sondern auch Frieden und Freude verstehen. Deine Hingabe ist noch nicht vollkommen, weshalb Du noch mehr zu lernen als zu lehren hast. Wenn sich Dein Gleichgewicht stabilisiert, wirst Du in der Lage sein, so viel zu lehren wie Du lernst, was Dir die richtige Balance geben wird. Erinnere Dich in der Zwischenzeit daran, dass keine Mühe verschwendet ist, denn ohne diese Erinnerung kannst Du keinen Nutzen aus meinen Anstrengungen ziehen, die grenzenlos sind. Nur die Ewigkeit ist wirklich. Warum also die Illusion der Zeit nicht konstruktiv nutzen?
²⁷ 24. Wunder befähigen den Menschen, Kranke zu heilen und Tote zu erwecken, weil er Krankheit und Tod selbst gemacht hat und beide abschaffen kann. Du bist ein Wunder, fähig, nach dem Vorbild Deines Schöpfers zu erschaffen. Alles andere ist lediglich Dein eigener Albtraum und existiert nicht. Nur die Schöpfungen des Lichts sind wirklich.
²⁸ 25. Wunder sind Teile einer ineinander greifenden Kette der Vergebung, die, wenn sie vollständig ist, die Versöhnung ist. Dieser Vorgang ist allezeit und in allen Dimensionen der Zeit wirksam.
²⁹ Der Prozess der Versöhnung, den ich in Gang gesetzt habe, obliegt meiner Leitung. Wenn Du einem beliebigen meiner Brüder ein Wunder anbietest, bietest Du es Dir selbst und mir an. Der Grund, weshalb Du vor mir kommst, ist, dass ich keine Wunder für meine Versöhnung benötige, aber am Ende stehe für den Fall, dass Du zeitweise versagst. Mein Teil an der Versöhnung ist der, jeden Mangel an Liebe auszulöschen, den die Menschen sonst nicht berichtigen könnten. Der Begriff „Sünde sollte durch „Mangel an Liebe
ersetzt werden, weil „Sünde" ein vom Menschen erfundenes Wort mit bedrohlichen Nebenbedeutungen ist. Wirkliche Bedrohung ist nirgendwo vorhanden. Nichts wird gewonnen, indem Du Dir selber Angst machst, und es ist sehr zerstörerisch, das zu tun.
³⁰ 26. Wunder stellen Freiheit von Angst dar. „Versöhnen heißt in Wirklichkeit „aufheben
. Das Aufheben der Angst ist ein wesentlicher Teil des Versöhnungswertes der Wunder.
³¹ Der Zweck der Versöhnung ist, Dir alles zurückzuerstatten, oder vielmehr es Deinem Gewahrsein zurückzuerstatten. Dir wurde bei Deiner Erschaffung alles gegeben, wie jedem anderen auch. Sobald Du Dir Deines ursprünglichen Zustandes wieder bewusst geworden bist, wirst Du ganz natürlich selbst zu einem Teil der Versöhnung. So wie Du mein Unvermögen teilst, Mangel an Liebe in Dir und anderen zu tolerieren, musst Du Dich dem Großen Eroberungszug zu seiner Korrektur anschließen. Das Motto dieses Eroberungszuges ist „Höre, lerne und handle": Höre auf meine Stimme, lerne Irrtum aufzuheben und unternimm etwas, um ihn zu berichtigen. [Die ersten beiden reichen nicht aus. Die wirklichen Mitglieder meiner Partei sind aktive Mitarbeiter.]
³² Die Macht, Wunder zu wirken, ist Dein. Ich werde die Gelegenheiten zur Verfügung stellen, sie zu wirken, Du musst aber bereit und willens sein, da Du schon fähig bist. Sie zu tun wird Dich von Deiner Fähigkeit überzeugen, weil Überzeugung tatsächlich durch das Vollbringen entsteht. Die Fähigkeit ist das Potential, das Vollbringen ist sein Ausdruck und die Versöhnung ist der Zweck.
³³ 27. Ein Wunder ist ein universeller Segen von Gott durch mich zu allen meinen Brüdern. Es ist das Vorrecht derer, denen vergeben ist, zu vergeben.
³⁴ Den Jüngern wurde ausdrücklich gesagt, Ärzte des Herrn zu sein und andere zu heilen. Sie wurden auch unterwiesen, sich selber zu heilen, und ihnen wurde versprochen, dass ich sie niemals verlassen oder im Stich lassen werde. Weil sie sich zu mir bekannt haben, ist die Versöhnung die natürliche Berufung der Kinder Gottes. „Himmel und Erde werden vergehen" bedeutet einfach, dass beide nicht als getrennte Zustände weiter existieren werden. Mein Wort, welches die Auferstehung und das [Leben] ist, wird nicht vergehen, weil [Leben] ewig ist. Das Werk Gottes seid Ihr und Sein Werk ist gänzlich liebenswert und gänzlich liebend. Derart muss ein Mensch in seinem Herzen über sich selber denken, denn das ist, was er ist.
³⁵ 28. Wunder sind Mittel zur Organisation verschiedener Ebenen des Bewusstseins.
³⁶ Wunder entspringen der unteren oder unterbewussten Ebene. Offenbarungen entspringen der oberen oder überbewussten Ebene. Die bewusste Ebene befindet sich dazwischen und reagiert auf entweder unter- oder überbewusste Impulse in unterschiedlichem Maß. Bewusstsein ist die Ebene, die in der Welt agiert und die fähig ist, auf beide zu reagieren. Da es aus sich selbst keine Impulse hat und hauptsächlich ein Mechanismus ist, auf etwas zu reagieren, kann es sich sehr irren.
³⁷ Offenbarung führt zu einer vollständigen, aber vorübergehenden Aufhebung von Zweifel und Angst. Sie repräsentiert die ursprüngliche Form der Kommunikation zwischen Gott und Seinen Seelen, wobei sie ein äußerst persönliches Gefühl der Nähe zur Schöpfung mit sich bringt, welches der Mensch versucht, in körperlichen Beziehungen zu finden. Körperliche Nähe kann dies nicht zustande bringen. Die unterbewussten Impulse führen auf geeignete Weise Wunder herbei, die wahrhaft zwischenmenschlich sind und zu wirklicher Nähe zu anderen führen. Diese können von einem Ich-bezogenen Bewusstsein als Impulse zur körperlichen Befriedigung missverstanden werden.
³⁸ Die Offenbarung vereint Seelen unmittelbar mit Gott. Wunder vereinen [Seelen] unmittelbar miteinander. Keines von beiden entspringt dem Bewusstsein, jedoch werden beide dort erfahren. Dies ist wesentlich, weil das Bewusstsein der Zustand ist, der Handlung hervorruft, obwohl es sie nicht inspiriert. Der Mensch ist frei zu glauben, was er will, und wie er handelt, bezeugt das, was er glaubt. Die tieferen Ebenen seines Unterbewusstseins enthalten immer Wunderimpulse, doch ist er frei, die oberflächlicheren Ebenen, die dem Bewusstsein näher stehen, mit Impulsen dieser Welt zu füllen und sich mit ihnen zu identifizieren. Dies hat zur Folge, dass er sich den Zugang zur darunter liegenden Wunderebene selbst verwehrt. Seine Beziehungen werden daher, was bewusste Handlungen anbelangt, ebenfalls oberflächlich, und Wunder inspiriertes In-Beziehung-Sein wird unmöglich.
³⁹ 29. Wunder sind eine Art und Weise, Freiheit von Angst zu erwerben.
⁴⁰ Offenbarung bewirkt einen Zustand, in dem die Angst schon abgeschafft ist. So sind Wunder also ein Mittel und die Offenbarung ist ein Zweck. [In diesem Sinne wirken sie zusammen.] Wunder sind nicht von Offenbarung abhängig; sie führen sie herbei. Offenbarung ist zutiefst persönlich und kann nicht wirklich in bewussten Inhalt übersetzt werden. Das ist der Grund, warum jeglicher Versuch, sie in Worten auszudrücken, normalerweise unverständlich ist. Offenbarung bewirkt ausschließlich Erfahrung. Wunder führen andererseits zu [zwischenmenschlichen] Handlungen. Wunder sind aufgrund ihrer [unpersönlichen] Natur gegenwärtig nützlicher. In dieser Lernphase ist das Wirken von Wundern wichtiger, weil Euch das Freisein von Angst nicht aufgezwungen werden kann.
⁴¹ 30. Wunder preisen Gott durch den Menschen. Sie preisen Gott, indem sie Seine Schöpfungen ehren und deren Vollkommenheit bejahen. Sie heilen, weil sie die Identifikation mit dem Körper leugnen und die Identifikation mit der Seele bejahen. Indem sie den Reinen Geist wahrnehmen, rücken sie die Ebenen der Wahrnehmung zurecht und zeigen sie in ihrer richtigen Anordnung. Das stellt den Reinen Geist in den Mittelpunkt, wo Seelen unmittelbar kommunizieren können.
⁴² 31. Wunder sollten Dankbarkeit erwecken, nicht Ehrfurcht. Der Mensch sollte Gott dafür danken, was er wirklich ist. Die Kinder Gottes sind sehr heilig und das Wunder ehrt ihre Heiligkeit.
⁴³ Gottes Schöpfungen verlieren ihre Heiligkeit nie, doch kann sie verborgen sein. Das Wunder bringt sie wieder zum Vorschein und in das Licht, wo sie hingehört. Heiligkeit kann niemals wirklich in Dunkelheit verborgen werden, doch kann der Mensch sich darin täuschen. Diese Illusion macht ihn ängstlich, weil er in seinem Herzen weiß, dass es eine Illusion ist und er sich enorme Mühe gibt, ihr Wirklichkeit zu verleihen. Das Wunder legt das als wirklich fest, was diese Bezeichnung verdient. Ewige Wirklichkeit gehört nur der Seele und das Wunder erkennt nur die Wahrheit an. Daher vertreibt es die Illusionen des Menschen über sich selbst und führt ihn zu Gemeinschaft mit sich selbst und mit Gott.
⁴⁴ 32. Christus inspiriert alle Wunder, die in Wirklichkeit Fürbitten sind. Sie verwenden sich für die Heiligkeit des Menschen und machen seine Wahrnehmungen heilig. Indem sie ihn jenseits der physikalischen Gesetze ansiedeln, erheben sie ihn in die Sphäre der himmlischen Ordnung. In dieser Ordnung ist der Mensch vollkommen.
⁴⁵ Niemals verliert die Seele ihre Gemeinschaft mit Gott. Nur der Geist braucht Versöhnung. Das Wunder schließt sich der Versöhnung Christi dadurch an, dass es den Geist in den Dienst des Reinen Geistes stellt. Hierdurch wird die richtige Funktion des Geistes wiederhergestellt und seine Irrtümer werden korrigiert.
⁴⁶ 33. Wunder ehren den Menschen, weil er liebenswert ist. Sie zerstreuen die Illusionen über ihn und nehmen das Licht in ihm wahr. Damit machen sie seine Irrtümer wieder gut, indem sie ihn von seinen Albträumen befreien. Sie befreien ihn aus einem Gefängnis, in dem er sich selbst gefangen hielt, und dadurch, dass sie seinen Geist von Illusionen befreien, stellen sie seine geistige Gesundheit wieder her. Der Geist des Menschen kann von Illusionen besessen sein, aber sein Reiner Geist ist auf ewig frei. Sobald ein Geist ohne Liebe wahrnimmt, nimmt er eine leere Hülle wahr und ist sich des Reinen Geistes darin nicht bewusst. Die Versöhnung bringt die Seele jedoch an ihren angestammten Platz zurück. Der Geist, der dem Reinen Geist dient, ist unverletzlich.
⁴⁷ 34. Wunder erstatten [der Seele] ihre Fülle zurück. Indem sie den Mangel aufheben, erzeugen sie vollkommenen Schutz. Die Stärke der Seele lässt keinen Raum für jegliches Eindringen. Diejenigen, denen vergeben ist, sind von der Seele erfüllt und vergeben ihrerseits. Es ist die Pflicht der Befreiten, ihre Brüder zu befreien.
⁴⁸ Diejenigen, denen vergeben ist, sind die Instrumente der Versöhnung. Die durch Christus befreit sind, müssen sich zur Befreiung ihrer Brüder zusammentun, denn dies ist der Plan der Versöhnung. Wunder sind die Art und Weise, wie sich Geister, die im Dienst des Reinen Geistes stehen, mit Christus vereinigen, zugunsten der Erlösung oder Befreiung aller Schöpfungen Gottes.
⁴⁹ 35. Wunder sind Äußerungen der Liebe, aber das bedeutet nicht, dass sie immer [wirkungsvoll sind]. Ich bin der einzige, der beliebig Wunder zu tun vermag, weil ich die Versöhnung bin. Du hast eine Rolle in der Versöhnung, in der ich Dich anleiten werde. Frage mich, welche Wunder Du wirken solltest. Das erspart Dir Erschöpfung, weil Du aufgrund direkter Kommunikation handeln wirst.
⁵⁰ 36. Durch Christus gesteuerte Wunder sind Teil der Versöhnung, die Führung durch Christus ist jedoch persönlich [und führt zu persönlicher Erlösung]. Der unpersönliche Charakter von Wundern ist ein wesentliches Merkmal, weil er mir ermöglicht, ihre Verteilung zu lenken. Die Führung durch Christus führt zur höchst persönlichen Erfahrung von Offenbarung. Daher hängt dies von persönlicher Entscheidung ab. Ein Führer kontrolliert nicht, aber er leitet in der Tat an und überlässt das Nachfolgen Euch. „Führe uns nicht in Versuchung bedeutet „führe uns heraus aus unseren eigenen Irrtümern
. „Nimm Dein Kreuz und folge mir bedeutet: „Erkenne Deine Irrtümer und wähle, sie hinter Dir zu lassen, indem Du meiner Führung folgst
.
⁵¹ Erinnere Dich daran, dass der Irrtum die Wahrheit nicht wirklich bedrohen kann, die ihm jederzeit standhalten kann. Nur der Irrtum ist wirklich verwundbar. Es steht Dir frei, Dein Königreich zu gründen, wo immer Du willst, jedoch ist die richtige Wahl unvermeidbar, wenn Du Dich an Folgendes erinnerst:
⁵² Die Seele ist auf ewig in einem Zustand der Gnade.
Die Wirklichkeit des Menschen ist einzig seine Seele.
Darum ist der Mensch auf immer in einem Zustand der Gnade.
⁵³ Die Versöhnung macht alle Fehler in diesem Zusammenhang ungeschehen und deckt so die wirkliche Quelle der Angst auf. Jedes Mal, wenn Gottes Zuspruch als Bedrohung erfahren wird, geschieht dies immer, weil Ihr falsch platzierte und fehlgeleitete Loyalität verteidigt. Dies ist bei Projektion immer so. Fehler sind ein Mangel an Liebe. Wenn der Mensch diesen auf andere projiziert, nimmt er sie in der Tat gefangen, jedoch nur insofern, als dass er bereits durch sie begangene Fehler verstärkt. Dies macht sie für die verzerrte Wahrnehmung anderer anfällig, da ihre eigene Selbstwahrnehmung verzerrt ist. Der Wunderwirkende kann nur segnen, was ihre Verzerrungen aufhebt und sie aus ihrem Gefängnis befreit.
⁵⁴ 37. Wunder sind Beispiele richtigen Denkens. Der Kontakt zur Wirklichkeit wird auf allen Ebenen stark und fehlerfrei und erlaubt somit die korrekte Ziehung von Grenzen innerhalb der Person und im zwischenmenschlichen Bereich. Infolgedessen werden die Wahrnehmungen des Handelnden auf die Wahrheit, wie Gott sie schuf, ausgerichtet.
⁵⁵ 38. Ein Wunder ist eine Berichtigung, die durch mich in falsches Denken eingeführt wird. Es wirkt als ein Katalysator, der die fehlerhafte Wahrnehmung aufbricht und sie richtig reorganisiert. Dies unterstellt den Menschen dem Prinzip der Versöhnung, wo seine Wahrnehmung geheilt wird. Solange dies nicht stattgefunden hat, ist die Offenbarung der Göttlichen Ordnung unmöglich.
⁵⁶ 39. Das Spirituelle Auge ist das Instrument der Wunder, denn was Es wahrnimmt, ist wahr. Es sieht sowohl die Schöpfungen Gottes als auch die Schöpfungen des Menschen. Innerhalb der Schöpfungen des Menschen kann Es durch Seine Fähigkeit, ganzheitlich statt selektiv wahrzunehmen, das Wahre vom Falschen trennen. Dadurch wird Es zum angemessenen Instrument für die Realitätsprüfung, die stets mit der nötigen Unterscheidung zwischen dem Falschen und dem Wahren zu tun hat.
⁵⁷ 40. Das Wunder löst den Irrtum auf, weil das Spirituelle Auge den Irrtum als falsch oder unwirklich identifiziert. Das ist dasselbe, wie zu sagen, dass die Dunkelheit durch die Wahrnehmung von Licht von selbst verschwindet.
⁵⁸ Dunkelheit ist ein Mangel an Licht, so wie Sünde ein Mangel an Liebe ist. Sie hat keine speziellen, ihr eigenen Qualitäten. Sie ist ein Beispiel für den irrigen Glauben an „Mangel", aus dem nur Irrtum hervorgehen kann. Die Wahrheit ist immer im Überfluss vorhanden. Wer wahrnimmt und anerkennt, dass er alles hat, hat keinen Grund für zwanghaftes Verhalten irgendeiner Art.
⁵⁹ 41. Das Wunder erkennt alle Menschen als Eure und meine Brüder an. Es ist eine Art, das universelle Zeichen Gottes in ihnen wahrzunehmen. Die Einzigartigkeit der Söhne Gottes beruht nicht auf Ausschluss, sondern auf Einbeziehung. Alle meine Brüder sind besonders. Wenn sie glauben, es würde ihnen irgendetwas vorenthalten, wird ihre Wahrnehmung verzerrt. Geschieht dies, so wird die gesamte Familie Gottes oder die Sohnschaft in ihren Beziehungen geschwächt. Letztendlich muss jedes Mitglied der Familie Gottes zurückkehren. Das Wunder ruft jeden zur Rückkehr, weil es jeden segnet und ehrt, auch wenn er im Reinen Geiste abwesend sein mag.
⁶⁰ „Gott lässt sich nicht spotten" ist keine Warnung, sondern eine Bestätigung in diesem Punkt. Gott wäre gespottet, wenn es einer Seiner Schöpfungen an Heiligkeit mangelte. Die Schöpfung ist ganz und das Merkmal der Ganzheit ist Heiligkeit.
⁶¹ 42. Ganzheit ist der Wahrnehmungsinhalt von Wundern. So berichtigen oder machen sie die fehlerhafte Wahrnehmung von Mangel überall wieder gut.
⁶² Hier beginnen wir, die grundlegende Unterscheidung von Wundern und Projektion vorzunehmen. Der Reiz muss der Reaktion vorausgehen und wird auch die Art der Reaktion bestimmen, die hervorgerufen wird. Verhalten ist eine Reaktion, so dass die Frage „Reaktion auf was?" entscheidend wird. Weil Reize durch die Wahrnehmung identifiziert werden, nimmst Du zunächst den Reiz wahr und handelst dann entsprechend. Daraus folgt dann:
⁶³ So, wie Du wahrnimmst, so wirst Du Dich verhalten.
⁶⁴ Die Goldene Regel bittet Dich, Dich anderen gegenüber so zu verhalten, wie Du von ihnen behandelt werden möchtest. Das bedeutet, dass die Wahrnehmung beider richtig sein muss. Die Goldene Regel ist die Regel für angemessenes Verhalten. Du kannst nicht angemessen handeln ohne richtig wahrzunehmen, weil angemessenes Handeln vom Nichtvorhandensein jeglicher Ebenenverwechslung abhängig ist. Die Anwesenheit von Ebenenverwechslung führt immer zu wechselhafter Realitätseinschätzung und daher zu einer abweichenden Angemessenheit des Handelns. Weil Du und Dein Nächster gleichwertige Mitglieder derselben Familie sind, wirst Du Dich beiden gegenüber genauso verhalten, wie Du sie beide wahrnimmst. Um nach der Goldenen Regel wahrzunehmen, solltest Du aus der Wahrnehmung Deiner eigenen Heiligkeit heraus die Heiligkeit der anderen wahrnehmen.
⁶⁵ Die Leere, die durch Angst erzeugt wurde, soll durch Liebe ersetzt werden, weil sich Liebe und ihre Abwesenheit in derselben Dimension befinden und Berichtigung nur innerhalb derselben Dimension vorgenommen werden kann. Sonst hat eine Ebenenverwechslung stattgefunden. Der Tod ist eine menschliche Affirmation eines Glaubens an [„Hass"] oder eine Ebenenverwechslung. Darum steht in der Bibel: „Es gibt keinen Tod", und darum habe ich aufgezeigt, dass der Tod nicht existiert. Ich kam, um das Gesetz zu erfüllen, indem ich es umdeutete. Wenn es richtig verstanden wird, bietet das Gesetz selbst dem Menschen nur Schutz. Es sind jene, die noch nicht „anderen Geistes geworden sind, welche in das Gesetz das Konzept des „Höllenfeuers
eingeführt haben.
⁶⁶ Ich versichere Euch, dass Ich für jeden Zeugnis ablege, der mich lässt, und genau in dem Maße, in dem er es zulässt. Euer Zeugnis zeigt Eure Überzeugung und stärkt sie somit. Wer Zeugnis für mich ablegt, drückt durch seine Wunder aus, dass er den Glauben an Entbehrung zu Gunsten der Fülle losließ, die er als sein Eigen anzunehmen gelernt hat.
⁶⁷ 43. Ein wesentlicher Beitrag der Wunder liegt in ihrer Stärke, den Menschen von seinem falschen Gefühl der Isolation, des Entzugs und des Mangels zu befreien.
⁶⁸ Wunder sind Bestätigungen der Sohnschaft, die ein Zustand der Vollkommenheit und Fülle ist. Was wahr und wirklich ist, ist ewig und kann sich nicht verändern oder verändert werden. Die Seele ist somit unveränderlich, weil sie bereits vollkommen ist, der Geist kann jedoch aussuchen, welcher Ebene er dienen möchte. Die einzige Beschränkung, die seiner Wahl auferlegt wurde, ist, dass er nicht zwei Herren dienen kann.
⁶⁹ Wenn er sich dazu entschließt, wird der Geist zum Mittel, durch welches die Seele entlang ihrer eigenen Schöpfungslinie erschafft. Wenn er sich nicht freiwillig dafür entscheidet, behält er zwar sein schöpferisches Potential, doch unterwirft er sich tyrannischer Beherrschung, statt wahrhafter Autorität. Als Folge davon nimmt er gefangen, denn derart sind die Diktate von Tyrannen. Anderen Geistes zu werden bedeutet, den Geist der wahren Autorität zur Verfügung zu stellen.
⁷⁰ Das Wunder ist also ein Zeichen dafür, dass der Geist die Wahl getroffen hat, sich von Christus in Seinem Dienste führen zu lassen. Die Fülle Christi ist die natürliche Folge der Entscheidung, Ihm zu folgen. Alle flachen Wurzeln müssen ausgerissen werden, denn sie reichen nicht tief genug, um Euch zu erhalten. Die Illusion, dass oberflächliche Wurzeln vertieft werden und somit Halt geben könnten, ist eine der Verzerrungen, auf der die Umkehrung der Goldenen Regel beruht. Während diese falschen Untermauerungen aufgegeben werden, wird das Gleichgewicht zeitweise als instabil erfahren. Es ist hingegen eine Tatsache, dass nichts weniger stabil ist, als eine auf dem Kopf stehende Orientierung. Noch kann etwas, das diese Position aufrecht erhält, wirklich zu größerer Stabilität beitragen.
⁷¹ 44. Wunder entspringen einem wundergesinnten Geisteszustand. Dadurch, dass er vereinheitlicht ist, breitet er sich zu jedem hin aus, sogar ohne dass sich der Wunderwirkende dessen bewusst ist. Die unpersönliche Natur der Wunder rührt daher, dass die Versöhnung selbst eins ist und alle Schöpfungen mit ihrem Schöpfer vereinigt.
⁷² 45. Das Wunder ist der Ausdruck eines inneren Gewahrseins Christi und des Annehmens Seiner Versöhnung. Der Geist ist dann in einem Zustand der Gnade und wird natürlicherweise wohlwollend gegenüber sowohl dem inneren Gastgeber, als auch dem äußeren Fremden. Indem der Fremde hereingeholt wird, wird er Dein Bruder.
⁷³ 46. Ein Wunder geht niemals verloren. Es berührt viele Menschen, die Du nicht einmal kennst, und es erzeugt manchmal ungeahnte Veränderungen in Kräften, derer Du nicht einmal gewahr bist. Darum brauchst Du Dich nicht zu kümmern. Das Wunder wird immer Dich segnen.
⁷⁴ Die Wunder, die Du nicht gebeten wirst zu wirken, haben ihren Wert nicht eingebüßt. Sie sind immer noch Ausdruck Deines eigenen Zustands der Gnade, doch sollte der Handlungsaspekt des Wunders unter Christi Kontrolle stehen, aufgrund Seines vollkommenen Gewahrseins des Gesamtplans. Die unpersönliche Natur der Wundergesinntheit garantiert Deine Gnade, doch ist nur Christus in der Lage zu erkennen, wo Gnade gewährt werden kann.
⁷⁵ 47. Wundergesinntheit bedeutet Wunderbereitschaft. Bereitschaft bedeutet, dass Du Deine Wahrnehmungen jederzeit geordnet halten solltest, damit Du jederzeit bereit, willens und fähig bist. Dies sind die Grundlagen für „Höre, lerne und handle". Du musst bereit sein, zuzuhören, willens sein, zu lernen und fähig, zu handeln. Nur letzteres ist unwillkürlich, denn es ist die Anwendung von Wundern, die unter Christi Kontrolle stehen muss. Die beiden anderen sind selbst gewollte Aspekte der Wundergesinntheit, die Deiner Wahl unterstehen.
⁷⁶ 48. Ehrfurcht ist eine unangemessene Reaktion auf Wunder.
⁷⁷ Offenbarung ist im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich, weil sie eine Erfahrung unbeschreiblicher Liebe ist. Ehrfurcht sollte der Offenbarung vorbehalten sein, bei der sie ganz und gar angebracht ist. Sie ist bei Wundern nicht angemessen, weil ein Zustand der Ehrfurcht anbetungsvoll ist. Er impliziert, dass jemand einer geringeren Ordnung vor jemandem einer höheren Ordnung steht. Dies ist ausschließlich der Fall, wenn eine Seele vor ihrem Schöpfer steht. Seelen sind vollkommene Schöpfungen und erfahren Ehrfurcht nur in der Gegenwart des Schöpfers der Vollkommenheit.
⁷⁸ Das Wunder hingegen ist ein Zeichen der Liebe unter Ebenbürtigen. Ebenbürtige können keine Ehrfurcht voreinander verspüren, weil Ehrfurcht Ungleichheit unterstellt. Darum ist sie eine unangemessene Reaktion mir gegenüber. Ein älterer Bruder hat Anspruch auf Respekt um seiner größeren Erfahrung und auf angemessenen Gehorsam um seiner größeren Weisheit willen. Er hat auch Anspruch auf Liebe, weil er ein Bruder ist, und auf Hingabe, wenn er hingebungsvoll ist. Einzig meine Hingabe gibt mir ein Anrecht auf die Eure. Ich habe nichts an mir, was Ihr nicht erreichen könnt. Ich habe nichts, was nicht von Gott kommt. Bislang ist der Hauptunterschied zwischen uns, dass ich nichts anderes habe. Somit verbleibe ich in einem Zustand wahrer Heiligkeit, welcher in Euch nur als Potential vorhanden ist.
⁷⁹ „Niemand kommt zum Vater denn durch mich" gehört zu den am häufigsten missverstandenen Aussagen in der Bibel. Sie bedeutet nicht, dass ich in irgendeiner Weise von Euch getrennt oder anders bin, außer in der Zeit, die überhaupt nicht wirklich existiert. Diese Aussage hat mehr Bedeutung, wenn man sie auf eine senkrechte statt auf eine waagerechte Achse bezieht. Bezogen auf die senkrechte Achse steht der Mensch unter mir und ich stehe unter Gott. Im Prozess des „Aufstiegs" stehe ich höher, weil ohne mich die Entfernung zwischen Gott und Mensch zu groß wäre, als dass Ihr sie umfassen könntet.
⁸⁰ Ich überbrücke die Entfernung zum Menschen als älterer Bruder auf der einen und als ein Sohn Gottes auf der anderen Seite. Meine Hingabe an meine Brüder hat mir die Obhut über die Sohnschaft übertragen, die ich nur in dem Maße vollständig machen kann, in dem ich Anteil an ihr habe. Das mag der Aussage „Ich und der Vater sind eins zu widersprechen scheinen, aber die Aussage besteht noch immer aus zwei Teilen, in Anerkennung dessen, dass der Vater größer ist. (Die ursprüngliche Aussage war „sind von einer Art
). Der Heilige Geist ist der Überbringer von Offenbarungen. Offenbarungen sind indirekt durch mich inspiriert, weil ich dem Heiligen Geist nahe stehe und bezüglich der Offenbarungsbereitschaft meiner Brüder wachsam bin. Auf diese Weise kann ich für sie mehr herunterbringen, als sie selbst zu sich herunterziehen können.
⁸¹ 49. Der Heilige Geist ist das höchste Kommunikationsmedium. Wunder beinhalten diese Art der Kommunikation nicht, weil sie vorübergehende Kommunikationsmittel sind. Wenn der Mensch zu seiner ursprünglichen Kommunikationsform mit Gott zurückkehrt, sind Wunder nicht mehr nötig. Der Heilige Geist vermittelt zwischen höherer und niederer Kommunikation, wobei er den direkten Kanal von Gott zum Menschen für Offenbarung offenhält. Offenbarung ist nicht wechselseitig. Sie findet immer von Gott zum Menschen hin statt. Das Wunder ist wechselseitig, weil es Ebenbürtigkeit beinhaltet.
⁸² 50. Das Wunder ist eine Lernhilfe, die den Bedarf an Zeit vermindert. Auf der längs verlaufenden oder horizontalen Ebene scheint die Anerkennung der wahren Ebenbürtigkeit aller Teile der Sohnschaft beinahe endlose Zeit zu erfordern. Die plötzliche Verschiebung von horizontaler zu vertikaler Wahrnehmung, die das Wunder mit sich bringt, führt jedoch ein Zeitintervall ein, aus dem sowohl der Gebende und der Empfangende weiter voraus in der Zeit hervorgehen, als sie es sonst gewesen wären.
⁸³ Das Wunder hat also die einzigartige Eigenschaft, die Zeit insofern zu verkürzen, als es die Zeitspanne überflüssig macht, die es einnimmt. Es besteht keine Beziehung zwischen der Zeit, die ein Wunder braucht, und der Zeit, die ein Wunder abdeckt. Es ersetzt einen Lernprozess, der vielleicht Tausende von Jahren in Anspruch genommen hätte. Es vermag dies mittels der tiefer liegenden Anerkennung der vollkommenen Ebenbürtigkeit und Heiligkeit des Gebenden und des Empfangenden, auf der das Wunder beruht.
⁸⁴ Wir sagten bereits, dass das Wunder Zeit abschafft. Es erreicht dies durch einen Prozess, der die Zeit kollabieren lässt, wobei in ihr bestimmte Intervalle gelöscht werden. Das geschieht jedoch innerhalb der größeren zeitlichen Abfolge. Es schafft eine Zeitspanne außerhalb der zeitlichen Struktur, die nicht den üblichen Gesetzen der Zeit unterliegt. Nur in diesem Sinne ist es zeitlos. Indem es Zeit kollabieren lässt, spart es buchstäblich Zeit ein, so, wie es die Umstellung auf die Sommerzeit tut. Es stellt die Verteilung des Lichts um.
⁸⁵ 51. Das Wunder ist der einzige Behelf, der dem Menschen unmittelbar zur Kontrolle der Zeit zur Verfügung steht. Nur die Offenbarung transzendiert Zeit, denn sie hat überhaupt nichts mit der Zeit zu tun.
⁸⁶ Das Wunder gleicht dem Körper darin, dass beides Lernhilfen sind, die dazu dienen, einen Zustand zu erreichen, in dem sie überflüssig werden. Hat die Seele einmal ihren ursprünglichen Zustand unmittelbarer Kommunikation erreicht, dienen weder Körper noch Wunder irgendeinem Zweck. Solange er glaubt, in einem Körper zu sein, kann der Mensch jedoch zwischen lieblosen und wundertätigen Ausdrucksformen wählen. Er kann eine leere Hülle machen, aber er kann unmöglich gar nichts ausdrücken. Er kann warten, hinauszögern, sich selbst lähmen, seine Kreativität beinahe auf nichts reduzieren und sogar eine Entwicklungshemmung oder Regression herbeiführen. Seine Kreativität aber kann er nicht auslöschen. Er kann sein Kommunikationsmedium zerstören, nicht aber sein Potential.
⁸⁷ Der Mensch wurde nicht nur durch seinen eigenen freien Willen erschaffen. Nur was er erschafft, obliegt seiner Entscheidung. Die Grundentscheidung der Wundergesinnten ist, nicht länger als nötig auf die Zeit zu warten. Zeit kann sowohl verschwenden als auch verschwendet werden. Der Wunderwirkende akzeptiert daher freudig den Faktor der Zeit-Kontrolle, weil er erkennt, dass jedes Zusammenfallen von Zeit alle Menschen der vollständigen Befreiung von Zeit näher bringt, in der der Sohn und der Vater eins sind.
⁸⁸ Ebenbürtigkeit bedeutet nicht, dass jetzt Homogenität herrscht. Wenn jeder erkennt, dass er alles hat, sind individuelle Beiträge zur Sohnschaft nicht mehr nötig. Wenn die Versöhnung vollendet ist, werden alle Talente von allen Söhnen Gottes geteilt werden. Gott ist nicht parteiisch. Alle Seine Kinder haben Seine ganze Liebe und alle Seine Gaben werden allen gleichermaßen frei geschenkt. „Nur wenn ihr werdet wie die Kinder" bedeutet, dass Ihr die wirkliche Macht des Sohnes in Seiner wahren Beziehung zum Vater nicht erkennen könnt, ohne Eure völlige Abhängigkeit von Gott ganz und gar zu begreifen.
⁸⁹ Ihr, die Ihr Frieden wollt, könnt ihn nur durch vollständige Vergebung finden. Ihr wolltet bislang noch nie wirklich Frieden haben, daher machte es keinen Sinn, Euch zu sagen, wie man ihn erreicht. Niemand kann etwas lernen, der nicht lernen will und nicht irgendwie glaubt, dass er es braucht. Während das Konzept des Mangels in Gottes Schöpfung nicht existiert, ist es in den Schöpfungen des Menschen jedoch sehr offensichtlich. Das ist tatsächlich der wesentliche Unterschied. Ein Bedürfnis setzt per Definition einen Mangel voraus. Es beinhaltet die Wahrnehmung, dass es Euch besser gehen würde in einem Zustand, der irgendwie anders ist als der, in dem Ihr Euch jetzt befindet.
⁹⁰ Vor der „Trennung – was ein besserer Begriff ist, als „der Fall
– mangelte es an nichts. Das bedeutete, dass der Mensch überhaupt keine Bedürfnisse hatte. Wenn er sich nicht ausgeschlossen hätte, hätte er sie niemals erfahren. Nach der Trennung wurden Bedürfnisse zur stärksten Quelle des Antriebs für menschliches Handeln. Jegliches Handeln ist grundsätzlich durch Bedürfnisse motiviert. Handeln an sich ist jedoch kein göttliches Attribut. Der Körper ist die Vorrichtung für das Handeln. Der Glaube, dass es ihm besser gehen könnte, ist der Grund dafür, dass dem Menschen diese Vorrichtung zur Verfügung steht.
⁹¹ Jeder handelt entsprechend der speziellen Hierarchie von Bedürfnissen, die er für sich selbst aufgestellt hat. Seine Hierarchie ist wiederum abhängig von seiner Wahrnehmung dessen, was er ist; mit anderen Worten, woran es ihm mangelt. Ein Gefühl der Trennung von Gott ist der einzige Mangel, den er wirklich zu berichtigen braucht. Dieses Gefühl der Trennung wäre niemals aufgekommen, hätte er seine Wahrnehmung der Wahrheit nicht verzerrt und sich somit selbst als unter Mangel leidend wahrgenommen. Nachdem er diesen grundlegenden Fehler begangen hatte, entstand die Idee jeder Form von Bedürfnishierarchie, weil er sich bereits in Ebenen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufgespalten hatte. In dem Maße, wie er sich integriert und eins wird, werden entsprechend auch seine Bedürfnisse eins.
⁹² Ein einheitliches Bedürfnis führt zu einheitlichem Handeln, da es keine Ambivalenz mehr gibt. Die Idee einer Bedürfnishierarchie – eine Folge des ursprünglichen Irrtums, der Mensch könne von Gott getrennt sein – verlangt nach einer Berichtigung auf eigener Ebene, bevor der Irrtum, überhaupt Ebenen wahrzunehmen, berichtigt werden kann. Der Mensch kann sich nicht effektiv verhalten, während er auf gespaltenen Ebenen operiert. Solange er das jedoch tut, muss die Berichtigung von unten nach oben eingeführt werden. Der Grund dafür ist, dass er gegenwärtig im Raum operiert, in welchem Konzepte wie „oben und „unten
Bedeutung haben. Im Endeffekt ist Raum ebenso bedeutungslos wie Zeit. Das eigentliche Konzept ist tatsächlich ein Glaube an Raum-Zeit.
⁹³ Die materielle Welt existiert nur, damit der Mensch sie benutzen kann, um seinen Unglauben zu berichtigen, der ihn ursprünglich in sie hinein versetzte. Er kann die Wirkungen der Angst niemals selbst kontrollieren, weil er die Angst machte, und an das glaubt, was er machte. In seiner Haltung, nicht aber inhaltlich, ähnelt er also seinem eigenen Schöpfer, Der vollkommenes Vertrauen in Seine Schöpfungen hat, gerade weil Er sie erschuf. Der Glaube an eine Schöpfung erzeugt ihre Existenz. Daher kann ein Mensch an etwas glauben, von dem sonst niemand denkt, dass es wahr ist. Es ist für ihn wahr, weil er es machte.
⁹⁴ Jeder Aspekt der Angst entspringt einer auf dem Kopf stehenden Wahrnehmung. Die im eigentlichen Sinn eher wahrhaftig Schöpferischen widmen ihre Bemühungen der Berichtigung wahrnehmungsbezogener Verzerrungen. Der Neurotiker widmet seine dem Kompromiss. Der Psychotiker versucht zu entrinnen, indem er seine eigenen Fehler als sichere Wahrheit etabliert. Es ist sehr schwer, ihn mit gewöhnlichen Mitteln zu befreien, weil er in seiner Verleugnung der Wahrheit beständiger ist. Das Wunder trifft jedoch keine solchen Unterscheidungen. Es berichtigt Fehler, weil es Fehler sind. So ist der nächste Gedanke, den es bezüglich der Wunder zu erinnern gilt, dieser:
⁹⁵ 52. Das Wunder macht keinen Unterschied zwischen Graden der Fehlwahrnehmung. Es ist eine Einrichtung zur Wahrnehmungsberichtigung, die völlig unabhängig sowohl vom Grad als auch von der Richtung des Fehlers wirksam ist. Das ist seine wahre Unterschiedslosigkeit.
⁹⁶ Von Christus gesteuerte Wunder sind nur in dem Sinne selektiv, als dass sie denen zukommen, die sie für sich selbst nutzen können. Weil dies unvermeidlich zur Folge hat, dass sie sie auf andere ausweiten, wird eine starke Kette der Versöhnung geschmiedet. Jedoch spielt für die Kontrolle durch Christus die Größe des Wunders an sich keine Rolle, weil die Idee der Größe auf einer Ebene existiert, die selbst unwirklich ist. Weil das Wunder das Gewahrsein der Wirklichkeit wiederherzustellen sucht, wäre es kaum von Nutzen, wenn es durch genau die Gesetze beschränkt wäre, denen der Irrtum unterliegt, den sie berichtigen soll. Nur der Mensch begeht diese Art von Fehler. Es ist ein Beispiel der törichten Beständigkeit, die seine eigenen falschen Glaubenssätze hervorgebracht haben.
⁹⁷ Zuerst muss die Macht und Stärke des schöpferischen Willens des Menschen verstanden werden, bevor die wahre Bedeutung der Verleugnung wertgeschätzt und aufgegeben werden kann. Sie ist nicht bloße Negierung. Sie ist eine positive Fehlschöpfung. Während der Macher zwangsläufig an seine Fehlschöpfung glaubt, existiert sie auf der Ebene wahrer Schöpfung überhaupt nicht.
⁹⁸ 53. Das Wunder vergleicht das, was der Mensch gemacht hat, mit der Schöpfung auf der höheren Ebene, wobei es das, was damit übereinstimmt, als wahr akzeptiert, und das, was nicht damit übereinstimmt, als falsch zurückweist. Alle Aspekte der Angst sind unwahr, weil sie auf der höheren, schöpferischen Ebene nicht existieren und daher überhaupt nicht existieren. In dem Ausmaß, in dem ein Mensch seine Glaubenssätze dieser Überprüfung bereitwillig unterzieht, werden seine Wahrnehmungen berichtigt.
⁹⁹ Beim Aussortieren des Falschen vom Wahren verfährt das Wunder gemäß der folgenden Richtlinien:
¹⁰⁰ Wenn vollkommene Liebe Furcht vertreibt und wenn Furcht existiert, dann ist da keine vollkommene Liebe.
Aber nur vollkommene Liebe existiert wirklich.
Wenn Furcht da ist, erzeugt sie einen Zustand, der nicht existiert.
¹⁰¹ Glaubt dies und Ihr werdet frei sein. Gott allein kann diese Lösung einführen und dieser Glaube ist Seine Gabe.
II. Verzerrungen von Wunderimpulsen
¹⁰² Ihr habt
