Über dieses E-Book
Die Autorin Yona Shojai, 1976 in Teheran/Iran geboren und im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflüchtet, illustriert in diesem Buch die gegenwärtige Lage Deutschlands und Europas. Sie macht deutlich, welche Faktoren sie als Auslöser für die gegenwärtigen Probleme (Stichwort: Flüchtlingsstrom, Brexit, Erstarken rechtsextremer Parteien u.a.) hierzulande und in Europa sieht. Vor allem die Interventionspolitik der USA hat nach Ansicht der Autorin hierbei einen hoch relevanten Einfluss. Parallelen zwischen der Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Entwicklung Europas in den vergangenen Jahren sind nach ihrer Überzeugung kein Zufall.
Yona Shojai und ihre Familie haben am eigenen Leib erlebt, wozu es führt, wenn eine Supermacht sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischt und letztlich vor allem eines erreicht: Destabilisierung und Eskalation der Konflikte bis hin zu Krieg und Vertreibung der Bevölkerung.
Yona Shojai
Die Autorin Yona Shojai, geboren am 18. August 1976 in Teheran/Iran. Flüchtete 1986 mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach dem Realschulabschluss Ausbildung als Medizinisch-Technische Assistentin. Yona Shojai lebt mit Mann und zwei Töchtern in Wiesbaden. Ihre Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung und die gegenwärtigen, in diesem Zusammenhang stehenden Probleme werden in dem vorliegenden Text thematisiert und in einen größeren geschichtlichen und politischen Kontext gesetzt.
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Buchvorschau
Nicht ein zweites Mal - Yona Shojai
NICHT EIN ZWEITES MAL
NICHT EIN ZWEITES MAL
1 Woher ich komme, wohin ich kam
2 Ein Verhältnis im Wandel: Iran und die USA
3 Etwas läuft schief
4 Der Brexit – viel mehr als nur ein Austritt aus einer Staatengemeinschaft
5 Irans Politik: rückwärtsgewandt und gegen das eigene Volk
6 Von Trump über Johnson bis zur AfD: Das Prinzip des „Spalte und herrsche"
7 Biegt die USA rechts ab?
8 „Wir schaffen das!" Aber schaffen wir das wirklich?
Impressum
NICHT EIN ZWEITES MAL
1 Woher ich komme, wohin ich kam
In Teheran/Iran kam ich zur Welt, am 18. August 1976. Meine Mutter war eine gelernte Schneiderin, die aber schon länger nicht mehr in ihrem Beruf arbeitete, mein Vater ein erfolgreicher Unternehmer im In- und Export. Ich war das zweite Kind, meine Schwester Mona ist fünf Jahre älter.
Als die Islamische Revolution unter Khomeini Ende der siebziger Jahre das Leben aller, die im Iran lebten, veränderte, war ich drei Jahre alt. Im Sommer 1980 brach der Krieg zwischen dem Iran und Irak aus, der ganze acht Jahre andauern sollte. Meine Eltern versuchten, uns, ihren beiden Kindern, soviel Normalität wie möglich zu bieten – wir fuhren nach wie vor in den Urlaub, auch nach Deutschland, in unserem Haus fanden regelmäßig kleine Partys statt.
1981 bekam ich eine kleine Schwester, Faegheh, genannt Fay. Ich kann mich gut erinnern, wie sie aussah, auch wenn ich erst fünf Jahre alt war: Ihre Haut war völlig ausgetrocknet und faltig, das Bild meiner kleinen verschrumpelten Schwester in den Armen meiner weinenden Mutter werde ich nie vergessen. Meine Schwester war sozusagen das Sinnbild des Krieges, das Sinnbild der Entbehrungen und Ängste, die meine Mutter während der Schwangerschaft hatte aushalten und ertragen müssen. Dieses Bild markiert für mich den Wendepunkt dessen, was für mich bis dahin heile Welt gewesen war: schlagartig wurde mir klar, wie meine Eltern und die Menschen um uns herum litten. Der Anblick meiner neugeborenen Schwester sagte es mir.
Plötzlich hatte ich ein Ohr für die Gespräche meiner Eltern, ich verstand immer besser und klarer, worum es ging, auch wenn es nicht für meine Kinderohren bestimmt war; ganz sicher dachten sie, ich bekäme es nicht oder wenn doch, dass ich es nicht verstehen würde, aber ich verstand viel mehr, als sie dachten.
Ich verstand, dass sie gegen die Regierung, gegen Khomeini und seine Politik waren. Zwar war mein Vater zunächst für den Ayatollah, ja er ging sogar für ihn auf die Straße, aber schon bald änderte sich seine Einstellung, auch wenn er diese nicht öffentlich äußern durfte. Unter Khomeini wurde die Presse- und Meinungsfreiheit eingeschränkt, Universitäten wurden geschlossen, Banken und Industrie verstaatlicht. Als ich Mitte der achtziger Jahre in die Schule kam, musste ich, wie alle Mädchen, Kopftuch tragen; es drückte an meiner Stirn und verursachte mir (und den meisten anderen Mädchen) Kopfschmerzen. Dennoch ging ich gern zur Schule und war auch, zumindest die ersten drei Schuljahre, eine sehr gute Schülerin, war wissbegierig und aufmerksam.
Vor allem das Zeichnen machte mir Spaß. Meine Tante war von meinem Talent so sehr überzeugt, dass sie eine Zeichnung von mir bei einem Talentwettbewerb,
