Freiland- und Freigeld-Fibel: Einführung in die Freiwirtschaftslehre
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Über dieses E-Book
Aus dem Kapitel "Was wir wollen":
Die Geldwirtschaft (Plutokratie) wollen wir in der Wurzel vernichten, und der Volksherrschaft (Demokratie) wollen wir Sinn und Möglichkeit geben. Sie soll sich nicht in Schall und Worten erschöpfen. Wir wollen zur Tat übergehen, wirksame Demokratie betreiben. – Die Grundlage des Volkslebens ist die Wirtschaft. Unsere Volkswirtschaft wollen wir also scharf ins Auge fassen. Als Kennzeichen einer demokratischen Wirtschaftsverfassung erklären wir die Herrschaft des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag.
Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag verlangt nicht mehr noch weniger als die restlose Beseitigung des arbeitslosen Einkommens. Das arbeitslose Einkommen wollen wir also angreifen und zur Strecke bringen. Das arbeitslose Einkommen besteht aus Kapitalzins, Privatgrundrente und Konjunktur- (Wucher- und Schieber-) Gewinn. Den Zins setzen wir mit Freigeld allmählich auf 0 herab. Das arbeitslose Einkommen in Form der Privatgrundrente schaffen wir mit Freiland ab. Den Wucher- und Schiebergewinn beseitigen wir durch eine vom Volk überwachte, für das Volk arbeitende staatliche Geldverwaltung. Ausgeübt durch ein Währungsamt nach den Gesetzen der Festwährung mittels des Schwundgeldes, bekämpft nur sie allein wirksam Absatzstockungen und Arbeitslosigkeit.
Erstveröffentlichung: 1924, Autor: Dr. Theophil Christen
2. E-Book-Auflage 2018
Umfang: ca. 70 Buchseiten, 2 Teile, 29 Kapitel
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Buchvorschau
Freiland- und Freigeld-Fibel - Dr. Theophil Christen
Freiland-
und
Freigeld-Fibel
von
Dr. Theophil Christen
Impressum
Erstveröffentlichung: Freiland-Freigeld-Verlag Berlin 1924
und Freiland-Freigeld-Verlag Erfurt 1921
Neuauflage: F. Schwab Verlag – www.fsverlag.de, 2. Auflage 2018
Copyright 2018 © by F. Schwab Verlag
Inhalt
Impressum
Freiland-Fibel
1. Folgen der Freigeldwährung für die Bodenfrage.
2. Angebot und Nachfrage nach Land.
3. Grundrente.
4. Schöpfer der Grundrente.
5. Freiland.
6. Freiland und Lohn.
7. Bodenrecht.
8. Schäden des privaten Bodeneigentums.
9. Die Freilandordnung.
10. Zur Geschichte des Bodenrechtes.
11. Die Erreichung des Ziels.
12. Pachtverträge.
13. Bedenken.
14. Zusammenfassung.
Was wir wollen.
Freigeld-Fibel
Einleitung.
1. Urwirtschaft, Tauschhandel und Geldverkehr.
2. Geldersatz.
3. Wert und Preis.
4. Preise und Lebenshaltung.
5. Konjunkturschwankungen.
6. Die Mengenlehre des Geldes.
7. Der Goldwahnsinn.
8. Das Papiergeld.
9. Die Festwährung.
10. Die privaten Geldreserven.
11. Die Aufgabe des Geldes.
12. Die Nennwert-Schuldscheine.
13. Die allgemeinen Wirtschaftskrisen.
14. Arbeit, Ware und Geld.
15. Das Freigeld.
16. Der Zins.
17. Die Entschuldung des Staates.
18. Der Lohn.
19. Die Ersparnisse und das Erbe.
20. Der Verkehr mit dem Ausland. (Valuta.)
21. Zwischenstaatliche (internationale) Beziehungen.
22. Freiland.
23. Unsere Freunde.
24. Unsere Widersacher.
25. Kurze Zusammenfassung.
Freiwirtschaftliches Schriftenverzeichnis
Silvio Gesell: Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld
Anmerkungen
Freiland-Fibel
4. Auflage – 16. – 20. Tausend
Freiland-Freigeld-Verlag, Berlin, 1924
1. Folgen der Freigeldwährung für die Bodenfrage.
Als erste, kurzgefasste, volkstümliche Schrift hat der Freiland-Freigeld-Verlag die „Freigeld-Fibel" herausgegeben. Warum aber die Neuordnung unseres Geldwesens allein nicht genügt, um unsere Wirtschaft vollkommen gesund zu machen, das soll in diesem ersten Abschnitt gezeigt werden. Mit Freiland endlich wird das erfüllt, was Freigeld allein nicht schaffen kann.
Wird in Deutschland als Ersatz für die durch den Krieg zerbrochene Goldwährung die Festwährung durch Freigeld eingeführt, so wird sich bald folgendes zeigen:
Die Festigkeit des allgemeinen Preisstandes beseitigt die Hauptursache für alle Krankheitserscheinungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.
Der Zinsfuß sinkt allmählich, aber unaufhaltsam. Das bedeutet, dass allen Unternehmern das Geld zu immer billigeren Bedingungen zur Verfügung gestellt wird. Das bedeutet, dass die Unternehmer zum Vorteil der Löhne sich unter dem Drucke des Wettbewerbs mit immer kleinerem Unternehmergewinn begnügen müssen, nicht zu ihrem Schaden, sondern zu dem der Aktionäre, Gläubiger, Hypothekenbesitzer.
Diese Lohnsteigerung vollzieht sich nicht auf Kosten der Warenhersteller und gibt auch nicht – wie bisher – einer Preissteigerung neuen Antrieb. Einhergehend mit der Lohnsteigerung verbilligt sich vielmehr die Lebenshaltung dadurch, dass die Wohnungsmieten, die Steuern usw. die Senkung mitmachen, die der Zinsfuß erfährt. Diese Verbilligung wird z. B. für die Mieten bis zu 90 % betragen.
Solche günstigen Verhältnisse mögen auf die Volksvermehrung zurückwirken. Wächst die Volksdichtigkeit, so wächst die Grundrente, die einen Bestandteil der Mieten und vieler Preise bildet. Die durch die Senkung des Zinsfußes herbeigeführte Verbilligung der Mieten und Warenpreise wird durch die Steigerung der Grundrente zum Teil wieder zunichte gemacht. Die Pachtzinsen für den Boden steigen. Die Bodenpreise steigen aus doppeltem Grund: 1. weil die Grundrente steigt, 2. Weil der Zinsfuß sinkt – und zwar steigen sie gewaltig, unerhört. Kostet ein Acker, der 1.000 M. Pacht abwirft, bei 4 % Zins = 25.000 M., so kostet derselbe Acker bei gleichen Pachteinnahmen bei 2 % das Doppelte und bei 1 % das Vierfache. Geht der Zinsfuß gar auf 0 herab, so wird der Acker überhaupt unbezahlbar. Dann bietet die Welt nichts mehr, was die Rente des Ackers aufwiegen könnte.
Darum sollte die Bodenfrage gelöst werden, ehe mit der Geldreform der Zinsfuß zu sinken beginnt.
2. Angebot und Nachfrage nach Land.
Auf dem Warenmarkt steigen die Preise, wenn die Nachfrage von Seiten der Käufer stärker wächst als das Angebot von Seiten der Verkäufer.
Auf dem Arbeitsmarkt steigen die Löhne, wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften stärker wächst als das Angebot von Arbeitswilligen.
Auf dem Anleihemarkt steigt der Zinsfuß, wenn die Nachfrage nach Leihgeld von Seiten der Schuldner (Unternehmer) stärker wächst als das Angebot von Seiten der Gläubiger (Kapitalisten).
Auf dem Liegenschaftsmarkt steigen die Bodenpreise, Pachten und Mieten, wenn die Nachfrage nach Land und Wohnungen stärker wächst als das Angebot von Seiten der Grundeigentümer und Häuserbesitzer.
Beispiele: Je mehr eine Stadt wächst, desto mehr Menschen drängen sich im Stadtinnern zusammen, desto lebhafter wird dort die Nachfrage nach Boden, desto höher steigen die Bodenpreise.
Je günstiger ein Geschäftshaus in der Stadt gelegen ist, desto stärker ist die Nachfrage von Seiten der Geschäftsleute, desto höher ist die Ladenmiete.
Wenn ein Dorf oder Städtchen an den Eisenbahnverkehr angeschlossen wird, dann kann mancher mit Vorteil dort wohnen, der vorher bei der Abgeschlossenheit vom Verkehr, bei dem mangelhaften Absatz der Arbeitserzeugnisse darauf verzichten musste. Die Nachfrage nach Land und Wohngelegenheit wächst, die Bodenpreise und die Mieten steigen, besonders in der Nähe des Bahnhofes.
Wenn ein Getreidezoll oder ein Weinzoll eingeführt wird, d. h. wenn das Angebot von Getreide und Wein aus dem Auslande abgehalten oder vermindert wird, dann lohnt sich der Anbau von Korn und Reben besser, die Nachfrage von Korn und Rebland nimmt verhältnismäßig zu, Pacht- und
