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Buchvorschau
Der Fluch des Papiergeldes - Polleit Thorsten
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen:
polleit@finanzbuchverlag.de
1. Auflage 2011
© 2011 FinanzBuch Verlag, ein Imprint
der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Lektorat: Ulrike Kroneck
Satz: HJR, Jürgen Echter, Landsberg am Lech
Korrektorat: Marion Reuter
Epub: Grafikstudio Foerster, Belgern
ISBN 978-3-86248-239-9
Weitere Infos zum Thema:
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Inhalt
Einführung
Über Staatsgeld, Experten und Krisen
Geldmengenausweiten ist inflationär
Billiges Geld und Kreditderivate
Die Botschaft der »Kreditkrise«
Der Weg in den Sozialismus
Das Übel der Inflation
Gebt Karl Marx nicht recht!
Mit Positivismus und Empirismus gegen die Freiheit
Von »Doublespeak«, geldpolitischen Experten und dem Rückfall in die offene Inflation
Warten auf die »Exit-Strategie«
Der Staat spielt Ponzi
Der Zins der Österreicher
Die Gefahren niedriger Zinsen
Aufzehrung des Kapitalstocks
Die »Krise« ist nicht vorbei
Für eine Privatisierung des Geldwesens
Fluch des Papiergeldes
Voltaire darf nicht recht behalten
Wie zutage tritt, ob Zentralbanken politisch unabhängig sind oder nicht
Vor einer Inflationsgemeinschaft
Die Notenbanken führen Inflation herbei
Die Gefahr der Inflation
Notwendige Schuldenerlasse
Gedecktes Geld
Das Krisenbarometer Gold
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles
Ist Gold das bessere Geld?
China und die Rohstoffwährung
Der Krise entkommen ‒ das Geld privatisieren
Cantillons Erkenntnisse
Wir sind alle »Florida-Rolf«
»Man irrt daher sehr, wenn man meint, man könnte wieder zu geordneten Währungsverhältnissen gelangen, ohne daß sich in der Wirtschaftspolitik Wesentliches zu ändern brauchte. Was zunächst und in erster Linie nottut, ist die Abkehr von allen inflationistischen Irrlehren. Doch diese Abkehr kann nicht von Dauer sein, wenn sie nicht durch vollständige Loslösung des Denkens von allen imperialistischen, militaristischen, protektionistischen, etatistischen und sozialistischen Ideen fest begründet wird.«
Ludwig von Mises (1923), Die geldtheoretische Seite des Stabilisierungsproblems, S. 37.
Einführung
Wohl kaum etwas schadet der freien Markt- und Gesellschaftsordnung und gefährdet die produktive und friedvolle Kooperation zwischen den Menschen national und international so sehr wie das staatlich beherrschte Papiergeldsystem.
Das Papiergeldsystem ist ein Fremd- und Störfaktor im Gefüge freier Märkte, verursacht zwangsläufig Finanz- und Wirtschaftskrisen, sorgt für eine nicht marktgerechte Einkommensverteilung und wird, wenn nichts unternommen wird, in Hyperinflation und dem Kollaps des freien Wirtschaftens enden.
Diese Einsichten, die insbesondere auf den Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie fußen, haben mein ökonomisches Denken im Laufe der letzten Jahre immer stärker geprägt.
Ich hoffe daher, dass diese Aufsatzsammlung dazu beiträgt, das Verständnis für die gesellschaftliche Problematik, die mit der heutigen Papiergeldordnung verbunden ist, zu schärfen und notwendige Reformanstrengungen anzuregen.
Thorsten Polleit
Frankfurt, August 2011
Über Staatsgeld, Experten und Krisen
Wirtschaftliche Freiheit, 23. April 2009
»S tets findet Überraschung statt, da wo man’s nicht erwartet hat«, so schrieb schon Wilhelm Busch (1832–1908). Damit hat er dem »Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenz« – ein unverzichtbarer Begleiter der umsichtigen Ökonomik – gewissermaßen ein dichterisches Denkmal gesetzt. Schon Frédéric Bastiat (1801–1850) schrieb, dass ein schlechter Ökonom sich in seiner Analyse auf die sichtbaren Effekte beschränkt, der gute Ökonom hingegen vor allem auch die nicht sichtbaren Effekte vorhersieht und beachtet.
Weil aber der Zeitgeist dem Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenz nicht die Aufmerksamkeit zukommen lässt, die es verdient, könnte eine böse Überraschung ins Haus stehen. Denn die Repräsentanten und Befürworter der staatlichen Kredit- und Geldordnung, denen die Verantwortung für das Debakel auf den internationalen Kredit- und Finanzmärkten zuzuschreiben ist, haben sich darangemacht, die Krise zu »bekämpfen«. Zu ihnen zählen die »Experten« in den Finanzministerien, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken, die begleitet und ermutigt werden von den Ratschlägen der »Mainstream«-Ökonomenzunft.
Das Bild, dass der Bock zum Gärtner gemacht wird, drängt sich an dieser Stelle geradezu auf, denn schließlich ist der De-facto-Kollaps des Finanzsystems ja im Kern das Ergebnis des staatlichen Kredit- und Geldsystems, in dem die Notenbanken das Monopol über die Geldproduktion halten und die staatliche Aufsicht und Regulierung das Verhalten der Marktakteure entscheidend prägt.
Die Zentralbanken allein bestimmen, wie viel Geld – das per Bankenkreditvergabe produziert wird – in Umlauf gebracht wird. Das ist nicht nur ein chronisch inflationäres Verfahren, sondern auch eine Geldproduktion, die es in einem privatisierten Geldsystem so nicht geben kann. Sie senkt den Marktzins künstlich ab und setzt Investitionen in Gang, die ohne ein Heruntermanipulieren des Zinses nicht angegangen worden wären und deren Erfolg davon abhängt, dass immer mehr Kredit und Geld in Umlauf gebracht und die Zinsen immer weiter abgesenkt werden.
Trübt sich die Konjunktur ein, »bekämpfen« die Zentralbanken die eigentlich notwendige »Bereinigungsrezession«, indem sie den Marktzins durch Ausweiten des Kredit- und Geldangebots noch weiter absenken. Die Geldpolitik sorgt auf diese Weise im Zeitablauf für ein Anwachsen der Verschuldung relativ zum Einkommen der Volkswirtschaften. Mittlerweile scheint sich weltweit eine Überschuldungssituation eingestellt zu haben.
Private Kreditgeber haben angesichts der gewaltigen Kreditpyramide nun die Sorge, dass Schuldner ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können. Sie wollen fällige Kredite nicht mehr oder wenn, dann nur zu deutlich höheren Zinsen erneuern. Und gleichzeitig scheinen (Dauer)Schuldner nicht in der Lage oder willens zu sein, fällig werdende Kredite zurückzuzahlen oder höhere Zinsen auf ihre Schulden zu bezahlen.
Doch eine solche Diagnose der Krisenursache scheint nicht in die staatlichen Maßnahmen der Krisenbekämpfung einzufließen. Dass sich öffentlich kaum Widerspruch gegen das regt, was die Regierungen beschließen – allem voran ein noch stärkeres Ausweiten der (staatlichen) Kredit- und Geldschöpfung –, mag insbesondere an der atemberaubenden Komplexität der Krise liegen, die aus dem Staatsgeldsystem erwachsen ist.
In der Tat ist das Kredit- und Geldsystem mit all seinen Institutionen und Regelwerken so unübersichtlich geworden, dass es – wenn überhaupt – nur noch von »Experten« verstanden wird. Die Volksvertreter selbst sind kaum mehr in der Lage, die Quellen für Fehlentwicklungen des Systems zu identifizieren, vor allem solche nicht, die erst mit einer Zeitverzögerung in Erscheinung treten. Sie müssen sich auf den Rat von »Systemexperten« verlassen.
Diese Fachleute haben ihre beruflichen Karrieren darauf verwandt, Experten des Systems zu werden. Bei den Experten dürfte es sich um solche handeln, die vorbehaltlos die Prinzipien anerkennen, auf denen das System ruht. Denn diejenigen, die weder die Prinzipien, auf denen das System ruht, noch die Ziele, die das System verfolgt, befürworten, werden kaum die Bereitschaft und Ausdauer haben, sich mit den Einzelheiten und Gepflogenheiten des Systems vertraut zu machen, um sich so im Kreise der ausgewiesenen Systemexperten – etwa im Rahmen von Gremiensitzungen und auf Konferenzen – zu bewähren.
Sie werden daher auch kein Gewicht haben, wenn es gilt, bei der Ursachendiagnose der Fehlentwicklungen und an der Formulierung von (System-)Reformen mitzuwirken. Allein schon das wirtschaftliche Eigeninteresse der Experten, die sich dem System verschrieben haben, würde wohl verhindern, dass sich eine Reform durchsetzt, die das System
