HabSeligkeiten: Eine Anleitung zum Glücklichsein
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Über dieses E-Book
Der Liedermacher und Autor Clemens Bittlinger lädt dazu ein, sich von den Worten Jesu inspirieren zu lassen und sensibel zu werden für die kostbaren Momente des Alltags.
Ein spirituelles und persönliches Buch, das von der Spannung des zunächst alltäglich Banalen in der Begegnung mit dem zutiefst Geistlichen der Seligpreisungen lebt.
Clemens Bittlinger
Clemens Bittlinger ist Liedermacher und evangelischer Pfarrer.
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Buchvorschau
HabSeligkeiten - Clemens Bittlinger
© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2022
Alle Rechte vorbehalten
www.herder.de
Umschlaggestaltung: Verlag Herder
Umschlagmotiv: © Margarita Shchipkova/Shutterstock
E-Book Konvertierung: Newgen publishing
ISBN Print 978-3-451-03346-9
ISBN E-Book 978-3-451-82683-2
Inhalt
Vorwort
Die Seligpreisungen der Bergpredigt
Selig sind, die hier geistlich arm sind
Selig sind, die hier Leid tragen
Selig sind die Sanftmütigen
Selig sind, die da hungern nach Gerechtigkeit
Selig sind die Barmherzigen
Selig sind, die reinen Herzens sind
Selig sind die Friedfertigen
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen
Seid fröhlich und getrost
Die HabSeligkeiten in unserem Alltag
Ein gutes Gespräch
Freundschaft
Schwimmen
Tiere
Ski fahren
Schlafen
Aufräumen
Sex
Sauna
Beten
Tauchen
Reiten
Ein guter Gottesdienst
Singen
Gutes Essen
Rotwein trinken
Miteinander spielen
Reisen
Zeit haben
Ein Spaziergang
Ein Buch lesen
Kreativ sein
Etwas lernen
Feierabend
Lachen
Einen guten Film sehen
Weinen
Zeit mit den Kindern
Menschen, die guttun
Große Feste feiern
Ausblick
Der Autor
Vorwort
Das Wort »Habseligkeiten« wurde im Herbst 2004 von einer Gruppe von Sprachexperten zum schönsten deutschen Wort gekürt. Als ich das hörte, war mir sofort klar: Da kann man etwas draus machen. In keinem anderen Wort steckt so sehr die Spannung zwischen Haben und Sein wie in diesem Begriff. Und natürlich kann man mit »Habseligkeiten« sprachlich trefflich spielen. Schon allein, wenn man es so schreibt wie im Titel dieses Buches »HabSeligkeiten«, wird sofort deutlich: Es geht einerseits um dieses schöne Wort, aber andererseits geht es um die Frage: Was macht uns selig, und wer kann von sich schon sagen: »Ich hab Seligkeiten, ich erlebe Seligkeiten, glückvolle Momente!«? Und genau darum geht es in diesem Buch. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam auf eine Entdeckungsreise gehen und Sie sensibel machen für die kleinen Glücksmomente unseres Alltags. Es gibt sie, aber oftmals machen wir uns gar nicht bewusst, dass sie da sind. Anhand von 30 Beispielen erzähle ich Ihnen von den Seligkeiten, wie ich sie beispielsweise beim Schwimmen, in der Sauna, bei einem guten Essen erlebe. Zusätzlich nehmen uns die acht Seligpreisungen aus dem Matthäus-Evangelium an die Hand und zeigen uns, wo wir als Menschen, die sich von Jesus von Nazareth leiten lassen, Seligkeit erleben können: »Selig sind …« So lebt auch dieses Buch von der Spannung des zunächst alltäglich Banalen in der Begegnung mit dem zutiefst Geistlichen.
»Vergleiche dich immer mit den falschen Personen« ist der Grundratschlag, den der amerikanische Psychologe Paul Watzlawik in seinem Bestseller »Anleitung zum Unglücklichsein« gibt. Es gibt immer irgendjemanden, dem es besser geht, der oder die mehr Geld besitzt, das schönere Haus hat, viel öfter in den Urlaub fährt und vielleicht sogar noch die intelligenteren Kinder hat. Da muss man sich nur mal reinsteigern und rums ist die gute Laune dahin. »Alle Not kommt aus dem Vergleich«, hat der dänische Philosoph Søren Kierkegaard einmal gesagt. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Es gibt Not, die braucht keinen Vergleich, die ist so drängend, dass wir handeln müssen, um nicht unterzugehen. Aber für uns, in einem der reichsten Länder der Welt, gilt sicherlich der Satz: »Manche Not kommt aus dem Vergleich!«
Schau, ein neues Fahrzeug
steht dort vor dem Haus.
Das alte sah doch wirklich
noch ganz passabel aus.
Die können sich das leisten,
da braucht man ziemlich Geld,
wenn man sich das neuste
Auto stets bestellt.
Schau, die fahrn in Urlaub,
schon zum dritten Mal.
Erst Frankreich, dann Mallorca
und jetzt noch Portugal.
Wie die das wohl bezahlen,
das kann doch gar nicht sein.
Dass jemand so viel Urlaub hat,
das ist schon fast gemein.
Schau, die macht Karriere,
die hat’s wirklich drauf
und ich bleib zu Hause
und räum die Wohnung auf,
koch Essen, wasch die Wäsche,
moderne Sklaverei
und sie stolziert im neusten
Outfit grad vorbei.
Manche Not
kommt aus dem Vergleich,
allzu leicht vergess ich:
im Grunde bin ich reich,
hab Menschen, die mich mögen
und überm Kopf ein Dach,
doch spür ich beim Vergleichen,
wie der Neid erwacht.
»Schau mal in den Spiegel«,
hör ich von irgendwo:
»Und frage dich mal ehrlich,
hey: warum bist du so?
Du willst dich stets vergleichen
und siehst nicht, was du hast,
hör auf dir einzureden,
dass du etwas verpasst.«
»HabSeligkeiten – Eine Anleitung zum Glücklichsein« ist nun eine Einladung an Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich auf eine neue Spurensuche zu begeben und die Seligkeiten, das zutiefst glücklich Machende in Ihrem Leben, (neu) zu entdecken und sich von dieser Spur begeistern zu lassen. Nun also als Einladung: »Hab Seligkeiten!«
Mit fröhlichen Grüßen
Ihr
Clemens Bittlinger
Hab Seligkeiten
Hab Seligkeiten in meinem Leben,
das mache ich mir tagtäglich klar,
geglückte Zeiten, die wir erleben,
machen das Leben wunderbar.
Würd’st du auf eine Insel ziehn,
was würde dich begleiten?
Drei Dinge dürften mit dir gehn,
nur drei Habseligkeiten.
Oft sind es Kleinigkeiten nur,
die uns Erinnerung schenken,
ein Brief, eine geerbte Uhr,
sie helfen uns bedenken:
Hab Seligkeiten in meinem Leben,
das mache ich mir tagtäglich klar,
geglückte Zeiten, die wir erleben,
machen das Leben wunderbar.
Hab Seligkeiten zu allen Zeiten,
und selig ist, wer sich verschenkt
und nicht umklammert Habseligkeiten,
und selig ist, wer mit dem Herzen denkt.
Als Opa Kurt verstorben war,
da strömten die Verwandten,
zum ersten Mal seit vielen Jahr’n –
die Onkels und die Tanten.
Zum Erben eilten sie herbei,
begannen gleich zu streiten,
für wen das bisschen Kohle sei
und die Habseligkeiten.
So mancher spart sein ganzes Geld,
um etwas abzuzahlen,
was ihm scheinbar ganz dringend fehlt.
Man leidet Höllenqualen,
wenn er, wenn sie nichts kaufen kann,
das gab’s zu allen Zeiten.
Sein Wohl misst fast schon jedermann
an den Habseligkeiten.
Das letzte Hemd ist taschenlos,
und den Jordan überschreiten
wir ohne Mittel, nackt und bloß,
und ohne die Habseligkeiten.
Hab Seligkeiten zu allen Zeiten,
und selig ist, wer sich verschenkt
und nicht umklammert Habseligkeiten,
und selig ist, wer mit dem Herzen denkt.
Die Seligpreisungen der Bergpredigt
»Millionen Menschen fliehen, lassen alles stehn, was ihnen lieb und wert war, müssen einfach gehen, ganz ohne Perspektive und ohne einen Ort, an dem sie leben können, einfach nur: Nichts wie fort« (Zitat aus »Unerhört«). Europa steht seit Jahren vor einer gewaltigen Herausforderung, 65 Millionen Flüchtlinge weltweit blicken sehnsüchtig nach Europa und sehen vor allem in Deutschland den »Ort ihres Heils«. Diese Menschen riskieren alles, um für sich und ihre Familien diesen Ort des Glücks zu erreichen. Ein Problem dabei ist: Wir Deutschen sind, zumindest subjektiv, nicht besonders glückliche Menschen, wir sehen oft gar nicht, wie gut es uns geht, und wir haben viele Ängste. Diese Ängste haben sich durch die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Maßnahmen (3 G etc.) noch einmal verstärkt.
Als ich zum ersten Mal an diesem Buch geschrieben habe, im Herbst 2008, stand die Welt vor dem Abgrund einer Weltwirtschaftskrise. Gigantische Spekulations- und Misswirtschaftsblasen sind auf einmal geplatzt. Die unvorstellbare Zahl von drei Billionen Euro kursiert als Richtwert für den Zuschussbedarf für die maroden Finanzmärkte weltweit. Schon vor vielen Jahren habe ich mich bei unseren Reisen in die USA gewundert, wie unbekümmert die US-Bürger mit Krediten und Kreditkarten umgingen. Es war scheinbar immer genug Geld da, und wenn die eine Kreditgenossenschaft dir kein Geld mehr gab, wechselte man einfach die Company und schon ging es weiter – bis hin zur privaten Insolvenz. Das gleiche »Spielchen« scheint sich auf dem Immobilienmarkt abgespielt zu haben, nur dass es da um viel höhere Summen ging, die mit einem Mal nicht mehr abgedeckt waren. Jeder und jede wollte mitspielen beim »amerikanischen Traum« und seinen ganz eigenen Seligpreisungen:
Selig ist der Mensch, der ein eigenes Haus
oder zumindest eine Eigentumswohnung besitzt,
denn er hat für sein Alter vorgesorgt.
Selig ist der Mensch, der mindestens eine
Doppelgarage besitzt, denn dann muss er nur den
Dritt- und Viertwagen auf der Straße parken.
Selig ist der Mensch, der eine Arbeit und einen
Zweitjob hat, mit denen er möglichst viel
verdient, weil er sich dann teure Hobbys, Reisen
und vielleicht sogar eine Familie leisten kann.
Selig ist der Mensch, der auf andere nicht
angewiesen ist, keinen Kontakt zu seinen
Nachbarn halten muss, weil er alle Dienstleistungen bezahlen kann.
Selig ist der Mensch, der gesund ist, weil er sich
fit hält und es sich leisten kann,
zweimal in der Woche zum Golfspielen,
zumindest aber zum Tennistraining zu gehen,
weil Gesundheit über alles geht.
Selig ist der Mensch, der an der Börse spekuliert
und bei Verlustgeschäften anderer noch kräftig
absahnt, denn er gehört zur Elite.
Selig ist der Mensch, der in einem Industrieland
lebt und sich seinen Standard selbst erarbeitet
hat, denn er muss niemandem dankbar sein.
Selig seid ihr, wenn ihr komplett über eure
Verhältnisse lebt und permanent Schulden
macht, denn entweder könnt ihr das Ganze
steuerlich absetzen oder der Staat springt zu Not
für euch ein.
Dieser bittere Nachgeschmack, dass »Otto Normalverbraucher« nun mit seinen Steuergeldern für die Verantwortungslosigkeit einiger skrupelloser Zocker, die sich auch noch für eine Elite halten, mit seinen Steuergeldern herhalten muss, dieser bittere Nachgeschmack macht vor allem eines deutlich: Wir alle müssen umdenken. Es ist kein Zufall, dass viele Börsenmakler an der Wall Street plötzlich Therapeuten, Kirchen und Seelsorger aufsuchten, als sie feststellen mussten, dass die oben
