Mit Esmeralda durch Paris: Ein ReiseGeister-Buch
Von Bettina Arlt, Manuela Smula, Leif Karpe und
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Buchvorschau
Mit Esmeralda durch Paris - Bettina Arlt
1.
Eine steinerne Symphonie
„Das alte Gemäuer einer Kathedrale erzählt mehr als jeder noch so gut gemachte Film!" (William Dieterle)
Image MissingDie Kathedrale Notre-Dame de Paris (Unsere liebe Frau von Paris), wurde in den Jahren 1163–1345 erbaut. Sie ist eine der frühesten gotischen Kirchen Frankreichs. Sie befindet sich auf der Ostspitze der Seine-Insel Île de la Cité im 4. Pariser Arrondissement und überragt majestätisch das Pariser Zentrum. Die beiden Türme erreichen eine Höhe von 69 Metern und der Dachreiter misst 90 Meter. Das Kirchenschiff hat im Innern eine Länge von 130 Metern, eine Breite von 48 Metern und eine Höhe von 35 Metern. Die Kirche hat Platz für 10.000 Personen. Am oberen Rand der Fassade blicken ganz besondere Köpfe von der Galerie des Chimères (Ungeheuer-Galerie) auf Paris hinab: Adler, Hunde, Löwen, schreckliche Drachen und andere Fantasiewesen aus Stein, die böse Geister abschrecken sollen. Jede der in Nord- und Südturm beherbergten Glocke hat ihren eigenen Namen und Charakter: Denise David, Angélique Françoise und Emmanuelle, welche die größte von ihnen ist und sich im Südturm befindet.
Das Innere eines alten Glockenturms. Ein paar Spinnweben hängen hier und da an den Wänden, aber davon abgesehen sieht es recht sauber und gepflegt aus. Um so mehr verwundert der Anblick eines jungen Mannes, der zusammengerollt in einer Ecke liegt und zu schlafen scheint: Die Örtlichkeit erweckt nicht den Anschein, als hätten Obdachlose leichten Zugang zu ihr. Aber sehen wir uns zunächst ein wenig um: In diesem Teil des Glockenturms sind zwei Glocken zu finden, beide verschieden groß und mit unterschiedlichem Charakter. Die eine ist klein und zierlich, und die andere, ihre große Schwester, voluminös und eindrucksvoll. Und ebenso unterschiedlich ertönt auch ihr Glockenschlag, der von ihrem jeweiligen Charakter zeugt. Dass die Art und Weise, wie sie ihre Stimme erheben, beizeiten an menschliche Zungen erinnert, hat schon ihr einstiger Bewacher und Glöckner erkannt, der ihnen menschliche Namen gab: Emmanuelle, die Große, und Jacqueline, ihre kleine Schwester.
Dieser Glöckner aber lebte vor langer Zeit, und dass er seine Glocken mit einer Fürsorge behandelte, als seien sie seine Kinder, hatte einen Grund: Er selbst hatte die liebende Fürsorge eines Elternhauses nie kennengelernt und lebte, abgeschieden von den Menschen, hoch oben im Glockenturm von Notre-Dame mit den Glocken als einzigen Gefährten.
Doch inzwischen scheinen die ersten Sonnenstrahlen durch die offenen Fensteröffnungen des Glockenturms und kitzeln den schlafenden jungen Mann an der Nase. Bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass er gar nicht die typische ungepflegte Kleidung eines Obdachlosen trägt, sondern vielmehr Kleider, die den Eindruck vermitteln, als stammen sie aus einem Theaterfundus. Sollte man sie einer Epoche zuordnen, wäre es vermutlich das späte Mittelalter.
Der Sonne ist es nun gelungen, den jungen Mann aufzuwecken. Er schlägt verschlafen die Augen auf und sieht sich verwundert um.
Pierre Gringoire (streckt sich)
Oooh, tun mir die Glieder weh! Ich verkünde hiermit feierlich, dass ich schon auf weicheren Kissen genächtigt habe. (steht auf und sieht sich um) Famos! Was hat mich denn hierher verschlagen? Quasimodos alte Kirche! (fährt zusammen und wendet sich ängstlich nach allen Seiten um) Sapperlot, wieso bin ich wieder hier? Ich bin doch damals nur knapp dem Galgen entronnen und habe mir geschworen, niemals mehr nach Paris zurückzukehren. Ich muss unbedingt hier weg! (Er will schon die Flucht ergreifen, als er sich plötzlich erinnert und innehält.) Ganz ruhig, alter Pierre, eines nach dem anderen: Hast du dich nach Esmeraldas tragischem Tod nicht fern von Paris aufs Land zurückgezogen, wo du bukolische Dichtkunst praktiziert hast und dich vom Bauerngesindel feiern ließest? (Er hockt sich wieder hin und sieht verwundert an sich herunter.) Und wenn ich mich recht entsinne, bin ich im ehrwürdigen Alter von 82 Jahren eines Nachts an meinem Schreibtisch mit der Feder in der Hand sanft entschlummert. (Er schüttelt den Kopf, um einen klaren Gedanken zu fassen. Dann steht er auf.) Zwar gestehe ich, dass mich die Situation einigermaßen in Verwirrung stürzt, aber einem gestohlenen Gaul schaut man nicht ins Maul. Will heißen: Wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, sein Leben neu zu leben? Machen wir das Beste draus. (Er reibt sich die Hände.)
In eben diesem Augenblick setzt ein ohrenbetäubendes Glockengeläut ein, und Gringoire hält sich die Ohren zu. Zwar handelt es sich um die Nachbarsglocken im Nordturm der Kathedrale, doch das Läuten ist für einen Menschen mit normaler Hörfähigkeit nur schwer zu ertragen. Er will schon den Turm heruntereilen, als er inmitten des Glockengeläuts vereinzelte Worte zu hören vermeint und erstaunt die Hände ein wenig von den Ohren nimmt, um herauszufinden, ob er gerade Opfer einer halluzinatorischen Sinnestäuschung ist. Und tatsächlich: Zwischen den Glockenschlägen wispern Frauenstimmen, und ihre Worte scheinen an ihn gerichtet zu sein.
Glocke Denise
Hallo, Pierre. Ich bin Denise. Erinnerst du dich an mich? Weißt du noch, wie ich dir den Rhythmus vorgab, als du in der Gosse saßt und deine Gedichte schriebst?
Glocke Françoise (die hell und verführerisch klingt)
Hör nicht auf sie, Pierre. Ich war dir immer die Liebste. Zu meinem lieblichen Klang bist du morgens erwacht und wurdest von
