Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen: Betriebsanleitung für Gartenfreaks... garantiert biologisch abbaubar
Von Edith Jürgens
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Über dieses E-Book
Niemand wird von heute auf morgen ein perfekter Landschaftspfleger, aber über Gartenlust und Gartenfrust gemeinsam zu lästern und lachen, das macht Spaß. Die Voraussetzung für ein glückliches, harmonisches Gartenleben ist eine eigene Grünfläche und dieses Buch.
Skurriles und Bemerkenswertes gibt es zu berichten. Kürbissamen, die sich auf dem Komposthaufen zu gruseligen Schlingpflanzen entwickeln. Garstige Spinnen auf dürren Beinen, die in Windeseile krabbeln, um die Gärtnerin mit klebrigen Fäden einzufangen.
Verblüffende Erkenntnisse über gemütliche Sitzplätze in der Alltagsoase. Der schmerzende Rücken nach der Buddelei im Erdreich... alles eingefangen in fröhlichen Episoden.
Den Naturfreund, Schreber - oder Hobbygärtner erwartet eine Tour durch einen außergewöhnlichen Garten.
Ein Rat zum Schluss: Eine Frau muss viele Frösche aus der Teichanlage küssen, um einen Traumprinzen zu finden, der bei der Gartenarbeit fleißig mithilft.
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Buchvorschau
Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen - Edith Jürgens
Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen...
Betriebsanleitung für Gartenfreaks
garantiert biologisch abbaubar…
Edith Jürgens
Impressum
„Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen…"
Copyright © 2017 Edith Jürgens
Alle Rechte vorbehalten
Edith Jürgens Kontakt:
www.rucksackbuch.de
Buchcover : Silke Brinkmann,
27572 Bremerhaven
Lektorat: Eike Helmholz
ISBN: 978-3-96931-367-1
Verlag GD Publishing Ltd. & Co KG, Berlin
E-Book Distribution: XinXii
www.xinxii.com
logo_xinxiiDieser E-Book, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Zustimmung des Autors nicht vervielfältigt, wieder verkauft oder weitergegeben werden.
Inhalt
Vorwort in hellgrün
1. Aufsitzrasenmäher Rasor 135/96
2. Funkeln im Dunkeln
3. Blumenzwiebeln golfen
4. Rücken
5. Reinlichkeit in Nebengelassen
6. Rasenschnucke
7. Pinselquäler
8. Baumschnitt
9. Nebel
10. Nasi Goreng
11. Nachbarskinder
12. Spontane Begleitvegetation
13. Marderblues
14. Konzert
15. Kompostkürbis
16. Kleiner Garten
17. Im Pflanzengroßmarkt
18. Angrillen
19. Gräueltaten im Frühling
20. Gesunde Botanik
21. Geburtstagsparty
22. Gastbeitrag von Kater Fritzi
23. Gartenzauber
24. Kartoffelanbau
25. Ballade vom Regenwurm
26. Mein Frühlingsgarten
27. Fruchtbarkeitsapp
28. Froschkonzert
29. Ernte in Flaschen
30. Endlich Sonntag
31. Eine Gurke bewegt die Welt
32. Dünger
33. Der schöne Apfel
34. Das Wetter
35. Blattsalat ... aus eigenem Anbau
36. Neumond
37. Bananendünger
38. Zur Rede stellen ... oder Vorsingen
39. Wohin mit dem Geld?
40. Im Pflanzencenter:
41. Wasserspiele
42. Wasser marsch!
43. Was Nachbarn dulden müssen...
44. Spinne voraus
45. Specht und Made
46. Smoothies
47. Warum ich Gartenkataloge hasse
48. Schwengelrecht
49. Alles Schnecke, oder was?
50. Dankesbrief
51. Insekten
52. Laubbläser
53. Der Apfel zum Schluss
54. Sitzplätze
Nachwort in Dunkelgrün
Früher hatten die Menschen vor der ungezügelten Natur Angst. Zu Recht. Denn wenn ich so in meinen Garten schaue, wenn ich ein paar Wochen nichts getan habe, kriege ich es auch mit der Angst.
© Erhard Blanck
(*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler
Zu diesem Buch
In der Betriebsanleitung Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen
nimmt sich die Autorin ironisch auf die Gartenschippe.
Die Grünanlage zeigt sich abwechselnd wild, unberechenbar, anschließend anmutig und liebenswert. An einigen Tagen bringen die Gartenanlage, tierische Lebewesen und wissbegierige Nachbarn die Gärtnerin auf die Palme. Niemand wird von heute auf morgen ein perfekter Landschaftspfleger, aber über Gartenlust und Gartenfrust gemeinsam lästern und lachen, das macht Spaß. Skurriles und Bemerkenswertes gibt es zu berichten. Kürbissamen, die sich auf dem Komposthaufen zu gruseligen Schlingpflanzen entwickeln. Garstige Spinnen auf dürren Beinen, die gerne Gärtnerinnen mit klebrigen Fäden einzufangen. Verblüffende Erkenntnisse über gemütliche Sitzplätze in der Alltagsoase. Der schmerzende Rücken nach der Buddelei im Erdreich... alles eingefangen in diesem fröhlichen Buch. Hobbygärtner erwartet eine Tour durch einen außergewöhnlichen Garten. Ein Rat zum Schluss: Eine Frau muss viele Frösche aus der Teichanlage küssen, um einen Traumprinzen zu finden, der bei der Gartenarbeit fleißig mithilft.
Edith Jürgens, ist 1957 in Bremerhaven geboren. Aus ihrer Feder stammen zahlreiche Veröffentlichungen in Niederdeutsch, Beiträge zur Geschichte, ein Kinderbuch, Chroniken, satirische Kurzgeschichten und diverse Hörbücher. Ihre Texte sind in verschiedenen Anthologien zu finden. In der Betriebsanleitung für Gartenfreaks „Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen ..." schildert die Autorin humorvolle Gartenabenteuer. Unabhängig von ihrer Tätigkeit als freie Autorin widmet sie sich der Museumsarbeit. Sie lebt heute mit ihrem Kater Fritz in Friedrichsbrunn im Harz.
„Nur die Regenwürmer hören mein Stöhnen..."
Eine Betriebsanleitung für Gartenfreaks ... garantiert biologisch abbaubar.
Vorwort in hellgrün
Man könnte annehmen, ich erhielt meine Gartenleiden-schaft mit dem ersten Happen Babyspinat eingelöffelt. Irrtum. Mit der Begeisterung für Grünanlagen hat es gewiss nicht humorvoll angefangen. Mit Mühe und Not den Lauflernschuhen entwachsen, durfte ich zeitig die zuvor gemähten Grashalme ins Körbchen sammeln. Andere meiner zahlreichen Familienmitglieder waren seinerzeit merkwürdigerweise selten greifbar. Oder sie verstanden es prächtig, sich der Gartenaffären, der gärtnerischen Großmutter zu entziehen. Ebendieser autoritären Dame oblag die Aufsichtspflicht der gedeihenden Botanik. Gleichzeitig hütete sie ihre einzige Gartengehilfin, die Enkelin.
Meine, mit einem grünen Daumen gesegnete Babuschka, teilte die Grünflächen in verschiedenartige Aufgaben-bereiche ein. Im vorderen Bereich versuchte die Gemüse-abteilung ordentlich Ernteerträge zu realisieren. Zwischen dem geschniegelten, englischen Rasen und dem reichhaltigen Gemüsebeet wohnte die blühende Pracht ausgewählter Knollen nebst Stauden. Umgrenzt wurde die Anlage von fleißig wuchernden Büschen und Obst-sträuchern. Die akkurat bemessenen Beete wurden mit einer Weinflaschenumrandung eingefasst. Diese hatte unser feierfreudiger Onkel, erfolgreich in kürzester Zeit, für die Begrenzungsaufgabe geleert.
Damit die Pflänzchen überhaupt eine Wachstumschance erhielten, durfte ich auf dem gegenüberliegenden Bauernhof, die von dem Arbeitspferd produzierten Äpfelchen aufsammeln. Anschließend verteilte ich harkend die duftende Herrlichkeit auf Omas Erdkrume. Zeigten die Nutzpflanzen endlich erste Blättchen an der Erdoberfläche, fummelte ich stundenlang, in gebückter Haltung das Unkraut aus den Reihen. Jederzeit unter Omamas Fuchtel. Argwöhnisch beobachtet, damit keine kostbare Pflanze im Unkrauteimer landete.
Die Büsche der Johannisbeeren, Stachelbeeren oder ähnlichen Beeren standen in freudiger Erwartung mit ihren Dornen gestiefelt und gespornt bereit, gewillt mich beim Abernten zu perforieren. Nach der Pflege der Gemüsebeete folgte der Rasenschnitt. Seinerzeitig mit einem handbetriebenen Spindelmäher. Mit meiner ehemals mickerigen Statur erreichte ich die Griffe des Mähers nur knapp. Erstaunlicherweise wurde das rollende Rasengerät von einem anderen Familienmitglied bewegt. Ungeachtet dessen sammelte die kleine Edith jeden Halm einzeln ab. Beförderte das grüne Zeug zum Kompost, zog den Tragkorb schleppend zurück zum Mähereignis.
Zu asternartigen, knolligen Korbblütlern, sprich Dahlien, hatte ich ein gespaltenes Verhältnis. Großmutters Dahlienbeet durfte locker in unserem Dorf den ersten Preis für Noblesse und Eleganz einstreichen. Schon damals hatte ich den Verdacht, die Oma liebe die Knollen mehr als ihre Enkelin. Nach einer arbeitsreichen Gartensaison, unzähligen Befehlen hinsichtlich der geleisteten Strapazen, sah ich mich eines Tages verpflichtet, meiner Wut freien Lauf lassen. Mit einer zackigen Harke und viel Schwung trennte ich alle Dahlienköpfe von ihren Blütenstielen. Vom Scheunendach aus, beobachtete ich das jämmerliche Dahlien- Drama und amüsierte mich köstlich. Die Hiebe von den Eltern, Omas Vorwürfe habe ich lässig weggesteckt. Merkwürdigerweise schätze ich heutzutage Dahlien über alles. Hege und pflege, bemuttere die stattlichen Knollen. Alles reine Vererbungslehre.
Im Laufe der Jahre hat mich der Gartenbazillus gepackt. Mindestens einmal am Tag muss ich in matschiger Erde buddeln, Regenwürmer von links nach rechts sortieren. Luft aus Atmosphäre, Dünger und Sauerstoff einatmen. Dank Omamas gnadenloser Regie, zahlreichen Gartenbüchern, mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen in der Botanik, kann mein Garten sich heute sehen lassen. Alles grün und schön bunt.
Gerne verteile ich auf folgenden Buchseiten informative Tipps zum Tief stechen und weit schmeißen
im Großgrünbereich.
Liebe Leser/innen, denken Sie daran: Die Größe Ihrer Grünfläche richtet sich nach der Schaffenskraft Ihres Partners. Ich empfehle eine übersichtliche Ecke für die Liegestuhlposition, um die arbeitende Bevölkerung eingehend beobachten zu können.
Einen grünen Daumen wünscht Ihnen Edith Jürgens und der Kater Fritz.
1. Aufsitzrasenmäher Rasor 135/96
Endlich … endlich schlägt Petrus die wärmere Jahreszeit im Kalender auf. Es ist abermals Frühling. Das Hobby, das meinen Mann nebst diversen Männern aus der Nachbarschaft verbindet, steht auf dem Tagesplan. Der rasende Frühjahrskick. Die lange Winterpause war echt trostlos und hart. Jeden Tag sah ich die bangen Blicke meines Gemahls. Wann wird es endlich Frühling? Wann wächst endlich der Rasen? Lieblings Lebensqualität wurde durch den bescheidenen Grünbewuchs zur grauen Winterszeit nicht besser.
Aber heute heißt es: Hinaus, der Rasen wird gestutzt. Gut und gerne zwei Zentimeter an der Beetkante entlang! Jetzt kommt „er" zum Einsatz. Der beste, schönste Aufsitzrasenmäher im Lande. Zum Auftakt knallt das Supergerät kurz ohrenbetäubend schallend aus dem Auspuff. Böse Zungen behaupteten später, ein Angriff von außerirdischen Mächten hätte stattgefunden. Da steht er, frisch aus unserem Gartenrennstall. Windschnittige Power im zitronengelben Design, eine schmiegsame Wendigkeit, trotz schweren Schnittgutbehälter. Der Ferrari GT ist Schrott dagegen. Man höre den Motorensound, erste Sahne.
Ich erschrecke mich jedes Mal beim Start der rollenden Zitrusfrucht, denke an eine Offensive eines gewaltigen Hornissenschwarms. Automatisch gehe ich in Deckung. Schon kommt die Hightech Hochleistung um die Hausecke gesaust. Auf dem nachfedernden Ledersitz verspürt mein Liebster totalen Fahrkomfort. Die Wirbelsäule nimmt senkrecht eine sportliche, lässige Stellung an. Geht es mitten im Grün durch ein frühlingshaftes Kaninchenloch, ist die lockere S-Form unerlässlich. Der Oberkörper ruht auf dem Gesäßknochen, die Augen schauen geradeaus über das Lenkrad hinweg. Mit angewinkelten Knien wird mit dem rechten Fuß das Gaspedal stimuliert. Der Weg ist das Ziel. Haltungsnote eins... nach meiner Meinung. Dank kompakter Abmessungen wird unser Rasen ohne Übertreibung dreimal hintereinander bis auf den Wurzelballen abgetrennt. Hier darf der Mann noch Mann sein. Mensch und Natur rücken näher. SSSSSSSRRRRR… da kommt er ein weiteres Mal, der schnittigste Rasenmäherfahrer der Welt. Vorsicht! Meine zart aufblühenden Viola cornula. Ich halte die Luft an. Mit einem Wendekreis von sechsundvierzig Zentimetern werden die Hornveilchen in Grund
