Kommissar Tegeler und die Selbstgerechten: Kriminalroman
Von Alfred Bekker
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von Alfred Bekker
Der Umfang dieses Buchs entspricht 140 Taschenbuchseiten.
Die Kriminalkommissare Ortwin Tegeler und Ludwig Härtl sind bei der Sondereinsatzgruppe der Bundespolizei in München beschäftigt. Doch dann werden beide zu einem Einsatz nach Berlin geschickt. Während Ludwig Härtl ganz offiziell dort als Ermittler auftritt, bekommt Tegeler eine neue Identität, um verdeckt arbeiten zu können. Der Mord an zwei Kriminalbeamten soll aufgeklärt werden, die einer Gruppe auf der Spur waren, die sich ,Justice Warriors' nennen. Da der Verdacht naheliegt, dass auch Kriminalbeamte des BKA involviert sind, ist äußerste Vorsicht geboten …
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.
Alfred Bekker
Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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Kommissar Tegeler und die Selbstgerechten - Alfred Bekker
Kommissar Tegeler und die Selbstgerechten: Kriminalroman
von Alfred Bekker
Der Umfang dieses Buchs entspricht 140 Taschenbuchseiten.
Die Kriminalkommissare Ortwin Tegeler und Ludwig Härtl sind bei der Sondereinsatzgruppe der Bundespolizei in München beschäftigt. Doch dann werden beide zu einem Einsatz nach Berlin geschickt. Während Ludwig Härtl ganz offiziell dort als Ermittler auftritt, bekommt Tegeler eine neue Identität, um verdeckt arbeiten zu können. Der Mord an zwei Kriminalbeamten soll aufgeklärt werden, die einer Gruppe auf der Spur waren, die sich ,Justice Warriors‘ nennen. Da der Verdacht naheliegt, dass auch Kriminalbeamte des BKA involviert sind, ist äußerste Vorsicht geboten ...
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Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.
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Alfred Bekker
© Roman by Author Alfred Bekker
© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen
Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.
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1
Industrielle Ödnis.
So konnte man das nennen.
Eine moderne Wüste.
Elmer Weber parkte den Wagen auf dem abgelegenen Industriegelände am Rand von Berlin. Hier wurde schon lange nichts mehr produziert. Alles tot und vergessen. Die Fabrikhallen standen leer, ein paar Maschinen, die beim Konkurs des Unternehmens nicht hatten verkauft werden können, rosteten vor sich hin.
Hier war der Aufschwung vorbei und die Rezession der Dauerzustand.
Man konnte sich schwer vorstellen, dass es hier mal anders gewesen war.
Dass dieser Platz ein Hort der Produktivität und Geschäftigkeit gewesen war.
Das Bruttosozialprodukt wurde jetzt anderswo gesteigert.
Hier nicht mehr.
Und wahrscheinlich nie wieder...
Ratten und streunende Katzen verirrten sich vielleicht noch hier her. Und Leute, die einen Ort für ein ungestörtes Treffen suchte und dabei von niemandem beobachtet werden wollten.
Elmer Weber schlug den Kragen seines Mantels hoch. Die Hand glitt in die Seitentasche. Dort schloss sie sich um den Griff einer Automatik.
Vom naheliegenden See wehte ein eiskalter Wind herüber.
Weber erreichte den Seiteneingang der ersten Fabrikhalle. Das Schloss war ausgebaut. Man konnte einfach hineingehen.
Sicherheit null.
Schrott brauchte man nicht zu bewachen, so konnte man denken.
Hallo, sind Sie da?
, fragte Weber.
Keine Antwort.
Hallo?
Weber erstarrte.
Der Mann, mit dem er sich hatte treffen wollen, lag in eigenartig verrenkter Haltung auf dem Boden. In der Stirn klaffte ein daumengroßes Einschussloch.
Er war ganz sicher tot.
2
Weber zog seine Waffe und sah sich um. Aber es war nirgends jemand zu sehen. Kein Geräusch verriet, dass der Mörder noch in der Nähe war.
Weber kniete neben der Leiche nieder.
Er sah genau hin.
Das aus der Schusswunde ausgetretene Blut war längst geronnen. Ein dunkler Fleck hatte sich gebildet. Eine Blutlache war in den Beton eingezogen.
Dann hörte er Schritte.
Weber blickte auf.
Er atmete tief durch.
Hinter einem der vor sich hin rostenden Maschinenblöcke war eine Gestalt hervorgetreten.
Wie ein Schatten.
Unheimlich.
Der Mantel reichte bis zu den Knien. Der Kragen war hochgestellt. In der Rechten hielt er eine Automatik mit aufgeschraubtem Schalldämpfer. Die Mündung zeigte in Kopfhöhe auf Weber.
„Sie?", fragte Weber. Er wirkte konsterniert und vollkommen überrascht.
„Jedenfalls können Sie nicht behaupten, Sie seien nicht gewarnt worden", sagte der Mann im Mantel.
Hören Sie...
Nein.
Ich...
Weber wusste, dass er zu lange gezögert hatte. Die eine Schrecksekunde, in der ihm bewusst geworden war, wen er vor sich hatte, fehlte ihm nun. Er versuchte es trotzdem, denn ihm war klar, dass er gar keine andere Chance hatte.
Jetzt oder nie.
Noch eine Chance gab es nicht.
Weber riss die Dienstwaffe hoch und feuerte.
Er war blitzschnell.
Ein lauter Knall.
Aber der Mann im Mantel war schneller.
Und leise.
Seinen Schuss hörte man kaum. Das Geräusch klang wie ein heftiges Niesen oder ein Schlag mit einer zusammengerollten Zeitung.
Der Klang eines Schalldämpfers.
Webers Körper zuckte.
Er verrenkte sich unnatürlich.
Der erste Schuss hatte ihn am Oberkörper getroffen, ungefähr Herzhöhe. Die Wucht des großkalibrigen Geschosses riss ihn zurück. Weber trug eine Schutzweste unter der Kleidung. Sein eigener Schuss wurde verrissen und ging irgendwo in eine der rostigen Maschinen.
Der nächste Schuss traf Weber mitten in der Stirn und ließ ihn rückwärts taumeln.
Er wankte, fiel aber nicht.
Noch nicht.
Ein dritter und vierter Schuss folgten - ebenfalls Kopftreffer.
Ein Mann, der schon tot war, stand immer noch für eine Sekunde auf zwei Beinen.
Aber länger konnte er sich nicht halten.
Die Lebenskraft war aus ihm gewichen.
Und die Schwerkraft forderte jetzt ihren Tribut.
Weber ging wie ein gefällter Baum zu Boden und blieb in eigenartig verrenkter Haltung auf dem Betonboden liegen. Es wäre unmöglich gewesen, jetzt noch sein Gesicht zu erkennen.
Der Mann im Mantel schraubte den Schalldämpfer ab und steckte ihn in die Manteltasche. Die Waffe selbst legte er neben den Toten.
Erledigt
, murmelte er.
Eine Stimme, so klirrend kalt wie der Tod und so schneidend wie ein Teppichmesser.
Der Killer trug Latexhandschuhe. Weder Schmauch- noch irgendwelche anderen Spuren würden sich an seinen Händen nachweisen lassen.
Er drehte den Toten halb herum und begann damit, ihn systematisch zu durchsuchen. Er schien keine Eile damit zu haben. Dass hier draußen jemand den Schuss aus der Waffe des Toten gehört hatte, war mehr als unwahrscheinlich. Und wenn doch, wird sich niemand darüber wundern, dachte der Mann im Mantel. So weit ist es schon mit unserer Stadt gekommen ...
Jemand muss für Ordnung sorgen, dachte der Mann im Mantel.
Und wenn es niemand anderes tut?
Dann muss man es eben selbst in die Hand nehmen.
Was sonst?
3
Ich holte Ludwig an diesem Morgen (wie so oft) ab. Es war ein Hundewetter. Feiner Nieselregen hatte München in eine Waschküche verwandelt und wenn man dem Wetterbericht Glauben schenkte, dann bestand auch keine Aussicht darauf, dass sich innerhalb der nächsten Woche daran viel änderte.
Ein Hundewetter.
„Nicht mal ein Schirm hilft dagegen!", meinte mein Kollege, nachdem er sich zu mir in den Dienstwagen gesetzt hatte - oder genauer gesagt, in einen silbernen und blauen Mercedes Benz. Ich fuhr los.
„Wäre nett, wenn du dich mit deinen nassen Haaren jetzt nicht schüttelst", meinte ich.
„Sehr witzig! Selten so gelacht, Ortwin!"
„Ganz im Ernst: Ich hoffe wirklich, dass Herr Brackmeier irgendeinen Job für uns hat, der nicht in München zu erledigen ist!"
„Wie wäre es mit Sylt?"
Sylt?
Ja.
"Du machst Witze.
Gehört doch auch zum bundesweiten Einsatzgebiet unserer Sonderabteilung und soll es im Moment warm und sonnig sein.
„Mit dem Glück, dass wir im Moment haben, schickt uns Herr Brackmeier nach Rügen oder Rostock - und da regnet es im Moment noch viel mehr als hier."
Kann auch sein.
Oder ins Ruhrgebiet.
Naja...
Wir quälten uns durch den morgendlichen Verkehr in München und erreichten schließlich das Hauptpräsidium, wo Ludwig und ich seit unserer Beförderung unsere Büros hatten. Unser Weg führte zunächst allerdings zum Büro unseres Chefs, Kriminalhauptkommissar Brackmeier.
Ich sah kurz auf die Uhr an meinem Handgelenk. Wir waren sogar etwas zu früh.
„Gehen Sie trotzdem schon mal rein", begrüßte uns Dorothea Schneidermann, die Sekretärin unseres Chefs.
Als wir das Büro von Kriminalhauptkommissar Brackmeier betraten, war der gerade in ein Telefonat vertieft. Mit einer Geste deutete er uns an, dass wir uns schon einmal setzen sollten.
Worum es genau in dem Telefonat ging, das der leitende Kriminalhauptkommissar Brackmeier gerade führte, konnte ich mir aus den Bruchstücken nicht zusammenreimen. Dazu waren Kriminalhauptkommissars Brackmeiers Gesprächsanteile anscheinend zu klein.
Als schließlich noch eine Person den Raum betrat, war mir klar, dass irgendeine größere Sache auf Ludwig und mich wartete. Bei dieser Person handelte es nämlich um den Leitenden Kriminaldirektor Georg Sager. Möglicherweise ging es also um eine Operation, die über den Bereich unserer eigenen Bereichs hinausging.
Aber das
