Zweieinhalb eine Triologie von Berth Mann: Band 1 Die Rollerfahrt
Von Berth Mann
()
Über dieses E-Book
Berth Mann
Berth Mann ist ein deutscher Buchautor, der im Jahre 1954 in Weissenfels geboren wurde. Er erlebte eine schöne Kindheit in der DDR, legte dort sein Abitur in Dresden ab, studierte Medizin und wurde später in Eisenhüttenstadt als Krankenpfleger bei der SHM und als DJ stadtbekannt. Im Juli 1989 dufte er endlich ausreisen aus dem Land der roten Arbeitersonne, in dem er nicht mehr leben wollte. Seine Wege führten ihn in ein kleines Dorf an die Mosel bei Koblenz, wo er 20 Jahre lang leben durfte. Er erlebte dort die Achterbahnfahrt des Lebens , mit vielen Höhen und Tiefen. Im Jahre 2009 zog es ihn wieder in seine alten Heimat nach Dresden, wo er heute noch lebt. Seit dem Jahr 2008 ist er mit dem Schreiben beschäftigt. Im Jahre 2012 erschien sein erstes Werk : Glückssuche, im Verlag: tredition-Hamburg. Im Herbst 2020 vollendet der Autor nun seine grosse deutsche Trilogie: Zweieinhalb. In den 3 Bänden erzählt der Autor auf über 1000 Seiten über 60 Jahre deutsch- deutsche Geschichte. Beginnend in den 60-er Jahren in der DDR, bis hin in die heutigen Tage berichtet Berth Mann darin. Der Autor widmet sein Werk dem 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung im Herbst 2020. Weitere Werke von ihm sind in der Planung. Berth Mann Herbst 2020
Ähnlich wie Zweieinhalb eine Triologie von Berth Mann
Ähnliche E-Books
Geipel der Grenzgänger: Romanbiografie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch,mit Risiko und Nebenwirkungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMut fürs Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bin in meinem Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVergangen aber nicht vergessen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLuisa - Zwischen Puppen und Bomben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZeitspiegel: Kurzgeschichten zwischen zwei Jahrhunderten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen5447 Tage Im Schatten vom Paradies: Ein nicht ganz moralisches Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBlätter am Baum des Lebens Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Mädchen aus Hinterpommern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpiel mit dem Feuer: Erinnerungen an die Kinderzeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWegen Wersai Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNiemandes Kind: Eine Geschichte mit Tiefgang Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Pfälzer Al Capone Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLass niemals den Mut sinken: Unterwegs mit meinem Großvater, einem Leipziger Metallarbeiter und Stadtgeschichtler. Mit Illustrationen von Jörg Zoch Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKeine 50 Pfennig wert ...: Jugend in Bonn-Dransdorf Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFerienzeit, schönste Zeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAufgeben?: Auf keinen Fall! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZeit - Form - Leben: Dem Kunstbildhauer Erich Schmidtbochum zum Gedächtnis Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKomotauer Lausbub oder Glückskind: Glückliche Jugendjahre in Böhmen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Lebensretter: Kinderärztin Dr. Martens Classic 31 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJoseph Roth: Gesamtausgabe - Sämtliche Romane und Erzählungen und Ausgewählte Journalistische Werke: Neue überarbeitete Auflage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZweieinhalb: Die neue Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Die Lebensgeschichte der Susanne Bechstein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerlorene Jahre Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGute Nacht, Mr. Sharon: Wie ich den Krieg überlebte. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir waren Kinder und es war Krieg: Erzählungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Lüge: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMai 1940, unsere Flucht aus Breda: Die Erlebnisse eines sechsjährigen Mädchens Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Fiktion für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Über die Berechnung des Rauminhalts I Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas achte Leben (Für Brilka) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStolz und Vorurteil: Der beliebteste Liebesroman der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Jugend ohne Gott Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Les Misérables / Die Elenden: Alle 5 Bände (Klassiker der Weltliteratur: Die beliebteste Liebesgeschichte und ein fesselnder politisch-ethischer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGesang der Fledermäuse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stille der Frauen: Epische Nacherzählung des Mythos von Booker-Prize-Gewinnerin Pat Barker Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBeautiful You - Besser als Sex! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlles ist wahr Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Georgien. Eine literarische Reise Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch nannte ihn Krawatte Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Adolf im Wunderland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Zimmer für sich allein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJetzt bist Du dran!: Unvergessbare Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch lebe und ihr seid tot: Die Parallelwelten des Philip K. Dick Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rückkehr der Hexen: Hexen-Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Graf von Monte Christo Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Black Vodka Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozess (Weltklassiker) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Intimes Geständnis: Erotik-Geschichten ab 18 unzensiert deutsch Hardcore Sex-Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie 120 Tage von Sodom - Justine - Juliette - Die Philosophie im Boudoir (4 Meisterwerke der Erotik und BDSM) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMiddle England Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnna In: Eine Reise zu den Katakomben der Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas gute Buch zu jeder Stunde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tagesordnung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenShanghai fern von wo: Roman Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Rezensionen für Zweieinhalb eine Triologie von Berth Mann
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Zweieinhalb eine Triologie von Berth Mann - Berth Mann
Kapitel 1 Roberts Roller
Robert stand auf der Straße und schaute sich genau die vor ihm liegende Rennstrecke an. Es waren alles Pflastersteine, fest aneinandergefügt und in Reih und Glied eingeschlagen. Sie sahen so einladend aus, weil sie doch so schön ordentlich dalagen. Eine Gefahr konnte Robert nicht erkennen, noch nicht. Es war auch ansonsten ein sehr schöner Tag bisher. Die Sonne stand hell in ihrer vollen Pracht am Himmel, und kein noch so kleines Wölkchen hatte sich herausgewagt. Die Mutter war wie immer früh mit ihm aufgestanden und hatte das Frühstück bereitet. Es gab Bot mit Wurst und auch Marmelade, ganz so wie immer. Auch Milch war noch da. Er hatte sie wie an vielen Tagen von unten aus der Stadt in der Kanne holen dürfen. Das war seine Aufgabe, die Milch beim Milchmann zu holen. Immer zwei Liter und bitte ohne Sahne! Warum eigentlich ohne Sahne, wo sie sich doch sowieso immer wieder als fettige Haut ober drauf setzte?
Die Sahnehaut, die doch so gut schmeckte. Der Milchmann gab ihm die Milch immer in die mitgebrachte Kanne. So eine olle Kanne aus Emaille, die wohl schon immer in der Familie nur zum Milch holen da war. Von der Mutter bekam er das Geld dafür, genau für zwei Liter und immer auch abgezählt. Es war auch nicht nötig, mehr Geld mitzunehmen, denn er sollte ja nur die Milch holen und dann konnte er es ja auch nicht anderweitig ausgeben. Aber das kam für ihn ohnehin gar nicht in Frage, er sollte ja nur die Milch holen. Wenn die Mutter es ihm so aufgetragen hatte, dann war das eben so und nichts weiter. Um in die Stadt und zum Milchmann zu gelangen, musste Robert schon einen weiten Weg gehen. Er musste ganz runter in die große Stadt, denn sie wohnten doch da ganz oben, oben auf dem Kugelberg. Kugelberg, das war ein richtig lustiger Name für die Gegend hier und es war wirklich schön hier oben auf dem Berg, dem Kugelberg. Viele schmucke Einfamilienhäuser gab es, manche auch für die Familien und auch Ämter und Behörden waren dort. Einen Autohandel und einen Friedhof für die Autos gab es dort auch.
Er war genau gegenüber von Roberts Wohnhaus und er konnte so die Autos bald schon nur noch am Geräusch erkennen, musste sie gar nicht erst sehen können. Wenn sie früh losfuhren, oder am Abend spät wieder auf den Hof zurückkehrten, Robert erkannte sie alle. Ob es nun ein altes Auto war, welches sicher schon im letzten Krieg gefahren war, oder eins von den ganz wenigen neuen Modellen: für Robert war das kein Problem. Er erkannte sie alle an ihrem Motorgeräusch. Die Eltern staunten schon darüber, weil er sich nie irrte. Es war immer das richtige Fahrzeug was er dann auf Anfrage benannte und der Vater stimmte ihm immer fröhlich zu, wenn er es einmal überprüfte. Sein Vater Helmut war dabei sehr genau, wie in allen anderen Dingen auch. Bei ihm musste alles seine Richtigkeit und Ordnung haben und er wollte keinen Ärger in allen Angelegenheiten des Lebens. Wenn der Junge einmal ein Mann sein wird, dann solle er es auch so halten wie seine Eltern und dann wird er auch keine Probleme haben. Das wollten sie ihm schon mit auf den Weg geben, ihrem Robert, dem geliebten Sohn. Robert schaute weiter auf die Pflastersteine und konnte immer noch keine Gefahr darin erkennen.
Er, der behütete Junge vom Kugelberg, der jetzt von der Liebe der Eltern beschützt wurde und dem seine eigene kindliche Welt noch erhalten war. Seine Gedanken aber waren jetzt doch ganz weit weg, er dachte an seine Oma Hertha.
Gerne war er immer wieder einmal bei ihr und dem Opa Ernst, dort in der weiten Ferne am Fuße der Berge aus den schwarzen Steinen. Diese Steinberge konnte man schon von Weitem sehen, wenn die Zugfahrt mit den Eltern fast zu Ende ging. Es waren die Halden aus den Resten des Bergbaus, der hier in dieser Gegend schon seit vielen Jahren betrieben wurde. Seit Jahrhunderten wurde hier das Kupfer aus der Erde gewonnen. Schwer war diese Arbeit und mit großer Gefahr verbunden, aber das sollte den Jungen jetzt nicht interessieren. Er freute sich einfach nur auf die lieben Menschen: die Oma, den Opa und auf die vielen Tiere in ihrem Zoogeschäft. Oma und Opa verkauften diese Tiere an die Menschen, die das Licht des Tages doch so wenig sahen wegen ihrer schweren Arbeit im Bergwerk und die gerade deshalb ihre besondere Freude am Gesang der Vögel fanden, oder die gerne den buntschillernden Fischen im Aquarium zusehen mochten. Klein war es schon das Geschäft der Großeltern: aber ein wahrer Ort des Glücks für die Menschen der alten Stadt im Mansfelder Land. Der Laden war aber für alle gut zu finden und befand sich direkt an Markt, mitten im Zentrum der Bergarbeiterstadt. Seit vielen Jahren war er schon dort, immer im Schatten der Stadtkirche gelegen und nahe am Denkmal des großen Reformers. Mit dem rechten Bein voran, so stand er da und sah dem Volk auf dem Markt zu. Prächtig sah er aus, klug und stolz, den Mantel der Geschichte um sich hüllend. Robert dachte gerne an diese schöne Zeit, damals als die Oma die Wanne zum Baden noch selbst richtete. Immer noch kochte sie das Wasser dazu in einem großen Bottich, damit er nicht friere in der Wanne: der Robert, der so geliebte Enkelsohn. Das Ganze war wie eine richtige Zeremonie und das Baden war ein besonderes Geschenk für ihn und er genoss es auch sehr. War doch die Liebe der Großmutter zu spüren, wenn sie vorsichtig mit dem Krug das heiße Wasser nachgoss.
Oder wenn er mitten auf dem Hof baden durfte und wenn die warmen Sonnenstrahlen sich im Tag verfingen, dann kam alles einem großen Zauber gleich und er war jetzt einfach ganz glücklich, der kleine Engel. Seine Oma war wirklich eine gütige Frau, die große Mutter Hertha. Mit ihren warmen Händen gab sie ihm das ganze Glück der Kindheit, den Schutz und ihre ganze Liebe, sowie die Wärme ihres Herzens. Opa Ernst war da nicht mit dabei. Er konnte sich nicht mehr richtig bewegen, weil ihn das Rheuma plagte und seine Knochen schon steif waren. Er hatte in seinem Leben schon viel getan und auch schwer gearbeitet, nun waren seine Knochen steif geworden und dann saß er lieber in seinem Sessel vor dem großen Schreibtisch. Er, der doch sein Leben lang die Hände so fleißig und sorgend für die Familie so oft ins ach so kalte Wasser halten musste, um das zu erhaschen, was seine Fische doch so sehr zum Leben brauchten, Wasserflöhe eben. Damit war es dann aber einst vorbei. Obwohl seine beiden Söhne ihm natürlich oft bei dieser schweren Arbeit halfen, eines Tages konnte er diese Arbeit nun nicht mehr verrichten. Es war zu lange schon zu kalt für seine Hände gewesen, nun waren sie steif vom Rheuma und festgefroren wie im Frost. Seitdem saß er immer da an seinem großen Sessel im Büro und verwaltete von dort aus das Leben und Treiben in seinem kleinen Geschäft. Die Oma hatte von nun an die ganze schwere Last des Haushalts und des Geschäfts zu tragen und die beiden Söhne waren doch auch schon aus dem Haus. Onkel Ernst konnte sicherlich noch ab und zu helfen, aber der Vater war doch so weit weg in der Stadt der Schuhmacher: er konnte es nicht. So saß er also da, der Opa Ernst, vor seinem Schreibtisch aus schwerer Eiche und den vielen Schubladen, wo die Geheimnisse und Genüsse für ihn und manchmal auch für den Enkel versteckt waren. Mit den Talern für den Robert, seinen Zigarren und den vielen unerfüllten Wünschen aus seiner eigenen Lebenszeit war dieser Schreibtisch wie ein Wunderzauber für die beiden.
An manchen guten Tagen war es für das Kind einfach schön, ihn zu fragen nach den Dingen die sich darin versteckten. Was konnte in den vielen Schubfächern denn auch nicht alles enthalten sein...? Es war schon ein großes Geheimnis um alles und der Zauber der Entdeckung lag im Raum. Er wollte es ja nur einmal wissen, was da so alles zum Vorschein kommen könnte und er konnte bald auch so manches Geheimnis lüften, wenn er nur darum bat:
Robert, der so geliebte Junge. Immer bekam er etwas aus dem Zauberreich des Verborgenen geschenkt, immer. Ohne eine kleine Mühe ging es aber auch nie für ihn ab. Einmal durfte er ein Lied vorsingen, ein anderes Mal dem Opa etwas erzählen aus der Welt der Kinder. Robert erzählte ihm von den Schäfen und dem Schäfer, von dem Bahnhofer und von den großen Autos, die doch so laut ihr Brumm, Brumm und Romm, Romm machten, dem Akio singt fein und noch viele kleine Geschichten, die so eben nur ein Kind wiedergeben kann. Dann erst gab er, der liebe Opa. Aber seine Hände hatten schon eine große Mühe, die Schubfächer aus dem alten Schreibtisch zu ziehen und es vergingen so viele erwartungsvolle Minuten, ehe er es geschafft hatte. Doch es war immer auch für ihn so schön, wenn er dem Kind sein Geschenk geben konnte. Manchmal gab es nur Süßigkeiten und manchmal sogar einen richtigen Taler, wie er das Geldstück eben nannte. Einen Taler also, und es war dann doch nur eine Mark, für die er und die Oma doch so schwer gearbeitet hatten. Die Oma gab dem Kind kein Geld, dieses hatte sie nicht so frei zur Verfügung. Da war der Opa davor und der schwere und große Kasten in dem Schreibtisch aus der schweren Eiche. Sie sang ihm dafür lieber die Lieder aus ihrer Kindheit vor, oder erzählte ihm eine schöne Geschichte aus dem Buch der Märchen und Geschichten. Dabei war sie ihm so nahe, wobei das kleine Menschenkind jetzt genau spürte, dass es Liebe und Wärme war, die sie aus ihrem großen Herzen gerne abgab.... die große Mutter Herta, seine Großmutter. Das waren sie, die schönsten Momente des Glücks: inmitten der Tiere und der schönen Tage bei Oma und Opa. Das Kind Robert ahnte noch nicht einmal, wie schnell sie vorbei gehen werden. Nur die schönen Erinnerungen aus dieser Zeit und die lieben Menschen werden bleiben in seinem Leben und für immer in seinen Gedanken, weil es das große Glück seiner eigenen Kindheit war.
Da stand er nun immer noch am Start seines großen Rennens: den Lenker des Rollers fest in der Hand haltend. Dabei war er doch gar nicht so neu und aus Holz war er auch, sein schöner Roller.
Aus hellem Holz war er gebaut und hatte rote Räder. Eines war vorn und zwei waren am hinteren Teil des Rollers angebracht. Am Rahmen befand sich auch noch ein Gummiband. Warum dieses Band nun gerade an seinem Roller angebracht war, das war für Robert schon erst einmal ein Geheimnis. Vielleicht hatte es ein Kind einmal dort angebunden und es waren schöne Erinnerungen in diesem Band? Deshalb ließ er es auch weiterhin an seinem Roller, obwohl er gar nicht so recht wusste, was es zu bedeuten hatte. Oder war da doch ein Geheimnis enthalten, ein Rätsel gar versteckt? Aber er war ja auch so schon sehr stolz auf seinen Roller, denn die Eltern hatten ihn ihm geschenkt. Gespart von dem Wenigen, was sie damals hatten. Es war ja noch eine Zeit, wo es noch nicht so viel gab und der Krieg erst einige Jahre vorbei war und es waren eben noch kein richtig gute Zeit. Seine Eltern waren deshalb mit Recht gehalten, jeden Pfennig gut anzulegen und nicht zu verplempern. Deshalb reichte es für ihn auch nur für einen Holzroller, obwohl die anderen schon einen Roller mit Luftbereifung und einem Metallrahmen besaßen. Aber das war sehr oft bei Robert so, das mit den anderen. Er war froh über seinen Roller und so konnte er doch auch mitmachen bei dem Rollerrennen der Kinder auf dem Kugelberg. Das war doch wichtig und sonst gar nichts. Es gab ja auch keine Vorschriften für die Kinder, aus welchem Material der Roller bestehen musste mit dem sie zum Rennen antraten. Egal, ob es Gummi- oder Ballonluftreifen waren, wichtig war nur, dass alles funktionierte und man eben damit fahren konnte und er flott rollte. Es waren an diesem Tag aber auch wirklich sehr viele Kinder mit Robert gemeinsam am Start des Rennens, welcher genau auf der Höhe des Hauses lag, wo er gemeinsam mit den Eltern wohnte, und alle hatten ihre doch recht unterschiedlichen Roller mitgebracht. In diesem Moment dachte Robert aber wieder einmal gar nicht an sein Rennen. Er dachte jetzt nur an die vielen Autos vom Autofriedhof gegenüber, die er doch alle so genau kannte. Genau neben ihm schienen sie zu rufen: komm, fahr mit uns. Lass die anderen doch mit ihren Rollern... mit uns kannst Du gewinnen. Mit uns wirst DU der Sieger sein! Aber diese Stimmen waren zum Glück für ihn nur ganz leise und so hörte er sie gar nicht richtig. Da hat er schon eine großes Glück gehabt, denn eine faire Sache wäre es ja auch nicht geworden: er mit einem Traumauto bei dem Rollerrennen der Kinder. Zum Vorteil für ihn wäre es aber schon gewesen, denn er konnte doch sogar damit fahren.
Das hatte er oft ausprobiert mit den Autos da auf dem Friedhof. Diese alten Kisten besaßen zwar keine Räder mehr und meist auch gar keinen Motor, aber wozu brauchte er das denn auch? Man musste doch nur: Romm, Romm rufen und die schöne Fantasiefahrt ging schon los. Das viel zu große Lenkrad fest in den kleinen Händen halten und sich immer ganz groß machen, damit er wenigstens etwas durch die Fensterscheibe sehen konnte. Ein oder zwei alte Kissen waren auch immer dort zu finden und wenn Robert die unter den Popo geschoben hatte, konnte er schon fast über die ganze Motorhaube gucken. Der Geruch des alten Leders brachte die Traumfahrt weiter in Gang und die Schalthebel am Lenkrad dann auch noch irgendwie zum tanzen. Warum die dort dran waren, das wusste Robert natürlich gar nicht: aber warum denn auch? Die Fahrt in sein Traumreich ging auch so und ganz einfach los: Romm, Rommromm, Rommmromm. Plötzlich klopfte eine Hand auf seine Schulter und es war dann die Petra, die ihm einen guten Tag sagen wollte. Petra war eine junge Frau und eine Nachbarin aus dem Nebenhaus. Nun wünschte sie ihm erst einmal ganz viel Glück für sein Rennen und wollte ihm auch die Daumen drücken. Das Glück konnte ja nur gut sein für ihn, denn mit seinem alten Holzroller könnte er das bestimmt auch bald ganz gut gebrauchen. So dachte Robert dann im Stillen und er ahnte wohl schon etwas dabei. Die Petra war schon immer gut zu ihm gewesen. Immer wenn er sie auf der Straße traf oder sie im Garten des Nachbarn einmal sah, dann war sie freundlich und schenkte dem kleinen Mann ein Lachen. Sie sah auch sehr schön aus, mit ihrem Pferdeschwanz und ihrem neuen Petticoat. Das war jetzt modern und alle jungen Frauen trugen das damals so. Die vielen Unterröcke waren ganz fest von der Stärke und es waren wohl sogar mehrere Teile übereinander. So richtig war das dem kleinen Robert noch nicht ganz klar, aber er war ja auch kein Mädchen und er besaß doch seinen Holzroller, den Schönen mit dem Gummiband daran. Früher hatte er die Petra auch schon einmal in der Stadt getroffen. Damals war er nicht zum Milch holen dort, sondern einfach nur so, weil doch dort die Musik war. Die Musik von einer Blaskapelle oder von einem Spielmannszug war dort, das hatte Robert auf seinem Kugelberg doch ganz deutlich gehört.
Es klang so schön für ihn und er wollte nun auch gerne mit dabei sein, bei der Musik und den fröhlichen Leuten. Deshalb ist er einfach zu der Musik hingegangen, hinunter in die Stadt, weg von zu Hause und seinen Eltern hatte er damals leider nicht einmal Bescheid gesagt. Es war dann doch wieder ein weiter Weg in die Stadt, den Robert aber ja schon ganz gut vom Milch holen kannte. Viele Stufen musste er hinuntersteigen, dann die letzten Treppen hinab, durch den Park vom Schusterjungen gehen und dann die Musik suchen. Nur konnte er hier gar keine Musikkapelle finden: hier nicht und woanders auch nicht! Eben war doch hier sicher noch die Musik, dachte Robert, er hatte sie doch ganz deutlich gehört! Eben war sie doch sicher noch hier... eben noch!? Oder? Wie aus dem Nichts heraus kam aber erst einmal die Petra damals auf ihn zu und nahm den kleinen Luftikus an die Hand. Sie gingen dann gemeinsam wieder hoch auf den Kugelberg, nach Hause. Der Rock von der Petra schaukelte auch so lustig im Wind und die Welt schien für den kleinen Mann jetzt wieder in Ordnung zu sein. Robert fand sie sowieso sehr nett, denn meistens hatte sie auch immer wieder einmal einen Bonbon oder eine Süßigkeit bei sich, die sie dem Kind dann gerne gab. Nur heute gab es nichts... nur dann zu Hause! Da kam dann das fürchterliche Erwachen für das Kind. Die Eltern waren sehr in Sorge gewesen und hatten ihn schon auf den gesamten Kugelberg gesucht. Von der Musik wussten sie ja nichts und erzählt hatte Robert ihnen ja auch weiter nichts davon...er war einfach losgezogen, der ungezogene Sohn.
Jetzt gab es aber Haue vom Vater, und wie! Auf den Hosenboden und auch noch extra auf den nackigen PO... Aua, aua, aua. Das war aber auch das einzige Mal, das der Vater so etwas machte und verbockt hatte Robert sich das ganze sowieso selbst. Wie konnte er denn auch nur nicht fragen und einfach losziehen, also nein!
Noch war das Rennen der Rollerkinder aber immer noch nicht im Gange und Robert war sowieso mit seinen Gedanken schon wieder ganz woanders. Gerne würde er jetzt viel lieber mit den Kindern aus seinem Haus oder mit den Nachbarskindern spielen, als hier herumzustehen und zu warten.
Im Garten, oder auf dem Haufen von Reisig mit den Blättern von dem alten Baum würde er doch eigentlich jetzt viel lieber sein. Dort war es doch immer so schön. Da könnte er wieder mit den kleinen Spielzeugautos herum fahren, das andere Spielzeug herausholen aus seiner großen Kiste, oder sich verstecken in dem schönen Garten. Die Mutter war da auch immer gleich in der Nähe und wenn es Mittag war, brauchte sie nur vom Balkon zu rufen: Robert, das Essen ist fertig. Komm hoch zum Essen Robert, bitte, bitte komm!
Aber das Spiel war doch immer so schön und die Mutter musste meistens öfter rufen, ehe Robert den Traumzaubergarten verlassen wollte.
Seine ganze kleine Welt hatte hier ihren Platz und so manches Geheimnis wurde dort von den neugierigen Kinderaugen entdeckt, so spannend waren die Dinge. Er wollte oft nicht gleich zurück zur Mutter: erst noch spielen, bitte noch ein wenig spielen, bitte liebe Mutter! An manchen Tagen hatte er besonders viel Glück. Das waren diese schönsten Tage, wo die Nachbarstochter in ihren Garten ging und Robert und andere Kinder auch mitkommen durften. Dieser Garten war noch viel größer, als der von Robert hinter dem Haus. Aber es war ja auch der Garten vom Tierarzt Thathe, ihrem Vater, und der war deshalb sowieso schon einmal größer und ein Badeschlammteich war dort auch. Aber schön war er auch wirklich, sogar sehr schön mit den großen Bäumen und der ganzen blühenden Natur im Frühling und Sommer. In dieser Zeit waren die Kinder immer besonders gerne hier, dann wenn die Sonne ganz hoch am Himmel stand und ihre warmen Strahlen auf die kleinen Kinderkörper trafen und die Kinder baden durften. Wenn man das so nennen will, denn eigentlich war die kleine Wasserfläche eher ein Schlammteich,
als ein größerer See. Weil doch aber die Sonne es oft zu gut meinte an manchen Tagen, war das alles den Kindern ziemlich egal. Das wenige Wasser war ganz warm und es war eine reine Freude für die Kinder, hier zu plantschen und mit dem Wasser herumzuspritzen. Niemand brauchte aufzupassen, das etwas dreckig wurde, denn alle Kinder waren doch sowieso ganz nackig. So wie sie auf die Welt gekommen waren: nackelig, unschuldig und kinderwunderschön.
Bei der dann immer stattfindenden Schlammschlacht batzten die Treffer nur so an die kleinen Kinderkörper und es war so schön warm und glitschig. Es rutschte sich dort auch ganz prima den kleinen Hang hinunter und so war es für die Kleinen immer eine besondere Freude, dann mit dem blanken Popo dort ihre Rutschfahrt zu veranstalten. Hurra, das war Glück: Kinderglück! Im Tierarztgarten konnte man das noch machen: spritzen, plantschen und mit dem Schlamm nach den anderen werfen und es hat gar keinen gestört. Dort war noch ein Ort des Friedens und des Glücks. Warum sollte es auch stören? Es waren doch Kinder und die durften das eben tun in ihre Kinderwelt,
die noch nicht von den Normen der Erwachsenen geprägt war, zum Glück für sie. Sie waren einfach nur frei und glücklich in diesen schönen Tagen der Kindheit und es war bestimmt ihre schönste Zeit in ihrem ganzen Leben, ganz bestimmt. Wenn der alte Tierarzt dann am Abend auch in seinen Garten kam, hatte das Stündlein für die Kinder geschlagen, denn es wurde nach Hause gerufen. Es waren immer sehr schöne Stunden im Tierarztgarten, die aber leider doch viel zu schnell vergingen. Aber in der Kinderwelt liefen die Uhren zum Glück noch anders...langsamer, viel langsamer und dennoch immer noch viel zu schnell.
Zu schnell war es vorbei das kleine Kinderglück, viel zu schnell...!
Seit Robert nun hier am Start stand waren schon einige lange Minuten vergangen. Viele Kinder sind noch dazugekommen und auch die Straße füllte sich langsam mit den Bewohnern vom Kugelberg. Vielleicht waren sogar einige Leute aus der Stadt hier her gekommen, wer weiß es genau? Die Menschen waren heute ganz leicht bekleidet, denn es war Sommer und die Sonne meinte es an diesem Tag ganz besonders gut mit allen. Viele Leute schwitzten schon ganz mächtig und es lag dazu noch ein besonderer Hauch von Abenteurer und Spannung in der warmen Luft. Wie verzaubert waren die Menschen. Gespannt in ihrer Erwartung auf das Rennen und in froher Hoffnung, dass ihr kleiner Liebling doch dann gewinnen möge. Da gab es noch den einen und anderen Tipp von den Eltern und Verwandten: mach es so, oder eben so, damit du der schnellste und der Sieger wirst.
Da wurde fix noch einen Schluck aus der Teekanne oder der Limoflasche genommen und auch so manches Kraftbrot wurde auch noch schnell von einigen Kindern gegessen. Was sollte es denn auch, das war erlaubt und so mit Durst oder einem knurrenden Magen konnte das ja sowieso nicht gutgehen mit dem siegen. So war es also besser für die kleinen Kindersportler, gut so! Die Verantwortlichen waren auch noch sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt. Da gab es noch hier und da etwas zu begutachte, zu verbessern und vor allem war die kindliche Vorfreunde im Zaum zu halten. Was wollten die kleinen Racker dann aber auch alles wissen, so viel. Vor allem war bei ihnen dieses typische kindliche Interesse und ihre Neugier zu spüren. Sie waren so gespannt auf das Kommende. Die kleinen Menschenkinder waren ganz aufgeregt und hibbelig, wie in einem Armeisenhaufen ging es jetzt hier zu. Es war aber eine ganz echte und ehrliche kindliche Vorfreude. So schön, wie sie eben nur in der Kinderwelt sein kann und ist. So ähnlich wie zu Weihnachten, oder eben so, wie es überhaupt nur die Kinder empfinden können in ihrer kleinen Welt aus Fantasie und Träumen. Da wurde geschaut was das Nachbarkind macht... was ging da vor, was ist dort los. Was war das und vor allem: wann ging es nun endlich bald los! So spannend war das Ganze, so spannend, aber immer noch nicht wurde der Start freigegeben, noch lange nicht. Robert schaute sich deswegen nun noch einmal um und wollte nach seiner Mutter sehen. Bei ihrer vielen Arbeit hatte sie sich doch die Zeit genommen und wollte hier sein bei ihrem Jungen, um ihn zu unterstützen. Er wird doch ein gutes Rennen fahren, vielleicht sogar unter den Siegern sein...so dachte es die Mutter Gisela doch ganz bestimmt, ganz bestimmt!
Damit sie hier mit dabei sein konnte, mussten nun ihren anderen Arbeiten eben einmal warten, das geht schon einmal. Für die fleißige Mutter gab es aber auch immer so viel zu tun. Da war das essen zu bereiten, die Wohnung zu putzen, die Wäsche zu waschen und dann war ja da auch noch das Baby, die Anke. Am Anfang hatte Robert die Eltern auch gleich gefragt, ob DIE jetzt für immer hier bleiben und auch mit hier wohnen würde. Hier in seiner Wohnung, wo er doch mit den Eltern lebte und bisher auch ganz gut damit klar gekommen war und wozu brauchten sie jetzt überhaupt noch ein Baby?
Das machte doch sowieso nur Krach und beschäftigte die Mutter den ganzen lieben langen Tag. Da war sie dann nicht nur für den Robert da, denn das Baby hatte immer Hunger und das war wohl wichtiger. Aber das Anke-Baby war ja noch so klein und deshalb verstand Robert später dann auch alles ganz richtig, sie brauchte noch die Liebe und die Hilfe der Mutter. Genau so, wie es einmal bei ihm gewesen war, als auch er ein Baby war und noch ganz klein. Nun war sie also hier und bleib sowieso weiter hier, da gab es nichts daran zu rütteln. Nun gut, dann war es eben so, das dachte Robert dann. Was sollte es denn auch? Ihn konnte das sowieso gar nicht störten, denn er war ja schon ein großer Junge und er hatte doch auch seinen Roller, den Schönen!
Als Robert jetzt wieder nach der Mutter suchte, war sie plötzlich gar nicht mehr da. Er war doch so stolz, dass auch seine Mutter mit ihm bei dem Rennen war, und nun war sie einfach nicht mehr da? Bestimmt war für sie die Arbeit wieder wichtiger, oder das Baby brauchte sie: die Flasche geben oder die Windeln waren zu wechseln, egal. Oder der Vater hatte sie gerufen, denn er war an diesem Tag auch zu Hause. Heute war eigentlich ein Tag ohne Arbeit, aber den gab es ja für den Vater sowieso nie. Er war immer am arbeiten und wenn es auch an einem Feiertag war. So einem Tag wie heute, also an einem Tag ohne Arbeit... aber der fleißige Vater war immer am arbeiten und studieren. Bereits in seiner Kindheit war er mit den Hilfen für das kleine Zoogeschäft schon kräftig ausgelastet gewesen, denn er musste mit seinem Bruder gemeinsam immer die frischen Wasserflöhe holen, dort aus dem Weiher bei der Stadt. Da die Hände seines Vaters es nicht mehr konnten, mussten sie bereitstehen und helfen. Das war doch für die beiden Söhne auch selbstverständlich, obwohl es wirklich eine schwere Arbeit war. Für den Vater Helmut galt es damals also, an jedem zweiten Tag hinaus zu fahren mit seinem alten Rad, um die Wasserflöhe mit dem Käscher aus dem Stadtweiher zu fischen. Aber es ging ja wirklich auch nicht anders, denn die Fische brauchten einfach ihre Nahrung und die Leute in der Bergarbeiterstadt freuten sich ja doch so auf sie und ihre bunten Farben. An manchen Tagen wäre er bestimmt schon lieber mit den anderen Kindern durch die Stadt gezogen, wollte auch herumtollen, sich verstecken, den Regenbogen jagen oder einfach nur den Wolken zusehen, wenn sie sich als Schäfchen am Himmel bildeten. Er wollte bestimmt auch die Farben der Sonne im Tal des Regens suchen und das eigene Glück der Kindheit erleben, aber, es war damals eben eine ganz andere Zeit in der Kinderzeit des Vaters. Deshalb war
